Fähre sinkt vor Südkorea: Tote, Verletzte und viele Vermisste

Fähre sinkt vor Südkorea: Tote, Verletzte und viele Vermisste

Nach einem Fährunglück vor der Küste Südkoreas werden nach Medienberichten noch etwa 290 Insassen vermisst. Zunächst war von etwa 100 Vermissten die Rede, diese Schätzung sei aber fehlerhaft gewesen, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Nach Angaben der Küstenwache seien 164 Menschen von dem sinkenden Schiff gerettet worden.

Beim Untergang einer Fähre mit etwa 470 Menschen an Bord vor der Südwestküste Südkoreas hat es Tote und Verletzte gegeben. Mindestens zwei Menschen starben, meldete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap am Mittwoch unter Berufung auf die Küstenwache. Mehr als ein Dutzend Menschen wurde demnach verletzt. Die Zahl der Opfer könne jedoch steigen - zahlreiche Passagiere würden vermisst.

Innerhalb weniger Stunden gesunken
Nachdem die "Sewol" am Morgen (Ortszeit) einen Notruf abgegeben hatte, sank sie innerhalb weniger Stunden fast komplett. Eine groß angelegte Rettungsaktion lief an.

Etwa 290 Insassen vermisst
Nach einem Fährunglück vor der Küste Südkoreas werden nach Medienberichten noch etwa 290 Insassen vermisst. Zunächst war von etwa 100 Vermissten die Rede, diese Schätzung sei aber fehlerhaft gewesen, berichtete die nationale Nachrichtenagentur.

Das Fernsehen zeigte, wie die über 6.800 Tonnen schwere Fähre zunächst in starke Seitenlage geriet. Die Unglücksursache war zunächst unbekannt. Doch vermuteten Experten, dass das Schiff auf einen Felsen gelaufen sein könnte. Er habe ein "starkes pochendes Geräusch" gehört, bevor das Schiff gestoppt habe, sagte ein Passagier per Telefon dem Kabelsender YTN.

Kurz nach dem Eingang des Notrufs lief die Rettungsaktionen mit Hubschraubern und Schiffen der Küstenwache und Marine an. Einige der mit Schwimmwesten bekleideten Insassen wurden aus dem Wasser gezogen.

Nach abweichenden Angaben waren 474 oder 477 Menschen an Bord, als die "Sewol" am Abend vorher die westliche Küstenstadt Inchon verlassen hatte. Das Ziel der Reise war den Berichten zufolge die Ferieninsel Cheju vor der Südküste.

(APA/Red)