Tempo 140 „sehr positiv“

Ex-Verkehrsminister Norbert Hofer (l./FPÖ) und Asfinag-Geschäftsführer Josef Fiala

Ex-Verkehrsminister Norbert Hofer (l./FPÖ) und Asfinag-Geschäftsführer Josef Fiala

Gutes Zeugnis für Tempo 140 nach Evaluierung.

Im August hätte Ex-Verkehrsminister Norbert Hofer Bilanz über sein Prestigeprojekt gezogen: die beiden Tempo-140-Teststrecken auf der Westautobahn. Auf den Abschnitten zwischen Melk und Oed sowie Haid und Sattledt darf seit einem Jahr zehn km/h schneller gefahren werden. Hofer hätte Grund zum Jubeln gehabt. Eine Evaluierung unabhängiger Gutachter kam zu „teilweise sehr positiven“ Ergebnissen, heißt es in der Asfinag auf profil-Anfrage.

Die Umweltbelastung sei nicht gestiegen, die Zahl der Unfälle gesunken. Was die Luftqualität betrifft, sei an den Messstationen kein Einfluss der höheren Geschwindigkeit auf Feinstaub oder sonstige Grenzwerte festgestellt worden. Die Zunahme beim Kohlendioxid und Stickoxid liege bei „marginalen“ 1 bis 2 Prozent. Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden habe sich im niederösterreichischen Abschnitt von durchschnittlich 4,6 pro Monat auf 2,2 verringert, in Oberösterreich sank die Unfallzahl von monatlich 1,2 auf 0,5. Die vergangenen fünf Monate verliefen dort ohne Unfälle mit Verletzten. Verglichen wurden die vergangenen zwölf Unfallmonate mit dem Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2017. Schneller unterwegs waren die Autofahrer dennoch – um durchschnittlich zwei bis vier km/h.