Flugzeug und Zug an einem Bahnsteig
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Neue Antriebe, Sharing-Modelle und öffentlicher Verkehr – die Mobilität der Zukunft muss technisch innovativ und für alle zugänglich sein.

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Mobilität ist Freiheit und eine Frage der Teilhabe. Wer sich unabhängig bewegen kann, kann arbeiten, lernen und am Leben teilhaben. Wer es nicht kann, bleibt zurück.

Freitagnachmittag. Die Arbeitswoche ist vorbei. Wer in Wien wohnt, nimmt die U-Bahn, steigt auf die Straßenbahn um, ist in zwanzig Minuten zu Hause. Wer in einer Gemeinde im Mühlviertel lebt, wartet auf den Bus, wenn er denn überhaupt fährt. An Wochenenden oft nicht und nach 18 Uhr schon gar nicht. Ein spontaner Ausflug zu einem Konzert nach London? Warum nicht - zwei Stunden in der Luft von Wien nach London sind heute ein Katzensprung. Gleichzeitig sind die vierzig Kilometer von der Bezirksstadt ins südliche Burgenland, ohne eigenes Auto, fast nicht zu überwinden. Die Welt ist kleiner geworden, aber nicht für alle im gleichen Ausmaß.

Hier liegt die Herausforderung: Wie funktioniert Mobilität als zukunftsfähiges System, das alle trägt?

Mobilität ist Infrastruktur 

Wenn über Mobilität gesprochen wird, landet man schnell beim Auto und technischem Fortschritt. Entscheidend fürs Vorankommen ist aber auch die Frage, wie die Infrastruktur dahinter aussieht. Wie kaufe ich ein Zugticket ohne drei Apps und zwei Registrierungen? Wo lade ich mein Elektroauto auf der Durchfahrt durch den Bezirk? Wie komme ich vom Bahnhof zu meinem Ziel, wenn kein Bus fährt?

Laut Statistik Austria zählte Österreich Ende 2025 bereits mehr als 257.000 Elektrofahrzeuge auf seinen Straßen. 2025 wurden laut dem ÖAMTC 60.651 E-Pkw neu zugelassen, ein Plus von rund 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

Portrait von Michael Kubinec
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Zukunftsfähige Mobilität wird dann Realität, wenn sie sich für den Kunden einfach und intuitiv anfühlt, selbstverständlich funktioniert – und sich auch für die Kund:innen rechnet. Die entscheidende Hürde bleibt der erste Schritt in die Elektromobilität – doch wer ihn geht, merkt schnell: niedrige Erhaltungskosten und ein wachsendes Angebot machen sie zur rationalen Wahl. Wirklicher Fortschritt entsteht, wenn wir Menschen Orientierung geben und den Übergang konsequent, nachhaltig und mit echter Leichtigkeit ermöglichen – finanziell sowie praktisch.

Michael Kubinec

Head of Retail Österreich, OMV

Doch E-Mobilität ist nur ein Weg in die Zukunft. Parallel dazu entwickeln sich alternative Antriebsformen – von HVO-Diesel aus erneuerbaren Rohstoffen über Erdgas bis hin zu grünem Wasserstoff. Neue Modelle versuchen dort anzusetzen, wo E-Mobilität an ihre Grenzen stößt. Ob sich Alternativen langfristig etablieren, hängt davon ab, ob sich Nachhaltigkeitsziele, wirtschaftliche Tragfähigkeit und Alltagstauglichkeit verbinden lassen. Die Mobilität der Zukunft dürfte deshalb weniger von einer einzigen Lösung geprägt sein als von einem Mix verschiedener Systeme.

Ein starker Wirtschaftsstandort braucht Mobilität, die funktioniert: verlässlich, nachhaltig und intelligent vernetzt. Genau hier entsteht die Wettbewerbsfähigkeit von morgen.

Maximilian Clary und Aldringen

Kundenvorstand der Erste Bank Österreich

Autos, Taxis, Bus, Menschen auf der Straße
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Mobilität als Voraussetzung für Teilhabe

Mobilität ist nicht nur die Fortbewegung von A nach B, sondern auch eine soziale Ressource. Sie entscheidet, ob jemand den Job annehmen kann, der dreißig Kilometer entfernt ist, oder ob die ältere Nachbarin selbstständig zur Arztpraxis kommt. Die Möglichkeit, sich frei bewegen zu können, entscheidet über Chancen.

Wie groß das Gefälle ist, zeigt eine Erhebung des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) auf Basis von Daten der Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK): In der ÖROK-Erreichbarkeitsanalyse 2024 erreichen im Bezirk Dornbirn 83 Prozent der Bevölkerung das nächste regionale Zentrum innerhalb von 30 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Im Bezirk Rohrbach in Oberösterreich sind es nur 20 Prozent. Damit sich diese Schere nicht vergrößert, gilt es Strukturen zu schaffen, von denen weniger gut angebundene Regionen profitieren.

Ein prominentes Beispiel für ein gut angenommenes Angebot ist das Klimaticket: Ende November 2025 waren österreichweit 319.792 aktive Klimatickets im Umlauf. Hinzu kommen regionale Klimatickets der Bundesländer: Laut VCÖ nutzten bereits 2024 rund 500.000 Menschen ein solches regionales Pendant. Inklusive der Wiener Jahreskarten verfügten damals rund 1,67 Millionen Personen über eine Jahresnetzkarte für den öffentlichen Verkehr.

Sharing-Modelle ergänzen das System: Laut VCÖ gibt es in Österreich derzeit 115 aktive Carsharing-Angebote in 296 Gemeinden. Die meisten davon sind nicht kommerziell organisiert. Damit ist Carsharing längst nicht mehr nur ein urbanes Modell, sondern auch in vielen regionalen Zentren etabliert.

Das Fahrzeug der Zukunft muss also nicht zwingend eines sein, das man besitzt, aber man muss es jederzeit unkompliziert nutzen können.

Zeig uns Mobilität von morgen, zeig profil!

Das sind auch genau jene Projekte, die in der Kategorie Mobilität gesucht werden: Initiativen, die zeigen, wie Menschen einfacher, zugänglicher und ressourcenschonender von A nach B kommen – ob durch neue Ladeinfrastruktur und alternative Antriebslösungen, smarte Mobilitätshubs, Sharing-Konzepte, integrierte Ticketlösungen oder Angebote, die den Alltag im ländlichen Raum wirklich verändern. Entscheidend ist nicht, wer die schönsten Ideen hat, sondern wer einen messbaren Unterschied macht. profil sucht Mobilitätslösungen, die alltagstauglich sind. 

Du hast ein Projekt realisiert, das Mobilität zugänglicher, nachhaltiger oder einfach besser macht? Zeig Österreich, was möglich ist und reiche deine Idee beim zeig profil award ein!

Hier geht's zu den Teilnahmebedingungen und Infos zu Nutzungsrechten und Datenschutz.

Der award-Fahrplan 2026

Projekteinreichung: 9. Mai bis 18. Juli 2026
Gleich hier einreichen!

 

Öffentlichkeitsvoting: 28. August bis 8. September 2026
Die Österreicher:innen können online für ihre Favoriten abstimmen. Die sechs meistnominierten Projekte werden von einer Jury bewertet.

 

Expert:innen-Jury: 16. September 2026
Eine unabhängige Jury evaluiert die Projekte der Finalist:innen und bestimmt eine:n Preisträger:in für jede Kategorie.

 

zeig profil award-Show: 8. Oktober 2026
Die Verleihung des awards findet mit allen Nominees, Business Angels, Inkubator:innen, Community-Partner:innen und geladenen Gästen in Wien statt.