Kirche von England: Frauen Zugang zum Bischofsamt erlaubt

Kirche von England: Frauen Zugang zum Bischofsamt erlaubt

In der anglikanischen Kirche von England können künftig Frauen zu Bischöfen ernannt werden. Die Generalsynode stimmte am Montag in York mehrheitlich dafür, ein entsprechendes Gesetz auf den Weg zu bringen.

Der 14. Juli 2014 war nicht nur für Frankreich, sondern auch für England ein denkwürdiger Tag. Die lange geforderte Zulassung von Frauen zur Bischofsweihe wurde gestern Wirklichkeit. In einem Votum der Synode der anglikanischen Kirche stimmten 81 Prozent für die Änderung. Durch Abstimmung wird ein Beschluss gegen die Modernisierung der Church of England im November 2012 für ungültig erklärt. Damals scheiterte die Abstimmung am Vorschlag, dass Priester ein Vetorecht gegenüber der Ernennung von Frauen haben sollten.

Premierminister Cameron erfreut
Frauen wurde vor nunmehr zwanzig Jahren die Ordination zu geistlichen Ämtern der Kirche erteilt, aktuell sind bereits 1781 der 7798 anglikanischen Reverends Frauen. Dennoch sträubte sich die Mehrheit der Synode gegen den halbherzigen Vorschlag aus dem Jahr 2012. Doch gestern wendete sich das Blatt. Sowohl Premierminister David Cameron, als auch Justin Welby, Erzbischof von Canterbury, befürworten die Entscheidung.

Die Kirche von England ist die Mutterkirche der anglikanischen Weltgemeinschaft und gilt in England als Staatskirche. Jeder vierte Engländer/Engländerin betrachtet sich als Teil der Kirche, auch wenn es keine formelle Mitgliedschaft gibt. Interessantes Detail: In anderen Teilkirchen der Anglikaner, beispielsweise in den USA und Neuseeland, ist es seit Jahren üblich, Frauen zu Bischöfinnen zu ernennen.

(C. F./APA)