Die Polizei durchsucht ein Gebäude in der Dachauer Straße in München.
Die Polizei durchsucht ein Gebäude in der Dachauer Straße in München.

© APA/dpa/Tobias Hase

München: Polizei durchsuchte Wohnung
07/23/2016

München: Polizei durchsuchte Wohnung nach Beweismaterial

Offenbar kein terroristischer Hintergrund

23. Juli 2016

Die Münchner Polizei durchsuchte in den frühen Morgenstunden eine Wohnung im Stadtteil Maxvorstadt in München. Es wurden einige Kartons mit Beweismaterial aus dem Wohnhaus getragen. Die Sicherheitsbeamten wollten sich nicht näher dazu äußern. Sie gehen jedoch von einem Amoklauf aus, ein terroristischer Hintergrund ist noch nicht bekannt.

Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière hat für ganz Deutschland Trauerbeflaggung angeordnet.

Nach dem Attentat in einem Zug nahe Würzburg und dem gestrigen Amoklauf im Olympia-Einkaufszentrum, hat Hongkong eine Reisewarnung für Deutschland ausgesprochen.

Bei der Pressekonferenz der Münchner Polizei am Samstag um 11 Uhr 30, bestätigte der Polizeipräsident Münchens, Hubertus Andrä, dass bei der Durchsuchung der Wohnung des Täters keine Hinweise auf einen Zusammenhang mit dem sogenannten Islamischen Staat gefunden wurden. Die Ermittler hätten jedoch Beweise sicher gestellt, die auf einen Amoklauf hinweisen. Der Täter hatte eine 9mm-Waffe bei sich, und hat sich nach der Tat selbst gerichtet. Vor der Tat hätte er sich in ärztlicher und psychiatrischer Behandlung befunden. Es hätte sich um eine depressive Erkrankung gehandelt.

Fotoserie: Die Schreckensnacht von München

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Fotoserie: Die Schreckensnacht von München

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22. Juli 2016

In einer McDonald's-Filiale vor dem Olympia-Einkaufszentrum in München sind nach Polizeiangaben kurz vor 18 Uhr mehrere Schüsse gefallen. Der Täter wurde gegen 20.30 Uhr tot aufgefunden, er hatte wohl Selbstmord begangen. Über das Motiv des Schützen ist bisher nichts bekannt. Die Polizei will auf einer Pressekonferenz am Samstagmittag über den aktuellen Ermittlungsstand informieren.

Das öffentliche Leben in München kam zeitweise weitgehend zum Erliegen. Busse und Bahnen stellten schon am frühen Abend den Verkehr ein. Der Hauptbahnhof wurde geräumt, Ärzte und Krankenschwestern wurden zum Notdienst in die Kliniken gerufen.