Gipfeltreffen in Wales: NATO-Russland-Akte bleibt

Gipfeltreffen in Wales: NATO-Russland-Akte bleibt

Ungeachtet der Spannungen mit Moskau hält die NATO an ihren Grundlagenvertrag mit Russland fest.

Das sagte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am Freitag nach Beratungen in Newport. "Wir haben keine Entscheidung getroffen, uns von der NATO-Russland-Akte abzuwenden", sagte Rasmussen.

Diskussionen im Vorfeld
Vor dem Treffen hatten vor allem Länder des Baltikums und Polen die 1997 besiegelte NATO-Russland-Grundakte infrage gestellt. Der Vertrag verbietet unter anderem die dauerhafte Stationierung von "substanziellen Kampftruppen" in den neuen NATO-Ländern in der Mitte und im Osten Europas.

5.000 Soldaten als "Speerspitze"
Der polnische Präsident lieferte unterdessen die ersten offiziellen Angaben zur Stärke der am Freitag beschlossenen "Speerspitze" der bereits seit längerem bestehenden schnellen NATO-Eingreiftruppe. Diese werde vermutlich etwa 5.000 Soldaten stark, erklärte Bronislaw Komorowski in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Rasmussen.

(APA/Red.)