François Hollande: Angebliche Affäre zu Julie Gayet zieht weite Kreise

François Hollande: Angebliche Affäre zu Julie Gayet zieht weite Kreise

Die Affäre um die angebliche Liebesbeziehung von Frankreichs Präsident François Hollande zieht weitere Kreise: Nach Informationen französischer Medien bestehen bei dem Gebäude, in dem sich der Staatschef mit seiner Geliebten Julie Gayet getroffen haben soll, Verbindungen zur korsischen Mafia. Der konservative Oppositionschef Jean-Francois Cope attackierte Hollande wegen der Affäre hart.

Nach Informationen des Internet-Nachrichtenportals Mediapart wurde die Wohnung in der Nähe des Elysee-Palastes der angeblichen Geliebten Hollandes von einer Schauspiel-Kollegin überlassen, die früher mit Michel Ferracci verheiratet war. Der Schauspieler war kürzlich im Fall eines Glücksspiel-Rings in Paris, dessen Profite an die korsische Mafia geflossen sein sollen, zu 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die Schauspiel-Freundin von Gayet soll später mit Francois Masini liiert gewesen sein, der der korsischen Mafia zugeordnet und im Mai 2013 ermordet wurde.

Glücksspiel
Ferraccis Name steht nach wie vor an der Tür des Appartements. Der Anwalt des Schauspielers, der einst Glücksspiel-Direktor beim berühmt-berüchtigten Wagram-Zirkel war, hob aber im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP hervor, dass Ferracci "nie Eigentümer, nie Mieter" der Wohnung gewesen sei. Sein Name stehe noch an der Tür, weil seine Ex-Frau mit den Kindern in dem Gebäude wohne, die den Namen Ferracci trügen. Von seiner Ex-Frau sei Ferracci seit sechs Jahren getrennt.

Desaströs
Oppositionsführer Cope nannte die Berichte um die Affäre am Sonntagabend "desaströs für das Image des Präsidentenamtes". Auch wenn er sehr dem Respekt der Privatsphäre anhänge, so sei dies doch eine "Lektion in Demut" für Hollande. Der Sozialist hatte im Wahlkampf 2012 versprochen, die Franzosen nicht wie sein konservativer Vorgänger Nicolas Sarkozy ständig mit seinem Privatleben zu behelligen. Bisher hatten die Politiker in Frankreich, auch die Vertreter der Oppositionsparteien, Hollande im Zusammenhang mit der angeblichen Liebesaffäre eher unterstützt.

Angebliche Liebesbeziehung zu Schauspielerin
Das Magazin "Closer" berichtete am Freitag, Hollande habe eine Liebesbeziehung zu der Schauspielerin Julie Gayet . Der 59-Jährige verbringe seit Juni 2013 immer wieder gemeinsam mit der 41-Jährigen die Nächte in einer Wohnung, die auf den Namen von Freunden der Schauspielerin laufe und nicht weit vom Elysée-Palast entfernt liege. Demnach lässt sich Hollande abends heimlich von einem Fahrer des Elysée-Palasts mit einem Motorroller zu der Wohnung bringen und morgens wieder abholen.

„Première Dame”
Hollande ist seit Jahren mit Trierweiler liiert. Beide sind zwar nicht verheiratet, die Journalistin tritt aber als Frankreichs "Première Dame" auf. Aus einer früheren Beziehung mit der sozialistischen Politikerin Ségolène Royal hat Hollande vier Kinder. Am Dienstag will Hollande eine große Pressekonferenz geben. Vor rund 600 Journalisten soll es eigentlich um die Reformpolitik angesichts der Wirtschaftskrise gehen. Voraussichtlich wird er sich aber auch Fragen zu seinem Privatleben stellen müssen.

Große Pressekonferenz
Hollande gibt am Dienstag eine große Pressekonferenz. Vor rund 600 Journalisten aus aller Welt will Hollande im Pariser Elysée-Palast unter anderem erklären, mit welchen Reformen er sein Land aus der Wirtschaftskrise führen will.

Bei der seit längerer Zeit geplanten Pressekonferenz wird er sich voraussichtlich auch Fragen zu seiner Affäre mit der Schauspielerin Julie Gayet stellen müssen, über die das Magazin "Closer" am Freitag berichtet hatte.

(APA/Red)