Wir Europafreunde: Wie Österreich pro-europäisch geworden ist

EU - Wir Europafreunde: Wie Österreich pro-europäisch geworden ist

Wie Österreich von einem der europaskeptischsten Länder zu einem der pro-europäischsten geworden ist.

Heinz-Christian Strache schießt sich auf Brüssel ein. Und seine FPÖ liegt in Umfragen über die kommenden Europawahlen vor den Regierungsparteien. Man könnte also meinen, das Wahlvolk sei hierzulande über die Maßen europaskeptisch. Die jüngst veröffentlichte Vergleichsstudie von Gallup über die Einstellung der Europäer zur EU zeigt jedoch, dass diese Schlussfolgerung falsch ist.

Glück in Brüssel
Die Österreicher, die noch vor sechs Jahren - gemeinsam mit den Briten und Portugiesen - der EU und ihrer Führung am wenigsten vertrauten (36 Prozent), gehören heute mit 47 Prozent zu den europafreundlichsten Völkern Europas. Nur in Luxemburg, Deutschland, Belgien, Dänemark, Malta und den Niederlanden sieht man die EU positiver als bei uns. Die Bewohner der übrigen 20 Länder der Union sind negativer eingestellt. Zweifellos hängt dieses Umfrageergebnis damit zusammen, dass in den vergangenen Jahren die Länder - vor allem jene des Südens -, die von der Wirtschaftskrise voll erfasst wurden, den Glauben verloren haben, dass ihr Glück in Brüssel liegt.

Europafreunde
Wir hingegen haben die Krise relativ gut überstanden. Österreich ist zudem eines der wenigen Länder, in denen sich in den vergangenen sechs Jahren die Einstellung zur EU verbessert hat. So stark wie bei uns ist nirgendwo sonst der Anteil der EU-Sympathisanten an der Gesamtpopulation gewachsen: seit 2008 um elf Prozent.

(Red)