Waldbrand Teaserbild
Warum Waldbrände wie in Frankreich auch Österreich drohen könnten
Eine riesige Rauchwolke verdunkelt den Himmel hinter dem königlichen Jagdschloss im nur 30 Kilometer von der Stadtgrenze der Metropolregion Paris entfernten Fontainebleau. Die bei Wanderern und Kletterern beliebten Wälder stehen seit Sonntag in Flammen – ein lokaler Bürgermeister sprach von einer „Flammenwand“.
In Südfrankreichs Mittelmeer-Wäldern sind Waldbrände keine Seltenheit, doch es ist ein Novum, dass das Feuer im Herzen Frankreichs wütet. „Das ist mein nördlichster Einsatz“, sagte ein Feuerwehrmann aus dem Süden der Tageszeitung „Le Monde“.
Das ist mein nördlichster Einsatz.
Am Dienstag dann die Entwarnung: Der Waldbrand wurde „eingedämmt“. Sechs Personen wurden festgenommen. Ein 19-jähriger Feuerwehrmann gestand bei einem Verhör, er hätte den Brand mit Benzin gelegt.
Wie entstehen Waldbrände?
Ein weggeworfener Zigarettenstummel, ein unbeaufsichtigtes Lagerfeuer oder Brandstiftung wie mutmaßlich in Fontainebleau: Hinter den meisten Waldbränden steht der Mensch. Eine kleine Zahl wird auch durch Blitzeinschläge verursacht.
Gerade im Hochsommer häufen sich die Waldbrände, weil die Sommerhitze Bodenpflanzen austrocknen lässt – die leicht entzündbaren Gräser und Sträucher agieren dann als Brandbeschleuniger.