Enthauptung von James Foley: Mörder soll Brite sein und sich John nennen

Enthauptung von James Foley: Mörder soll Brite sein und sich John nennen

Der Mörder des US-Journalisten James Foley soll einem Bericht des "Guardian" zufolge ein Brite sein, der sich selbst John nennt und eine Gruppe britischer Islamisten anführt. Das habe eine frühere Geisel der Gruppe bestätigt, berichtete die britische Zeitung am Donnerstag. Die Gruppe soll Geiseln in Syrien gefangen halten.

Der Mörder im Video ist dem Bericht zufolge der selbe Mann, der in diesem Jahr Verhandlungen über die Freilassung eines spanischen Journalisten geleitet habe. Er soll hauptsächlich in der syrischen Stadt Al-Raqqa leben.

Britische IS-Gruppe wurde von Geiseln "Beatles" genannt
Der Täter in der Filmaufnahme spricht mit englischem Akzent, Sprachexperten zufolge kommt er wahrscheinlich aus dem Osten Londons. Britische Geheimdienste arbeiten an der Identifizierung des Mannes. Die frühere Geisel sagte dem "Guardian" zufolge, der Mann sei intelligent, gebildet und streng gläubig. Die Gruppe der aus Großbritannien stammenden Islamisten soll von den Geiseln "Die Beatles" genannt worden sein.

Ex-MI6-Chef glaubt an Identifizierung
Der frühere Chef der Antiterrorabteilung des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6, Richard Barrett, versicherte am Donnerstag, Foleys Mörder werde trotz seiner Vermummung identifiziert und gefasst werden. "Er wird viele Freunde, Bekannte und Familienmitglieder in Vereinigten Königreich gehabt haben, und diese Menschen werden sich wünschen, dass er der Justiz übergaben wird", sagte er der Rundfunkanstalt BBC.

Nach der Verbreitung des Videos von der Hinrichtung hatte der britische Premierminister David Cameron umgehend seinen Urlaub abgebrochen. Es wird davon ausgegangen, dass etwa 500 britische Staatsbürger in Syrien und im Irak an der Seite von Dschihadisten kämpfen.

(APA/Red.)