Teile und herrsche: Der Wahlkampf im Netz

Teile und herrsche: Der Wahlkampf im Netz

Klicks, Tricks und Millionenbeträge: Im Internet kämpfen die Parteien um Deutungshoheit – und um neue Fans. Hinter Wohlfühl-Postings auf Facebook und E-Mail-Aufrufen stecken raffinierte Tools. Die Strategien des Online-Wahlkampfs und was man darüber wissen sollte.

„Wir müssen die Menschen dort abholen, wo sie stehen – und dorthin rudern, wo sie nicht mehr stehen können.“ Man darf sich die Wahlkämpfe des 21. Jahrhunderts als Abwandlung dieser ostfriesischen Weisheit vorstellen: Gib den Menschen das Gefühl, dass sie in der undurchdringbaren Informationsflut nicht mehr stehen können – und dann hol sie ab!

Das Internet ist längst zum zentralen Schauplatz unseres Alltags geworden, was mittlerweile auch alle Parteien in Österreich erkannt haben, weshalb sie beträchtliche Energien – und Geldsummen – in die sozialen Medien investieren. Facebook, YouTube, Twitter und Instagram sind mindestens so wichtig wie Print, Funk und Fernsehen – und ungleich pflegeleichter, wenn es um die möglichst ungefilterte Selbstdarstellung geht.

In der aktuellen Titelgeschichte sezieren INGRID BRODNIG und JAKOB WINTER die Mechanismen, Strategien und Tricks des digitalen Wahlkampfs. Dabei zeigt sich: Nicht alles, was vordergründig locker und lustig wirkt, ist immer gut gemeint.