Ingrid Brodnig
Ingrid Brodnig

© Alexandra Unger

Gesellschaft
12/02/2020

#brodnig: Warum es trotzdem Positives in diesem Corona-Jahr gab

Es ist leicht, wütend über das Jahr 2020 zu sein. Posten wir aber zum Trotz etwas Positives!

von Ingrid Brodnig

Neulich las ich einen vernünftigen Tweet: Der Schriftsteller Till Raether schrieb, "weil 2020 so ein unlöschbares Plastikmüllfeuer ist", fängt er jetzt schon mit einem Rückblick an, was ihm dieses Jahr alles Freude bereitet hat. In diesem Jahresrückblick erwähnt er größere und auch kleinere Dinge: eine Schokolade mit Pistazien, etwa, die er besonders mag, den Film "Little Women", den er noch vor der Pandemie im Kino gesehen hat (übrigens wirklich ein toller Film!), oder erstklassige Bücher wie den Science-Fiction-Roman "Der lange Nachmittag der Erde". Im Internet und auch außerhalb wird oft entnervt über das Virus gesprochen - das ist angesichts der Umstände auch absolut nachvollziehbar. Aber mir gefällt der Zugang, zum Trotz auch die positiven Erlebnisse des Jahres anzusprechen. Hier meine ganz persönliche Liste, was mir - online und offline - im Jahr 2020 gut gefiel:

Ich habe dieses Jahr sehr viel über Medizin gelernt, unter anderen von klugen Wissenschaftskommunikatorinnen wie der Chemikerin Mai Thi Nguyen-Kim, die auf YouTube auch einige Debatten rund um das Coronavirus einordnete. Generell finde ich es beeindruckend, welche hochseriösen Infos man gerade im Netz finden kann. Zum Beispiel den mittlerweile berühmten Podcast des Senders NDR-Info, in dem die Virologen Sandra Ciesek und Christian Drosten vorkommen. Man sieht hier: Es ist absolut möglich, digitale Kanäle für Aufklärung zu nutzen.

Eine persönliche Randnotiz: Ich habe mir 2019 eine-für meine nicht sonderlich modeaffinen Verhältnisse-teure Jogginghose gekauft, die ich besonders schön finde. Im Jahr 2020 muss ich sagen: eine erstklassige Investition.

Worüber ich froh bin: dass viele die Fähigkeit zum Lachen beibehalten haben. Seit Ausbruch der Corona-Krise kursiert auch viel Humor im Netz - zum Glück existieren Satiresites wie "Die Tagespresse", die zum Beispiel unlängst titelte: "Homeoffice: Immer mehr Österreicher starten Affäre mit ihrem Ehepartner." Humor ist eben auch eine Bewältigungsstrategie in schwierigen Situationen.

 

Zum Schluss das Beste: Es gibt erfolgversprechende Neuigkeiten rund um Corona-Impfstoffe. Für mich persönlich ist dies eine der schönsten Nachrichten, denn sie birgt die Chance, dass 2021 wieder besser wird-und wir nicht mehr auf dieses "Plastikmüllfeuer" namens 2020 starren müssen.

Was denken Sie darüber?

 

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