Ukraine-Krise: Waffenruhe vereinbart

Ukraine-Krise: Waffenruhe vereinbart

Im weißrussischen Minsk haben sich Unterhändler der Ukraine und pro-russischer Rebellen am Freitagnachmittag auf eine Waffenruhe geeinigt.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko, ein Vertreter der pro-russischen Separatisten sowie die OSZE haben eine Einigung auf eine Waffenruhe in der umkämpften Ostukraine am Freitagnachmittag bestätigt. Der Friedensplan sei unterzeichnet worden und werde noch am Freitag in Kraft treten, erklärte Poroschenko in Kiew.

OSZE bestätigt Abkommen
Eine Vertreterin der OSZE erklärte in Minsk, wo die Verhandlungen der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe stattgefunden hatten, ein vorläufiges Abkommen über eine Waffenruhe sei von den Konfliktparteien unterzeichnet worden.

Auch kurz nach Beginn des Treffens der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe unter Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hatten die Kämpfe in der ostukrainischen Region Donbass zuvor mit unverminderter Härte angehalten.

Einnahme von Mariupol dementiert
Keine Bestätigung gab es für Meldungen, wonach die Rebellen in die strategisch wichtige Hafenstadt Mariupol eingedrungen sind, die in den vergangenen Tagen heftig umkämpft war. Die Armee habe die Stadt am Asowschen Meer weiterhin vollkommen unter Kontrolle, dementierte das Verteidigungsministerium in Kiew entsprechende Aussagen pro-russischer Separatisten. Vielmehr habe man sogar einige Stellungen der Rebellen zurückerobern können.

Moskau bestreitet weiter Präsenz von Truppen
Vertreter der Separatisten sagten der Agentur Interfax, dass bei den Kämpfen um Mariupol am Donnerstag rund 50 ukrainische Soldaten getötet oder verwundet worden seien. Drei seien gefangen genommen worden. Der ukrainische Geheimdienst geht nach Angaben aus dem ukrainischen Verteidigungsministerium davon aus, dass seit Beginn des Konfliktes rund 2.000 russische Soldaten im Osten des Landes getötet worden sind. Angaben die freilich nicht überprüft werden können, Moskau bestreitet die Präsenz russischer Truppen vehement.

Auch nahe des Flughafens von Donezk wurde einem Reuters-Reporter zufolge in den Vormittagsstunden gekämpft. Dort kommt es seit Tagen immer wieder zu heftigen Kämpfen. Bereits Anfang der Woche gaben die Separatisten bekannt, kurz vor dessen Eroberung zu stehen.

(APA/Red.)