Berlin: Polizei nimmt mutmaßlichen Kontaktmann von Anis Amri fest

Der mutmaßliche Attentäter Anis Amri ist in Mailand erschossen worden

Der mutmaßliche Attentäter Anis Amri ist in Mailand erschossen worden

Nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt fahnden Ermittler unter Hochdruck nach dem Täter und etwaigen Komplizen. Der mutmaßliche Attentäter Anis Amri ist mittlerweile in Mailand bei einer Schießerei erschossen worden. Wir berichten laufend.

Mittwoch, 28. Dezember

15:00: Polizei nimmt mutmaßlichen Kontaktmann von Anis Amri fest
Fahnder haben in Berlin einen 40-jährigen Tunesier festgenommen. Er wird verdächtigt, in den Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz verwickelt zu sein.

Freitag, 23. Dezember

13:00: Ermittler in Italien untersuchen Waffe, die Amri während Schießerei bei sich trug
Anis Amri soll bei der Schießerei in Mailand eine 22-Kaliber-Pistole bei sich gehabt haben, sagt die Italienische Polizei. Jetzt werde untersucht, ob es sich dabei um dieselbe Waffe handle, die bei der Entführung des polnischen LKW am Montag in Berlin verwendet wurde.

12:00: Innenministerium bestätigt Tod von Amri
Der mutmaßliche Berliner Attentäter Anis Amri ist in Mailand bei einer Schießerei erschossen worden. Das bestätigte das italienische Innenministerium am Freitag. Er sei zweifelsfrei anhand von Fingerabdrücken identifiziert worden.

10:45: Amri soll in Mailand erschossen worden sein
Der mutmaßliche Berliner Attentäter Anis Amri soll in Mailand erschossen worden sein. Dies meldeten die Nachrichtenagentur Reuters und das italienische Magazin Panorama.

9:00: Amri soll sich noch in Berlin aufhalten
Laut dem Fernsehsender rbb befindet sich der mutmaßliche Attentäter Anis Amri noch in Berlin. Donnerstag Abend wurden Überwachungsbilder veröffentlicht, die den Verdächtigen zirka acht Stunden nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz vor einem Berliner Moschee-Verein zeigen. Rbb zufolge habe Amri auch sein Handy im Führerhaus des LKW liegen lassen.

Auch der "Tagesspiegel" berichtet, dass die Ermittler davon ausgehen, dass sich der Verdächtige noch in Berlin verstecke. Ein Zeuge habe gesehen, dass Amri nach dem Anschlag mit Verletzungen im Gesicht geflüchtet sei.

Donnerstag, 22. Dezember

14:00: Fingerabdrücke von Anis Amri an LKW gefunden
Die "Süddeutsche Zeitung" und die Sender NDR und WDR berichten, dass Ermittler an der Tür des Lkw, der zur Waffe wurde, die Fingerabdrücke von Anis Amri gefunden haben. Damit erhärtet sich der Verdacht gegen den 23-jährigen Tunesier, nach dem europaweit gefahndet wird.

12:00: Amri bat sich als Selbstmordattentäter an Der Terrorverdächtige Tunesier Anis Amri ist den deutschen Sicherheitsbehörden offenbar bereits vor Monaten durch alarmierende Äußerungen aufgefallen. Amri habe sich als Selbstmordattentäter angeboten, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Donnerstag unter Berufung auf Ergebnisse aus der Telekommunikationsüberwachung in Ermittlungen gegen mehrere Hassprediger.

Die Äußerungen seien so verklausuliert gewesen, dass sie nicht für eine Festnahme gereicht hätten, hieß es. Amri soll sich erkundigt haben, wie er sich Waffen beschaffen könne.

8:00: Polizisten haben eine Flüchtlingsunterkunft durchsucht Die Aktion am Donnerstag, an der schätzungsweise 100 Beamte beteiligt waren, darunter Spezialeinsatzkräfte, war nach etwa einer Stunde beendet. Über das Ergebnis war zunächst nichts bekannt.

6:00: Die Ermittler fahnden weiter nach einem Verdächtigen aus Tunesien Der 24-jährige Anis Amri sei "dringend tatverdächtig", schreiben Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalamt in ihrem öffentlichen Aufruf. Gegen den Mann wurde bereits früher in Berlin wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat ermittelt - allerdings ohne Ergebnis.

Medienberichten zufolge hat der Verdächtige ein langes Vorstrafenregister: Er soll bereits in Italien und Tunesien zu langen Haftstrafen verurteilt worden sei.

Die deutsche Bundesanwaltschaft rief die Bevölkerung zur Mithilfe auf und setzte 100.000 Euro Belohnung aus - das Schreiben dazu wurde auch auf Arabisch, Dari, Farsi und Urdu veröffentlicht. Zugleich mahnte sie zur Vorsicht: "Bringen Sie sich selbst nicht in Gefahr, denn die Person könnte gewalttätig und bewaffnet sein!" Im Berliner Stadtteil Kreuzberg überprüfte ein Spezialeinsatzkommando der Polizei am Mittwochabend einen Mann, bei dem es sich aber nicht um Amri handelte. Auch europaweit wird nach ihm gefahndet.

Mittwoch, 21. Dezember

16:00: Neuer Verdächtiger europaweit zur Fahndung ausgeschrieben
Der Tatverdächtige Anis A. befand sich 2016 in Abschiebehaft in Nordrhein-Westfalen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Quellen im Innenausschuss des Bundestages. Demnach soll er jedoch nach einem Tag wieder auf freien Fuß gesetzt worden sein, nachdem seine Identität nicht zweifelsfrei festgestellt werden konnte.

15:00: NRW-Innenminister Jäger: "Neuer Verdächtiger war hoch mobil"
Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralph Jäger bestätigt, dass im Führerhaus des LWK eine Duldungsbescheinigung gefunden wurde. Der neue Verdächtige sei ein Mann. Dieser hätte zuerst in Nordrhein Westfalen und ab Februar in Berlin seinen Lebensmittelpunkt gehabt. Bei dem Verdächtigen soll es sich um einen "abgelehnten Asylbewerber" handeln, so Jäger. Dieser konnte mangels gültigen Ausweispapieren nicht abgeschoben werden. Tunesien hatte seine Staatszugehörigkeit anfangs bestritten. Der Verdächtige war bereits verschiedenen Sicherheitspersonen in Deutschland aufgefallen, sagt Jäger.

14:00: Europaweite Fahndung nach neuem Verdächtigen
Bundesinnenminister Thomas de Maiziére sagt, dass es einen neuen Verdächtigen gebe. Dieser sei in der Mitternacht zur europaweiten Fahndung ausgeschrieben. Es wurde bewusst keine öffentliche sondern eine verdeckte Fahndung gewählt.

Außenminister Frank Walter Steinmeier: "Heute trauern wir vor allem mit den Angehörigen, die ihre Liebsten verloren haben. Es tut in diesen Tage gut zu wissen, dass wir mit diesem Leid nicht alleine sind. Es gibt viele Beileidsbekundungen und Solidaritätsadressen, die uns erreicht haben."

Hackerangriff auf BKA-Hinweisportal
Dienstag Abend wurde das Hinweisportal des deutschen Bundeskriminalamtes zum Anschlag in Berlin gehackt. Es war für eineinhalb Stunden nicht erreichbar. Der Rechner wurde so lange mit Anfragen befüllt, bis die Software lahm gelegt wurde. Das BKA musste Gegenmaßnahmen einleiten, um das Portal wieder funktionstüchtig zu machen.

13:00: NRW-Innenminister Jäger kündigt Pressekonferenz am Nachmittag an
Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralph Jäger kündigt "aus aktuellem Anlass" eine Stellungnahme um 15:30 in Düsseldorf an.

12:00: "Unmittelbar bevorstehende Maßnahmen" in Nordrhein-Westfalen
Laut Nachrichtenagentur dpa gebe es in Nordrhein-Westfalen "unmittelbar bevorstehende Maßnahme." Der "Spiegel" berichtet, dass im Führerhaus des LKW unter dem Fahrersitz eine Duldungsbescheinidung gefunden wurde. Das Dokument sei auf einen tunesischen Staatsbürger namens Anis A. im Kreis Kleve (Nordrhein-Westfalen) ausgestellt. Die Ermittlungen laufen inzwischen bundesweit.

11:00: Personaldokumente gefunden, Polizei fandet bundesweit
Nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt vergangenen Montag fandet die Polizei nun bundesweit. Laut Medienberichten wurden im Fußraum des LKW-Führerhauses Personaldokumente gefunden. Der neue Verdächtige soll angeblich eine Verbindungen zu salafistischen Kreisen haben. Laut "Spiegel Online" handelt es sich um einen 24-jährigen Tunesier. Dafür gibt es aber keine offizielle Bestätigung.

Bundespräsident Gauck dankt Ärzten des Virchow-Klinikums der Charité
Der Bundespräsident Joachim Gauck war bis vor kurzem noch im Virchow-Klinikum der Charité. Dort hat er Verletzte des Berliner Weihnachtsmarkt-Anschlags besucht. Er dankte den Ärzten, die um das Leben der Verletzten ringen. "Diesen Anschlag auf unschuldige Menschen, als Anschlag auf unsere Form zu leben, wollen wir mit Hilfsbereitschaft und Dasein für andere beantworten," so Gauck.

Bundespräsident Gauck hat die Verletzten im Virchow-Klinikum der Charité besucht

Bundespräsident Gauck hat die Verletzten im Virchow-Klinikum der Charité besucht

10:00: Berliner Bürgermeister Müller: "Man muss keine Angst haben"
Heute Vormittag erklärte der Berliner Bürgermeister Michael Müller, man müsse keine Angst haben. Es wäre fatal sich zu Hause einzuschließen und dort auszuharren. Die Polizeipräsenz wurde erhöht und Maßnahmen, um den Täter schneller zu finden, eingeleitet. Eine erweiterte Videoüberwachung gibt es jedoch nicht.

Der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer äußerte sich am Dienstag ebenfalls zum Anschlag: "Wir sind es den Opfern, den Betroffenen und der gesamten Bevölkerung schuldig, dass wir unsere gesamte Zuwanderungs- und Sicherheitspolitik überdenken und neu justieren." Müller bezeichnet diese Aussage als unanständig. Seehofer würde den Anschlag parteipolitisch ausnützen.

9:00: Sondersitzung des Deutschen Bundestages für Mittag anberaumt
Heute Mittag wird der Innenausschuss des Deutschen Bundestages in einer Sondersitzung über den Anschlag am Montag beraten.

Laut "BILD.de" hat der eigentliche LKW-Fahrer zum Zeitpunkt des Anschlages noch gelebt. Angeblich wollte dieser den Täter stoppen und wurde dabei mit einem Messer attackiert und später erschossen. Der polnische LKW-Fahrer wurde tot im Führerhaus des LKWs aufgefunden.

Seit 9:00 hat die Gedächtniskirche wieder ihre Türen geöffnet. Hier können sich die Menschen in ein Kondolenzbuch eintragen.

Die meisten Weihnachtsmärkte in Berlin haben heute wieder geöffnet. Der Markt am Breitscheidplatz bleibt jedoch weiterhin geschlossen. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Wien. Am Abend hat die ZIB 2 berichtet, dass Beton-Sperren an exponierten Sperren, wie dem Christkindlmarkt am Stephansplatz aufgestellt werden. Innenminister Wolfgang Sobotka hat die Bevölkerung zu erhöhter Wachsamkeit aufgefordert.

Der Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz: Angehörige bringen Blumen und Kerzen

Der Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz: Angehörige bringen Blumen und Kerzen

8:00: Fahndung nach Täter läuft weiter
"Ich bin relativ zuversichtlich, dass wir vielleicht schon morgen (Anm.: Mittwoch) oder in naher Zukunft einen neuen Tatverdächtigen präsentieren können", sagte der Vorsitzende des Bunds Deutscher Kriminalbeamter, Andre Schulz, am Dienstagabend im ZDF. Vieles könne derzeit nicht verraten werden, aber es gebe "gute Hinweise" und "sehr viele Ansatzpunkte".

Die Berliner Polizei hat nach eigenen Angaben mehr als 500 Hinweise zu dem Anschlag erhalten. Neben Zeugenaussagen werten die Ermittler Schulz zufolge DNA-Spuren und Fingerabdrücke aus.

Dienstag, 20. Dezember

20:30: IS reklamiert Anschlag für sich
Laut "Amaq", der "Nachrichtenagentur" des IS, reklamiert die Extremistenorganisation den Anschlag in Berlin für sich. In einer Online verbreiteten Nachrichten behaupten die Jihadisten, der Angreifer sei "ein Soldat des Islamischen Staates".

20:00: Täter vielleicht noch auf der Flucht
Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) schließt nicht aus, dass der Attentäter aus Berlin weiterhin auf der Flucht ist. Die Ermitlungen gehen nach wie vor in alle Richtungen.

18:45: Mutmaßlicher Täter freigelassen
Wie n-tv eben berichtet, ist der gestern Abend festgenommene Mann wieder freigelassen worden. Der nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt festgenommene 23-jährige Flüchtling aus Pakistan ist offenbar nicht der Täter. Die Bundesanwaltschaft teilte am Dienstagabend mit, gegen den Mann sei kein Haftbefehl beantragt worden. Er sei wieder auf freiem Fuß.

Bundeskanzlerin Merkel informiert sich am Tatort

Bundeskanzlerin Merkel informiert sich am Tatort

15:00: Verwirrung über Täterschaft
Der Generalbundesanwalt Peter Frank weiß nicht, ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt. Außerdem gab es bisher weder ein Bekennerschreiben noch ein Bekennervideo einer terroristischen Gruppe. Das Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet wegen "der Besonderheit des Falles." Es ermittelt die Abteilung für Terrorismus.

14:00: Bundespräsident Gauck:"Anschlag gilt uns allen"
Bundespräsident Joachim Gauck spricht von einem mörderischen Anschlag. Die Willkür des Anschlages sei ein Wesensmerkmal für Terror. "Es ist ein Anschlag auf unsere Mitte, auf unsere Art zu leben," so Gauck.

Polizei zweifelt an Täterschaft des Festgenommen
Die Ermittler sind sich nach Angaben des Berliner Polizeipräsidenten Klaus Kandt tatsächlich nicht sicher, ob der nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt Festgenommene der Fahrer des Todes-Lkw war. "Es ist in der Tat unsicher, dass es der Fahrer war", sagte Polizeipräsident Klaus Kandt am Dienstag. Die Ermittlungen dauern an.

13:00: Pressekonferenz zu Anschlag am Breitscheidplatz
Der Berliner Bürgermeister Michael Müller spricht von einem Anschlag auf unsere Freiheit: "Es hätte jeden von uns treffen können." Er appelliert an ein friedliches Zusammenleben aller Religionen in Berlin. Der Innensenator Andreas Geisel bittet die Berlinerinnen und Berliner sich den Mut nicht nehmen zu lassen. "Terroristen wollen uns alle treffen: Unsere Art zu leben, zu glauben, zu denken. Unsere freie Gesellschaft ist verwundbar, aber Abschottung unserer demokratischen Werte ist keine Lösung." Laut Berliner Polizeipräsident Klaus Kandt waren bisher 550 Beamten im Einsatz. Heute um 18:00 wird es in der Gedächtniskirche einen kurzen Trauergottesdienst und eine Ansprache geben.

12:00: De Maiziére: "Weihnachtsmärkte sollen nicht geschlossen werden"
Deutschlands Bundesinnenminister Thomas de Maiziére hat bereits erste Maßnahmen der Bundespolizei hochgefahren: Die Polizei sei in Bereitschaft und ausgerüstet. Heute bleiben die Berliner Weihnachtsmärkte aus Pietätsgründen geschlossen. De Maiziére spricht sich aber dafür aus, dass Großveranstaltungen ab morgen wieder weitergeführt werden sollen.

Anschlag in Berlin: Pressekonferenz mit Thomas de Maizière am 20.12.2016

Van der Bellen verurteilt "abscheulichen Anschlag"
Der designierte Bundespräsident Alexander Van der Bellen erklärt gestern, dass seine Solidarität den Berlinerinnen und den Berlinern gehört. Der Anschlag in Berlin sei abscheulich. Dem Terror solle man "mit allen rechtsstaatlichen Mitteln begegnen sowie die Freiheit unserer Gesellschaft und unsere demokratischen Grundwerte verteidigen."

11:00: Bundeskanzlerin Merkel: "Terroristischer Anschlag"
"Ich bin entsetzt, erschüttert und tief traurig," so beginnt Bundeskanzlerin Angela Merkel die Pressekonferenz. Sie spricht von einer grausamen und unbegreiflichen Tat. Sie dankt den Einsatzleuten und Ermittlern vor Ort, in Gedanken sei sie bei den Angehörigen der Verletzten und Toten. "Derzeit müssen wir von einem terroristischen Anschlag ausgehen," so Merkel.

10:00: Österreich: Sicherheitskräfte bis 9. Jänner in verstärkter Alarmbereitschaft
In Österreich reagiert Innenminister Wolfgang Sobotka mit "verstärkter Alarmbereitschaft" der Polizei, Cobra und Flughafenpolizei bis 9. Jänner. Zusätzlich fordert Sobotka die Veranstalter von Weihnachtsmärkten auf, ihre Sicherheitskonzepte zu überarbeiten. Trotzdem gebe es für Österreich keine konkreten Bedrohungen. Silvesterfeiern absagen oder Weihnachtsmärkte zu meiden hält der Innenminister für die falsche Reaktion: "Wenn eine demokratische Gesellschaft vor Terrorismus in die Knie geht, ist es das falsche Signal."

Der Berliner Weihnachtsmarkt am Tag nach dem LKW-Anschlag

Der Berliner Weihnachtsmarkt am Tag nach dem LKW-Anschlag

9:00: Verdächtiger soll über Balkanroute eingereist sein
Der nach dem mutmaßlichen Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz festgenommene Verdächtige ist nach Erkenntnissen der Behörden wohl als Flüchtling über die Balkanroute - und damit über Österreich - nach Deutschland eingereist. Laut der Deutschen Presse-Agentur reiste der Mann im Februar ein, das RBB-Inforadio berichtete, der Mann sei am 31. Dezember 2015 in Passau eingereist.

Das österreichische Innenministerium wollte die Berichte, dass der Verdächtige demnach über Österreich nach Deutschland eingereist sein soll, zunächst nicht bestätigen. "Wir sind in Kontakt mit den deutschen Behörden, auch dies ist Gegenstand der Abklärung mit den deutschen Behörden", erklärte Ministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck am Dienstag auf Anfrage der APA.

Feuerwehr und Polizei untersuchen die Fahrerkabine

Feuerwehr und Polizei untersuchen die Fahrerkabine

Laut dpa soll der Mann in einer Berliner Flüchtlingsunterkunft gelebt haben. Die genaue Identifizierung gestalte sich auch deswegen schwierig, weil der Verdächtige mehrere Namen benutzt haben soll. Die Ermittler gehen nach diesen Informationen davon aus, dass der Mann aus Pakistan oder aus Afghanistan stammt. Nach Informationen des RBB-Inforadios kommt er aus Pakistan.

Breitscheidplatz Berlin: Gerd-Joachim von Fallois im Schaltgespräch am 20.12.2016

Montag, 19. Dezember

Am Montagabend gegen 20 Uhr ist ein Sattelschlepper mit polnischem Kennzeichen mit hoher Geschwindigkeit in die Gasse eines gut besuchten Weihnachtsmarkts bei der Berliner Gedächtniskirche gerast. Die Polizei geht mittlerweile von einem Anschlag aus, wie ein Polizeisprecher der deutschen Presseagentur sagte.

Laut ARD wurde der mutmaßliche Fahrer bei der Siegessäule festgenommen. Laut Medienberichten soll er aus Pakistan oder Afghanistan stammen, gesicherte Informationen dazu gibt es aber noch nicht. Ein zweiter Mann wurde tot in der Fahrerkabine aufgefunden, bei ihm soll es sich um einen polnischen Staatsbürger handeln. Er wurde laut Angaben von Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter erschossen.