Kinder gehören gespannt zu
Bild anzeigen
Von Mitmach-Supermarkt bis Bildungsinitiative: Diese Projekte haben 2025 gewonnen und zeigen, was Sichtbarkeit bewirken kann.

Drucken

Schriftgröße

Hören Sie sich diesen Artikel an

2025 holte der zeig profil award sechs Projekte vor den Vorhang, die zeigen, wie gesellschaftliche Verantwortung, unternehmerisches Denken und Zukunftsgestaltung zusammengehen. Vor dem Start der nächsten Runde lohnt sich ein Blick zurück: Was ist seither passiert? Und was kann eine Auszeichnung auslösen?

MILA Mitmachsupermarkt in Wien
Bild anzeigen

Bei MILA, dem Mitmach-Supermarkt in Wien, ist die Community weiter gewachsen: „Seit der Eröffnung haben wir 500 neue Mitglieder gewonnen und sind nun 1.500 MILA-Mitglieder“, sagt Brigitte Reisenberger. „Wir sind mehr als ein gewöhnlicher Supermarkt“, ergänzt sie. Auch der Award habe Wirkung gezeigt: „Viele Menschen sind durch den Award auf MILA aufmerksam geworden und haben neugierig zum Schnupper-Einkaufen vorbeigeschaut.“ Der Preis steht heute beim Eingang. „Die Mitglieder haben sich sehr gefreut, ihn auch mal zu halten. Es ist ja schließlich auch ihr Award und ihr Supermarkt.“

das Gründertrio con Chromulus bei einer Messe
Bild anzeigen

Auch Chromulus hat seit der Verleihung konkrete Schritte gesetzt. Das Unternehmen, das mit Trockennebel Obst und Gemüse länger frisch hält, konnte mit Standorten von SPAR einen großen Player im österreichischen Einzelhandel als Kunden gewinnen. „Der zeig profil award hat hier sicher mit dazu beigetragen“, sagt Paul Führmann. „Gerade in unserem Bereich geht es stark um Vertrauen, und ein solcher Preis ist dafür eine wichtige Visitenkarte.“ Mit Business Angel Markus Höfinger führte das Team mehrere Gespräche, um die Lösung weiter zu skalieren. „Markus hat eine frische und für uns spannende Perspektive eingebracht, woraus wir schon die ersten Initiativen umsetzen.“ Besonders gefreut hat Chromulus das Feedback außerhalb der eigenen Branche: „Genau das sind letztlich die Endkunden, welche die Vorteile bei Frische und Nachhaltigkeit erkennen und positiv bewerten.“

Kinder helfen bei der Gartenarbeit
Bild anzeigen

Für Acker Österreich war die Auszeichnung Anerkennung und Rückenwind. Die Bildungsinitiative ist mittlerweile an 64 Schulen aktiv und feiert heuer fünf Jahre Acker Österreich. „Die Rückmeldungen waren sehr cool“, sagt Christoph Musik. „Es ist eine Auszeichnung für das bisher Erreichte, und wir sind von vielen Menschen darauf angesprochen worden.“ Auch der Austausch mit dem Business Angel läuft regelmäßig. „Wir profitieren von den Gesprächen, den Kontakten und den Netzwerken“, sagt Musik. Das hilft besonders bei der Suche nach Förderpartner:innen, die Umsetzungen an Schulen und Kindergärten finanzieren. „Das Event wirkt noch nach“, sagt Musik. „Gerade im gemeinnützigen Bereich ist das nicht leicht. Es bringt interne Motivation und hebt uns auch von anderen ab.“ Sein Fazit: „Wir sind aktiv und wirkungsvoll.“

Sybille Salbrechter von der FH Salzburg
Bild anzeigen

Die FH Salzburg sieht den Award als Bestätigung für ihre Arbeit an nachhaltigen Materialien und Designkompetenz. „Der profil award hat für uns eine erweiterte Bekanntheit über die klassischen Kommunikationskanäle des Designs und der Architektur hinaus bewirkt“, sagt Michael Ebner. Nach positivem Feedback bei Ausstellungen will das Team seine Alleinstellungsmerkmale im Bereich Materialentwicklung und Designkompetenz international weiter ausbauen. Auch mit dem Business Angel steht die FH im Austausch, „um Ideen und Potenziale zu entwickeln“. Für Ebner ist die Auszeichnung „Freude, Auftrag und Motivation, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen“. Intern diene sie auch „als Orientierung und Gradmesser“, um sich selbstbewusst zu positionieren.

Auch Da Krämer, ausgezeichnet in der Kategorie Digitale Transformation, zeigte 2025, wie Digitalisierung Kreislaufwirtschaft stärken kann: Das Start-up macht ungenutzte Lagerbestände online sichtbar und bringt sie zurück in den Markt. Gründer Stefan Krämer-Erklavec betont: „Der Award zeigt, dass Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Digitalisierung zusammengehören.“

Vossen, Preisträger in der Kategorie Traditionsunternehmen, steht für die Verbindung von Handwerk, regionaler Wertschöpfung und nachhaltiger Produktion. „Die Auszeichnung bedeutet Anerkennung unserer Arbeit am Produktionsstandort Österreich“, so Unternehmenssprecherin Larissa Annabell Drobitsch. Vossen zeigt, dass traditionelle Strukturen und nachhaltige Innovationen erfolgreich zusammenspielen können.

Der award-Fahrplan 2026

Projekteinreichung: 9. Mai bis 18. Juli 2026
Gleich hier einreichen!

 

Öffentlichkeitsvoting: 28. August bis 8. September 2026
Die Österreicher:innen können online für ihre Favoriten abstimmen. Die sechs meistnominierten Projekte werden von einer Jury bewertet.

 

Expert:innen-Jury: 16. September 2026
Eine unabhängige Jury evaluiert die Projekte der Finalist:innen und bestimmt eine:n Preisträger:in für jede Kategorie.

 

zeig profil award-Show: 8. Oktober 2026
Die Verleihung des Awards findet mit allen Nominees, Business Angels, Inkubator:innen, Community-Partner:innen und geladenen Gästen in Wien statt.