Krise in Italien, russischer Journalist in Kiew erschossen, Kurz trifft Thaci, Handelsstreit USA - China

Krise in Italien, russischer Journalist in Kiew erschossen, Kurz trifft Thaci, Handelsstreit USA - China

Was heute wichtig ist: Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch, dem 30. Mai 2018.

Italien weiter in Turbulenzen

In Italien steht inmitten der Turbulenzen an den Finanzmärkten nun auch die Bildung einer Übergangsregierung wieder in Frage. Der designierte Premier Carlo Cottarelli wollte sich für die Zusammensetzung eines Kabinetts mehr Zeit nehmen. Am Mittwoch trifft er erneut Staatschef Sergio Mattarella. Unterdessen scheint die Fünf-Sterne-Bewegung dem Präsidenten wieder die Hand auszustrecken. Sie will damit erreichen, dass doch noch eine Koalition mit der Lega gebildet werden kann. Das geplante Bündnis aus der Anti-Establishment-Partei und der Lega war an der Personalie des gewünschten Finanzministers gescheitert.

Kremlkritischer russischer Journalist in Kiew erschossen

Der regierungskritische russische Journalist und Kriegsreporter Arkadi Babtschenko ist in Kiew erschossen worden. Das bestätigte am Dienstagabend eine Sprecherin der ukrainischen Polizei. Seine Frau habe ihn mit Schussverletzungen im Rücken gefunden. Babtschenko (41) hatte Russland Anfang 2017 verlassen, weil sich Drohungen gegen ihn und seine Familie häuften. In Kiew arbeitete er unter anderem für den krimtatarischen TV-Sender ATR.

Was ist los im BVT?

profil-Redakteur Michael Nikbakhsh über die Affäre im Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT).

Michael Nikbakhsh über die BVT-Affäre

Nach rassistischem Tweet: TV-Sender setzt "Roseanne" ab

Nach einem rassistischen Twitter-Kommentar hat der TV-Sender ABC die neuaufgelegte Show von US-Schauspielerin Roseanne Barr (65) abgesetzt. "Roseannes Twitter-Mitteilung ist abscheulich, abstoßend und stimmt nicht mit unseren Werten überein, und wir haben entschieden, ihre Show abzusetzen", sagte Channing Dungey, Präsidentin von ABC Entertainment, am Dienstag laut Mitteilung.

Aus nach wenigen Wochen: Darum wird "Roseanne" wieder abgesetzt

Kurz traf kosovarischen Präsidenten Thaci

Bundeskanzler Sebastin Kurz (ÖVP) ist am Dienstag mit dem kosovarischen Präsidenten Hashim Thaci zusammengetroffen (Bild). Kurz betonte im Anschluss an das Gespräch, dass Österreich die gesamte Region bei der EU-Annäherung unterstütze. "Österreich und der Kosovo sind in vielen Bereichen eng verbunden und wir haben den Kosovo von Anfang an unterstützt", erklärte Kurz am Dienstagabend auf Twitter. Bei dem Gespräch ging es um die bilateralen Beziehungen, den Annäherungsprozess an die EU, den österreichischen EU-Ratsvorsitz, den Dialog zwischen Belgrad und Pristina und Migration über die Albanien-Route, wie das Bundeskanzleramt mitteilte.

Gouverneur von Missouri erklärte Rücktritt

Der Gouverneur des US-Staates Missouri, Eric Greitens, hat im Zuge eines Sex-Skandals und möglicher Verstöße gegen die Wahlkampffinanzierung seinen Rücktritt erklärt. Der Republikaner kam mit seiner Rücktrittsankündigung einer möglichen Amtsenthebung zuvor, über die das von seiner Partei kontrollierte Parlament von Missouri am Dienstag beriet. Greitens war zuvor beschuldigt worden, eine Ex-Geliebte ohne deren Zustimmung in kompromittierender Weise fotografiert und die Fotos später als Druckmittel eingesetzt zu haben. Überdies wurde gegen ihn wegen möglicher Verstöße gegen die Wahlkampffinanzierung ermittelt.

Handelsstreit zwischen USA und China droht aufzuflammen

Der erst kürzlich abgewendete Handelskrieg zwischen den USA und China droht wiederaufzuflammen. Chinesische Medien kritisierten am Mittwoch scharf die Drohung der USA, sich weiterhin die Verhängung von Importzöllen im Umfang von 50 Milliarden Dollar vorzubehalten, sollte die Volksrepublik sich nicht mit dem Diebstahl geistigen Eigentums auseinandersetzen. In China tätige US-Firmen warnten unterdessen vor den Folgen einer Eskalation des Handelsstreits.

Aufräumarbeiten nach Unwettern in Teilen Deutschlands

Nach den schweren Unwettern in Teilen Deutschlands gehen am Mittwoch die Aufräumarbeiten weiter. Vor allem in Nordrhein-Westfalen waren am Vortag durch Starkregen zahlreiche Straßen, Keller und Gebäude überflutet worden. Stellenweise fiel so viel Regen wie sonst in einem ganzen Monat. Im Raum Wuppertal gab es erhebliche Schäden. Eine Frau im Ruhrgebiet wurde durch einen Blitzschlag verletzt. Auch in Niedersachsen, Hessen und Bayern kam es zu Überschwemmungen.