Über 100 Mio. Euro sollen in den Photovoltaik-Ausbau fließen

© APA - Austria Presse Agentur

profil-Morgenpost
03/18/2021

Sonnige Schweinereien

Der Sonnenstrom boomt wie nie zuvor, indes ist eine Tonne CO₂ so teuer wie noch nie.

von Franziska Dzugan

Guten Morgen!

Beim Havarieren zwischen Pandemie und Klimakrise kann einem schon einmal die Luft ausgehen. Umso wichtiger sind gute Nachrichten zwischendurch, und die gibt es durchaus: Der Sonnenstrom zum Beispiel boomt wie nie zuvor. Wussten Sie, dass die US-Armee den Großteil ihres Energiebedarfs aus Photovoltaik speist? Oder dass das Ölland Saudi-Arabien ein riesiges Solarkraftwerk baut, das 100 Mal größer sein wird als die bislang größten Anlagen?

Spät aber doch wachte nun auch Österreich auf: Die Fördergelder für Sonnenstrom auf dem eigenen Dach wurden von 50 auf 100 Millionen Euro verdoppelt. Im aktuellen profil habe ich mir von ExpertInnen erklären lassen, wieviel so eine Anlage kosten darf und welche Technologie derzeit die beste ist. Fazit: Die Photovoltaik ist so effizient und billig wie noch nie – und rechnet sich mittlerweile sogar in Sibirien.

So teuer wie noch nie ist indes eine Tonne CO₂: Kostete sie vor drei Jahren noch knapp acht Euro, so hat sich der Preis mehr als vervierfacht und lag zwischenzeitlich bei knapp 40 Euro. Für das Klima ist das eine gute Nachricht, denn: Es motiviert Industriebetriebe und Stromerzeuger, auf erneuerbare Energien umzusteigen. Das war auch das Ziel der EU, als sie den Emissionshandel vor 15 Jahren einführte. Seit damals galt er wegen der geringen Preise als kolossaler Fehlschlag – doch plötzlich funktioniert er. profil-Wirtschaftsredakteur Joseph Gepp erklärt in der aktuellen Ausgabe, warum.

Zu billig ist hingegen immer noch der Klimakiller Fleisch; eine gute Nachricht gibt es aber auch an dieser Front. Läppische sieben Cent müsste ein Schnitzel mehr kosten als bisher, dann würde es den Schweinen in Österreichs Ställen deutlich bessergehen. Das rechneten Forscher der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien nun vor. 1,4 Quadratmeter Platz pro Tier anstatt 0,7 und Einstreu statt Spaltenboden aus Beton sind wahrlich nicht zu viel verlangt. Nun ist die Politik am Zug: Im April wird das Tierschutzvolksbegehren im Nationalrat behandelt.

Haben Sie einen sonnigen Tag!

Franziska Dzugan

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