Medienvakuum Nordkorea

Wie Skurriles aus Nordkorea zu einer Nachricht wird Medien geben Skurriles aus Nordkorea als Nachrichten aus Flammenwerfer, wilde Hunde, die auf Menschen gehetzt werden, Zwangsfrisuren: Gerüchte werden kolportiert, Fakten ungeprüft übernommen.

Erstens ist Nordkorea ein hermetisches Medienvakuum - zuverlässige Quellen zu finden gestaltet sich als kein Leichtes.

Darüber hinaus verzerren südkoreanische und amerikanische Medien, die also durchaus voreingenommen und politisch kalkuliert berichten, den Diskurs. Das erschwert es zusätzlich, zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden.
Trotzdem: Angesehene Medien übernehmen ungefragt die vermeintlichen Nachrichten dubioser Quellen - die Geschichte zu haben steht über der

Dazu kommt, dass einiges Komisches dann tatsächlich wahr ist.
Ein gigantisches Schigebiet, das nach Kubricks Shining anmutet. Kim-Jong un verfüttert Puppen, die seine Gegner darstellen sollen, an wilde Hunde.

All das hat offenbar den Medien die Lizenz erteilt, alle Gerüchte für bare Münze zu nehmen und zu drucken. -Zitat&Link
Dabei steckt dahinter ein Muster: Eine Geschichte kommt auf, alle Medien werfen sich darauf, die Geschichte wird viral, geht um die Welt - und stellt sich wenig später als haltloses Gerücht heraus.
Da ist es dann häufig zu spät und den meisten Medien nur eine unterschwellige Anmerkung im Kleinformat wert, abseits der öffentlichen Wahrnehmung.
Ein Teufelskreis, denn so werden komisch-merkwürdige Meldungen reflexartig geteilt, die Prüfung erfolgt nicht, die Korrektur "too little too late".
Das Credo des Medienwatchblog kobuk! gilt bei nordkoreanischen Meldungen ganz besonders: Jeden Zeitungsartikel so zu lesen als wäre er eine Ente.