Wirtschaft

Wie ein Österreicher den Kryptomarkt mit Stahl aufmischen will

Wie ein österreichischer Stahlhändler in den Kryptomarkt einsteigt und mit einem ziemlich einzigartigen Wertpapier für experimentierfreudige Kleinanleger an die Börse geht.

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Es ist der hippe Teil der Wiener Leopoldstadt, und das Bild bedient so ziemlich jedes Klischee: Junge Frauen und Männer, in Kapuzenpullis und Sneakern, vapend am Gehsteig stehend. Ihren Kolleginnen und Kollegen an den großen Schreibtischen und riesigen Computermonitoren kann man von der Gasse aus beim Arbeiten zusehen. Vermutlich steht auch irgendwo ein Wuzeltisch herum.

Marcel Javor, 49, empfängt ein paar Türen weiter. In Büroräumen, die mehr nach Cocktail-Lounge denn Besprechungszimmer aussehen. Klassisches Internet-Start-up, möchte man denken. Doch weit gefehlt. Javor ist Boss des Stahlhandelsunternehmens Frankstahl, welches bis ins Jahr 1880 zurückreicht. Mehr Old Economy geht kaum.

"Stahl gehört in jedes Portfolio."

Marcel Javor, Frankstahl

Doch das Unternehmen ist eben auch ein Beispiel dafür, wie sich die traditionelle Wirtschaft der New Economy öffnet. Javor verbindet die Welt des Stahls mit jener des Kryptomarkts und hat kürzlich einen sogenannten Steelcoin herausgebracht. Damit will er Stahl als Investment für Krypto-Enthusiasten attraktiv und auch Kleinanlegern zugänglich machen. Und nun drängt er mit einem neuen Anlageprodukt an die Börse.

Christina   Hiptmayr

Christina Hiptmayr

ist Wirtschaftsredakteurin und Moderatorin von tauwetter, dem profil-Podcast zur Klimakrise.