Baton Rouge: Schütze war Einzeltäter

Am 18. Juli fand eine Gedenkfeier zu Ehren der getöteten Polizisten in Baton Rouge statt.

Am 18. Juli fand eine Gedenkfeier zu Ehren der getöteten Polizisten in Baton Rouge statt.

Die Lage in Baton Rouge, im US-Bundesstaat Louisiana, ist seit Wochen angespannt. Nun kam es erneut zu einem Attentat auf Polizisten.

Am 17. Juli erschoss Gavin Long drei Polizisten in Baton Rouge. Zuvor hatte er unter dem Pseudonym Cosmo Setepenra in sozialen Netzwerken für Gewalt gegenüber Polizisten Stimmung gemacht.

In Louisiana ist die Stimmung seit zwei Wochen angespannt. Am 5. Juli wurde der Afroamerikaner Alton Sterling von Polizisten erschossen. Er lag dabei auf dem Boden. Die Waffe wurde aus nächster Nähe abgefeuert. Es folgten Demonstrationen von Bürgern, die ihren Ärger kundtun. Long verurteile die friedlichen Proteste. Diese wären wirkungslos, man müsse mit Gewalt zurückschlagen.

Am vergangenen Sonntag ging Long zur Gegenwehr über. Laut Angaben des Polizeichefs von Louisiana, Mike Edmonson, habe der Schütze den Polizisten aufgelauert. Long wurde kurz nach der Tat von weiteren Beamten erschossen.

Die Ermittlungen ergaben bisher, dass es sich bei Long um einen Einzeltäter handelte. Der 29-Jährige aus Kansas City, im US-Bundesstaat Missouri, war von 2008 bis 2009 im Irak als Marinesoldate stationiert. Offenbar hatte er nach seinem Einsatz Schwierigkeiten zurück in das Alltagsleben zu finden. Er hatte bei der Tat zwei Gewehre und eine Handfeuerwaffe bei sich.

Während Donald Trump das Attentat bereits für seine politischen Ziele nutzt, verurteilte US-Präsident Barack Obama die Tat.