AMS-Vorstand Johannes Kopf
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AMS-Chef Kopf: „Wien wird kein Arbeitskräfteproblem kriegen“

AMS-Vorstand Johannes Kopf über die Effekte von gekürzten Sozialleistungen auf die Arbeitslosenzahlen, sein persönliches Pensionsantrittsalter und die demografische Krise, die uns bevorsteht.

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Das Büro von Johannes Kopf im fünften Stock der AMS-Bundesgeschäftsstelle in Wien- Brigittenau ist nicht auf Repräsentation ausgelegt. An einer Seite sind gepolsterte Sessel für Besprechungen in einem Halbkreis angeordnet. Auf der anderen Seite schnurrt der kleine Red-Bull-Kühlschrank. „Ich bin mittlerweile auf zwei pro Tag runter“, sagt Kopf. Davor waren es vier. Irgendwo muss gerade jeder sparen. Immerhin: Beim Budget für das Arbeitsmarktservice hat die Bundesregierung nicht gekürzt.

 

Erinnern Sie sich, was Ihr erster Ferienjob war?

Johannes Kopf 

Ich habe eigentlich keine Ferienjobs gemacht, sondern unterm Jahr immer wieder gearbeitet. Als Erstes war ich Bierzapfer im Fischerbräu in Döbling. Harte Arbeit, aber gut bezahlt.

Wussten Sie damals schon, was Sie später einmal werden wollen?

Kopf

Ja, ganz fix. Rechtsanwalt.

Wäre das etwas, was Sie heute jungen Menschen als krisensicheren Job empfehlen würden?

Kopf

Rechtsanwalt: ja. Aber ich glaube, dass der Markt für Konzipienten aktuell ziemlich bedroht ist.

Weil die künstliche Intelligenz diesen Job übernehmen kann?

Kopf

Ja. Aber ich würde einem jungen Menschen, der eine unglaubliche Liebe zum Buchbinden hat, auch nicht vom Buchbinden abraten. Es ist schon auch eine Frage der Begeisterung und des Interesses.

Josef Redl

Josef Redl

ist Redakteur im Wirtschafts-Ressort.