Der Vogelfänger von Auschwitz: "Seltsamerweise fehlt hier die Nachtigall"

Der Vogelfänger von Auschwitz: "Seltsamerweise fehlt hier die Nachtigall"

Jedes Jahr am 8. Mai feiert Europa seine Befreiung vom Nationalsozialismus. Die Geschichte eines SS-Mannes, der in Auschwitz das Vogelleben erforschte, zeigt die unfassbare Ignoranz inmitten der Vernichtung.

Von Marianne Enigl und Christa Zöchling

Auschwitz ist zur Metapher geworden für den Holocaust. Wen fragen, wenn der letzte Überlebende tot ist? Wie davon erzählen? Die zukünftige Österreich-Ausstellung in diesem ehemaligen Vernichtungslager tut dies in einer verstörenden Form. Sie stellt einen Mann vor, der als Symbolfigur für die monströsen Verbrechen des Nationalsozialismus verstanden werden kann: Vogelfänger in Auschwitz. Der Ornithologe Günther Niethammer meldete sich freiwillig zur Waffen-SS, stand im Konzentrationslager Auschwitz am Haupttor, erkundete im weiten Lagerareal das Vogelleben und stieg nach dem Krieg zum Doyen seiner Wissenschaft auf. Auschwitz war sein Karriere-Sprungbrett.

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Videoblog zu "Der Vogelfänger von Auschwitz"

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