Erfolg braucht Verbündete
Die profil-Bühne, Anerkennung, Rückenwind: Schon das ist für ein junges, innovatives Projekt viel wert. Beim zeig profil award kommt etwas hinzu, das nachhaltigen Impact hat: sechs Business Angels begleiten die Gewinner:innen als Mentor:innen.
Business Angels sind nicht nur Kapitalgeber:innen. Sie investieren Wissen, Netzwerk und Zeit, und zwar zu einem Zeitpunkt, wo konstruktives Feedback, Motivation und die richtigen Kontakte oft noch wertvoller sind als Investments.
Sechs Persönlichkeiten stehen zur Verfügung und jede bringt ihre eigene Handschrift. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und Stile werden dem passenden Projekt zugeordnet und dann kann die Arbeit individuell losgehen. Aber wer sind die sechs Business Angels? Hier ein Einblick:
Markus Höfinger von 3TS Capital Partners: Wachstum mit internationalem Blick
Seit über zwei Jahrzehnten investiert 3TS Capital Partners in technologiegetriebene Wachstumsunternehmen. Für Markus Höfinger zählt dabei nicht nur das Kapital, sondern was danach kommt: „Wir finanzieren nicht nur, wir helfen beim Skalieren – von der Internationalisierung bis zu Partnerschaften.“ Sein Terrain ist der Brückenschlag zwischen CEE und Westeuropa. Die Erfahrung aus Dutzenden Börsengängen, bis hinauf zur NASDAQ, bringt er als professioneller Investor ein, ohne die Nähe eines Business Angels zu verlieren. Sein Rat an Gründer:innen bleibt: groß denken, früh internationalisieren, die richtigen Partner rechtzeitig an Bord holen. Bei der diesjährigen Verleihung ist er besonders gespannt, ob sich unter den Einreichungen Projekte finden, die Künstliche Intelligenz bereits in Wertschöpfung und Abläufe eingebaut haben.
Markus Wagner von i5invest: Brücke in die USA
Markus Wagner denkt in Kontinenten. Mit i5invest versteht er sich als wirtschaftliche Brücke zwischen Europa und den USA, mit starker Präsenz auf beiden Seiten des Atlantiks. Sein Fokus ist eindeutig: Expansion. Er begleitet Start-ups dabei, im nordamerikanischen Markt Fuß zu fassen, Finanzierungen zu sichern und M&A-Prozesse zu meistern. Was für ihn über die Zukunftsfähigkeit eines Projekts entscheidet, sind Kund:inneninteresse und globale Perspektive. „Sales ist key“, bringt er es auf den Punkt. Gerade in einem Marktumfeld, in dem am Ende Wachstum und Umsätze über Erfolg oder Scheitern entscheiden, ist das für ihn essenziell.
Markus Ertler von Angels United: gebündelte Erfahrung
Unter dem Namen Angels United haben sich vier der aktivsten österreichischen Business Angels zusammengetan: Karl Büche, Markus Ertler, Hermann Futter und Niki Futter, unterstützt von Michael Edtmayer. Zusammen bringen sie über 70 Jahre Erfahrung und mehr als 150 Investments ein. „Unternehmertum, Mut, Nachhaltigkeit und ehrliche Partnerschaft stehen für uns im Mittelpunkt“, sagt Ertler. Das Kollektiv sieht sich als ko-kreativer Sparringspartner für frühphasige Tech-Start-ups mit digital skalierbaren Geschäftsmodellen. Der gemeinsame Ansatz: antizyklisch investieren, groß denken und die Chancen von Markttiming und Exit-Potenzial konsequent nutzen.
Bernhard Fichtenthal von Venionaire Capital: Entrepreneurial Partners
Venionaire will kein klassischer Investor sein, sondern Entrepreneurial Partner. „Wir gehen Seite an Seite mit unseren Mandant:innen und sind weit mehr als Berater:innen“, erklärt das Team um Bernhard Fichtenthal. Prägend sind das globale Netzwerk aus mehr als 250 Associate Partnern und das World Venture Forum. Gründer:innen profitieren von operativer Nähe, gezieltem Coaching und einem klaren Fokus auf Exzellenz und Kapitaldisziplin: „Als selbst gegründete Unternehmer:innen wissen wir, was es heißt, ein Unternehmen aufzubauen.“ Worauf sich das Team heuer freut, formuliert es unmissverständlich: wieder spannende Projekte kennenzulernen und ambitionierte Menschen bei ihren Vorhaben zu unterstützen. Das Ökosystem zu stärken und Innovation zu fördern, sei ein echtes Anliegen.
Daniel Horak von Conda: Finanzierung durch die Crowd
Conda versteht sich nicht als einzelner Business Angel, sondern als Infrastruktur für viele Investor:innen zugleich. Über die regulierte Plattform platzieren Unternehmen digitale Wertpapiere und öffnen so den Zugang zu Kapital schon ab kleinen Beträgen. „Unser Ansatz ist demokratischer: Wir öffnen die Türen für eine breite Investor:innenbasis“, erklärt Daniel Horak. An die Stelle einzelner Angel-Entscheidungen tritt die Community. Für die Gewinnerprojekte heißt das nicht nur leichteren Kapitalzugang. Es bedeutet Reichweite, Feedback und die Chance, tragfähige Partnerschaften mit einer breiten Investor:innenlandschaft aufzubauen. Hier entscheidet nicht eine große Einzelsumme, sondern die Gemeinschaft.
Awi Lifshitz von weXelerate: Innovation beschleunigen
weXelerate versteht sich als führendes Innovationsökosystem für den Standort Österreich: ein Ort in der Wiener Praterstraße, an dem Corporates, Start-ups und Innovator:innen zusammenarbeiten. Das eigentliche Produkt sei nicht der Quadratmeter, sagt Awi Lifshitz, sondern die Verbindung zwischen Ideen und Märkten. Sein Spezialgebiet ist die Schnittstelle aus Business, Innovation und Umsetzung: seine Aufgabe ist es, Unternehmen in unsicheren Zeiten zu Klarheit zu verhelfen: Was ist Hype, was der nächste konkrete Schritt? „Eine Vision ohne Umsetzung ist Dekoration.“ Am zeig profil award schätzt er, dass dieser sichtbar macht, was sonst im Verborgenen wächst: „Relevanz schlägt Reichweite.“ Die Gewinner:innen will er mit Zugang zum Ökosystem, mit Bühnen und mit ehrlichem Sparring unterstützen.
Mentoring, das über Kapital hinausgeht
Sechs Persönlichkeiten, sechs Ansätze: vom internationalen Roll-out über Crowdinvesting bis zu Co-Kreation und operativer Begleitung. Für die Gewinnerprojekte bedeutet das nicht in erster Linie Geld, sondern Sparring, kritische Fragen und Türen in neue Märkte.
Die Rolle der Business Angels ist für kleine Unternehmen und innovative Projekte besonders wertvoll. Denn sie erkennen Trends früh und prägen sie mit. Egal, ob es um Künstliche Intelligenz, Kreislaufwirtschaft oder neue Geschäftsmodelle geht. Was sie heute fördern, prägt morgen die österreichische, vielleicht sogar die internationale Wirtschaft.
Gründer:innen können sich von diesen Persönlichkeiten viel mitnehmen, allen voran die Tipps: Mut zeigen, Feedback aufsaugen, groß denken. Oder, wie es Markus Ertler sagt: „Mit Leidenschaft und Beharrlichkeit kommt der Erfolg.“
Der award-Fahrplan 2026
Projekteinreichung: 9. Mai bis 23. August 2026
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Öffentlichkeitsvoting: 28. August bis 8. September 2026
Die Österreicher:innen können online für ihre Favoriten abstimmen. Die sechs meistnominierten Projekte werden von einer Jury bewertet.
Expert:innen-Jury: 16. September 2026
Eine unabhängige Jury evaluiert die Projekte der Finalist:innen und bestimmt eine:n Preisträger:in für jede Kategorie.
zeig profil award-Show: 8. Oktober 2026
Die Verleihung des awards findet mit allen Nominees, Business Angels, Inkubator:innen, Community-Partner:innen und geladenen Gästen in Wien statt.