Die profil-Titelgeschichte: Sündenpfuhl Politik

Peter Pilz

Peter Pilz

Auf der politischen Bühne des Parlaments spielt sich vor aller Augen ab, wie Männer und Frauen miteinander umgehen. Zweifellos gibt es weniger offenen Sexismus. Kommt er bloß subtiler daher? Wie geht es in Hinterzimmern, in Ausschüssen und auf Dienstreisen zu? Die Affäre um Peter Pilz könnte sich rückblickend als Zäsur herausstellen.

Der Auftritt eines Landespolitikers vergangene Woche in einer zünftigen Gaststube: Die Sexismus-Debatte köchelt, weshalb es sich einige Männer nicht verkneifen können zu bemerken, dass heutzutage schon ein „Busserl“ zur Begrüßung gefährlich sei. Bei Tisch gibt der Landespolitiker in dröhnendem Bass zum Besten, er habe in jungen Jahren bei einer Frau „natürlich überall hingegriffen“ und erst aufgehört, wenn sie nein gesagt habe. Ganz normal sei das gewesen, wie sonst hätte man „Ehen geschlossen“? Die Lacher sind auf seiner Seite. Und als er dann über eine Frauenpolitikerin sagt, sie habe sich nur deshalb gegen Sexismus engagiert, „weil bei ihr niemand hingegriffen“ habe, hebt ein Brüllen an.

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Christian Rainer und Eva Linsinger über die aktuelle Titelgeschichte: Sündenpfuhl Politik.

Lesen Sie die Titelgeschichte von Gernot Bauer, Eva Linsinger, Edith Meinhart, Christina Pausackl und Christa Zöchling in der aktuellen Printausgabe oder als E-Paper!