Terror in Belgien: Regierung plant Anti-Terror-Maßnahmen

Terror in Belgien: Regierung plant Anti-Terror-Maßnahmen

Nach dem großen Anti-Terror-Einsatz mit zwei Toten in Belgien berät die Regierung über schärfere Sicherheitsmaßnahmen. Die Telefonüberwachung von Verdächtigen soll ausgeweitet werden.

Dazu gehörten die Überwachung von Einrichtungen durch das Militär und Maßnahmen zum Schutz gegen Syrien- und Irak-Rückkehrer.

Mit dem Einsatz am Donnerstag hatte die belgische Polizei offenbar Anschlagspläne von Dschihadisten vereitelt. Die Ermittler sprachen von einer Terrorzelle; einige ihrer Mitglieder seien aus dem Syrien-Krieg heimgekehrt.

Zu den Plänen der Regierung gehört auch, die Telefon-Überwachung von Verdächtigen auszuweiten. Laut RTBF basierte der Polizeieinsatz vom Abend auf abgehörten Telefonaten von Terrorverdächtigen, die aus Syrien zurückgekehrt waren. Sie hätten vor allem Anschläge auf die Polizei und Justiz geplant.

Gegen die Radikalisierung plant Belgien auch Projekte in Gefängnissen und die Kontrolle sozialer Netzwerke. Das Thema stand bereits vor der Polizeiaktion auf der Agenda, erhielt nun aber neue Brisanz.

Belgien hat die Terrorwarnstufe auf das zweithöchste Niveau erhöht. Jüdische Schulen in Brüssel und Antwerpen blieben am Freitag geschlossen. Im Mai vergangenen Jahres hatte ein Islamist bei einem Anschlag auf das Jüdische Museum in Brüssel vier Menschen getötet.

(APA/Red.)