Elfriede Hammerl
Elfriede Hammerl

© Inge Prader

Gesellschaft
02/13/2017

Aus der Redaktion

Elfriede Hammerl mit einer furiosen Polemik über die Geschichte und den Status Quo der Frauenrechte (in unserer aktuellen Titelgeschichte). Angelika Hager und Sebastian Hofer ergänzen mit Fakten und Impressionen. Die Woche in der profil-Redaktion.

In der Online-Ausgabe des „Charlotte Observer“ war am 19. Jänner ein höchst aufschlussreiches Meinungsstück zu lesen. Es handelte von Amerikas neuer First Lady Melania Trump und ihrem Beitrag zu Donalds Wahlkampf. Melania, schrieb die Autorin sinngemäß, habe sich die gendersensible Praxis von Vorgängerinnen wie Michelle Obama oder Hillary Clinton bewusst nicht zu eigen gemacht und durch diese Verweigerung gleichsam ein feministisches Statement gesetzt. Nun ja. Wer mit fake news Politik macht, schreckt auch vor fake feminism nicht zurück.

„Es gibt Tage, an denen würde sich die altgediente Frauenrechtlerin am liebsten die Decke über den Kopf ziehen und sich abmelden von der Welt“, schreibt Elfriede Hammerl in der aktuellen Titelgeschichte. Selbstverständlich meldet sich die langjährige profil-Kolumnistin nicht ab, sondern zeigt in einer furiosen und gewohnt profund argumentierten Polemik auf, wie Frauenrechte, über Jahrzehnte hinweg mühsam erkämpft, im rechtspopulistischen Überschwang plötzlich wieder umstandslos zur Disposition gestellt werden, und zwar nicht nur von unverbesserlichen Alt-Machos, sondern bestürzenderweise auch von gar nicht so wenigen jungen Frauen selbst.

Angelika Hager und Sebastian Hofer haben flankierend eine Vielzahl von Fakten und Impressionen zusammengetragen, die den anti-feministischen Backlash belegen – und er ist keinesfalls auf die USA beschränkt: In gewissen Kreisen, die man sonst für durchaus zivilisiert halten könnte, gehört es mittlerweile zum guten Ton, Quotenregelungen zu belächeln, Gender Mainstreaming zu verteufeln und lustvoll über „Emanzen“ herzuziehen. Doch Hammerl hat schon zu viel erlebt, um sich von einem wie Donald Trump alle Hoffnung rauben zu lassen: „Es könnte sein, dass ihm alternative Fakten einen Strich durch die Rechnung machen.“

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