Trump schüttelt einem MMA-Kämpfer die Hand.
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Trumps MMA-Käfigkämpfe: Vor dem Weißen Haus soll Blut fließen

Vor dem Weißen Haus werden am Sonntag brutale Käfigkämpfe ausgetragen. Die Organisatoren sind Trump-Unterstützer der ersten Stunde.

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Ein 120 Kilo schwerer Mann zielt mit Faustschlägen auf das Kinn seines Gegners. Rechts, links, rechts – der vierte Haken sitzt und befördert sein Gegenüber auf den Boden. Aber da endet der Kampf noch nicht. 18 Schläge muss der am Boden liegende Mann noch über sich ergehen lassen, bis der Ringrichter den Kampf abbricht. Das Ganze dauert 35 Sekunden. Der Sieger, er heißt Derrik Lewis, zieht seine Kampfshorts aus und schwenkt sie über seinen Kopf, als wären sie ein Fußballschal. Die Menge rastet aus.

Ein MMA-Kämpfer tritt einem anderen mit dem Fuß ins Gesicht.
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Bei Mixed Martial Arts (MMA) gibt es nur wenige Regeln.

Als der Ringrichter Lewis’ Arm in die Höhe hebt, um ihn auch offiziell zum Sieger zu erklären, nimmt er das nur beiläufig wahr. Denn mit der anderen Hand telefoniert er bereits mit US-Präsident Donald Trump, der seinem Lieblingskämpfer gratuliert.

Lewis’ nächster Kampf wird vor dem Weißen Haus stattfinden.

Dort wird gerade ein achteckiger Käfig aufgebaut, in dem am 14. Juni Kämpfe ausgetragen werden, die an Brutalität kaum zu überbieten sind, sofern man sich noch im legalen Rahmen bewegen möchte.

Was ist MMA?

Die Sportart, bei der verschiedene Kampfsportarten wie Kickboxen, Taekwondo und Judo vermischt werden, nennt sich MMA (Mixed Martial Arts).

Im „Oktagon“, wie der achteckige Kampfring mit Gitterwänden in der MMA-Welt heißt, ist fast alles erlaubt. Selbst am Boden geht der Kampf weiter. Auch dort kann man auf seinen Gegner einschlagen oder ihn würgen. Platzwunden, Knochenbrüche und bewusstlose Kämpfer sind in diesem Sport keine Seltenheit.

Der größte Promoter der Sportart ist die Ultimate Fighting Championship (UFC), die auch die „Fight Night“ am Rasen des Weißen Hauses veranstaltet. Präsident und öffentliches Gesicht des MMA-Veranstalters ist Dana White – ein langjähriger Freund Donald Trumps.

Mit den Käfigkämpfen vor dem Weißen Haus feiert die UFC gleich zwei Jubiläen: den 250. Unabhängigkeitstag der USA und Trumps 80. Geburtstag. Letzteres ist aber wohl das Hauptmotiv für die Veranstaltung, denn Trump gilt als großer MMA-Fan und Unterstützer.

Donald Trump und Elon Musk stehen hinter einem Zaun, davor die Beines eines UFC-Kämpfer.
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„Niemand nahm uns ernst. Außer Donald Trump“

Die „Fight Night“ vor dem Weißen Haus ist der Gipfel einer jahrzehntelangen Zusammenarbeit zwischen Trump und White. Die Verbindung reicht bis in das Jahr 2001 zurück. Damals wurde die UFC noch als „menschlicher Hahnenkampf“ verteufelt und von den meisten Veranstaltungsorten wegen der Brutalität der Kämpfe abgelehnt.

Mario Pichler

Mario Pichler

schreibt im Rahmen des 360 Grad Traineeships der Wiener Zeitung für das Österreich-Ressort. Gelernter Maler und studiert „Journalismus und neue Medien“ an der FH WKW.