Massaker an US-College in Oregon: Die traurige Routine

Trauerlichter nach Schießerei in Oregon, USA

Trauerlichter nach Schießerei in Oregon, USA

Die USA erleben seit 2011 eine neue Welle der Gewalt. Mehr als 10000 US-Bürger sterben jährlich durch Waffengewalt, dabei fällt nur ein geringer Anteil terroristischen Attentaten zum Opfer. Gestern kam es erneut zu einem Massaker an einem US-College.

Am Umpqua College im amerikanischen Bundesstaat Oregon ereignete sich eine Massenschießerei. Der 26-jährige Christopher Harper-Mercer betrat bewaffnet einen Hörsaal und begann willkürlich auf Studenten zu schießen. Die Folge der Schießerei sind zehn Tote, unter ihnen der Täter, sowie sieben Verletzte.

71 Massenschießereien seit 1982

Bei seiner Rede im Rahmen der anschließenden Pressekonferenz im Weißen Haus merkt man dem US-Präsidenten seine Erschütterung und gleichzeitige Hilflosigkeit deutlich an. Ereignisse wie dieses seien in den letzten Jahren zur traurigen Routine geworden.

Das zeigen auch die Fakten zu amerikanischen Massenschießereien der letzten Jahre:

• Seit 1982 kam es in den USA insgesamt bereits zu etwa 71 Massenschießereien. Knapp die Hälfte dieser Vorfälle fanden seit dem Jahr 2006 statt.

• Von den 12 fatalsten Erschießungen in den USA, fanden 6 nach dem Jahr 2007 statt.

• Laut einer Analyse des amerikanischen Magazins Mother Jones sind mit dem Jahr 2011 Gewaltbereitschaft sowie Massenschießereien deutlich gestiegen.

• Der Süden der USA ist laut Statistiken die gewaltbereiteste Region der USA.

• Das durchschnittliche Alter der Attentäter beträgt 35 Jahre, wobei der jüngste Täter erst 11 Jahre alt war.

• Von den Waffen, die bei den Attentaten benutzt wurden, wurden mehr als 75% auf legalem Weg angeschafft.

• Von den 42 tödlichsten Massenschießereien seit 1982 fanden 16 an Universitäten und Schulen statt.