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Liveblog
09/26/2020

LIVE: Coronavirus COVID-19 in Österreich – Corona-Ampel, Zahlen

Coronavirus in Österreich: Lesen Sie hier alle relevanten Entwicklungen und aktuellen Ereignisse zum Thema Coronavirus Sars-CoV-2.

26.9.2020: Umfrage: 56% haben Sorge vor erneutem Lockdown

56% der Österreicher haben Sorge, dass es in Österreich zu einem zweiten Lockdown kommt. 35% der Befragten sind laut der vom Meinungsforschungsinstitut Unique research für die aktuelle Ausgabe des profil durchgeführten Umfrage halten diese Sorge für unbegründet, 9% sind unschlüssig. Am meisten befürchten Wähler der FPÖ (65%) einen erneuten Lockdown, gefolgt von Wählern der SPÖ (64%) und den Grünen (56%). Bei Wählern der ÖVP sorgen sich 50%, bei den Neos-Wählern ist die Sorge vor einem Lockdown mit 38% am geringsten.

EU-Milliarden für einen Corona-Impfstoff

Um die Entwicklung eines Covid-19-Impfstoffs zu beschleunigen, zahlt die EU-Kommission Milliarden von Steuergeldern an Pharmakonzerne. Die Bedingungen sind jedoch höchst schleierhaft. Ines Holzmüller (profil online) spricht mit Joseph Gepp aus dem Wirtschaftsressort über seine Recherchen.

25.9.2020: 684 Corona-Neuinfektionen in Österreich

Am Freitag sind in Österreich binnen 24 Stunden 684 SARS-CoV-2-Neuinfektionen gemeldet worden. Somit stieg die Zahl der aktiven Fälle auf 8.413. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sprach von einer "Stabilisierung auf einem zu hohen Niveau". Das seien "zu hohe Werte für diesen Zeitpunkt, aber nicht mehr diese Zuwächse, die wir bis 17., 18. September hatten", so Anschober. Zudem appellierte er an die Nutzung der Corona-App des Roten Kreuzes.

25.9.2020: Corona-Ampel - zehn weitere Bezirke orange

Die Corona-Kommission hat in ihrer Sitzung die Ampel für zehn weitere Bezirke auf Orange gestellt, weil sie dort ein hohes Infektionsrisiko sieht. Bemerkenswert ist, dass die niederösterreichischen Bezirke Gmünd, Melk und Waidhofen an der Thaya direkt von Grün auf Orange gestellt wurden. Zudem sind nun Krems Stadt, Wr. Neustadt Stadt, Gänserndorf, Korneuburg, Krems Land, Landeck und Schwaz orange. Wien blieb orange. Rot ist nach wie vor kein Bezirk in ganz Österreich.

Corona erklärt #8: Erleben wir gerade eine zweite Infektionswelle?

Das Coronavirus lässt nicht locker. Nach dem Sommer scheint sich die Lage wieder zuzuspitzen. Profil-Wissenschaftsjournalist Alwin Schönberger erklärt im Podcast mit Philip Dulle die wichtigsten aktuellen Fragen zum Stand der Dinge.

24.9.2020: Deutsche Reisewarnung für Vorarlberg, Belgien warnt auch vor Tirol

Angesichts der steigenden Neuinfektionen gibt es weitere Reisewarnungen für Vorarlberg und Tirol. Das für den Tourismus wichtige Land Deutschland stufte Vorarlberg gestern Abend als Corona-Risikogebiet ein und verhängte eine Reisewarnung. Österreich hat bisher keine Reisewarnung für das Nachbarland erlassen. Nach Wien setzte Belgien auch die Bundesländer Vorarlberg und Tirol auf die Rote Liste.

24.9.2020: 435 Neuinfektionen in Wien

In Wien ist der Tagesanstieg der Corona-Neuinfektionen am Donnerstag wieder nahe am bisherigen Höchstwert von 444 gelegen. In den vergangenen 24 Stunden kamen 435 bestätigte Fälle hinzu. Damit gibt es bis dato 14.257 bestätigte positive Testergebnisse, wie der Krisenstab der Stadt per Aussendung mitteilte. Allein am gestrigen Mittwoch wurden 7016 Tests durchgeführt.

Außerdem ist die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus stehenden Todesfälle um drei auf 243 gestiegen. Dabei handelt es sich um drei Männer im Alter von 56, 63 und 67 Jahren. 9579 Personen sind inzwischen wieder genesen.

23.9.2020: Nationalrat: Corona-Gesetze - Drei-Parteien-Beschluss

Die neuen Coronagesetze haben am Mittwochnachmittag mit den Stimmen von Koalition und SPÖ den Nationalrat passiert. Das neue Regelwerk stellt etwa klar, wann ein Lockdown möglich ist, welche Arten von Ausgangsbeschränkungen gangbar sind und wie die Corona-Ampel funktioniert.

Bei letzterer sind als Kriterien bei der Bewertung der epidemiologischen Situation neu auftretende Fälle, die Clusteranalyse (also die Frage, in wie vielen Fällen die Infektionsquelle geklärt wurde), die Auslastung der Krankenhäuser, der Anteil der positiven an allen Tests sowie regionale Besonderheiten wie Tourismus- und Pendlerströme definiert.

Was einen möglichen Lockdown angeht, bräuchte es dafür die Zustimmung des Hauptausschusses des Nationalrats. Die Dauer kann zunächst maximal zehn Tage betragen, eine Verlängerung ist möglich.

Ferner wird geregelt, was für Ausgangssperren möglich sind. In Abstimmung mit dem Hauptausschuss des Nationalrats könnte der Gesundheitsminister verfügen, "dass das Verlassen des privaten Wohnbereichs nur zu bestimmten Zwecken zulässig ist". Dazu sind Ausnahmen aufgezählt: Abwendung einer unmittelbaren Gefahr, Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen, Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse des täglichen Lebens, berufliche Zwecke und Aufenthalt im Freien zur "körperlichen und psychischen Erholung". Auch Treffen etwa mit nicht mehr im gleichen Haushalt lebenden Geschwistern oder besten Freunden sollen möglich sein.

Definiert werden Betretungsverbote, die de facto überall außer in privaten Wohnräumen verhängt werden können. Sehr wohl sollen aber Einschränkungen in privaten Räumlichkeiten möglich sein, die nicht für Wohnzwecke angemietet wurden.

Das rechtswidrige Betreten von Betriebsstätten, Arbeitsorten, Verkehrsmitteln oder eines sonstigen Ortes kann mit bis zu 1450 Euro geahndet werden. Inhabern von Betriebsstätten und Arbeitsorten sowie Betreibern von Verkehrsmitteln drohen Strafen bis zu 30.000 Euro.

Mehr Macht wird den Länderbehörden eingeräumt. Es wird nun auch gesetzlich determiniert, dass sie schärfere Regelungen als vom Bund vorgesehen einführen können.

Weiters vorgesehen ist, dass künftig auch praktische und Fachärzte Coronatests vornehmen werden können. Bezahlt wird das von den Kassen, die das Geld wiederum vom Bund aus dem Krisenbewältigungsfonds refundiert bekommen.

Abgelehnt von allen anderen Fraktionen wurde der Misstrauensantrag der FPÖ gegen die gesamte Regierung. Auch das freiheitliche Begehr, eine Volksabstimmung über das Gesetzeswerk abhalten zu lassen, fand keine Mehrheit.

23.9.2020: Nationalrat beschließt neue Corona-Regeln

Der Nationalrat beschließt in seiner ersten regulären Sitzung nach der Sommerpause das nächste Corona-Paket. Es stellt unter anderem klar, wann es zu einem Lockdown kommen kann und wie weit Ausgangssperren gehen können. Zudem wird die gesetzliche Basis für die Corona-Ampel geschaffen und die Möglichkeit, Corona-Tests bei niedergelassenen Ärzten durchzuführen, etabliert. Verlängert und ausgedehnt wird die Sonderbetreuungszeit.

23.9.2020: Wiener Opernball 2021 wird abgesagt

Der Wiener Opernball wird wegen der Corona-Pandemie 2021 nicht stattfinden. Aufgrund der Infektionslage wird die Regierung die Absage in der Ministerratssitzung heute, Mittwoch, beschließen, erfuhr die APA aus dem Kanzleramt. "Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen", meinte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP), aber es wäre "verantwortungslos, den Ball in gewohnter Art und Weise abzuhalten".

22.9.2020: Epidemie-Gesetz: "Das kenne ich nur aus Diktaturen"

Am Mittwoch soll das neue Epidemie-Gesetz zur Bekämpfung von Corona im Nationalrat beschlossen werden. Niki Scherak, stellvertretender Klubobmann der NEOS, warnt vor den "massivsten Freiheitseinschränkungen in der Zweiten Republik".

APA-Video überträgt morgen die Nationalratssitzung mit u.a. Corona-Gesetzen (ab 08:55 Uhr)

22.9.2020: Sperrstunde um 22 Uhr in Vorarlberg, Tirol und Salzburg

Ab Freitag gilt - zumindest für die nächsten drei Wochen - eine Sperrstunde um 22 Uhr in den westlichen Bundesländern Vorarlberg, Tirol und Salzburg. Im Rest von Österreich gilt weiterhin die Sperrstunde um 1 Uhr.

Die Niederländische Regierung spricht eine Reisewarnung für Wien und Innsbruck aus. Mit der ab sofort geltenden Reisewarnung müssen die Niederländer ab sofort nach Aufenthalten in Wien oder Innsbruck für 10 Tage in häusliche Quarantäne. Diese Regelung betrifft aber nicht die Flughäfen Wien-Schwechat und Innsbruck, wodurch die Anreise in Skigebiete noch ermöglich werden soll.

In Großbritannien wird ab Donnerstag für Pubs und Restaurants eine Sperrstunde um 22 Uhr gelten. Aufgrund der steigenden Fallzahlen denkt die Regierung auch über ein temporäres Herunterfahren des öffentlichen Lebens nach, eine Art Zwangspause von zwei bis drei Wochen.

21.9.2020: Verfassungsjurist: Verlängerungs-Verordnung zulässig

Der Verfassungsjurist Heinz Mayer hält die von der Regierung geplante Möglichkeit für zulässig, das Covid-Maßnahmengesetz durch eine Verordnung um bis zu sechs Monate zu verlängern. Die Verordnung sei durch das geplante Gesetz determiniert und die Verlängerung sei kurz befristet, sagte der frühere Dekan der juridischen Fakultät der Universität Wien auf APA-Anfrage.

FPÖ-Chef Norbert Hofer hatte zuvor vor einer Aushebelung des Parlaments gewarnt, wenn der Gesundheitsminister das Maßnahmengesetz per Verordnung verlängern kann.

Mayer hält die Bestimmung aber nicht für verfassungswidrig. "Man kann durch eine Verordnungen Ausnahmen verfügen, man kann verfügen, dass bestimmte Bestimmungen nicht anwendbar sind", betont Mayer. Außerdem verweist er darauf, dass nur eine Verlängerung des Gesetzes um maximal ein halbes Jahr möglich sein soll. "Unbefristet verlängern geht sicher nicht. Wenn, dann muss das eng an die Gefahr geknüpft sein, die das Gesetz verhindern soll."

Ursprünglich wollte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) das Gesetz, das zur Bekämpfung der Corona-Pandemie weitreichende Eingriffe in die Freiheitsrechte der Bevölkerung bis hin zur Ausgangssperre erlaubt, bis Ende 2021 verlängern. Mit den am Montag vorgelegten Änderungen soll das Covid-Maßnahmengesetz nun schon Ende Juni 2021 auslaufen - mit der Möglichkeit einer Verlängerung bis maximal 31. Dezember 2021 durch Verordnung der Bundesregierung, "sofern dies aufgrund der epidemiologischen Situation unbedingt erforderlich ist".

21.9.2020: Zahlen und Anstiege bleiben auf hohem Niveau

Das Ende des Tunnels scheint derzeit nicht in Sicht: Die Zahlen und Anstiege der Infektionen mit dem Coronavirus sind auch am Montag unverändert auf hohem Niveau geblieben. So wurden im Schnitt der vergangenen sieben Tage 731 Neuinfektionen pro Tag gemeldet. Für Montag waren es 563 Neuinfektionen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) blieb dennoch optimistisch, dass keine echte zweite Welle kommt.

21.9.2020: Erleben wir gerade eine zweite Infektionswelle?

Das Coronavirus lässt nicht locker. Derzeit scheint sich die Lage wieder rasant zuzuspitzen. Sechs Fragen zum Stand der Dinge.

21.9.2020: Tschechischer Gesundheitsminister tritt zurück

Angesichts der hohen Zahlen an Coronavirus-Infektionen in seinem Land tritt der tschechische Gesundheitsminister Adam Vojtěch zurück. Vojtěch sagte am Montag gegenüber Journalisten, dass er Premier Andrej Babiš seine Resignation bereits übermittelt habe, wie die Nachrichtenagentur CTK meldete. Er begründete seine Entscheidung damit, dass er Raum zur Lösung der Pandemie schaffen wolle. In Tschechien liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner bei 193.

19.9.2020: Rosemarie Schwaiger: So kann man nicht leben

Sebastian Kurz gefällt sich in seiner Rolle als Corona-Zuchtmeister. Aber auch er wird die Bevölkerung nicht endlos drangsalieren können.

19.9.2020: Österreich schickt mehr Geld für Corona-Impfstoffankäufe nach Brüssel

Wie profil in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, schickt Österreich mehr Geld für den Ankauf möglicher Covid-19-Impfstoffe nach Brüssel. Konkret fließen vorerst knapp 22 Millionen Euro. Das Gesundheitsministerium bestätigte gegenüber profil die Aufstockung.

EU-weit stehen bisher 2,25 Milliarden Euro zur Verfügung. Sie stammen aus einem Sondertopf des EU-Budgets. Das Geld ist für internationale Pharmakonzerne gedacht, die Corona-Impfstoffe entwickeln. Anfang September forderte die EU-Kommission von den Mitgliedstaaten eine Aufstockung, weil die bisher aufgebrachte Summe nicht ausreicht. Insgesamt sollen die Länder zusätzlich 750 Millionen Euro an Brüssel überweisen.

Wie profil berichtet, kommt Österreichs Regierung dieser Aufforderung nun nach. Vergangenen Mittwoch wurde die Aufstockung im Ministerrat beschlossen. Österreichs Anteil von 22 Millionen bemisst sich nach der heimischen Wirtschaftsleistung im Vergleich zu jener der gesamten EU.

Bisher hat die EU-Kommission Verträge mit dem schwedisch-britischen Konzern AstraZeneca und dem US-französischen Konsortium Sanofi/GSK abgeschlossen. Die Unternehmen verpflichten sich darin zur Lieferung von Hunderten Millionen Dosen Corona-Impfstoff, falls diese eine Zulassung erhalten. Weitere Gespräche mit Pharmakonzernen laufen. Die EU hofft, dank dieser Verhandlungen bald wirksame Impfstoffe in großen Mengen zur Verfügung stellen zu können. Wie profil berichtet, stehen die Gespräche jedoch wegen Intransparenz und übertriebener Geheimhaltung in der Kritik.

18.9.2020: Aktive Fälle steigen in Österreich deutlich

808 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 sind in Österreich in den vergangenen 24 Stunden gemeldet worden. Deutlich im Steigen begriffen ist die Anzahl der aktiven Fälle - mit 7447 hat sich dieser Wert innerhalb von drei Tagen um 1253 erhöht. Auch die Hospitalisierungen nehmen zu.

18.9.2020: Coronagesetze - Reges Interesse an neuerlicher Begutachtung

Am heutigen Freitag endet die Begutachtung für die neue Version der Coronagesetze von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). Die bisher bekannten Stellungnahmen verschiedener Interessensvertreter fallen nach umfangreichen Änderungen im Entwurf deutlich milder aus. Das Bedürfnis, die Novelle zu bewerten, ist auch diesmal enorm groß, es gibt über 2.000 Stellungnahmen.

Anschober hatte den Entwurf zu den Änderungen im Epidemiegesetz, Tuberkulosegesetz und Covid-19-Maßnahmengesetz überarbeitet, nachdem es in der ersten Begutachtung vielfältige Kritik gehagelt hatte. Die Novelle soll die Grundlage für die Ampelregelung sowie (falls nötig) für eine weitgehende Ausgangssperre bringen.

Auch die neue Version stößt auf ungewöhnlich reges Interesse: Im Hohen Haus sind laut Parlamentsdirektion mit Stand Freitagvormittag über 2.000 Stellungnahmen eingelangt, sehr viele davon stammen von Privatpersonen. Zum ursprünglichen Entwurf waren sogar über 10.000 Stellungnahmen eingetrudelt.

Inhaltlich fällt die Kritik nun milder aus, in den relevanten Stellungnahmen werden die durchgeführten Änderungen begrüßt. Die Rechtsanwälte fordern aber aus Sorge um das Berufsgeheimnis Ausnahmen in der Gesetzespassage, wonach Bezirksverwaltungsbehörden im Rahmen ihrer Corona-Kontrollen etwa in Büros in alle Unterlagen Einsicht nehmen dürfen. Eine Präzisierung dazu im Gesetz selbst will auch die Sozialwirtschaft Österreich: "Gerade im Sozial- und Gesundheitsbereich, in dem es sich bei einem großen Anteil der Daten um äußerst sensible Daten handelt, muss einer generellen Norm zur Einsichtnahme in Unterlagen aus Gründen des Datenschutzes, aber auch gesetzlich vorgegebener Verschwiegenheitspflichten entschieden widersprochen werden."

Der Rechtsanwaltskammertag fragt sich angesichts des Entwurfs zudem, inwieweit es den Behörden auch ermöglicht wird, die Einhaltung von Präventionskonzepten auch bei privaten Vereinen zu überprüfen und den jederzeitigen Zutritt zu solchen Vereinsversammlungen zu erhalten. So etwas würden die Rechtsanwälte ablehnen, weil dies ein massiver Eingriff in das Vereins- und Versammlungsrecht wäre.

Um einen bundesweiten Lockdown zu verhindern, sollen laut dem Entwurf auch regional differenzierte Maßnahmen möglich sein. Die Kärntner Landesregierung sieht aber in der Bestimmung, dass Verordnungen des Landeshauptmannes oder einer Bezirksverwaltungsbehörde schon vor deren Inkrafttreten dem Gesundheitsminister mitgeteilt werden sollen, gerade in Fällen mit Gefahr im Verzug eine "unnötige Erschwernis und Verzögerung".

In der ersten Begutachtung ziemlich kritisch waren die Volksanwälte. Nunmehr sieht Volksanwalt Bernhard Achitz den Großteil der Schwächen beseitigt, wie er zur APA sagte. Kritisch merkte er aber an, dass die Begutachtungszeit für die neue Version nur ein paar Tage und damit sehr kurz war, wiewohl er Verständnis dafür habe, dass man bei steigenden Fallzahlen versuche, schnell zu einer Lösung zu kommen.

Gesundheitsausschuss des Nationalrates zu Coronagesetzen mit öffentlichem Expertenhearing, Montag, 21.9., 13:00 Uhr

18.9.2020: Zweiter Lockdown in Israel - Neue Restriktionen treten in Kraft

Die israelische Regierung will mit einem zweiten landesweiten Lockdown eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindern. Von Freitagnachmittag (14.00 Uhr Ortszeit/13.00 Uhr MESZ) an müssen sich die Menschen in dem Mittelmeerstaat erneut mit starken Einschränkungen arrangieren. Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen und Geschäftsschließungen sollen mindestens drei Wochen gelten.

17.9.2020: Neue verschärfte Maßnahmen

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie hat die Bundesregierung am Donnerstag weitere Verschärfungen verkündet. Die Sozialkontakte sollen österreichweit weiter eingeschränkt werden, bei privaten Feiern und Veranstaltungen indoor sind künftig nur noch zehn Personen erlaubt. In der Gastronomie kommt die MNS-Pflicht auch für Gäste. Konsumationen sind nur noch im Sitzen möglich.

17.9.2020: Anschober: Zahl der Hospitalisierung "deutliche Sorge"

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) zeigte sich aufgrund des Anstiegs der Hospitalisierung von Corona-Patienten in Österreich in "deutlicher Sorge". 264 Erkrankte befinden sich derzeit auf Normalstationen im Spital, 55 zusätzlich liegen auf Intensivstationen. Im Vergleich zum Frühling gab es bereits eine hohe Zahl an Erkrankten, im Zuge des Lockdowns erfuhren diese Zahlen eine "Talfahrt".

Man könne diese Zahlen nicht gleichsetzen, sagte Anschober, da im Moment mehr getestet werde. "Wir testen mehr denn je, innerhalb von 24 Stunden werden 15.000 Tests durchgeführt." Aber diese Kurve "muss uns Sorge bereiten". Es gab bisher eine "starke Entkoppelung von Infektionszahlen und Hospitalisierung". Der Grund: Das Durchschnittsalter von positiv Getesteten sei deutlich geringer. "Wir waren im Frühling bei 58, 59 Jahren Durchschnittsalter und sind jetzt bei 34, 35 Jahren. Über 20 Jahren Unterschied."

"Wir haben bei den Prognosen eine sehr große Spreizung", sagte Anschober. Bleiben sie linear in den nächsten zwei Wochen wird es 650 bis 660 Infektionen pro Tag. Die andere Variante geht von einer deutlichen Steigerung aus - von bis zu 1500 Infektionsfällen pro Tag. "Unser Handlungsspielraum ist noch ein sehr großer", sagte Anschober. "Das ist eine Phase der Weichenstellung", ist der Gesundheitsminister überzeugt. Tag für Tag werde deshalb eine Analyse auf "höchst professionelle Weise" gemacht.

Rund 30 Millionen Menschen haben sich weltweit mit SARS-CoV-2 angesteckt. 940.000 Todesfälle sind zu beklagen. "Das sind schon dramatische Entwicklungen", sagte Anschober. In Österreich waren bisher 35.853 infiziert, 758 starben.

17.9.2020: FPÖ sieht "für die Gastronomie den Todesstoß"

Die FPÖ sieht in den von der Regierung verkündeten neuen Einschränkungen "für die Gastronomie den Todesstoß". "Mit den heute präsentierten weiteren Verschärfungen der Corona-Maßnahmen stürzt die schwarz-grüne Bundesregierung Österreich ins Unglück", kritisierte Hofer in einer Aussendung. Das von Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) angekündigte Licht am Ende des Tunnels habe sich als entgegenkommender Zug entpuppt.

Besondere Kritik übte Hofer daran, dass die angekündigten neuen Maßnahmen noch nicht fertiggestellt seien. "Diese werden dann wieder einmal in allerletzter Minute veröffentlicht - ohne den Betroffenen die Möglichkeit zu geben, sich auf die neue Situation vorzubereiten. Das ist ein nicht tragbarer Zustand." Der FP-Chef fordert die Regierung auf, "die Panikmache zu beenden". Die Zahl der Hospitalisierungen sei zwar leicht gestiegen, aber von einer Überlastung des Gesundheitssystems sei Österreich meilenweit entfernt.

17.9.2020: 780 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2, über 7000 aktive Fälle

780 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 sind in den vergangenen 24 Stunden in Österreich verzeichnet worden. Die Zahl der aktiv Erkrankten lag am Donnerstag mit 7051 deutlich über dem Wert am Mittwoch (6600). Insgesamt sind bisher 35.853 Personen als positiv getestet registriert worden, 28.044 gelten als genesen. 758 Menschen sind seit Ausbruch der Pandemie an den Folgen des Corona-Virus verstorben.

Stabil ist die Lage im Spitalsbereich. 319 Personen waren am Donnerstag aufgrund des Coronavirus im Krankenhaus, zwei weniger als am Vortag. 55 mussten auf Intensivstationen betreut werden, um eine Person mehr als am Mittwoch.

Mit 366 Neuinfektionen lag Wien - bei 1,9 Millionen Einwohnern wenig überraschend - im Bundesländer-Ranking ein Mal mehr vorne. Auf den Plätzen folgten den Zahlen des Gesundheitsministeriums zufolge Oberösterreich (124), Niederösterreich (100), Tirol (65) und Vorarlberg (51). 27 Neuinfizierte verzeichnete Salzburg, 21 die Steiermark, 14 das Burgenland und zwölf Kärnten.

15.272 PCR-Tests sind österreichweit in den vergangenen 24 Stunden eingemeldet worden, womit man mittlerweile seit Ausbruch der Pandemie bei knapp 1,4 Millionen abgewickelten Testverfahren hält. Am Fleißigsten innerhalb der 24 Stunden wurde nach wie vor in Wien getestet (6424), deutlich abgeschlagen folgen Niederösterreich (2.159), die Steiermark (1675) Oberösterreich (1670) und Tirol (1105). Schlusslicht beim Testen ist aktuell Kärnten, wo 415 Tests gemeldet wurden. Auf 492 brachte es Salzburg, 563 wurden im Burgenland und 760 in Vorarlberg registriert.

Das Dashboard des Gesundheitsministeriums unter der URL info.gesundheitsministerium.gv.at ist ein dynamisches System und bezieht seine Daten aus dem Epidemiologischen Melderegister (EMS). EMS ist das offizielle Register, in welches von den Bezirksbehörden sowie von Labors eingetragen wird. Insbesondere morgens kann es hier zu Verzögerungen bei den Eintragungen kommen. Das Bundesministerium für Inneres erhebt die Zahlen im Rahmen der Koordination des Staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagements im Einsatz- und Koordinationscenter (EKC) über eine Videokonferenz, diese Zahlen können Fälle enthalten, die im EMS noch nicht erfasst sind.

17.9.2020: 366 Neuinfektionen in Wien

In Wien sind mit Stand Donnerstag, 8 Uhr, 12.052 Coronavirus-Fälle bekannt gewesen. Das bedeutet einen Zuwachs von 366 Infektionen in den vergangenen 24 Stunden, wie der medizinische Krisenstab der Stadt Wien mitteilte. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus blieb unverändert bei 230.

8054 Personen sind inzwischen wieder genesen. Am gestrigen Mittwoch wurden laut Krisenstab allein in der Bundeshaupt 6424 Corona-Tests vorgenommen.

17.9.2020: Deutsche Reisewarnung für Wien - Botschafter: Lage laufend geprüft

Nach der Reisewarnung Deutschlands für Wien aufgrund der Coronazahlen hat der deutsche Botschafter in Österreich, Ralf Beste, erklärt, dass die Lage in einem "sehr flexiblen Verfahren" regelmäßig geprüft werde. "Wenn das Infektionsgeschehen in Wien stabil unter dem Schwellenwert von 50 ist, dann werden wir das gerne anpassen", sagte er am Donnerstag auf "Ö1" zur möglichen Dauer der Reisewarnung.

16.9.2020: 768 Neuinfektionen, Hospitalisierungszahl steigt langsam wieder

Bei der Pressekonferenz nach dem heutigen Austausch zwischen Bundesregierung und auf Orange geschaltete Regionen wurden keine großen Neuigkeiten bekanntgegeben. Anschober relativiert die Zahl der Neuinfektionen mit einem Hinweis auf das "sehr, sehr hohe Testniveau". Um einen 2. Lockdown zu verhindern, müsse man aber "wieder dieses Österreich sein, das wir im Frühling waren" - Anschober spricht von einer "Weggabelung". Außerdem seien private Veranstaltungen derzeit viel problematischer als die großen Veranstaltungen wie Theater und Sportveranstaltungen.

16.9.2020: Deutschland erklärt Wien zum Risikogebiet

Angesichts der hohen Anzahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Wien will Deutschland die Bundeshauptstadt heute Nachmittag zum Risikogebiet erklären. Das wurde dem „Standard“ aus deutschen Regierungskreisen bestätigt.

„Seit dem 5. September liegen deutlich mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner vor, daher sehen wir uns zum Handeln gezwungen“, hieß es.

15.9.2020: Vorarlberg empfahl Maßnahmen für "Gelb" und "Orange"

Die Vorarlberger Landesregierung hat nach der Umfärbung der Corona-Ampel für weite Teile des Landes damit zusammenhängende Maßnahmen empfohlen. Entsprechende rechtliche Grundlagen gebe es noch keine, wurde eingeräumt. Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) appellierte jedoch an die Bevölkerung, die Maßnahmen mitzutragen. "Wir brauchen die Mitarbeit der Bevölkerung", unterstrich er.

Stand die Corona-Ampel in Vorarlberg bis Montag noch für alle vier Bezirke auf "Grün", präsentierte sich die Situation am Dienstag auf dem Dashboard des Landes stark verändert. Der Bezirk Dornbirn war zur Gänze orange eingefärbt, ebenso Teile des Bezirks Bludenz. Feldkirch war komplett gelb gefärbt, dazu auch Teile des Bezirks Bregenz. Weiterhin "grün" blieben lediglich der Bregenzerwald, das Kleinwalsertal und Lech am Arlberg, das zum Bezirk Bludenz gehört.

Public Health-Experte Armin Fidler, der Vorarlberg in der Corona-Kommission des Bundes vertritt, stellte fest, dass "wir im Sommer vielleicht zu sorglos gelebt" haben, verwies er auf strengere Corona-Maßnahmen in den Nachbarländern Deutschland, Schweiz und Italien. Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP) erläuterte das Zustandekommen der Ampelfarben und erklärte, dass die Letztentscheidung bei der Politik liege - die Corona-Kommissionen von Bund und Land würden lediglich Empfehlungen aussprechen. Das war auch die Erklärung dafür, dass nicht die gesamten Bezirke Bregenz und Bludenz "gelb" bzw. "orange" geschaltet wurden. "Wir haben regionales Datenmaterial zur Verfügung, das eine regionale Einschätzung erlaubt", sagte Rüscher.

Als empfohlene Maßnahmen für "gelbe" und "orange" Regionen nannte sie etwa das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Umgang mit Risikogruppen oder eine Kontaktdatenerhebung bei Veranstaltungen, deren Besucherkapazitäten eingeschränkt werden sollen. Für die Krankenhäuser des Landes gilt ein Besuchsverbot, die Ambulanzen stehen nur Notfällen und Überweisungs-Patienten offen. In den Sozialeinrichtungen sollen Besuche koordiniert und reduziert werden. Sportarten mit Körperkontakt - wie Fußball - sollen im "orangen" Bezirk Dornbirn nicht ausgeübt werden. Die Umsetzung der Maßnahmen erfolge ab Mittwoch, so die Landesrätin.

15.9.2020: 764 Neuinfektionen in Österreich - 6194 aktive Fälle

Erstmals seit Ende März hat es am Dienstag in Österreich wieder mehr als 6000 aktive Coronavirus-Fälle gegeben. Im 24-Stunden-Vergleich kamen 764 Neuinfektionen hinzu. Somit gab es mit Stand 9.30 Uhr 6194 aktiv Infizierte, geht aus den Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium hervor. Immer mehr Menschen müssen im Krankenhaus behandelt werden.

Waren am Montag noch 255 Covid-Patienten im Spital, waren es am Dienstag bereits 293 Menschen, 49 davon befanden sich auf Intensivstationen. Österreichweit sind bisher 757 Menschen an den Folgen des Corona-Virus gestorben. Bisher gab es 34.305 positive Testergebnisse. 27.354 Menschen sind wieder genesen.

Bisher wurden in Österreich 1.364.508 PCR-Tests durchgeführt, 13.100 Ergebnisse wurden in den vergangenen 24 Stunden eingemeldet. Die meisten Neuinfektionen verzeichnete am Dienstag erneut Wien, hier kamen 400 hinzu, insgesamt 4735 Testungen wurden in den vergangenen 24 Stunden durchgeführt. 110 Neuinfektionen gab es in Tirol, dort wurden in den vergangenen 24 Stunden 1374 Tests gemacht. Niederösterreich meldete am Dienstag 95 Neuinfektionen. Die Zahl der Tests stieg von Montag auf Dienstag um 1628.

Oberösterreich meldete am Dienstag 57 neue Covid-19-Fälle bei 1042 Tests seit Montag. Die Steiermark verzeichnete eine Plus von 44 Neuinfizierten, 1980 Tests wurden in den vergangenen 24 Stunden durchgeführt. In Vorarlberg gab es 25 Neuinfektionen, hier stieg die Zahl der Tests um 667. In Salzburg wurden am Dienstag 20 Neuinfektionen gemeldet - und das bei lediglich 199 Tests in den vergangenen 24 Stunden.

In Kärnten kamen am Dienstag sieben Neuinfektionen hinzu - bei 654 PCR-Testungen seit Montag. Den geringsten Zuwachs an Neuinfektionen verzeichnete das Burgenland mit sechs Personen. Hier wurden in den vergangenen 24 Stunden 821 Tests durchgeführt.

14.9.2020: Corona-Ampel: Wien und Innsbruck werden orange

Die Ampel-Kommission hat am Montagabend nach stundenlanger Debatte die Empfehlung beschlossen, erstmals Bezirke auf orange zu schalten. Davon betroffen sind Wien, Innsbruck-Stadt, Kufstein, Dornbirn, Bludenz, Mödling und Neunkirchen, hieß es seitens eines Kommissionsmitglieds zur APA.

Orange könnte größeren Einfluss auf Veranstaltungen haben. Bei Events mit zugewiesenen Sitzplätzen in geschlossenen Räumen wären zumindest laut den Plänen bei der Präsentation der Ampel maximal 250 Personen erlaubt (im Freien: 500), ohne zugewiesene Sitzplätze 25 (50). Besucher müssten Mund-Nasen-Schutz tragen - auch am Fixplatz und bei Open Airs.

Größere Auswirkungen könnte die Orange-Färbung auch an Schulen haben, wo nicht nur der Musik-Unterricht fallen dürfte sondern in Oberstufen-Klassen von den Schulen auch Homeschooling verordnet werden könnte.

Für die Gastronomie unangenehm ist, dass die Sperrstunde um eine Stunde auf Mitternacht vorverlegt werden dürfte.

 

14.9.2020: Anschober legte überarbeitetes Coronagesetz vor

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat nach der sehr kritischen Begutachtungsphase der geplanten neuen Corona-Gesetzesregelungen am Montag einen neuen Entwurf zum Epidemiegesetz, zum Tuberkulosegesetz und zum Covid-19-Maßnahmengesetz vorgelegt.

Der neue Entwurf, der der APA vorliegt, bietet die Grundlage für die Ampelregelung sowie für eine weitgehende Ausgangssperre. Letztere muss nun im Gegensatz zur Ursprungsfassung vom Hauptausschuss des Nationalrats genehmigen werden. Auch weniger weitreichende Betretungsverbote in Unternehmen und an öffentlichen Orten müssen durch den Hauptausschuss. Zudem bekommen Landesbehörden die Möglichkeit, regional unterschiedliche Maßnahmen zu ergreifen.

Mit dem neuen Entwurf reagiert Anschober auf die massive Kritik, die sein erster Vorschlag in der Begutachtung ausgelöst hatte. Unter anderem hatte die Rechtsanwaltskammer kritisiert, dass bei Betretungsverboten nur zwischen "bestimmten Orten" und "öffentlichen Orten" unterschieden wird. Dies wird im neuen Entwurf nun deutlich genauer geregelt. Damit hofft das Gesundheitsministerium, künftige Ausgangsbeschränkungen rechtlich wasserdicht verfügen zu können. Die im ersten "Lockdown" verhängten Verordnungen waren vom Verfassungsgerichtshof nämlich im Juli aufgehoben worden, weil sie nicht dem Gesetz entsprachen.

Das neue Covid-Maßnahmengesetz soll nun eigene Regeln für Betretungsverbote in Betriebsstätten, Arbeitsorten und Verkehrsmitteln sowie an sonstigen öffentlichen Orten enthalten. Explizit ausgenommen ist nur der private Wohnbereich. Für Wohnungen und Hauser (inklusive Gärten, Keller, Garagen, etc.) kann die Regierung also auch künftig keine Einschränkungen erlassen. Sehr wohl sollen aber Eingriffe in privaten Räumlichkeiten möglich sein, die nicht für Wohnzwecke angemietet wurden. Dazu zählen auch Vereinslokale und Sportstätten, wie es in den Erläuterungen heißt.

Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen, um Covid-19 einzudämmen und etwa ein Zusammenbruch der medizinischen Versorgung drohen, dann soll es die Möglichkeit einer weitgehenden Ausgangssperre geben. In Abstimmung mit dem Hauptausschuss des Nationalrats könnte Anschober dann verfügen, "dass das Verlassen des privaten Wohnbereichs nur zu bestimmten Zwecken zulässig ist". Eine ähnliche Regelung hatte die Regierung schon im ersten "Lockdown" erlassen, sie war aber rechtswidrig. Nun werden die fünf Ausnahmen gesetzlich geregelt.

Geht es nach den Plänen der Regierungsfraktionen, soll heute im Anschluss an der Sondersitzung des Nationalrats, die um 12 Uhr beginnt, der Gesundheitsausschuss zusammentreten. Dort will man eine viertägige Ausschussbegutachtung beschließen. Ein zweiter Gesundheitsausschuss am 21. September soll die Novelle absegnen, und zwei Tage später wäre der Beschluss in der ersten regulären Plenarsitzung nach dem Sommer fällig. Ob die Opposition hier mitspielt, bleibt abzuwarten.

12.9.2020: Die wichtigsten Erkenntnisse der vergangenen Wochen

Die Zahlen der mit dem Coronavirus Infizierten steigen weiter an. Umso wichtiger ist die Erforschung des Erregers. profil hat die wichtigsten Erkenntnisse der vergangenen Wochen zusammengetragen.

12.9.2020: 580 Corona-Neuinfektionen österreichweit

580 bestätigte Corona-Neuinfektionen sind in den vergangenen 24 Stunden österreichweit gemeldet worden (Stand 9.30 Uhr). Seit Beginn der Epidemie gab es damit 31.827 positive Testergebnisse, berichteten Gesundheits- und Innenministerium. 265 der neuen Fälle gehen auf Wien zurück, das bei der Corona-Ampelschaltung am Freitag seinen "Gelb"-Status beibehielt.

93 zusätzliche Infektionen registrierte Tirol. Dort steht die Ampel nunmehr neben der Landeshauptstadt Innsbruck und dem Bezirk Kufstein wie auch im Bezirk Schwarz auf "gelb". In Niederösterreich - 62 neue positive Tests seit Donnerstag - wurden Wiener Neustadt und der Bezirk Korneuburg auf "mittleres Risiko" gestellt.

In Oberösterreich wurden 55 neue Fälle registriert, mit Freitag gilt das ganze Bundesland aber wieder als "grün", nachdem bei der ersten Ampelschaltung vor einer Woche Linz noch "gelb" eingefärbt worden war. In der Steiermark - 44 Fälle binnen 24 Stunden - behielt Graz indes seinen "gelben" Status bei.

750 Menschen in Österreich sind bisher an den Folgen des Coronavirus gestorben und 26.257 wieder genesen. 204 Covid-19-Kranke befanden sich in Spitalsbehandlung, davon 41 auf Intensivstationen, so die zuständigen Ministerien.

Die Neuinfektionen, aufgeteilt auf die Bundesländer:

Burgenland: 2

Kärnten: 7

Niederösterreich: 62

Oberösterreich: 55

Salzburg: 15

Steiermark: 44

Tirol: 93

Vorarlberg: 37

Wien: 265

11.9.2020: Sieben Mal Gelb, Verschärfung bei Masken und Events

Bei der Präsentation der zweiten Ampelschaltung hat Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitag verschärfte Maßnahmen mit "Gültigkeit Montag, 0.00 Uhr" angekündigt: Es wird Einschränkungen bei Veranstaltungen geben: Indoor 50 Personen im Freien 100 Personen - Großveranstaltungen mit professionellen Konzept und mit zugewiesenen Sitzplätzen sind es 1500 Plätze bzw. 3000 Plätze.

Zudem soll die Maskenpflicht auch außerhalb des Lebensmittelhandels und von Apotheken und Banken österreichweit in geschlossenen Räumen ausgeweitet werden und gilt in Handel und Gastronomie. Mit der zweiten Schaltung der Corona-Ampel wurden am Freitag bereits sieben Regionen in Österreich auf gelb geschaltet. Betroffen von "gelb" - das bedeutet mittleres Risiko - sind Wien, Graz, Innsbruck, Korneuburg, Wiener Neustadt, Bezirk-Kufstein und Schwaz in Tirol.

11.9.2020: Neue Corona-Ampel bringt kein "Orange" - Innsbruck wird gelb

Die Corona-Ampel-Kommission hat trotz steigender Fallzahlen auf eine Empfehlung zur Orange-Färbung verzichtet. Wien bleibt ebenso gelb wie Graz und der Bezirk-Kufstein. Neu dazu kommen Innsbruck-Stadt und Schwaz in Tirol sowie die niederösterreichischen Bezirke Korneuburg und Wiener Neustadt. Linz werde dagegen wieder grün geschaltet, so die Empfehlung.

11.9.2020: Stadt Wien fordert fünf verschärfte Maßnahmen

Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und Gesundheitsstadtrat Peter Hacker forderten heute bei einer Pressekonferenz fünf verschärfte maßnahmen für die Hauptstadt:

1. Die Tests vor Aufnahme in Krankenhäuser und Pflegeheime werden fortgeführt.

2. In der Gastronomie soll beim Betreten und Verlassen und am Weg zum Tisch die Maske wieder verpflichtend sein. "Wir brauchen die Maske an der Bar, sie wird uns keinen Spaß machen, aber ermöglichen, wieder an der Bar zu stehen", sagte Hacker: "Das was an der Bar gilt, gilt auch in der Budel am Sportplatz, im Theater und in der Halle."

3. Handel: Es soll angeregt werden, dass im gesamten Handelsbereich Maskenpflicht gilt.

4. Am Arbeitsplatz seien vor allem Gemeinschaftsräume ein Problem. Dafür sollen "Spielregeln" erstellt werden.

5. Geschlossene Veranstaltungen: Bürgermeister Ludwig sieht darin häufig Grund für zahlreiche Ansteckungen. Hier soll es Regelungen geben.

Märkte soll es ebenfalls Regelen geben. In den Amtsgebäuden wird die Pflicht zur Maske ausgeweitet. Auch in den Gängen soll sie verpflichtend sein.

 

10.9.2020: 664 Neuinfektionen in Österreich innerhalb 24 Stunden

Der Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Österreich ist weiterhin besorgniserregend. Von Mittwoch auf Donnerstag wurden 664 Menschen positiv auf Covid-19 getestet. In den vergangenen Tagen waren die Zahlen ebenfalls hoch mit 502 bzw. 520. Am Freitag wird die Regierung bei einer Pressekonferenz erneut die Risikogebiete mittels Ampelsystem präsentieren.

Laut den Zahlen aus dem Innenministerium (Stand 9.30 Uhr) sind aktuell 4.456 Menschen in Österreich mit SARS-CoV-2 infiziert. 748 Personen sind mit oder an den Folgen des Coronavirus verstorben und 26.043 sind wieder genesen. Auch die Zahl der Menschen, die wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden müssen, ist von 197 auf 205 angestiegen. Davon müssen 39 Menschen auf der Intensivstation behandelt werden. Das sind um drei mehr als am Vortag. Bisher gab es in Österreich 31.247 positive Testergebnisse.

Die meisten Neuinfektionen gab es erneut in Wien mit 387 Fällen, gefolgt von Niederösterreich mit 94, Tirol mit 64 und Oberösterreich mit 50 Fällen. In der Steiermark fielen 31, im Burgenland 13, in Vorarlberg elf, in Salzburg neun und in Kärnten fünf Corona-Tests positiv aus.

8.9.2020: "Es wäre falsch, wie das Kaninchen auf die Schlange zu starren"

Gesundheitsminister Rudolf Anschober warnt vor dem Corona-Herbst und gibt zugleich Entwarnung. Wie passt das zusammen? Ein profil-Gespräch über politische Inszenierung, den Kollateralschaden der Virusbekämpfung und das Dilemma bei der Rettung von Menschenleben.

7.9.2020: Wie ansteckend sind Kinder?

Covid-19 wird bei Kindern selten erkannt. Trotzdem können sie das Coronavirus verbreiten. Was bedeutet das für den Schulanfang in Pandemiezeiten?

4.9.2020: Corona-Ampel - Vier Regionen in Österreich auf "gelb"

Mit dem Start der Corona-Ampel am Freitag sind bereits vier Regionen in Österreich auf gelb geschaltet. Betroffen von "gelb" - das bedeutet mittleres Risiko - sind der Bezirk Kufstein sowie die Städte Wien, Linz und Graz. Alle anderen Bezirke blieben auf grün, wie bei einer Pressekonferenz der Regierung in Wien bekannt gegeben wurde.

Das System operiert mit den Farben Grün (niedriges Risiko), Gelb (mittleres), Orange (hohes) und Rot (sehr hohes Risiko). Das sei ein guter Überblick für die Bevölkerung über die regionale Entwicklung, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Bei "gelb" - so wie es jetzt in vier Regionen der Fall ist - gebe es eine Verschärfung der Maskenpflicht im Handel, in der Gastronomie sowie bei Veranstaltungen, sagte Kurz. Bei "orange" und "rot" seien die Maßnahmen von ausgeprägterer Form. Alle Informationen werden über https://corona-ampel.gv.at/ veröffentlicht.

In Zukunft werde es wöchentlich einen Überblick über die regionale Entwicklung gebe, sagte Kurz, "auch häufiger, wenn Gefahr im Verzug" ist. Die umfassende rechtliche Verankerung der Ampel wird erst Ende September erfolgen, dazu ist die Novellierung des Epidemiegesetzes und des Covid-19-Maßnahmengesetzes notwendig.

26.8.2020: Ab Freitag gilt in OÖ Bundesregelung für Maskenpflicht

Am 9. Juli hat das Land Oberösterreich die Verpflichtung, einen Mund-Nasen-Schutz in allen öffentlich zugänglichen Räumen, Geschäften und Lokalen zu tragen, wieder eingeführt. Grund waren damals steigende Infektionszahlen. Am Mittwoch kündigte LH Thomas Stelzer (ÖVP) an, diese strengere Regelung ab Freitag an die weniger weitreichenden Bundesvorgaben anzugleichen.

Damit soll vor der Einführung des Corona-Ampelsystems kommende Woche eine einheitliche Ausgangslage geschaffen werden. "Damit das Ampelsystem, die damit verbundene Risiko-Einstufung und dementsprechende Maßnahmen funktionieren, ist es sinnvoll, eine bundesweit gleiche Ausgangslage zu schaffen", betonten Stelzer und LHStv. Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) in einer Pressemitteilung.

Eine österreichweite Ausdehnung der Maskenpflicht war laut Regierungskreisen zumindest vorerst noch kein Thema. Die Lage werde natürlich ständig evaluiert. Am kommenden Mittwoch findet jedoch der erste Ministerrat nach der Sommerpause statt, dort könnten dann je nach Entwicklung der Zahlen durchaus weitere Maßnahmen verkündet werden.

25.8.2020: Kroatien-Reisewarnung "überzogener Aktionismus"

In 34 Hotels und 15 Camping Resorts kann Valamar täglich etwa 58.000 Gäste beherbergen. Das macht das Unternehmen, das fest in österreichischer Hand ist, zur größten Touristikgruppe in Kroatien. Gustav Wurmböck, Valamar-Aufsichtsratschef und Miteigentümer, hat für die Reisewarnung der österreichischen Regierung aufgrund der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen nur wenig Verständnis.

22.8.2020: Umfrage: 62% bewerten die Pläne für den Schulstart als sinnvoll

Eine deutliche Mehrheit der Österreicher sieht die Pläne des Unterrichtsministeriums für den Schulstart positiv.

21.8.2020: Aktuelle Zahlen

Bisher gab es in Österreich 24.762 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand (21. August 2020, 09:30 Uhr) sind österreichweit 730 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 21.260 sind wieder genesen. Derzeit befinden sich 112 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung und davon 22 der Erkrankten auf Intensivstationen.  

Die Neuinfektionen seit der letzten Meldung teilen sich auf die Bundesländer Österreichs wie folgt auf:  

Burgenland: 4

Kärnten: 6

Niederösterreich: 27

Oberösterreich: 59

Salzburg: 10

Steiermark: 14

Tirol: 34

Vorarlberg: 5

Wien: 172

19.8.2020: Ist ein zweiter Corona-Lockdown möglich? [Podcast]

Chefredakteur Sven Gächter und Innenpolitik-Chefin Eva Linsinger über die Lage in Kroatien, die vielen Fragezeichen vor dem Schulstart und warum Heinz-Christian Strache nervt.

17.8.2020: Corona-Pandemie: Menschen, die auf Dashboards starren

Vor sechs Monaten wurden die ersten positiven Corona-Tests in Österreich gemeldet. Seither bestimmt die Epidemie unseren Alltag, und der permanente Alarmzustand schlägt aufs Gemüt. Etwas weniger Aufregung würde auch reichen, meint ROSEMARIE SCHWAIGER.

7.8.2020: Covid-19 im Flugzeug: Düse auf oder Düse zu?

Wie hoch ist die Coronavirus-Ansteckungsgefahr im Flugzeug?

29.7.2020: Maskenparty in Velden

In Velden am Wörthersee herrscht abends auch im Freien Maskenpflicht. Thomas Hoisl war vor Ort.

Der seltsam unerwachsene Umgang mit dem Mund-Nasen-Schutz

Der Mund-Nasen-Schutz befeuert grimmige Proteste gegen die Obrigkeit, Unverwundbarkeitsfantasien, Autoritätsgläubigkeit und neurotische Überängstlichkeit. EDITH MEINHART fragt sich, ob es nicht auch ein bisschen erwachsener ginge.

 

18.7.2020: EU-Sondergipfel zu Aufbaufonds und EU-Budget gestartet

Der EU-Sondergipfel über das Milliarden-Programm zur Bewältigung der Corona-Wirtschaftskrise hat begonnen. Das Treffen startete am Freitagvormittag in Brüssel. Konkret geht es bei den Verhandlungen von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und den anderen 26 Staats- und Regierungschefs zum einen um den Corona-Aufbauplan und zum anderen um das EU-Budget. Es ist offen, ob ein Durchbruch gelingt. Kurz zeigte sich "sehr optimistisch". Es gebe noch Differenzen, diese seien jedoch "nicht unüberwindbar", sagte er.

17.7.2020: Anschober: "Risikobewusstsein steigt wieder"

Knapp 1400 Personen sind am Freitag in Österreich aktiv mit Covid-19 infiziert gewesen. "Das Risikobewusstsein steigt wieder", konstatierte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bei einer Pressekonferenz. Das sei unter anderem auf regionale Cluster in Oberösterreich, Niederösterreich und Wien zurückzuführen. Anschober kündigte in Vorbereitung für den Herbst einen 17-Punkte-Aktionsplan an.

Ein Teil soll bereits im Sommerministerrat Ende Juli verankert werden. Der Plan sieht unter anderem das bereits angekündigte Ampel-System vor. Außerdem will Anschober die Hotline 1450 evaluieren. Diese habe "in Grundzügen hervorragend funktioniert". Nunmehr solle geprüft werden, "wie viel zusätzliches Personal braucht es". "Wir wollen den Zugang über 1450 zu den Testungen deutlich erleichtern und niederschwelliger ansetzten", sagte der Gesundheitsminister.

Er plant außerdem die bereits mehrfach angekündigte Beschleunigung der Testungen. Der Bescheid mit dem Ergebnis soll binnen 48 Stunden nach der Information an die Hotline vorliegen. Geregelt werden soll dies per Erlass, sagte Anschober.

Bei den Testungen liege man derzeit "in einer Größenordnung, wie wir sie noch nicht hatten". So wurden in den vergangenen Tagen immer "knapp über knapp unter 10.000 Tests durchgeführt". Ende März hatte der Gesundheitsminister 15.000 bis 17.000 Tests täglich als Ziel vorgegeben, davon ist Österreich weiterhin deutlich entfernt.

Für Österreich konstatierte Anschober aktuell eine Zweiteilung. In Wien, Niederösterreich und Oberösterreich gebe es mit den regionalen Clustern weiterhin einen deutlichen Anstieg an Infektionen. In Oberösterreich waren das am Freitag binnen 24 Stunden 60 Neuinfektionen, in Wien 57 und in Niederösterreich 38. Abgesehen von Tirol liegen die restlichen Bundesländer bei null oder einem neuen Fall, sagte Anschober.

Derzeit könnten die regionalen Ausbrüche mit regionalen Maßnahmen eingegrenzt werden. Sobald es einen bundesweiten Ansatz gebe, dass die Zahlen flächendeckend steigen, "werden wir von regionalen zu bundesweiten Maßnahmen übergehen", kündigte Anschober an. "Da könnte auch der Mund-Nasen-Schutz bundesweit ein Thema sein und kurzfristig umgesetzt werden, manche könnten überrascht sein, wie schnell das gehen könnte wenn es bundesweit erforderlich ist", sagte der Gesundheitsminister.

15.7.2020: Wien bei Neuinfektionen an erster Stelle

Mit 133 Neuinfektionen ist am Mittwoch wieder ein Zuwachs von mehr als hundert Fällen in Österreich vermeldet worden, nachdem am Montag 51 und am Dienstag 73 publiziert wurden. Mit heutigem Stand (9.30 Uhr) sind österreichweit 710 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben. Derzeit befinden sich 96 Personen im Spital und davon zehn der Erkrankten auf Intensivstationen.

Bisher gab es in Österreich 19.154 positive Testergebnisse, gab das Innenministerium am Mittwoch bekannt. 710 Personen sind verstorben, eine mehr als am Dienstag, und 17.175 genesen. Bei den Neuinfektionen seit der letzten Meldung nach Bundesländern ist Wien mit 46 an erster Stelle, 30 Fälle werden aus Oberösterreich vermeldet, 25 aus Niederösterreich und 20 aus der Steiermark. Die restlichen zwölf Fälle wurden im Burgenland (fünf), Tirol (vier), Salzburg (zwei) und Kärnten (einer) verzeichnet. Keine weitere Infektion gab es in Vorarlberg.

11.7.2020: 61% bewerten das Verhalten im Corona-Alltag als zu sorglos

61% der Österreicher sind der Ansicht, dass sich die Bürger im Corona-Alltag zu sorglos verhalten. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Unique research für die aktuelle profil-Ausgabe hervor. Nicht ganz ein Drittel, nämlich 31%, bezeichnen das Verhalten als angemessen, 6% halten es für zu vorsichtig. Keine Angabe machten 2% der Befragten.

10.7.2020: Ampelsystem soll Risiko auf Bezirksebene einstufen

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat am Donnerstag erste Details für das bis September geplante Corona-Ampelsystem genannt. Insgesamt soll die Ampel vier Kriterien berücksichtigen. Und je nach Ampelstufe - von grün bis rot - sollen dann in den betreffenden Bezirken Maßnahmen verhängt werden, sagte der Gesundheitsminister nach einer Videokonferenz mit den Landeshauptleuten.

Ziel der Ampel ist es - wie Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ergänzte - bei lokalen Ausbrüchen möglichst kleinräumige Eingriffe auf Bezirks- oder sogar Gemeindeebene zu ermöglichen: "Wir wollen uns österreichweite Maßnahmen so lange wie möglich ersparen."

Anders als die deutsche Corona-Ampel wird das österreichische System, das über den Sommer erstellt werden soll, nicht nur die Infektionszahlen im jeweiligen Bezirk erfassen. Zusätzlich sollen auch die Spitalskapazitäten, das Verhältnis der positiven zu allen Coronatests sowie die Frage berücksichtigt werden, ob alle Infektionscluster zurückverfolgt werden konnten. Je nach Ergebnis soll die Ampel dann auf grün, gelb, orange oder rot schalten.

Für die Bundesländer und Bezirkshauptmannschaften wird es laut Anschober einen Leitfaden geben, welche Maßnahmen bei welcher Ampelstufe gesetzt werden sollen. Erarbeitet wird der Maßnahmenkatalog bis zum Sommerministerrat von einer "Coronakommission". Als Vorbild nannte Anschober die Lawinenwarnstufen.

9.7.2020: Kindergärten und Krabbelstuben in Oberösterreich wieder offen

Ab Montag sind die Kindergärten und anderen Betreuungseinrichtungen in Linz und Wels sowie den Bezirken Linz-Land, Urfahr-Umgebung und Wels-Land, deren Schließung das Land vergangene Woche angeordnet hatte, wieder geöffnet. Der Betrieb werde unter Hygieneauflagen stattfinden, hieß es in einer Presseaussendung des Landes am Donnerstag.

Die Schließungen von Schulen, Kindergärten, Krabbelstuben und Horten seien eine notwendige Maßnahme gewesen, um eine unkontrollierbare Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern. Ein von einer Freikirche ausgehender Cluster habe die Kontaktverfolgung extrem erschwert, hieß es. Diesen Cluster hätten die Behörden nun gut abgrenzt, daher könnten die Einrichtungen in den betroffenen Bezirken ab Montag wieder zum Normalbetrieb übergehen.

LH Thomas Stelzer und LHStv. Christine Haberlander (beide ÖVP) betonten, dass Kinderbetreuung wichtig sei und garantiert war, wo sie notwendig gewesen sei. "Dennoch waren diese Maßnahmen unumgänglich, um Infektionsketten rasch zu unterbrechen, den Freikirchen-Cluster einzugrenzen und eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern."

Die Befürchtung aus der Anfangszeit, dass viele unerkannte Fälle aufgrund des schwierigen Kontaktmanagements im Zuge des Clusters auftreten, habe sich nicht bestätigt. "Deswegen können wir guten Gewissens die Betreuungseinrichtungen wieder öffnen - auch im Hinblick darauf, dass die Zahlen der zu betreuenden Kinder in den Sommermonaten nicht so hoch sind wie zu anderen Jahreszeiten", so Stelzer und Haberlander. Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) sagte, dass in den Krabbelstuben der Stadt Linz 80 Prozent aller betreuten Kinder und in den Kindergärten 60 Prozent - 85 Prozent jener, die auch im Herbst im Kindergarten bleiben - über die Sommerferien angemeldet seien.

Im täglichen Betrieb der Einrichtungen sollen die Hygienebestimmungen aus der ersten Schließungsphase wieder gelten. Der wichtigste Punkt sei die Vorgabe, dass Gruppen nicht durchmischt werden dürfen. "Uns muss bewusst sein, dass wir großflächigere Schließungen nur dann vermeiden können, wenn wir die Infektionsketten und Kontaktpersonen lückenlos nachvollziehen können", hieß es. Man werde die Entwicklung täglich genau beobachten und jeden einzelnen Fall genau beurteilen. "So kann es zum Beispiel auch zu punktuellen Schließungen kommen, wie wir sie derzeit etwa in Neuhofen oder Mauthausen sehen", erklärten der Landeshauptmann und seine Stellvertreterin.

9.7.2020: Zahl der täglichen Neuinfektionen bei rund 100

Die Zahl der täglich neu bestätigten SARS-CoV-2-Infektionen bleibt derzeit in Österreich an der Schwelle zum Dreistelligen. Exakt waren es laut Innenministerium mit dem Stand vom Donnerstag (9.30 Uhr) 102 SARS-CoV-2-positive Tests seit dem vorangegangenen Tag. Den höchsten Anteil hatte Oberösterreich mit 45 Fällen. An zweiter Stelle (31) liegt Wien.

Österreichweit sind bisher 706 Personen an den Folgen des Coronavirus verstorben, 16.758 sind wieder genesen. Derzeit befinden sich 78 Personen aufgrund von Covid-19 im Krankenhaus, davon zwölf auf Intensivstationen.

In den restlichen Bundesländern wurden in Salzburg neun, in der Steiermark sieben, in Niederösterreich vier, in Tirol drei, im Burgenland zwei, in Kärnten eine und in Vorarlberg keine Neuinfektionen gezählt.

9.7.2020: Weltweit mehr als 12 Millionen Menschen infiziert

Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters sind weltweit mehr als zwölf Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Seit dem Ausbruch vor sieben Monaten sind mehr als eine halbe Million Menschen an den Folgen der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Der erste Coronavirus-Fall wurde Anfang Jänner in Wuhan gemeldet und innerhalb von 149 Tagen stieg die Zahl auf offiziell 6 Millionen bestätigte Fälle. In weniger als einem Drittel dieser Zeit – in 39 Tagen – verdoppelte sich die Zahl der infizierten Personen auf 12 Millionen.

Die Reuters-Zählung, die auf Regierungsdaten basiert, zeigt, dass sich die Krankheit derzeit am schnellsten in Lateinamerika ausbreitet. Auf Amerika entfallen mehr als die Hälfte der weltweiten Infektionen und fast die Hälfte der Todesfälle. Brasilien und die Vereinigten Staaten zeichnen seit Anfang Juli für rund 45 Prozent aller neuauftretenden Fälle verantwortlich.

8.7.2020: Maskenpflicht in Kärntner Tourismusorten ab 21.00 Uhr

Die Kärntner Landesregierung hat am Mittwoch eine zeitlich und örtlich begrenzte Maskenpflicht für Tourismus-Hotspots angekündigt. Die Verordnung, die gerade ausgearbeitet wird, soll mit Freitag in Kraft treten. In Velden aber auch an anderen Orten am Wörthersee, Faaker See oder Klopeiner See - muss dann von 21. bis 2.00 Uhr im öffentlichen Raum ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Der Geltungsbereich soll rechtzeitig von den zuständigen Bezirkshauptmannschaften in Absprache mit Touristikern festgelegt werden. Eindringliche Appelle hätten nicht ausgereicht, um Menschenansammlungen, in denen vieles passiere nur nicht auf Abstands- und Hygienemaßnahmen geachtet werde, zu verhindern, sagte Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig (ÖVP) zur Erklärung in einer Videokonferenz mit Journalisten. Er betonte, dass es sich um eine Präventivmaßnahme handle. "Velden soll nicht zum Sommer-Ischgl werden."

8.7.2020: Strengere Grenzkontrollen, weitere Reisewarnungen

Angesichts steigender Corona-Infektionen durch Auslandsrückkehrer verhängt die österreichische Regierung weitere Reisewarnungen und verschärft die Grenzkontrollen im Osten. Die Regierung rät von Reisen nach Rumänien, Bulgarien und in die Republik Moldau dringend ab, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) im Pressefoyer nach dem Ministerrat am Mittwoch.

Die Situation bezüglich Covid-19 habe sich am Balkan und im Baltikum leider verschlechtert und in Österreich gebe es immer mehr Fälle von aus dem Osten eingeschleppten Infektionen. "Wir erleben immer mehr Einschleppungen aus dem Ausland. Deswegen der dringende Appell, nicht in diese Länder zu reisen", so Kurz. Für Rückkehrer aus Ländern, für die es eine Reisewarnung gibt, gilt weiterhin eine 14-tägige Quarantänepflicht. Wer diese verletze, begehe kein Kavaliersdelikt, sondern einen ernsthaften Verstoß und riskiere eine Strafe von bis zu 1.450 Euro. Wer positiv getestet ist und die Quarantäne bricht, begehe ein Strafrechtsdelikt und müsse mit deutlich schärferen Strafen rechnen, warnte der Kanzler.

Es werde zudem strengere Kontrollen der verhängten Bestimmungen geben und die Grenzkontrollen im Osten werden verdoppelt, kündigte Kurz an. "Insbesondere Rückkehrer aus dem Balkan werden kontrolliert." 1.800 Polizisten werden im Einsatz sein.

7.7.2020: Maskenpflicht in öffentlichen Räumen in OÖ ab Donnerstag

In Oberösterreich gilt ab Donnerstag im öffentlichen Raum wieder Maskenpflicht. Das hat LH Thomas Stelzer (ÖVP) in einer Pressekonferenz bekanntgegeben. In den Amtsgebäuden gilt das ohnehin bereits seit heute, Dienstag.

In Geschäften, Einkaufszentren und Dienstleistungsbetrieben ist von Kunden wie Beschäftigten Mund-Nasen-Schutz zu tragen und der Sicherheitsabstand zu wahren. In der Gastronomie müssen Gäste wieder am Weg vom und zum Tisch Maske tragen. Am Tisch, wo bis zu zehn Personen sitzen dürfen, ist das nicht obligatorisch. Das Personal muss ebenfalls Mund-Nasen-Schutz anlegen. Im Freien soll man den Sicherheitsabstand einhalten. Wo das nicht möglich ist, muss ebenfalls eine Maske verwendet werden.

Gesundheitsminister Rudi Anschober unterstützt den aktuellen Beschluss des Landes Oberösterreich.

    „Regionale Cluster und Hotspots brauchen starke regionale Antworten. Dort, wo sich lokale Ausbrüche manifestieren, sind zielgerichtete, auf die Erfordernisse vor Ort ausgerichtete Maßnahmen zu setzen. Ich unterstütze daher die vom Land Oberösterreich nun beschlossene Maßnahme, den Mund-Nasen-Schutz regional wieder einzuführen“, so Anschober. „Wir sind in der Lage lokale Cluster aufzuspüren und die Infektionsketten nachzuvollziehen und zu durchbrechen. Das ermöglicht uns gezielt, lokal gegen das Virus vorzugehen und die Ausbreitung auf größere Gebiete hintanzuhalten“, so der Gesundheitsminister.

6.7.2020: Wieder mehr als 1000 aktiv Erkrankte in Österreich

Erstmals seit dem 19. Mail gibt es wieder mehr als 1000 aktiv am Coronavirus erkrankte Menschen in Österreich. Nach den am Montag veröffentlichten Zahlen des Innenministeriums waren am Montag 1012 Menschen aktiv an SARS-CoV-2 erkrankt. Insgesamt gab es in Österreich bisher 18.365 positive Testergebnisse, 706 sind bisher an oder mit Covid-19 gestorben, 16.647 sind wieder genesen.

Derzeit befinden sich 78 Menschen aufgrund des Coronavirus in krankenhäuslicher Behandlung, davon zehn auf Intensivstationen. Gegenüber Sonntag sind 85 Infektionen hinzugekommen, die weitaus meisten erneut in Oberösterreich mit 57. Wien folgte an zweiter Stelle mit 21. Fünf gab es in Niederösterreich, je einen in Salzburg und der Steiermark. In den anderen Bundesländern wurden keine weiteren Fälle registriert.

Auch bei den aktiv Erkrankten insgesamt liegt Oberösterreich mit 414 derzeit an erster Stelle, gefolgt von Wien mit 347. 99 betrafen Niederösterreich, 59 die Steiermark. 31 Erkrankte gibt es in Salzburg, 26 in Tirol, 16 in Kärnten, 14 im Burgenland und sechs aktiv Erkrankte in Vorarlberg.

6.7.2020: 48 Neuerkrankungen am Wochenende in Oberösterreich

48 Coronavirus-Fälle sind in Oberösterreich von Freitag- bis Sonntagnachmittag (Stand 17.00 Uhr) neu hinzugekommen. Damit lag die Gesamtzahl der Infizierten bei 393. Alleine 24 positiv getestete Fälle gehen auf den Cluster "Freikirche" zurück, der nun insgesamt 151 Infizierte umfasste. Im Zusammenhang mit Fällen aus Schlachthöfen gab es 23 positive Tests, teilte der Krisenstab des Landes mit.

Ein Großteil der neu hinzugekommenen Corona-Kranken aus dem Freikirchen-Cluster waren bereits als Kontaktpersonen abgesondert, wie betont wurde. Die Erhebungen im Zuge des Kontaktpersonenmanagements liefen weiter intensiv, hieß es.

6.7.2020: Slowenien schickte fast 800 Einreisende in Quarantäne

Fas 800 Einreisende aus den Westbalkan-Staaten haben am Wochenende bei der Einreise nach Slowenien Quarantänebescheide erhalten. Am Samstag seien 340 Bescheide ausgestellt worden, am Sonntag weitere 435, teilte das Gesundheitsministerium der Nachrichtenagentur STA mit. Bei einem Großteil handle es sich um Personen aus Bosnien-Herzegowina, hieß es.

Wegen des Corona-Ausbruchs in den Westbalkan-Staaten hatte die Regierung in Ljubljana am Freitag die Grenzkontrollen verschärft. Aus dem südlichen Nachbarland Kroatien einreisende Personen müssen nun nachweisen, dass sie sich dort aufgehalten haben - etwa mit einer Hotelbuchung. Wer aus einem anderen Westbalkan-Staat durchgereist ist, muss sich für 14 Tage in Quarantäne begeben. Quarantänebescheide wurden auch am Flughafen Ljubljana (56) und Grenzübergängen zu Italien und Österreich (14) ausgestellt.

3.7.2020: Ist das schon die zweite Welle?

Das aktuelle Paradoxon sagt: Während in Österreich erstmals seit April wieder mehr als 100 Corona-Fälle in 24 Stunden registriert wurden, in Linz und Wels erneut Schulen und Kindergärten geschlossen werden, traten im ganzen Land weitere Lockerungen in Kraft. Seit 1. Juli sind wieder alle Kontakt- und Teamsportarten wie Fußball und Basketball, aber auch Judo erlaubt. Auch die Maskenpflicht für Kellner ist gefallen. Vom Abstandhalten in den Lokalen und den Schanigärten, das ergab die eigene Feldforschung, kann keine Rede mehr sein. 

02.07.2020: Lehrer fordern dringend Masterplan für den Herbst

Der oberste Lehrergewerkschafter Paul Kimberger (FCG) kritisiert die Planungen für das kommende Schuljahr unter den speziellen Bedingungen der Corona-Pandemie. Bildungsministerium und -direktionen müssten sich schon jetzt auf Szenarien von Voll- über Schichtbetrieb bis zu Fernunterricht vorbereiten. "Das geschieht nach meiner Beobachtung zumindest im Moment noch nicht im ausreichenden Maß."

Im Gespräch mit der APA fordert Kimberger Masterpläne dafür, wie die Schulen ab Herbst unmittelbar von den Gesundheitsbehörden unterstützt und Verdachtsfälle an den Schulen so rasch wie möglich getestet werden können. Die Vorkommnisse in Oberösterreich, wo als Reaktion auf einen Corona-Cluster die Schulen und Kindergärten in fünf Bezirken geschlossen werden, hätten erneut gezeigt, wie dringend eine professionelle Vorbereitung sei.

02.07.2020: Zahl der in Österreich aktiv Erkrankten stieg über 700

Wie schon am Vortag ist am Donnerstag Oberösterreich Österreichs "Hotspot" an Neuinfektionen mit dem Coronavirus gewesen. Die Zahl der Neuerkrankten ging aber immerhin von 61 auf 42 zurück, die für das gesamte Bundesgebiet von 107 auf 68. "Es hat sich wieder normalisiert. Aber es ist noch immer ein Wert, der mir persönlich zu hoch ist", sagte dazu Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne).

Da es im Tagesvergleich (Stand: 12.00 Uhr) nur 23 Genesene gegeben hat, stieg die Zahl der bundesweit aktuell Erkrankten um weitere 45 auf 722 an. Am Dienstag waren es noch 583 gewesen. Das deutliche Plus bei den Neuinfektionen sei eine Folgewirkung des "durchaus beachtlichen" Ansteckungsherds in Oberösterreich, wo u.a. mit Schul- und Kindergartenschließungen in mehreren Regionen Maßnahmen gesetzt wurden. Die oberösterreichischen Behörden hätten konsequent und rasch reagiert, sagte der Minister.

Seit Mittwoch beobachte Anschober eine "im regionalen Bereich von uns erwartete, aber durchaus mit Sorge zu sehende Entwicklung".

01.07.2020: Österreich verhängt Reisewarnung für Westbalkan

Das Außenministerium hat für Länder des Westbalkans angesichts der hohen Coronazahlen in der Region eine Reisewarnung mit sofortiger Wirkung verhängt. Das bestätigte Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) am Mittwoch in Wien. Konkret gilt dies für Bosnien-Herzegowina, den Kosovo, Nordmazedonien, Albanien, Montenegro und Serbien.

"Bei der Reisefreiheit sind wir noch meilenweit von einem Normalzustand entfernt", betonte Schallenberg. In Österreich gebe es bereits Corona-Fälle, die auf Reisende vom Westbalkan zurückzuführen seien, so der Außenminister. In Slowenien und Kroatien seien ebenfalls vermehrt Cluster von Neuerkrankungen durch Rückkehrer vom Westbalkan zu beobachten.

Schallenberg betonte, dass sich die Situation in den vergangenen Tagen und Wochen im Westbalkan "nicht so positiv entwickelt. Das Gegenteil ist leider der Fall".

Die Reisewarnung - Sicherheitsstufe 6 - empfiehlt Österreichern "dringend", das betroffene Land zu verlassen. Coronatests oder eine 14-tägige-Heimquarantäne sind bei einer Einreise aus den Westbalkanländern jetzt schon Pflicht.

 

01.07.2020: Mehr als 100 Neuinfektionen in Österreich

Nach längerer Zeit ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Österreich am Mittwoch auf über 100 gestiegen. Der Löwenanteil der 107 Erkrankungen (Stand 9.30 Uhr) entfiel laut Innenministerium mit 61 auf Oberösterreich.

In Oberösterreich werden ab Freitag für eine Woche in fünf Bezirken - Linz Stadt, Linz-Land, Wels Stadt, Wels-Land und Urfahr-Umgebung - alle Schulen, Kindergärten sowie Betreuungseinrichtungen geschlossen. Von Dienstag auf Mittwoch ist die Zahl der Infizierten um 61 auf 190 gestiegen. Zurückzuführen ist die Zunahme auf den Cluster der "Freien Christengemeinde" in Linz.

In der Religionsgemeinschaft befinden sich zahlreiche Großfamilien aus Oberösterreich, die das Virus in den vergangenen Tagen in besagten Bezirken verbreitet haben. Daher habe sich das Land in Absprache mit dem Gesundheitsministerium am Mittwoch zu der "drastischen Maßnahme" der neuerlicher Schließungen entschieden. "Ein massiver, aber sinnvoller Schritt", meinte Landehauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) in einer Pressekonferenz.

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