Kärnten: Haider-BZÖ soll von Seenverkauf 2007 profitiert haben

Kaufmann-Bruckberger

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Landesrätin Kaufmann-Bruckberger belastet Ex-Politiker.

Für Elisabeth Kaufmann-Bruckberger wird es eng. Gegen die niederösterreichische Landesrätin (vormals FPÖ, BZÖ, Team Stronach, heute, nach ihrem Parteiausschluss, Team Niederösterreich) wird seitens der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft Wien ermittelt. Es geht um ihre Rolle beim Ankauf dreier Seegrundstücke durch das Land Kärnten im Jahr 2007. Nachdem sie sich noch vor wenigen Wochen vor dem Untersuchungsausschuss partout nicht erinnern konnte, wer ihr für ihre Vermittlerrolle ein Honorar bezahlt hatte – und vor allem, wie viel –, soll sie sich nun bei einer Einvernahme vor den Ermittlern geständig gezeigt haben. profil-Recherchen zufolge gab sie zu, im Auftrag der Partei an das involvierte Maklerbüro ein Beratungshonorar gelegt und das ihr daraufhin ausbezahlte Honorar – zwischen 700.000 und 800.000 Euro – an das damalige BZÖ in Kärnten weitergereicht zu haben. Landeshauptmann war damals Jörg Haider.
Kaufmann-Bruckbergers Anwalt Hermann Heller bestätigt die profil-Recherchen, betont aber: „Meine Mandantin hat im Auftrag gehandelt. Sie war nur der postillon d’argent.“

Wie profil bereits mehrmals berichtete, hatte der ÖGB im Jahr 2007 drei Kärntner Seegrundstücke an das Land Kärnten verkauft – zu mutmaßlich überhöhten 43 Millionen Euro. Ein zwischengeschaltetes Wiener Immobilienbüro hatte daraufhin 1,5 Millionen Euro Erfolgshonorar kassiert. Noch am 24. Februar dieses Jahres hatte die heutige Landesrätin auf die Fragen des Kärntner Untersuchungsausschusses lediglich gesagt, sie sei 2007 von Haider gebeten worden, an das Immobilienbüro heranzutreten; sie habe dafür ein Honorar bekommen, wisse aber nicht mehr, wie viel, geschweige denn, wer dieses bezahlt habe.

Tags darauf hatte es bei Kaufmann-Bruckberger eine Hausdurchsuchung gegeben, ihre Geschäftsunterlagen waren beschlagnahmt worden. Gegen die Politikerin wird wegen des Verdachts der Untreue, der Bestechlichkeit und der Anstiftung dazu ermittelt.