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Ausland
11/07/2016

Bald ist es vorbei: Was Sie noch nicht über die US-Wahl wussten

Am Dienstag bestimmen die US-Amerikaner, wer die Nachfolge von Barack Obama antritt. Mehr als ein Jahr lang dominierten Hillary Clinton und Donald Trump die Zeitungen, Talkshows und Internetblogs. Ein paar weniger bekannte Fakten zur US-Wahl.

von Christoph Zotter

Wie Journalisten wählen

Die meisten US-Zeitungen bieten ihren Lesern vor Wahlen einen Sonderservice: Sie deklarieren, welchen der Kandidaten die eigene Redaktion für unterstützenswert hält. Die NGO American Presidency Project hat die 71 bisher bekannten "Endorsements“ der 100 auflagenstärksten Zeitungen des Landes gezählt:

  • Hillary Clinton: 56%
  • Keinen: 9%
  • Gary Johnson: 3%
  • Alles außer Trump: 2%
  • Donald Trump: 1%

Wer sonst noch antritt

Das US-Wahlsystem ist auf ein Duell ausgelegt: Ein Republikaner tritt gegen einen Demokraten an (oder, in diesem Fall, eine Demokratin). Trotzdem lassen sich alle vier Jahre mehr oder weniger bekannte - und so gut wie immer chancenlose - Bürger als Kandidaten eintragen. Insgesamt 1780 sind bei der Wahlkommission registriert, die Identitätskontrollen dürften dabei aber nicht sehr streng sein. Hier zehn Namen aus der offziellen Kandidatenliste (plus Partei):

  • Palpatine, Emperor: Concerned Citizens Party of Connecticut
  • Notbrucewayne, Batman: Communist Party
  • Clinton, Bill: Democratic-Farm-Labor
  • Daddy, Disco: Other
  • Trump, Don‘t Vote For: Communist Party
  • Putin, Vladimir: Communist Party
  • Potter, Harry: Commandments Party
  • Please, Bitch: Republican Party
  • Mouse, Mickey: Write-In
  • Moon, The: No Party Affiliation

Wie ein echter Erdrutschsieg aussieht

Das Rennen ist eng - jedenfalls, wenn man es mit ein paar historischen Ergebnissen vergleicht. Zwei republikanische Kandidaten erzielten in der Vergangenheit Resultate, die beinahe die ganze US-Karte rot färbten. Bei den Demokraten liegen solche Erdrutsche schon länger zurück. Ein Kandidat braucht übrigens keinen großen Vorsprung bei den Stimmen, um bei den wahlentscheidenden Wahlmännern über 90% zu erzielen.

Woher das Geld kommt

Insgesamt wurden laut US-Wahlkommission rund 1,3 Milliarden US-Dollar für die Präsidentschaftswahl 2016 gesammelt (Hillary Clinton liegt bei 497 Millionen, Donald Trump bei 247 Millionen; der Rest verteilt sich auf die bei den Vorwahlen gescheiterten Kandidaten). Die meisten Spenden kommen aus den vier bevölkerungsreichsten Staaten, nur Massachussetts fällt aus der Reihe.

  • Kalifornien: 137 Mio. US-$, 55 Wahlmänner
  • New York: 82 Mio. US-$, 29 Wahlmänner
  • Texas: 69 Mio. US-$, 38 Wahlmänner
  • Florida: 52 Mio. US-$, 29 Wahlmänner
  • Massachussetts: 31 Mio. US-$, 11 Wahlmänner
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