Großbritannien-Wahl: Junge Briten sind wahlmüde

Junge Briten sind wahlmüde

Junge Briten gelten als besonders politikverdrossen und wahlmüde. Die Folgen des Brexit-Referendums haben viele dazu gebracht, bei der anstehenden Parlamentswahl ihre Stimme abgeben zuwollen. Jedoch glauben viele junge Wähler widerum nicht, dass ihre einzelne Stimme etwas bewirken kann. Einen Tag vor der Wahl wird es eng zwischen den beiden großen Parteien.

Am Donnerstag, den 8. Juni wird in Großbritannien ein neues Parlament gewählt. Als die Premierministerin Theresa May vor sechs Wochen die Neuwahlen ausrief, sah es nach einem Erdrutschsieg für die Tories über die rivalisierende Labour-Party aus. Doch einen Tag vor der Parlamentswahl in Großbritannien wird es eng zwischen den beiden großen Parteien. Zwar haben die Konservativen von Premierministerin Theresa May in den Umfragen noch immer die Nase vorn, aber die von Jeremy Corbyn geführte Labour-Partei verringerte den Abstand am Mittwoch weiter.
Lesen Sie dazu: Ende May, Anfang Juni?

Tories nur noch vier Punkte vor Labour

Premierministerin May hatte entgegen aller Versprechen Neuwahlen ausgerufen. Sie hofft auf eine klare Parlamentsmehrheit und damit auf mehr Rückenwind für die komplizierten Verhandlungen über den EU-Austritt. Ein weiteres Ziel ist es, die Stimmen der Brexit-Gegner im Parlament zu dämpfen.

Nach der letzten YouGov-Umfrage lagen die Tories mit 42 Prozent der Stimmen nur noch vier Punkte vor Labour mit 38 Prozent. Laut einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Opinium hat Mays Partei mit 43 Prozent immerhin sieben Prozentpunkte Vorsprung. Bei ICM betrug der Abstand zwischen den Parteien zuletzt ganze 11 Punkte mit 45 Prozent für die Konservativen und 34 Prozent für Labour. Corbyns Partei legte in den vergangenen Wochen deutlich zu. Labour hatte Anfang Mai zeitweise unter der 30-Prozent-Marke gelegen.