Menschenrechte: Leben und Sterben an der US-Grenze

Fermina Lopez Cashs Sohn starb in der Wüste von Arizona bei dem Versuch, seiner Familie über die Grenze nachzufolgen

Mike Wilson ist Freiwilliger der "Humane Borders" in Arizona. Er legt Wasserkanister für Immigranten in der Wüste aus und formt aus den Kanistern Kreuze, um den Verzweifelten Hoffnung zu machen

Die Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch" macht mit einer Kampagne die untragbaren Bedingungen von Einwanderern sichtbar, die über die mexikanische Grenze in die USA einreisen. Die Initiative soll wachrütteln und den US-Kongress zu einer Reformierung der Gesetze bewegen.

Von Sara Hassan

Eine neue Welle an Flüchtlingskindern, die über die gefährlichen Grenzen Mexikos in die USA gelangen, lässt die Debatte um Migration wieder aufflammen. Alleine im Jahr 2014 werden 90.000 Kinder unerlaubt und ohne Aufsicht in die USA einreisen. Diese dramatischen Zahlen sollen den US-Kongress zu einer Reformierung der enstprechenden Gesetze anspornen, so "Human Rights Watch".

"Wir brauchen eine Reform der Immigrations-Praxis, um grundsätzliche Menschenrechte zu schützen, inklusive der Rechte, die für das Leben und die Geschichte zentral sind", so Grace Meng von "Human Rights Watch".

Verletzung der Grundrechte
Ob gestern oder vor 20 Jahren: Die Grundrechte von elf Millionen unerlaubten Einwanderen in die USA laufen stets Gefahr, empfindlich verletzt zu werden. Dabei werden diese Rechte von US-amerikanischem und internationalem Recht garantiert.

Die Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch" hat anlässlich dieser dramatischen Zahlen gemeinsam mit dem Fotografen Platon und der Organisation "The People's Portfolio" eine Bild- und Videokampagne ins Leben gerufen: "Torn Apart" , eine Reihe an Kurzfilmen, illustriert dabei die Schicksale, Lebens- und Arbeitsbedingungen der Immigranten und deren Familien.

Die Filme erzählen unter anderm von den extrem gefährlichen Bedingungen, unter denen Einwanderer über die mexikanische Grenze in die USA kommen.

Mike Wilson ist Freiwilliger der "Humane Borders" in Arizona. Er legt Wasserkanister für Immigranten in der Wüste aus und formt aus den Kanistern Kreuze, um den Menschen Hoffnung zu machen.

"People are dying in the desert"

Maria Puga berichtet von der Ermordung ihres Ehemannes: "I think his biggest crime was being undocumented":

Hilarion Warren Joseph war über die gesamte Dauer des Golfkriegs für die USA im Einsatz. Er litt nach dem Krieg unter posttraumatischer Belastungsstörung und wurde wegen illegalen Waffenbesitzes ausgewiesen.

Vor Gericht sagte man ihm: "You are undesirable to live in America"