Von China ausgehend breitet sich eine neuartige Variante des Coronavirus aus.
Von China ausgehend breitet sich eine neuartige Variante des Coronavirus aus.

© APA/AFP

Coronavirus COVID-19 in Österreich [Liveblog]
07/03/2020

LIVE: Coronavirus COVID-19 in Österreich: Kommt die zweite Welle?

Coronavirus in Österreich: Lesen Sie hier alle relevanten Entwicklungen und aktuellen Ereignisse zum Thema Coronavirus Sars-CoV-2.

3.7.2020: Ist das schon die zweite Welle?

Das aktuelle Paradoxon sagt: Während in Österreich erstmals seit April wieder mehr als 100 Corona-Fälle in 24 Stunden registriert wurden, in Linz und Wels erneut Schulen und Kindergärten geschlossen werden, traten im ganzen Land weitere Lockerungen in Kraft. Seit 1. Juli sind wieder alle Kontakt- und Teamsportarten wie Fußball und Basketball, aber auch Judo erlaubt. Auch die Maskenpflicht für Kellner ist gefallen. Vom Abstandhalten in den Lokalen und den Schanigärten, das ergab die eigene Feldforschung, kann keine Rede mehr sein. 

02.07.2020: Lehrer fordern dringend Masterplan für den Herbst

Der oberste Lehrergewerkschafter Paul Kimberger (FCG) kritisiert die Planungen für das kommende Schuljahr unter den speziellen Bedingungen der Corona-Pandemie. Bildungsministerium und -direktionen müssten sich schon jetzt auf Szenarien von Voll- über Schichtbetrieb bis zu Fernunterricht vorbereiten. "Das geschieht nach meiner Beobachtung zumindest im Moment noch nicht im ausreichenden Maß."

Im Gespräch mit der APA fordert Kimberger Masterpläne dafür, wie die Schulen ab Herbst unmittelbar von den Gesundheitsbehörden unterstützt und Verdachtsfälle an den Schulen so rasch wie möglich getestet werden können. Die Vorkommnisse in Oberösterreich, wo als Reaktion auf einen Corona-Cluster die Schulen und Kindergärten in fünf Bezirken geschlossen werden, hätten erneut gezeigt, wie dringend eine professionelle Vorbereitung sei.

02.07.2020: Zahl der in Österreich aktiv Erkrankten stieg über 700

Wie schon am Vortag ist am Donnerstag Oberösterreich Österreichs "Hotspot" an Neuinfektionen mit dem Coronavirus gewesen. Die Zahl der Neuerkrankten ging aber immerhin von 61 auf 42 zurück, die für das gesamte Bundesgebiet von 107 auf 68. "Es hat sich wieder normalisiert. Aber es ist noch immer ein Wert, der mir persönlich zu hoch ist", sagte dazu Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne).

Da es im Tagesvergleich (Stand: 12.00 Uhr) nur 23 Genesene gegeben hat, stieg die Zahl der bundesweit aktuell Erkrankten um weitere 45 auf 722 an. Am Dienstag waren es noch 583 gewesen. Das deutliche Plus bei den Neuinfektionen sei eine Folgewirkung des "durchaus beachtlichen" Ansteckungsherds in Oberösterreich, wo u.a. mit Schul- und Kindergartenschließungen in mehreren Regionen Maßnahmen gesetzt wurden. Die oberösterreichischen Behörden hätten konsequent und rasch reagiert, sagte der Minister.

Seit Mittwoch beobachte Anschober eine "im regionalen Bereich von uns erwartete, aber durchaus mit Sorge zu sehende Entwicklung".

01.07.2020: Österreich verhängt Reisewarnung für Westbalkan

Das Außenministerium hat für Länder des Westbalkans angesichts der hohen Coronazahlen in der Region eine Reisewarnung mit sofortiger Wirkung verhängt. Das bestätigte Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) am Mittwoch in Wien. Konkret gilt dies für Bosnien-Herzegowina, den Kosovo, Nordmazedonien, Albanien, Montenegro und Serbien.

"Bei der Reisefreiheit sind wir noch meilenweit von einem Normalzustand entfernt", betonte Schallenberg. In Österreich gebe es bereits Corona-Fälle, die auf Reisende vom Westbalkan zurückzuführen seien, so der Außenminister. In Slowenien und Kroatien seien ebenfalls vermehrt Cluster von Neuerkrankungen durch Rückkehrer vom Westbalkan zu beobachten.

Schallenberg betonte, dass sich die Situation in den vergangenen Tagen und Wochen im Westbalkan "nicht so positiv entwickelt. Das Gegenteil ist leider der Fall".

Die Reisewarnung - Sicherheitsstufe 6 - empfiehlt Österreichern "dringend", das betroffene Land zu verlassen. Coronatests oder eine 14-tägige-Heimquarantäne sind bei einer Einreise aus den Westbalkanländern jetzt schon Pflicht.

 

01.07.2020: Mehr als 100 Neuinfektionen in Österreich

Nach längerer Zeit ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Österreich am Mittwoch auf über 100 gestiegen. Der Löwenanteil der 107 Erkrankungen (Stand 9.30 Uhr) entfiel laut Innenministerium mit 61 auf Oberösterreich.

In Oberösterreich werden ab Freitag für eine Woche in fünf Bezirken - Linz Stadt, Linz-Land, Wels Stadt, Wels-Land und Urfahr-Umgebung - alle Schulen, Kindergärten sowie Betreuungseinrichtungen geschlossen. Von Dienstag auf Mittwoch ist die Zahl der Infizierten um 61 auf 190 gestiegen. Zurückzuführen ist die Zunahme auf den Cluster der "Freien Christengemeinde" in Linz.

In der Religionsgemeinschaft befinden sich zahlreiche Großfamilien aus Oberösterreich, die das Virus in den vergangenen Tagen in besagten Bezirken verbreitet haben. Daher habe sich das Land in Absprache mit dem Gesundheitsministerium am Mittwoch zu der "drastischen Maßnahme" der neuerlicher Schließungen entschieden. "Ein massiver, aber sinnvoller Schritt", meinte Landehauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) in einer Pressekonferenz.

30.6.2020: Virologin: Bevölkerung ist zu sorglos

Die Bevölkerung gehe mittlerweile zu sorglos mit der Gefahr der Corona-Ansteckung um, appellierte die Virologin Monika Redlberger-Fritz (MedUni Wien) in der "ZiB2" "diesen Babyelefanten einzuhalten". Von einer zweiten Welle würde sie derzeit trotz gestiegener Infektionszahlen noch nicht sprechen. Aber wenn die Zahl der täglichen Neuerkrankungen ansteigt, wäre "Zeit zu handeln".

Die Zahl der Erkrankten ist in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen - von rund 470 vor dem Wochenende auf nunmehr 600. Das ist neuer Höchststand im Juni.

Ob wieder strenger Maßnahmen gesetzt werden müssen, komme darauf an, wie sich die Situation in der nächsten Woche entwickelt, erläuterte Redlberger-Fritz. Jetzt gebe es rund 50 bis 60 Neuerkrankungen pro Tag. Steigt diese Zahl - linear oder "im schlimmsten Fall exponentiell - an, "dann ist wirklich zu handeln".

Derzeit gebe es in Österreich noch eine "relativ niedrige Grundaktivität" des Covid 19-Virus, "aber eine Hintergrundaktivität ist da". Wird die Abstandsregel ignoriert, "gibt man dem Virus die Chance, sich weiter sehr rasch auszubreiten", plädierte die Virologin für mehr Vorsicht. Direkter Kontakt von Mensch zu Mensch "ist die Übertragungsquelle schlechthin". Deshalb sollte man weitere Lockerungen "mit äußerster Vorsicht angehen". Am Mittwoch endet die Maskenpflicht in der Gastronomie und alle Sportarten sind wieder zugelassen.

29.6.2020: Wiener Gastro-Gutscheine: Diese Lokale nehmen teil

Der Wiener Gastro-Gutschein ist bereits in den Briefkästen gelandet. Nun können sich die Hauptstädterinnen und Hauptstädter darüber informieren, wo sie ihre Bons ausgeben können: Auf einer eigens eingerichteten Homepage sind die teilnehmenden Lokale abrufbar.

26.6.2020: Wifo/IHS: 2020 schwere, aber kurze Rezession, 2021 wieder Aufschwung

Die Coronavirus-Pandemie beschert Österreich heuer einen nie da gewesenen Wirtschaftseinbruch von rund 7 Prozent sowie Rekorde bei Arbeitslosenrate und Budgetdefizit von jeweils rund 10 Prozent. Nächstes Jahr sollen die Wirtschaft aber gut 4 bis knapp 6 Prozent wachsen sowie der Konsum und die Investitionen anziehen, prognostizierten am Freitag die Fachleute von Wifo und IHS.

Es werde eine "tiefe, jedoch kurze Rezession in Österreich geben", so das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo), wobei sich der Abschwung auf zwei Quartale beschränken sollte, so die Experten. Trotz des Wachstums 2021 werde das Vor-Corona-Niveau damit jedoch noch nicht erreicht sein.

Bei der Bewältigung der Krise sollte die Wirtschaftspolitik auf eine Stärkung der Wachstumskräfte setzen, da das auch die nötige Budgetkonsolidierung erleichtere, betonte das Institut für Höhere Studien (IHS). Und es hebt hervor, dass der heurige BIP-Rückgang bei einer zweiten Covid-19-Welle größer ausfallen könnte.

Nach noch 1,6 Prozent realem Wirtschaftswachstum 2019 rechnen Wifo und IHS für heuer mit 7,0 bzw. 7,3 Prozent Abschwächung, für 2021 mit 4,3 bzw. 5,8 Prozent Plus. Die Arbeitslosenrate, die 2019 nach nationaler Rechnung 7,4 Prozent betrug, dürfte heuer auf 9,7 (Wifo) bis 10,2 (IHS) Prozent klettern und 2021 mit 8,9 bzw. 9,2 Prozent recht hoch bleiben. Nach 0,7 Prozent Budgetüberschuss gemessen am BIP im Vorjahr dürften heuer 10,3 bzw. 11,5 Prozent Budgetdefizit ins Haus stehen, 2021 dann 6,0 bzw. 4,0 Prozent Minus.

Die neue BIP-Prognose des Wifo ist übrigens kaum schlechter als jene von vor zwei Monaten. Damals, bereits fünf Wochen nach Beginn des Lockdown, hielt man 5,25 bis 7,5 Prozent BIP-Rückgang für heuer für möglich, bei der Arbeitslosigkeit freilich erst 8,7 Prozent und beim Defizit 7,4 Prozent des BIP.

26.5.2020: Van der Bellen und die vergessene Sperrstunde

Bundespräsident Alexander Van der Bellen war nach der Coronavirus-Sperrstunde in einem Schanigarten. Darf das passieren? profil-Herausgeber Christian Rainer und Marcel Schachinger über die Causa Sperrstunde, Corona und die Gastronomie und die politischen Themen der Woche.

PK "Nächste Öffnungsschritte in den Bereichen Kunst & Kultur, Freizeit und Bäder ab 29. Mai" mit Gesundheitsminister Anschober und Kulturstaatssekretärin Mayer (beide Grüne), live ab 13:25 Uhr

24.5.2020: Polizeistreife stieß in Gastgarten auf den Bundespräsidenten und seine Frau

Bundespräsident Alexander Van der Bellen und seine Frau Doris Schmidauer sind in der Nacht auf Sonntag fast eineinhalb Stunden nach der verordneten Corona-Sperrstunde im Gastgarten eines Italieners in der Wiener Innenstadt von der Polizei erwischt worden. Das berichtete "krone.at" am Sonntag. Van der Bellen gestand den Fehler ein, er habe sich "verplaudert und leider die Zeit übersehen", sagte er.

Dem Bericht zufolge hatten die beiden prominenten Gäste bei der routinemäßigen Überprüfung durch die Polizei um 0.18 Uhr auch Getränke auf dem Tisch - was laut Covid-19-Gesetz nach 23 Uhr verboten ist. Für den Wirt könnte das teure Folgen haben. Für Verstöße gegen die Covid-19-Maßnahmengesetze stehen für Gastronomen - etwa für das Offenhalten nach 23.00 Uhr - bis zu 30.000 Euro Strafe. Offiziell war das Lokal zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits geschlossen.

Die Wiener Polizei bestätigte den Einsatz am Sonntag. "Mediale Berichte, wonach es sich bei einer der in dem Schanigarten eines Lokals in der Wiener Innenstadt angetroffenen Personen um den Herrn Bundespräsidenten handelt, werden bestätigt", hieß es zu der Causa. Eine Meldung bezüglich des Sachverhaltes sei verfasst und an den zuständigen Magistrat zur rechtlichen Beurteilung weitergeleitet worden.

Bundespräsident Van der Bellen selbst zeigte sich am Sonntag reumütig. "Ich bin erstmals seit dem Lockdown mit zwei Freunden und meiner Frau essen gegangen. Wir haben uns dann verplaudert und leider die Zeit übersehen", entschuldigte er sich. "Das tut mir aufrichtig leid. Es war ein Fehler", bedauerte Van der Bellen.

Kein Verständnis für den nächtlichen Besuch des Präsidenten im Gastgarten hat die FPÖ. "Das Staatsoberhaupt verhöhnt auf diese Weise die vom Corona-Wahnsinn der Regierung schwer geplagte Bevölkerung, die sich an die schwarz-grünen Regeln hält, auch wenn sie noch so unsinnig sind", kritisierte FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz in einer Aussendung. Wer mit einer solchen Selbstverständlichkeit auf die Verordnungen pfeife, gehe wohl davon aus, selbst über dem Gesetz zu stehen. "Das ist für den Bundespräsidenten eines demokratischen Landes eine höchst unpassende Attitüde", merkte Schnedlitz an.

23.5.2020: Chefin der Bioethik-Kommission für Impfpflicht

In einem Interview in der aktuellen profil-Ausgabe spricht sich nun auch die Leiterin der Bioethik-Kommission, Christiane Druml, im Zweifel für eine Impfpflicht aus. Die Kommission berät den Bundeskanzler in heiklen Fragen. "Sollten die Menschen nicht freiwillig die Ordination stürmen, dann muss man überlegen, wie man eine Impfung verpflichtend machen kann“, sagt sie. Die Kommission trat bereits 2019 für eine Masern-Impfpflicht ein. Auf die Frage, ob die Argumente von damals auch für Corona gelten könnten, sagt Druml: "Ich denke, ja. Covid-19 ist kein Schnupfen, sondern eine Erkrankung mit potenziell schweren Verläufen auch für Junge und Gesunde. Die Autonomie des Einzelnen endet dort, wo ich anderen schade.“ Bei der Abwägung einer Impfpflicht müsse im Fall von Corona auch der wirtschaftliche Schaden der Pandemie miteinfließen. Auch eine Grippe-Impfpflicht sollte breit diskutiert werden, um besser auf weitere Corona-Wellen vorbereitet zu sein, regt sie an.

Zur Politik, die Impfpflichten sowohl gegen Masern als auch gegen Covid-19 mehrheitlich ablehnt, meint Druml: „Das Herumlavieren der Politik ist ein Problem. Das Signal: ‚Wir zwingen niemanden, entscheidet selbst‘, ist falsch verstandene Liberalität. Denn so entsteht der Eindruck, an den Argumenten der Impfgegner könnte etwas dran sein“. Aber, so Druml: „Wer über die Sinnhaftigkeit des Impfens diskutiert, diskutiert auch, ob die Erde eine Scheibe ist.“

23.5.2020: Umfrage: 55 Prozent für Corona-Impfpflicht

Eine Mehrheit der Österreicher spricht sich für eine verpflichtende Impfung gegen Covid-19 aus, sobald ein Impfstoff zugelassen werden sollte. 30 Prozent der Befragten sind „sehr“, 25 Prozent „eher“ dafür. 28 Prozent lehnen eine Impfpflicht klar ab. Das geht aus einer Umfrage hervor, die vom Meinungsforschungsinstitut Unique research für die aktuelle profil-Ausgabe durchgeführt wurde. FPÖ-Wähler scheren deutlich aus dem Meinungsspektrum aus. 62 Prozent sind „sehr“ gegen eine Impfpflicht. Hingegen sprechen sich zwei Drittel der Wähler von ÖVP und Grünen „eher“ oder „sehr“ für eine Impfpflicht aus. Bei den SPÖ-Anhängern beträgt die Zustimmung 61 Prozent, bei Neos-Wählern 72 Prozent.

Weniger Zustimmung findet eine Grippe-Impfpflicht, um für eine zweite Corona-Welle gewappnet zu sein. 44 Prozent sind dafür. Nur bei ÖVP-Wählern fände diese Maßnahme eine knappe Mehrheit.

23.5.2020: Causa Ischgl: Namen von infizierten Isländern waren früh bekannt

Wie profil in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, übermittelte die isländische Gesundheitsbehörde die Namen von infizierten Urlaubern schneller als bisher bekannt. Laut Aussagen des isländischen Chef-Epidemiologen Thorolfur Gudnason suchten die österreichischen Behörden erst am Abend des 5. März um 20:04 Uhr um die Namen der vierzehn in Ischgl angesteckten Personen an. Gesendet wurde die Anfrage über den im Gesundheitsministerium ansässigen „National Focal Point“.

Nach Abklärung aller Personenrechte schickte Island die Namen dann unmittelbar am nächsten Tag um 9:54 Uhr zurück. Das Gesundheitsministerium leitete die Kontaktdaten wiederum um 13:07 Uhr an die Tiroler Behörden weiter. Sowohl das Land Tirol, als auch das Gesundheitsministerium hatten zuvor erklärt, dass die Übermittlung der Namen lange Zeit in Anspruch genommen hätte. In der offiziellen Ischgl-Chronologie von Anfang Mai heißt es etwa: „Die Namen der betroffenen Urlaubsgäste waren am 6. März (Vormittag) nach wie vor nicht bekannt“, erst am Nachmittag sei die Polizei über die Namen informiert gewesen.

profil hatte in der Vorwoche über Fehler beim „contact tracing“ der Isländer berichtet. Die Landespressestelle hatte daraufhin profil ein heftig kritisiertes Ultimatum gestellt, innerhalb 24 Stunden eine „Richtigstellung“ zu veröffentlichen. profil kam diesem Ansinnen nicht nach und stellte vielmehr die von Tirol bisher nicht beantworteten Fragen online. Am Freitag nahm das Land Tirol dann weiter Stellung: Man sei von „Informationen aus Island“ abhängig gewesen, die man „über das Gesundheitsministerium“ anforderte. Weil dies erst gar nicht und später „unzureichend“ erfolgte, war „es nicht möglich, etwaige Kontaktpersonen auszuforschen“, bestätigte man im Wesentlichen die profil-Recherchen der Vorwoche.

Überblick am 22.5.2020:

• 736 aktuell Erkrankte in Österreich • Ryanair-Tochter Laudamotion schließt Basis in Wien am 29. Mai • Schon mehr als 20.000 Tote in Brasilien • Flaggen in USA wegen Vielzahl an Corona-Toten auf halbmast

22.5.2020: 500 Menschen und Johann Gudenus bei FPÖ-Demo

Die FPÖ Wien demonstrierte am Mittwochnachmittag gegen die Corona-Politik der Regierung. Neben freiheitlichen Stadtpolitikern mischten sich auch der Wien-Wahlkampfleiter und FPÖ-Delegationsleiter im EU-Parlament, Harald Vilimsky, Generalsekretär Michael Schnedlitz und Identitären-Chef Martin Sellner unter die Zuhörer. Überraschenderweise war auch Johann Gudenus vor Ort.

20.5.2020: Die Grünen, Tirol und Corona: Was läuft schief?

Christian Rainer und Eva Linsinger über Ischgl, Einschüchterungsversuche durch das Land Tirol und die Grünen als Beiwagerl.

20.5.2020: Stelzer für Impfpflicht

Oberösterreichs-Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) ist als erster österreichischer Politiker dezidiert für eine Impfpflicht gegen Covid-19.

20.5.2020: Virologe Peter Palese über die Suche nach einem Corona-Impfstoff

Peter Palese ist Virologe am größten Spital New Yorks und arbeitet unter Hochdruck an einem Corona-Impfstoff. Im Gespräch mit Franziska Dzugan erklärt er, warum auch ein lausiger Impfstoff besser ist als keiner, was jeder tun kann, um sich im Herbst vor einer zweiten Welle zu schützen und übt scharfe Kritik an der Corona-Informationspolitik von China und der WHO.

20.5.2020: Erstmals mehr als tausend Corona-Tote am Tag in Brasilien

In Brasilien sind erstmals mehr als tausend Todesopfer der Corona-Pandemie innerhalb von 24 Stunden verzeichnet worden. Wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte, wurden seit dem Vortag 1.179 Todesfälle registriert. Die Gesamtzahl der offiziell gezählten Todesfälle durch das neuartige Coronavirus stieg damit auf fast 18.000. Auch in Chile gibt es stark steigende Zahlen bei Neuinfektionen und Todesfällen.

Überblick am 19.5.2020

• Aktuell 1026 Erkrankte in Österreich, insgesamt 16.230 positive Tests, 629 Todesfälle • 400 Menschen um Wiener Corona-Cluster in Quarantäne, Anschober sieht keine "Causa Wien" • Andrea Mayer wird Kunst- und Kulturstaatssekretärin • US-Präsident Trump droht WHO mit endgültigem Zahlungsstopp und Austritt

19.5.2020: Arbeitslosenzahlen seit Höhepunkt Mitte April um 55.500 gesunken

Die Arbeitslosenzahlen sind seit dem Rekord Mitte April um 55.500 Personen gesunken. Per 18. Mai waren 532.693 Personen arbeitslos oder in Schulung, wie Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) am Dienstag mitteilte. Die Coronavirus-Pandemie hat zur höchsten Arbeitslosigkeit seit dem Jahr 1945 geführt.

Man sehe "weiterhin eine erfreuliche Abflachung der Kurve", sagte Aschbacher bei einer Pressekonferenz in Wien. Den deutlichsten Rückgang gebe es am Bau, wo die Arbeitslosigkeit um rund 25.000 Personen zurückgegangen sei. Weiters habe die Gastronomie-Wiedereröffnung vergangenen Freitag die Arbeitslosigkeit in diesem Bereich innerhalb einer Woche um rund 9.000 Personen sinken lassen.

Bei der Corona-Kurzarbeit liegen bei knapp 111.000 Anträgen ausreichend Informationen vor. Diese Anträge würden laut Arbeitsministerium über 1,3 Millionen Arbeitsplätze umfassen. Rund 108.000 Anträge wurden bereits genehmigt. Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) kündigte am Dienstag an, das Budget für die Corona-Kurzarbeit von zehn Mrd. auf zwölf Mrd. Euro zu erhöhen.

18.5.2020: Causa Ischgl: profil stellt neun Fragen ans Land Tirol

Das Nachrichtenmagazin profil, berichtet in der aktuellen Ausgabe darüber, dass das Land Tirol in Ischgl Kontaktpersonen von infizierten Isländern nicht nachverfolgt und isoliert hat – obwohl das vorgeschrieben war. Das Land reagierte auf den Artikel mit einer „Attacke“ (Austria Presse Agentur) gegen profil. Nun richtet das Magazin eine öffentliche Anfrage an die Tiroler Behörden, um die Recherchen nachvollziehbar zu machen.

Überblick am 18.5.2020

• Aktuell 1026 Erkrankte, 16.199 Österreicher jemals positiv getestet, 629 Menschen gestorben • Hotels und Freizeitbetriebe dürfen ab 29. Mai wieder öffnen • Schichtbetrieb an den Schulen hat begonnen • 400 Menschen um Wiener Corona-Cluster in Quarantäne, Anschober sieht keine "Causa Wien" • Slowenien führt Einreisebeschränkungen wieder ein • Shops und Lokale in Italien wieder offen • Brasilien verzeichnet mehr als 16.000 Corona-Todesfälle

18.5.2020: Verliert Sebastian Kurz an Zuspruch, Herr Hajek?

Meinungsforscher Peter Hajek über die profil-Umfrage im Mai, die Datenlage nach dem Corona-Ausnahmezustand, die Arbeit der Oppositionsparteien, wie optimistisch die Menschen ihre finanzielle Situation im Krisenjahr 2020 sehen – und was von der Öffnung der Gastronomie zu halten ist.

18.5.2020: Obduktionen zeigen Lungen-Thrombosen und Organschäden

Der Coronavirus SARS-CoV-2 löst nicht nur schwere Lungenentzündungen aus, sondern kann überdies Thrombosen in der Lunge verursachen und in weiterer Folge auch andere Organe wie Niere, Leber und die Bauchspeicheldrüse schädigen. Das zeigen die Ergebnisse von elf Obduktionen in Wien, Graz und Linz, deren Ergebnisse im Fachjournal "Annals of Internal Medicine" veröffentlicht wurden.

18.5.2020: Evaluierung der Corona-Maßnahmen im Juni

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat am Montag bei einer Pressekonferenz eine Detailevaluierung der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronaviruspandemie und zu den Öffnungsschritten im Juni angekündigt. Dabei soll dann eine Prognose erstellt und im Zuge dieser Evaluierung eine Grundsatzaussage getroffen werden, "auch über die Frage, können wir das Tempo beschleunigen", kündigte Anschober an.

Denn da habe man vier Öffnungsschritte hinter sich "und wir haben die Auswirkungen gesehen". Damit "sind wir um einiges klüger als zu Beginn", sagte der Gesundheitsminister.

18.5.2020: 397 Soldaten arbeiten im Postzentrum Hagenbrunn

Wegen der Häufung von Coronavirus-Infektionen bei Mitarbeitern ist im Logistikzentrum der Post in Hagenbrunn (Bezirk Korneuburg) nunmehr das Bundesheer im Einsatz. 397 Bedienstete seien im Schichtbetrieb tätig, betonte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) am Montag bei einem Besuch der Einrichtung. In dieser Zahl seien auch Spezialisten des ABC-Abwehrzentrums Korneuburg enthalten.

16.5.2020: Causa Ischgl: Tiroler Behörden missachteten Erlass des Gesundheitsministeriums

Alle Kontaktpersonen der infizierten Isländer hätten ab 5. März in Quarantäne geschickt werden müssen – doch das passierte nicht. profil liegen Protokolle des staatlichen Krisenstabes vor.

16.5.2020: Umfrage: Kurz verliert deutlich an Zuspruch

Wie profil in seiner kommenden Ausgabe berichtet, verlor Sebastian Kurz deutlich an Zuspruch. Hätten im April noch 55 % der Befragten den ÖVP-Chef direkt zum Kanzler gewählt, sind es im Mai 45 %. Den Chef der Grünen, Werner Kogler, würden 7 % direkt wählen, nach 8 % im April. Mit 9 % liegen SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner und FPÖ-Chef Norbert Hofer in der Kanzler-Direktfrage gleich auf, Hofer legte 2 %-Punkte, Rendi-Wagner einen %-Punkt zu. Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger würden 4 % direkt wählen. Das geht aus einer Umfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut Unique research für die aktuelle profil-Ausgabe durchgeführt hat: „Nach dem High-Peak im April war ein Rückgang der Daten von Sebastian Kurz und der ÖVP erwartbar“, sagt Peter Hajek von Unique research.

Bei der Sonntagsfrage fällt die ÖVP leicht von 48 auf 46 %, die Grünen verlieren einen %-Punkt und kommen auf 15 %. Wären am Sonntag Nationalratswahlen, würden 14 % die FPÖ und 17 % die SPÖ wählen. Beide Parteien legen im Monatsabstand um einen %-Punkt zu. Neos halten unverändert bei 6 %.

Gefragt nach ihren Zukunftsaussichten rechnet knapp ein Drittel der Befragten mit deutlichen finanziellen Einbußen bis Herbst. Fast zwei Drittel erwarten geringe bis keine Einbußen durch die Corona-Krise.

Die zuletzt durch den Kanzler-Besuch im Kleinwalsertal diskutierten Abstandsregeln befolgen 49 % noch genauso akribisch wie vor einem Monat. 38 % gehen deutlich lockerer damit um. 10 % befolgen die Regeln kaum noch.

15.5.2020: Kulturveranstaltungen ab 29. Mai wieder möglich

Vizekanzler und Kulturminister Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (beide Grüne) haben Freitagmittag einen Stufenplan für die weitere Wiederaufnahme von Aktivitäten im Kulturbereich vorgestellt. Kogler bedankte sich zugleich bei der zurückgetretenen Staatssekretärin Ulrike Lunacek: "Sie hat bei allen Auf und Abs immer wieder großartige politische Arbeit geleistet". Ihre Nachfolgerin werde Anfang nächster Woche präsentiert.

Der Stufenplan, der nach einer Woche des Dialogs mit Kulturschaffenden und Kulturpolitikern am 25. Mai in eine Verordnung gegossen werden und mit 29. Mai gelten soll, sieht im Einzelnen vor: Ab 29. Mai werden Indoor- wie Outdoor-Veranstaltungen mit bis zu 100 Besuchern möglich, ab 1. Juli bis zu 250 Besucher. Zum gleichen Zeitpunkt sollen auch die Kinos geöffnet werden. Bei Sitzplätzen solle es mindestens einen Meter Abstand zum Nachbarn geben. "Jede Veranstaltung wird eine Art Corona-Beauftragten haben", sagte Anschober und nannte die Steuerung der Besucherströme ein wichtiges Thema. "Es wird die Erstellung einer individuellen Risikoanalyse geben."

Mit 1. August soll "ein ganz großer Schritt" erfolgen, sagte Anschober: Erlaubt sind Veranstaltung bis 500 Besuchern, bei Vorliegen eines speziellen Sicherheitskonzepts sind auch Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Besuchern erlaubt. Zudem sollen mit der Branche Richtlinien für die Wiederaufnahme des Probebetrieb erarbeitet werden.

15.5.2020: Ulrike Lunacek tritt als Kulturstaatssekretärin zurück

Kunst- und Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek (Grüne) hat am Freitag ihren Rücktritt bekannt gegeben. Sie habe im Laufe der Woche gemerkt, dass die Unzufriedenheit und Enttäuschung im Kulturbereich trotz ihrer Bemühungen "nicht geringer wurde" und sie "keine positive Wirkung mehr erzielen konnte", sagte sie am Freitagvormittag in einer persönlichen Erklärung.

"Ich mache Platz für jemanden anderen", sagte Lunacek. Wer das sein wird, könnte bereits zu Mittag von Kulturminister und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) bekanntgegeben werden.

15.5.2020: Lunacek offenbar unmittelbar vor Rücktritt

Kunst- und Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek (Grüne) gibt offenbar heute ihren Rücktritt bekannt. Für 10 Uhr hat sie eine persönliche Erklärung angekündigt, die sie im Veranstaltungssaal der Sektion für Kunst und Kultur am Concordiaplatz abgeben wird. Im Umgang mit den für die Kulturbranche verheerenden Maßnahmen gegen die Coronakrise war sie schwer in Kritik geraten.

Immer lauter waren die Vorwürfe von Kulturmanagern und Künstlern geworden, sie habe zu wenig Verständnis für die spezifischen Probleme der Branche und könne deren Anliegen innerhalb der Regierung zu wenig vertreten. Zuletzt sagte sie kurzfristig Interviewtermine ab. Statt der erhofften nächsten Lockerungen für den Kunst- und Kulturbetrieb, auf die vor allem die Bregenzer und die Salzburger Festspiele dringend warten, dürfte es heute eine Rücktrittserklärung geben.

15.5.2020: Gastronomie startet wieder unter strengen Hygiene-Vorgaben

Die Vorfreude ist groß: Endlich geht es ab dem heutigen Freitag wieder zum geliebten "Wirt'n". Nach dem totalen Stillstand in der Coronapandemie kommt damit wieder etwas mehr Bewegung ins Geschäfts- und Privatleben. Doch der Genuss von Schnitzel, Schinkenfleckerl, Eiernockerl, Limo, offenem Bier und Spritzwein steht unter strengen Hygiene-Vorgaben. Auch die Öffnungszeiten sind noch eingeschränkt. So heißt es pünktlich um 23 Uhr: "Sperrstund' ist".

15.5.2020: Erste Museen öffnen nach Shutdown ihre Tore

Am heutigen Freitag dürfen Museen in ganz Österreich nach genau zwei Monaten im Shutdown unter Sicherheitsauflagen wieder aufsperren. In Wien sind etwa das Untere Belvedere und das Schloss Schönbrunn dabei, in Niederösterreich öffnet das Schloss Hof wieder für Besucher. Zahlreiche Salzburger Museen wie die Neue Residenz folgen erst am Samstag, in den kommenden Tagen öffnen weitere. Zu den von der Regierung verordneten Spielregeln für die Wiederöffnung zählen zehn Quadratmeter pro Besucher sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

Kurz zu Rücktrittsgerüchten um Lunacek: "Höchstpersönliche Entscheidungen"

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat Rücktrittsgerüchte rund um Kultur-Staatssekretärin Ulrike Lunacek (Grüne) weder bestätigt, noch dementiert. "Entscheidungen wie diese sind höchstpersönliche Entscheidungen", war alles, was Kurz Donnerstag in der "ZiB2" dazu sagen wollte. "Die Staatssekretärin hatte keine einfache Zeit in den letzten Wochen", meinte er unter Hinweis auf die in der Corona-Pandemie besonders anspannte Situation der Kultur.

15.5.2020: EU fordert unabhängige Untersuchung zum Ursprung von Corona

Der Außenbeauftragte der Europäischen Union, Josep Borell, hat eine unabhängige Untersuchung des Ursprungs des Coronavirus gefordert. Damit sich die Welt vor künftigen Pandemien besser schützen könne, bedürfe es einer unabhängigen wissenschaftlichen Untersuchung des Ursprungs dieser Pandemie, schrieb Borell in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Das Virus trat vermutlich im Dezember 2019 in der chinesischen Stadt Wuhan das erste Mal auf.

Überblick am 14.5.2020

• Zahl der aktiv Erkrankten nähert sich langsam der 1000er-Marke • Grenzöffnung zu Deutschland ab 15. Juni • Fußball-Bundesliga startet am 2. Juni wieder, Cupfinale am 29. Mai • Nationalrat fällt Beharrungsbeschluss: Vier Corona-Pakete damit verabschiedet • Sars-CoV-2 verschwindet laut WHO vielleicht nie wieder • UNO-Vollversammlung fällt heuer wohl aus

14.5.2020: Im Würgegriff: Chaos im Büro Lunacek

Kulturstaatssekretärin sagt profil-Interview kurzfristig ab. Wackelt der für Freitag angekündigte "Öffnungsfahrplan" für die heimische Kulturbranche? Steht Lunaceks Rücktritt unmittelbar bevor?

14.5.2020: Ex-Richter Geisler zieht sich von Tirol-Kommissionsvorsitz zurück

Der ehemalige Richter Josef Geisler zieht sich als Vorsitzender der Untersuchungskommission zur Aufarbeitung des Corona-Krisenmanagements in Tirol zurück, wie am Donnerstag mehrere Abgeordnete der APA vor der Landtagssitzung mitgeteilt haben. Auf ihn soll Ronald Rohrer, Verfahrensrichter im Eurofighter-U-Ausschuss und ehemaliger Vizepräsident des Obersten Gerichtshofs, folgen.

Geisler habe noch Mittwochabend erklärt, er wolle sich das "nicht antun", hieß es aus Landtagskreisen gegenüber der APA. Er war zuvor aufgrund mangelnder Unabhängigkeit in die Kritik geraten, weil er etwa im Personenkomitee von Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) bei der Landtagswahl 2018 vertreten war.

Ronald Rohrer wird den alleinigen Vorsitz der Untersuchungskommission übernehmen. Der Schweizer Krisenmanager Bruno Hersche, der ursprünglich gemeinsam mit Josef Geisler den Vorsitz führen hätte sollen, wird hingegen einfaches Mitglied der Kommission. Alle übrigen Mitglieder könne sich Rohrer nun selbst zusammenstellen, erklärte Platter.

14.5.2020: Viele können sich mit Home-Office anfreunden

Die Coronakrise hat zu einer massiven Zunahme von Home-Office geführt. 93 Prozent der Österreicher fänden auch nach der Krise Gefallen an dieser Form des Arbeitens, hat eine Umfrage von karriere.at unter dortigen Usern ergeben - wenn auch nicht jeden Tag. Die Zustimmung bei Firmen ist demnach ähnlich hoch.

13.5.2020: Bundesliga: Überlebenskampf statt Fußball-Show

Der Ball darf wieder rollen, die österreichische Bundesliga wird fortgesetzt. Die Erleichterung bei den Klubs ist groß, doch der Neustart birgt wenig abschätzbare Risiken. Kolumne von Gerald Gossmann.

13.5.2020: Grenze zu Deutschland öffnet ab 15. Juni

Die derzeit geschlossenen Grenzen zwischen Deutschland und Österreich werden am 15. Juni vollständig geöffnet. Schon ab Freitag werde es nur noch stichprobenartige Kontrollen geben. Wie das Bundeskanzleramt mitteilte, wird zudem eine stufenweise Liberalisierung mit der Schweiz, Liechtenstein und osteuropäischen Nachbarländern angestrebt. Bereits am Mittwoch öffneten mehrere kleinere Grenzübergänge zwischen Bayern und Österreich für Berufspendler und Anrainer.

13.5.2020: Große Erwartungen, große Unsicherheit bei Gastro-Öffnung

Der nächste große Schritt zurück in die "neue Normalität" während der Coronakrise erfolgt am Freitag: Die heimische Gastronomie öffnet nach zwei Monaten Lockdown wieder ihre Pforten, allerdings unter rigorosen und auch für die Gäste gewöhnungsbedürftigen Vorgaben. Vor diesem Comeback der Gastro-Szene gibt es viel Vorfreude, unzählige Fragen und auch Unsicherheit bei den Unternehmern.

13.5.2020: Bis Ende Juli fast 150.000 Corona-Tote in den USA möglich

US-Wissenschaftler gehen davon aus, dass es in den USA bis Ende Juli fast 150.000 Corona-Tote geben wird. Die höhere prognostizierte Opferzahl liege unter anderem an der in vielen Landesteilen beginnenden Lockerung der Corona-Auflagen. Die ganzen Auswirkungen werden wegen der Zeit zwischen Ansteckungen, Tests, möglichen Krankenhausaufenthalten oder Todesfällen erst in einigen Wochen klar werden.

13.5.2020: Podcast: Entscheidet Corona die US-Wahl, Herr Heinisch?

Im profil-Podcast zur US-Wahl 2020: US-Experte und Politologe Reinhard Heinisch über den Wahlkampf in Zeiten der Coroma-Krise und die Treue der Trump-Wähler zu ihrem Präsidenten.

13.5.2020: Mehr als 800 Tote in Brasilien in 24 Stunden

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt in Brasilien immer stärker. Nach den jüngsten Daten des Gesundheitsministeriums wurden erstmals mehr als 800 Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden registriert. Demnach lag die Zahl der von Montag bis Dienstag registrierten Opfer bei 881. Zudem wurde bekannt, dass sich das Virus bereits vor dem Karneval ausgebreitet haben soll.

Überblick am 12.5.2020

• In Österreich aktuell 1201 Erkrankte bei knapp 16.000 jemals positiv Getesteten 14.061 Genesene und 620 gemeldete Todesfälle • "Wirtshaus-Paket" umfasst nun 500 Mio. Euro • Kogler glaubt an Start der Fußball-Bundesliga bis Anfang Juni • Vorgaben für Wiedereröffnung von Museen fixiert • Weitere Lockerungen in Italien ab 18. Mai

12.5.2020: Corona-Todesfolgen

Eine populäre These ist nicht aus der Welt zu schaffen: So gefährlich sei das Coronavirus gar nicht, die Sterblichkeit liege höchstens im Bereich einer starken Grippewelle. Die Zahlen belegen freilich das Gegenteil.

12.5.2020: Kulturpolitik in der Corona-Krise: Abwarten und Daumen drücken

Wie kann die zerschlagene Kulturszene saniert werden? Die Bundesregierung begegnet dieser Herausforderung mit erstaunlicher Ratlosigkeit. Stefan Grissemann über das Fehlen von Strukturmaßnahmen und Eigeninitative.

11.5.2020: Franz Allerberger: "Dieses Virus ist nicht so ansteckend, wie manche annehmen“

9.5.2020: Umfrage: 65% für Erhöhung des Arbeitslosengeldes

65% der Österreicher befürworten ein höheres Arbeitslosengeld während der Coronakrise, wobei sich 33% der Befragten dezidiert und 32% eher für eine Erhöhung aussprechen. 17% der Befragten sind laut der vom Meinungsforschungsinstitut Unique research für die neue profil-Ausgabe durchgeführten Umfrage eher gegen eine Erhöhung; 11% lehnen eine solche strikt ab. Am deutlichsten sprechen sich SPÖ-Wähler (83%) für eine Erhöhung aus, gefolgt von Anhängern der FPÖ (81%) und der Grünen (70%). Wähler der ÖVP sind eher skeptisch, stimmen einer Erhöhung aber immerhin mit 56% zu.

8.5.2020: Maximal 18 Schüler pro Klasse laut Erlass erlaubt

Bei der Einteilung des schulischen Schichtbetriebs ab 18. Mai gilt eine Höchstgrenze von 18 Schülern pro Gruppe. Alle größeren Klassen müssen geteilt werden, heißt es in einem Erlass des Bildungsministeriums. Turnen bleibt wie angekündigt grundsätzlich gestrichen, Musik kann doch durchgeführt werden - allerdings ohne Singen. Sitzenbleiben an Volksschulen soll in Ausnahmefällen doch möglich sein.

8.5.2020: Einigung mit Rumänien auf Pflege-Korridorzug

Nach wochenlangem Ringen gibt es nun Grünes Licht für den Pflege-Korridorzug zwischen Rumänien und Österreich. Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) teilte mit, dass die rumänische Staatsbahn alle Genehmigungen erhalten habe. Der erste Nachtzug soll mit bis zu 350 Pflegekräften am 10. Mai im rumänischen Timisoara starten und über Ungarn nach Österreich fahren. Am 13. Mai soll ein weiterer folgen. Organisiert werden die Transporte von der Wirtschaftskammer Österreich.

8.5.2020: Mysteriöse Kinder-Erkrankung jetzt auch in den USA

Nach einigen Fällen in Europa sind nun auch bei Kindern in den USA ungewöhnlich schwere Erkrankungen festgestellt worden. Ob diese im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen, ist noch unklar. 64 Kinder im Staat New York zeigten Symptome wie entzündete Blutgefäße, Fieber und Hautausschlag, teilte die zuständige Gesundheitsbehörde mit. Auch aus anderen US-Staaten wurden Fälle gemeldet. Zuvor waren unter anderem aus Spanien, Italien, Großbritannien, der Schweiz und Deutschland solche Fälle gemeldet worden.

Überblick am 7.5.2020:

• AUA will Neustart und wälzt Insolvenzszenario • Hochschulen in Österreich fahren langsam wieder hoch, Medizin-Aufnahmetest aber verschoben • Erste Corona-Patienten nach Plasma-Therapie als gesund entlassen • Covid-19-Infektion bei Milizsoldat in der Steiermark • Deutlicher Rückgang bei Spitalspatienten in Österreich • Grenzkontrollen bis 31. Mai verlängert • Mehr als 600 Corona-Tote in Brasilien innerhalb von 24 Stunden

Aktuelle Entwicklung in Wien in der Bekämpfung von Covid-19, am 8.5., live ab 10:55 Uhr

7.5.2020: Aufnahmetest für Medizin-Studium wird verschoben

Der für 3. Juli geplante Aufnahmetest für das Medizinstudium wird Corona-bedingt verschoben. In einem Verordnungs-Entwurf gibt Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) nun zwei Optionen vor: Der Test soll entweder am 14. August oder im Zeitraum von 28. September bis 7. Oktober stattfinden. Auch alle anderen Präsenz-Aufnahmeprüfungen mit mehr als 200 Teilnehmern finden erst ab 1. August statt.

6.5.2020: Wie links ist Sebastian Kurz?

Eva Linsinger und Christian Rainer im wöchentlichen Innenpolitik-Podcast über die profil-Recherchen zu Ischgl, den Allwissenheitsglauben der Politik und die Frage, ob Kanzler Kurz jetzt linke Wirtschaftspolitik macht.

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Überblick am 5.5.2020:

• Zahl der aktiv Erkrankten ging um über 100 zurück; derzeit 1582 Menschen infiziert; 606 Corona-Tote • Anschober: Erster Öffnungsschritt ausgezeichnet bewältigt • Regierung betont Freiwilligkeit bei Corona-App • Ischgl: 1000 Seiten starker Zwischenbericht liegt Staatsanwaltschaft vor • Laut US-Zählung mehr als eine Viertelmillion Corona-Tote weltweit, Europa am stärksten betroffener Kontinent • Israel feiert "Durchbruch" bei Antikörpern

5.5.2020: Herrin der Corona-Zahlen

5.5.2020: Neue Details zu Ischgl veröffentlicht

Die Tiroler Behörden sollen bereits am 5. März gewusst haben, in welchen Hotels in Ischgl 14 isländischen Touristen genächtigt hatten, die nach ihrer Rückkehr aus Tirol positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Dies berichtete profil am Montag unter Berufung auf ein E-Mail aus Island. Laut profil warteten die Behörden daraufhin jedoch noch einen vollen Tag, bis anhand dieser Informationen Kontaktpersonen in den betreffenden Hotels ermittelt wurden.

5.5.2020: Weltweit bereits über eine Viertelmillion Corona-Tote

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie sind nach Angaben von US-Forschern weltweit mehr als eine Viertelmillion Menschen nach einer Infektion gestorben. Die Universität Johns Hopkins in Baltimore verzeichnete bis Montagabend knapp 3,6 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus und mehr als 251.000 Todesfälle. Die von der Universität veröffentlichten Infektions- und Todeszahlen sind in der Regel höher als jene der Weltgesundheitsorganisation (WHO), weil sie regelmäßiger aktualisiert werden.

4.5.2020: Trump glaubt an Corona-Impfstoff bis Jahresende

Die USA werden nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump voraussichtlich bis Jahresende über einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus verfügen. "Wir sind zuversichtlich, dass wir am Ende des Jahres, bis Ende des Jahres einen Impfstoff haben", sagte Trump am Sonntag (Ortszeit) in einem Interview mit dem US-Fernsehsender Fox News, das im Lincoln Memorial in Washington geführt wurde. Trump räumte zugleich ein, dass Experten seine Einschätzung in Zweifel ziehen könnten.

4.5.2020: Krise der Frauen

Während viele Auswirkungen der Corona-Krise erst zu erahnen sind, ist eines bereits sicher: Frauen trifft sie besonders hart. Die Vereinten Nationen rechnen in ärmeren Ländern mit sieben Millionen ungewollten Schwangerschaften durch erschwerten Zugang zu Verhütung. Auch die Gewalt gegen Frauen steigt an.

3.5.2020: Zuwächse bei aktiv Erkrankten nur in Salzburg und Wien

Die Zahl der aktuell am Coronavirus erkrankten Österreicher sinkt landesweit, nur in Wien und Salzburg gab es Zuwächse. Verzeichnete Salzburg im 24-Stunden-Vergleich von Samstag auf Sonntag bei keiner weiteren Genesung zwei neu mit Covid-19 Infizierte, gab es in der Bundeshauptstadt ein Plus von 25 aktiv Erkrankten. Aktiv erkrankt sind laut Innenministerium 1.771 Österreicher und damit elf weniger als am Samstag.

3.5.2020: Flughafen Wien bietet ab Montag PCR-Tests an

Der Flughafen Wien bietet ab Montag PCR-Tests an. Das Ergebnis, ob man mit dem Coronavirus infiziert ist oder nicht, soll innerhalb von zwei bis drei Stunden vorliegen. Bei einem negativen Befund ist bei der Einreise keine 14-tägige Quarantäne im Inland mehr notwendig, wie dies anlässlich der Regelungen bisher der Fall war. Für die Durchführung des 190 Euro teuren Tests muss man sich vorher telefonisch oder online anmelden. Auch für Ausreisende ist der Test möglich.

3.5.2020: Coronavirus erklärt #6: Zögerlichkeit ist in der Pandemie kontraproduktiv

Woche sieben in der Corona-Krise. Alwin Schönberger und Philip Dulle über aktuelle Entwicklungen der Pandemie, die Sinnhaftigkeit von Ländervergleichen, welche Strategie am besten funktioniert und ob mit den Lockerungen auch ein falsches Sicherheitsgefühl entsteht?

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3.5.2020: Spanier feiern Lockerung von "Hausarrest" nach 48 Tagen

Die erste Lockerung der Ausgangssperre für Freizeitaktivitäten nach 48 Tagen hat überall im Corona-Hotspot Spanien für Partystimmung und volle Straßen gesorgt. Noch bis kurz vor Mitternacht strömten die Menschen am Samstag zahlreich und ausgelassen ins Freie. Erstmals seit Mitte März durften die knapp 47 Millionen Bürger aus dem Haus, um spazieren zu gehen oder Sport zu treiben.

3.5.2020: Schwere Vorwürfe gegen China für Umgang mit Coronakrise

In einem westlichen Geheimdienstpapier wird China scharf für den Umgang mit der Coronakrise kritisiert. Das Dossier der "Five Eyes" genannten Geheimdienstallianz der USA, Großbritanniens, Australiens, Kanadas und Neuseelands dokumentiert vor allem die Vertuschung chinesischer Behörden. Sie sollen frühzeitige Warnungen seiner Mediziner unterdrückt, das wahre Ausmaß des Ausbruchs herunterspielte und Informationen zensiert haben.

3.5.2020: Deutscher Außenminister gegen vorschnelle Auslandsreisen

Der deutsche Außenminister Heiko Maas wirbt für Besonnenheit bei der Aufhebung der weltweiten Reisewarnungen. Denn "wir können im Sommer nicht noch einmal eine Viertelmillion Menschen aus dem Urlaub zurückholen." Sollten die Leute aber "mit hinreichender Sicherheit aus dem Ausland zurückkommen, dann können wir die Reisewarnung schrittweise zurückfahren", warnt Maas in den Medien vor "Schnellschüssen".

Überblick am 30.4.2020:

• Bisher 15.369 positive Tests in Österreich, aktuell 2043 Erkrankte, 12.779 Genesene und 580 Tote • Kanzler Kurz weist Neuwahl-Spekulationen zurück • Beteiligung an Lufthansa für AUA-Hilfen nicht vom Tisch • Südkorea erstmals wieder ohne heimische Neuinfektion • Trump will Impfstoff bis Jahresende

30.4.2020: Mittel für Corona-Kurzarbeit werden auf 10 Mrd. Euro aufgestockt

Die Budgetmittel für die Finanzierung der Corona-Kurzarbeit werden von bisher 7 Mrd. Euro auf 10 Mrd. Euro aufgestockt. Das hat Finanzminister Gernot Blümel am Donnerstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Christine Aschbacher und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (alle ÖVP) angekündigt.

30.4.2020: Arbeitslosigkeit Mitte April mit 588.000 am Höhepunkt

Die Arbeitslosigkeit in Österreich hat Mitte April einen vorläufigen Höhepunkt erreicht und ist in der zweiten Monatshälfte wieder leicht zurückgegangen. Das teilte Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) am Donnerstag mit.

Demnach waren am 13. April 588.205 Menschen auf Jobsuche, am 27. April dann 572.025 Menschen arbeitslos bzw. in Schulungen. Ende März waren 562.522 Menschen auf Arbeitssuche.

Am Höhepunkt der Arbeitslosigkeit Mitte April waren 533.606 in Arbeitslosigkeit und 54.616 in Schulung. Damit waren zu diesem Zeitpunkt um rund 231.000 Personen (gut 60 Prozent) mehr in Arbeitslosigkeit oder in Schulung als im Vorjahr.

30.4.2020: Österreicher freuen sich auf Gastro, Park und Friseur, nicht auf Büro

Zwei von drei Österreichern freuen sich laut einer Makam-Onlinebefragung auf die Wiedereröffnung der Gastronomiebetriebe ab 15. Mai. Gut jeder Fünfte will gleich in den ersten Tagen ins Lokal gehen, vor allem Männer und Personen mit niedrigerem formalen Bildungsabschluss. Dagegen möchten 27 Prozent "definitiv" noch längere Zeit Menschenansammlungen wie in der Gastro meiden, was häufiger von Frauen geäußert wurde.

Die Wiedereinführung der Büroarbeit statt Homeoffice sehnen die 500 Befragten hingegen kaum herbei. Nur ein Drittel derer, die derzeit von daheim aus arbeiten, findet diese Lockerung persönlich wichtig.

Überblick am 29.4.2020:

• Bisher 15.323 positive Tests in Österreich, aktuell 2208 Erkrankte, 12.580 Genesene und 569 Tote • Geltende Ausgangsbeschränkungen noch bis Donnerstagmitternacht - Ab 1. Mai neue Regelungen mit Versammlungen bis zu zehn Personen, aber mit Abstand • Zahl der Schüler in Betreuung steigt stetig • Berlin will Reisewarnung verlängern - Deutsche gegen Öffnung

Corona-Kommunikation: Kuddelmuddel und Verwirrung [Podcast]

Christian Rainer und Eva Linsinger im wöchentlichen Innenpolitik-Podcast über die zweifelhafte Kommunikation der Regierung in der Coronakrise.

29.4.2020: Osteuropäische Pflegerinnen bekommen Zugang zum Härtefallfonds

Vor drei Wochen thematisierte profil erstmals die Frage, ob 24-Stunden-Pflegerinnen Zugang zum Härtefallfonds bekommen sollen. Wegen der Corona-Reisebeschränkungen sitzen einige in ihren Ländern fest – ohne Einkommen. Hürden wie österreichische Steuernummer oder Kontonummer wurden gesenkt.

Überblick am 28.4.2020:

"Ausgangsbeschränkung" läuft aus, "Abstandsregel" bleibt • Gleichbleibender Anstieg an Infizierten in Österreich (Laut Gesundheitsministerium mehr als 15.200 bestätigte Infektionen und fast 550 Tote) • Gastronomie öffnet am 15. Mai, Masken für Personal, pro Tisch vier Erwachsene (plus Kinder), Abstand zwischen verschiedenen Gästegruppen • Beherbergungsbetriebe dürfen am 29. Mai öffnen • Österreicher vermissen laut Umfrage Gastronomie, nicht Shopping • Bisher 30.000 Anzeigen in Österreich wegen Verstößen gegen Covid-Gesetze • Schon drei Millionen Infizierte und mehr als 200.000 Tote weltweit • Absage von Olympia in Tokio, sollte Pandemie 2021 noch andauern • US-Präsident Trump will Schulen öffnen und attackiert China

28.4.2020: Wiener Bäder sperren am 29. Mai wieder auf

Die Wiener Bäder werden am erstmöglichen Tag, also am 29. Mai, wieder aufsperren. Das hat Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) in einer Pressekonferenz verkündet. Eine Reihe von Maßnahmen soll ermöglichen, dass der Sicherheitsabstand eingehalten werden kann. So wird die Zahl der Besucher limitiert. Auch ein entsprechendes "Beckenmanagement" wurde angekündigt.

An den Eingängen soll Gedränge ebenfalls verhindert werden. Laut Ludwig ist etwa eine vereinfachte Tarifstruktur geplant, die einen raschen Einlass ermöglichen soll. Kinder unter zehn Jahren dürfen nur mit einer erwachsenen Begleitperson ins Bad.

Wie wird der Badesommer 2020 aussehen?

Müssen wir Masken tragen? Können wir auf Urlaub fahren? Wer leidet im Sommer besonders unter der Coronakrise?

Auf diese Fragen zum Sommer in der Coronakrise antwortet Hans Peter Hutter vom Zentrum für Public Health an der Medizinischen Universität Wien in unserem Podcast. Hutter hat mit seinem Team für die Stadt Wien einen Leitfaden ausgearbeitet, unter welchen Bedingungen Bäder im Sommer besucht werden können.

28.4.2020: Die Rolling Stones und die Geister der Stadt

Nicht nur der Corona-Lockdown-Alltag zeigt: Streit und Harmonie gehören zu jeder guten Beziehung. Darüber, wie die Fernbeziehung des Songwriter-Duos Mick Jagger und Keith Richards (beide unverwüstliche 76 Jahre jung) aktuell so aussieht, kann man nur mutmaßen – und sich in langen Gedankenspielen verlieren. Ihr Song zur Lage der Stadt, des Landes und der Welt heißt „Living In A Ghost Town“ und ist ein knapp vierminütiger Midtempo-Schunkler mit Dub-Gitarren, Männerchor und Mundharmonika, wie ihn eben nur die Stones spielen dürfen – oder, wie Fans meinen, auch können.

28.4.2020: Anschober: "Abstandsregel" bleibt auch ab Mai

Die Regierung hat am Dienstag das Auslaufen der "Ausgangsbeschränkungen" ab 1. Mai angekündigt. Die zentrale Einschränkung, wonach in der Öffentlichkeit ein Meter Abstand zu anderen Personen gehalten werden muss, bleibt allerdings, wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) ankündigte. Außerdem sollen sich nur maximal zehn Personen im öffentlichen Raum versammeln.

Sachlicher Hintergrund der Lockerung ist laut Anschober ein Rückgang der Infektionszahlen. So sei die Reproduktionszahl zuletzt erstmals unter 0,6 gelegen (nämlich bei 0,59). "Der ganz große Blumenstrauß an die Bevölkerung, die das ermöglicht hat", so Anschober. Aber es komme weiterhin auf jeden Einzelnen an: "Es ist leider noch nicht vorbei." Die Maßnahmen werden demnach evaluiert: "Wir können jederzeit Stopp sagen."

Wie Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) ergänzte, werden Veranstaltungen künftig bis zehn Personen möglich sein, bei Begräbnissen können bis zu 30 Personen anwesend sein. Dies soll vorerst bis Ende Juni befristet gelten.

Die Zehn-Personen-Grenze gilt übrigens nicht für Demonstrationen. Hier ist eine eigene Rechtsgrundlage geplant.

Was Sie über die Corona-App wissen müssen

Ingrid Brodnig erklärt die „Stopp Corona“-App des Roten Kreuz: Wie funktioniert sie technisch? Was gehört verbessert – wofür ist so eine Software gut? Die wichtigsten Infos zur App und zu internationalen Alternativen.

Wie Corona Wien verändert – in Zahlen

Wie haben die Maßnahmen zur Eindämmung des neuen Coronavirus den Alltag in Wien verändert? Ein Versuch, die Krise in Zahlen zu fassen.

Datenschützer Max Schrems über die "Stopp Corona"-App

Der Datenschutzaktivist und Autor Max Schrems über die "Stopp Corona"-App, die Skepsis in der Bevölkerung bei Contact Tracing – und warum eine europäische Lösung nicht sinnvoll scheint.

Überblick am 27.4.2020:

• Gleichbleibender Anstieg an Infizierten in Österreich • Vorsichtige Lockerung der Corona-Beschränkungen in etlichen Staaten • Premier Johnson zurück in der Downing Street • Mehrere Lokale in Stockholm wegen Verstößen geschlossen • Mehr Giftnotrufe in den USA nach Trumps Äußerungen zu möglicher Einnahme von Desinfektionsmitteln

Corona und Schule: "Der Staat hat in unseren Wohnungen nichts verloren"

Peter Androsch ist Künstler, zweifacher Vater, Elternvertreter und seit sechs Wochen mit Homeschooling beschäftigt. In dieser Zeit staute sich eine Menge Ärger in ihm auf.

27.04.2020: Zahl der neuen Todesfälle in Deutschland halbiert

Auch in Deutschland sinkt die Zahl der neuen Coronavirus-Fälle und -Toten deutlich. Von Samstag auf Sonntag ist die Zahl der Todesfälle um 91 auf 5.734 gestiegen, nachdem am Vortag 189 Tote verbucht worden waren. Die Zahl der Neuinfektionen nahm um rund 1.400 (Vortag: 1.845) auf 155.400 zu, ging aus einer mit Stand 20.15 Uhr veröffentlichten Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor.

27.4.2020: Podcasts und Corona

Das gesamte profil-Podcast-Angebot rangierte in den iTunes-Charts zuletzt auf Rang 4. Großen Anteil daran hat die von Alwin Schönberger und Philip Dulle konzipierte wöchentliche Reihe "Coronavirus erklärt", in welcher die großen und kleinen Fragen zur Krise behandelt werden: Warum hat sich das Virus in Österreich kaum ausgebreitet? Was ist mit den Medizinern los, die via Internet Verunsicherung verbreiten? Wie gut schützen Mund-Nasen-Schutzmasken?

25.4.2020: Umfrage: Nur Hälfte für Öffnung der Schulen im Mai

Nur 53% der Eltern mit Kindern bis 14 Jahre begrüßen die gestaffelte Öffnung der Schulen im Mai. Laut der vom Meinungsforschungsinstitut Unique research für profil durchgeführten Umfrage hätten es immerhin 41% der Eltern vorgezogen, wenn die Schulen erst wieder im September aufgesperrt hätten (6% machten keine Angabe). Ein nahezu gleiches Bild zeigt sich in der Gesamtbevölkerung. 51% der Österreicher befürworten die Öffnung der Schulen im Mai, 37% hätten den Herbst bevorzugt.

Überblick am 24.4.2020

• Bisher 14.987 Infizierte in Österreich (Stand: 12:00 Uhr) • 2585 aktuell Erkrankte in Österreich, 11.872 Genesene, 530 Todesfälle laut Gesundheitsministerium (am oder mit dem Coronavirus verstorben) • Schule: Die wichtigsten Punkte zur Öffnung • Polizei untersagte Demo in Wien • Studie: Massive Auswirkungen auf Psychotherapie-Patienten • Grenzöffnung laut Kurz zunächst nur für Nachbarländer

24.4.2020: Schule - Die wichtigsten Punkte zur Öffnung

Am 4. und 18. Mai bzw. am 3. Juni beginnt für die Kinder und Jugendlichen nach der Coronavirus-bedingten Schließung gestaffelt wieder die Schule. Im Anschluss die wichtigsten Punkte in Kurzform.

SCHULSTART: Am 4. Mai kehren rund 100.000 Maturanten bzw. Schüler in den Abschlussklassen der Berufsschulen und berufsbildenden mittleren Schulen zurück. Am 18. Mai folgen die 700.000 Schüler an den Volksschulen, AHS-Unterstufen, Neuen Mittelschulen (NMS) und Sonderschulen, am 3. Juni die restlichen 300.000 Schüler. Jeweils am Freitag davor (15.5. bzw. 29.5.) finden an den Schulen Lehrerkonferenzen statt,

SITZENBLEIBEN: An den Volksschulen wird heuer auf das Sitzenbleiben verzichtet. An allen anderen Schulen darf man mit einem Fünfer automatisch und mit mehreren Fünfern auf Beschluss der Klassenkonferenz aufsteigen.

SCHULARBEITEN: Es finden keine Schularbeiten mehr statt.

BENOTUNG: Die Benotung erfolgt aufgrund des Notenstands vor der Schulschließung sowie den Leistungen im Distance Learning und in den letzten Wochen im Präsenzunterricht. Schüler, die zwischen zwei Noten stehen oder die eine bessere Note wollen, können eine mündliche Prüfung machen.

STUNDENPLAN: Die Klassen werden in zwei Gruppen geteilt. Die eine hat von Montag bis Mittwoch Unterricht, die andere am Donnerstag und Freitag. In der Woche darauf ist es umgekehrt. Der Stundenplan bleibt grundsätzlich aufrecht, Turnen und wahrscheinlich auch Musik sowie der Nachmittagsunterricht entfallen aber. Betreuung wird am Nachmittag weiter angeboten, ebenso an jenen "Schichttagen", an denen die Schüler keinen Unterricht haben.

HYGIENE: In der Schule herrscht außerhalb des Klassenzimmers Maskenpflicht. Die Eltern müssen ihren Kindern Masken mitgeben, bei Bedarf werden sich auch von der Schule zur Verfügung gestellt. Nach dem Betreten der Schule müssen die Hände mit Flüssigseife gewaschen oder desinfiziert werden. Eltern und andere schulfremde Personen dürfen das Schulgebäude nur nach Terminvereinbarung betreten.

FERNBLEIBEN VOM UNTERRICHT: Schüler, die sich aufgrund der Corona-Pandemie psychisch nicht in der Lage sehen, in die Schule zu gehen oder kranke Menschen im eigenen Haushalt schützen möchten, gelten nach Meldung an die Schulleitung als entschuldigt. Es gelten dabei die gleichen Regeln wie im Krankheitsfall des Schülers.

SCHULJAHR: Dieses bleibt unverändert und endet in Ostösterreich am 3. Juli, in West- und Südösterreich am 10. Juli.

24.4.2020: Coronavirus erklärt #5: Warum wir jetzt detaillierte Antikörpertests brauchen

Woche sechs in der Corona-Krise. Alwin Schönberger und Philip Dulle über aktuelle Entwicklungen der Pandemie, wie detailierte Antikörpertests die unklaren Fragen beantworten können, wie an der Medizinischen Universität Wien zum Thema geforscht wird – und welche Szenarien eine aktuelle Harvard-Studie prognostiziert.

24.4.2020: Grenzöffnung - Kurz: Zunächst nur Nachbarländer

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat sich "sehr zurückhaltend" bezüglich einer über die Nachbarländer hinausgehende Liberalisierung des Urlauberverkehrs geäußert. "Ich glaube, dass es natürlich unser Ziel sein muss, dass wir schrittweise die Reisefreiheit wieder herstellen, aber wir werden das zunächst einmal mit unseren Nachbarn tun können, die gut unterwegs sind", sagte Kurz.

24.4.2020: Polizei untersagte Demo in Wien

Die Wiener Polizei hat am Freitag eine für den Nachmittag geplante Demonstration behördlich untersagt. Diese war von der Initiative für evidenzbasierte Corona-Informationen (ICI) für fünf Personen angemeldet worden und hätte sich gegen das Corona-Maßnahmen-Paket der Bundesregierung gerichtet. Die Polizei begründete ihren Schritt mit der Einschätzung, dass mehr als die angemeldeten Teilnehmer kommen würden.

Polizei argumentiert mit Ansteckungsgefahr

Durch die "öffentlichkeitswirksame Medienkampagne und dementsprechende Berichte in Massenmedien" sei davon auszugehen, "dass es zu einem Zustrom eines Vielfachen der angegebenen Teilnehmerzahl kommen wird", argumentierte die Polizei in einer Presseaussendung. Konkret habe die Polizei die Sorge, "dass es für den dafür verantwortlichen Versammlungsleiter nicht möglich sein wird, die notwendigen und vorweg festgelegten Sicherheitsmaßnahmen im Hinblick auf die gegebene Ansteckungsgefahr durchzusetzen."

Verfassungsjurist hält Verbot für unzulässig

Der Verfassungsjurist Heinz Mayer hält die Untersagung einer in Wien angemeldeten Demonstration durch die Polizei für nicht zulässig. Vielmehr könnte die Behörde den Versammlungsverantwortlichen Maßnahmen vorschreiben, etwa, dass Ordner dafür sorgen müssen, dass die Abstände eingehalten werden. Aber die Versammlung bereits im Vorfeld zu untersagen, sei nicht gerechtfertigt.

24.4.: Massive Auswirkungen auf Psychotherapie-Patienten

Umfrage unter Therapeuten: 70 Prozent der Patienten bemerken negative Auswirkungen - Verschärfung in zweiter Jahreshälfte erwartet

Demnach wirken sich die in Österreich gesetzten Covid-19-Lockdown-Maßnahmen für 70 Prozent der Patienten ausschließlich negativ aus. 16,3 Prozent gaben sowohl negative als auch positive Aspekte (etwa mehr Zeit mit der Familie) an, immerhin 5,3 Prozent bemerkten ausschließlich Positives, für 8,5 Prozent gab es (noch) keine Effekte. "Obwohl diese Maßnahmen notwendig und effektiv sind, um Leben retten zu können, gab es eine größere Belastung, und auch Probleme im sozialen Bereich und in der wirtschaftlichen Domäne bei den Patienten", erläuterte Thomas Probst, Professor für Psychotherapiewissenschaften an der Donau-Universität Krems und Autor der am Freitag präsentierten Studie.

Extremisten-Betreuer: "Da tickt ein Unternehmertyp gleich wie der Teenager-Dschihadist"

An den Gerichten stauen sich Tausende Verfahren, der Betrieb wird langsam wieder hochgefahren. Die Lage in Gefängnissen ist angespannt. Ein Extremisten-Betreuer berichtet.

Tourismus nach Corona: Was wird sich ändern?

War Overtourism in den vergangenen Jahren häufig in der Kritik, leben wir momentan mit rigiden Ausgangs- und Reisebeschränkungen. Und danach? Wie werden Tourismus und Reisen nach der Coronakrise aussehen? Stephan Wabl hat darüber mit der deutschen Tourismusforscherin Anja Kirig gesprochen.

23.4.2020: Nur mehr 2786 aktive Erkrankungen in Österreich

In Österreich ist am Donnerstag die Grenze von 15.000 bestätigten Infektionen mit SARS-CoV-2 überschritten worden. Das Innenministerium wies um 9.30 Uhr 15.002 Fälle aus. Allerdings waren zu diesem Zeitpunkt knapp 11.700 Betroffene bereits wieder genesen. Die aktiven Erkrankungen hatten sich gegenüber dem Vortag bundesweit um 301 auf 2786 reduziert.

23.4.2020: Wirtschaft bricht bis 7,5 Prozent ein - Mega-Budgetdefizit

Die Coronavirus-Pandemie bringt Österreich einen historischen Einbruch der Wirtschaft, ein ebenso historisch hohes Budgetdefizit und auch historisch hohe Arbeitslosenzahlen. Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) prognostiziert für heuer einen Einbruch der Wirtschaft von 5,25 Prozent bis 7,5 Prozent. Das Budgetdefizit wird sich demnach auf 7,5 bis 10 Prozent belaufen. Die Arbeitslosenquote soll auf 8,75 bis 9,1 Prozent steigen.

23.4.2020: Besucherlimits und Mindestabstände in Gotteshäusern

Gotteshäuser aller Religionsgemeinschaften dürfen ab 15. Mai wieder öffnen - allerdings mit Beschränkungen, wie Kultusministerin Susanne Raab (ÖVP) und der katholische Kardinal Christoph Schönborn am Donnerstag bekannt gaben. Pro 20 Quadratmeter wird nur ein Besucher zugelassen, zudem gelten Mindestabstände von zwei Metern. Die gemeinsam mit der Regierung getroffenen Regelungen seien mit allen 16 in Österreich anerkannten Religionsgemeinschaften akkordiert, betonten Raab und Schönborn, der stellvertretend für alle Glaubensrichtungen auftrat.

23.4.2020: Immer mehr Menschen finden Corona-Maßnahmen übertrieben

Immer mehr Menschen in Österreich halten die Maßnahmen der Regierung gegen die Ausbreitung des Coronavirus für übertrieben, wie Ergebnisse einer aktuellen Market-Umfrage zeigen. Nur mehr 79 Prozent der 1000 Teilnehmer einer Online-Befragung finden, dass die Maßnahmen gerechtfertigt sind. 21 Prozent sind der Ansicht, dass übertrieben wird. Während vor vier Wochen noch 50 Prozent begeistert vom Vorgehen der Regierung waren, liegt der aktuelle Vergleichswert nur mehr bei 41 Prozent.

Überblick am 23.4.2020

• Bisher 14.924 Infizierte in Österreich (Stand: 6.30 Uhr) • 3087 aktuell Erkrankte in Österreich, 11.328 Genesene, 510 Todesfälle laut Gesundheitsministerium (am oder mit dem Coronavirus verstorben) • Kanzler Kurz zu Grenzöffnung mit Deutschland optimistisch • Luftfahrtbehörde erwartet Einbruch um zwei Drittel • Mehr als 180.000 Menschen weltweit gestorben

23.4.2020: Was Corona aus unseren Beziehungen macht [Podcast]

Die Liebe in Zeiten von Corona: Angelika Hager und Philip Dulle (Archivbild) über die Folgen der "neuen Normalität" für das Liebesleben. Welche Paare profitieren von der Nähe – und in welchen Situationen kann der Stresstest zum Bruch führen.

profil-Podcast auf iTunes:

Hier können Sie sich den Podcast auf iTunes anhören.

profil-Podcast auf Spotify:

Lesen Sie die Titelgeschichte von Angelika Hager in der aktuellen Printausgabe oder als E-Paper (www.profil.at/epaper)!

Überblick am 22.4.2020

• Bisher 14.889 Infizierte in Österreich (Stand 15.00 Uhr) • 3087 aktuell Erkrankte in Österreich, 11.328 Genesene, 510 Todesfälle laut Gesundheitsministerium (am oder mit dem Coronavirus verstorben) • Nächstes Corona-Gesetzespaket im Nationalrat (u.a. zu Risikogruppen, Krankengeld und Familienbeihilfe) • Zivildienst kommt ohne neue Zwangsverlängerungen aus • Weltweit mehr als 2,5 Millionen bestätigte SARS-CoV-2-Fälle und über 700.000 Genesene sowie mehr als 178.000 Tote

Warum es mehr Debatte braucht: Corona und die Folgen

Christian Rainer und Rosemarie Schwaiger in unserem wöchentlichen Innenpolitik-Podcast über alternativlose Entscheidungen, offene Debatten und warum der Satz "Koste es, was es wolle" eine Lüge ist.

21.4.2020: Österreich sperrt im Mai schrittweise weiter auf

Die Regierungsspitze hat am Dienstag die weiteren Schritte zum "Hochfahren" des Landes nach dem Corona-"Shutdown" dargelegt: Mit 1. Mai werden die Ausgangsbeschränkungen gelockert und sämtliche Geschäfte dürfen öffnen. Die Gastronomie sperrt Mitte des Monats auf. Der Schulbetrieb wird ab 4. Mai stufenweise wieder beginnen, kündigte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) an.

Auch Masseure, Fußpfleger und Friseure dürfen mit 1. Mai ihre Dienstleistungen anbieten, wobei - wie in Lokalen und Geschäften - MNS-Masken getragen werden müssen und der Ein-Meter-Sicherheitsabstand zu beachten ist. Sperrstunde für die Lokale, die ab 15. Mai wieder aufmachen dürfen, ist vorerst 23.00 Uhr.

Ab 4. Mai starten im Schulbereich die Vorbereitungen für die Matura und Lehrabschlussprüfungen, mit 15. Mai soll der Schulbetrieb für andere Schulstufen etappenweise hochgefahren werden. Ebenfalls ab 15. Mai sollen Gottesdienste wieder möglich sein.

21.4.2020: Tiroler Quarantänegebiete ab Donnerstag wieder frei

Die Quarantäne über das Tiroler Paznauntal und die Gemeinden St. Anton am Arlberg und Sölden wird mit Donnerstag der Vergangenheit angehören. Ab dann gelte auch für diese Gebiete das "Bundesregime", teilte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) am Dienstag bei einer Videopressekonferenz mit. Die Grundlage für die Entscheidung sei die Zahl der Neuinfektionen in den Gemeinden gewesen.

20.4.2020: Regierungsmitglieder spenden jeweils ein Monatsgehalt

Die Mitglieder der Bundesregierung werden als "Zeichen des Zusammenhalts" jeweils ein Netto-Monatsgehalt an eine ausgewählte Organisation spenden. Das gaben Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) am Montag gegenüber der APA bekannt. Details sollen in den kommenden Tagen geklärt werden.

Rosemarie Schwaiger: Der Allmächtige

Sebastian Kurz lernt gerade, wie gut autoritäres Auftreten bei den Bürgern ankommt. Auf die Dauer ist das ein gefährliches Konzept.

Warum kratzt die ÖVP an der Absoluten, Herr Peter Hajek?

Meinungsforscher Peter Hajek über die profil-Umfrage, das Umfrageplus von ÖVP und Kanzler Kurz in der Corona-Krise, warum die Grünen stagnieren, die Probleme der Opposition und die ersten Lockerungen der Restriktionen.

In der aktuellen profil-Sonntagsfrage kratzt die ÖVP mit 48% an einer absoluten Mehrheit – ein Plus von neun Prozentpunkten. Dahinter liegen SPÖ und Grüne mit 16% gleichauf, die FPÖ kommt nur mehr auf 13% Zustimmung. Die NEOS leiden ebenfalls unter der ÖVP-Dominanz und halten bei 6%.

18.4.2020: Umfrage: Mehrheit glaubt nicht an Freiheitsbeschränkungen nach Corona

59% der Österreicher glauben, dass die Beschränkungen der persönlichen Freiheiten nach der Coronakrise wieder aufgehoben werden. Laut der vom Meinungsforschungsinstitut Unique research für profil durchgeführten Umfrage befürchten allerdings 38% der Österreicher, dass einige Freiheitsbeschränkungen aufrecht erhalten bleiben können.

Zu den ersten Lockerungen der Restriktionen befragt, meinen 49%, die Regierung habe den „richtigen Zeitpunkt“ gewählt. Für 34% kommt die schrittweise Öffnung allerdings „zu früh“, für weitere 9% „zu spät“.

Überblick am 17.4.2020

• Bisher 14.566 Infizierte in Österreich, 909 liegen wegen einer Infektion im Spital (Stand Freitag 9.30 Uhr) • 431 Todesfälle und 9704 Genesene (Stand Freitag 9.30 Uhr) • Spitäler und Arztpraxen sollen schrittweise wieder geöffnet werden • Corona-Krise lässt die Zahl der Beschäftigten in Österreich so stark sinken wie zuletzt im Winter 1952/53 • Chinesische Stadt Wuhan korrigierte Zahl der Corona-Toten um 1.290 (rund 50 %) nach oben • Amnesty warnt wegen Corona-Krise vor Hungersnot in Afrika • Mehr als 30.000 Todesfälle in den USA

17.4.2020: Podcast: Warum hat sich das Virus in Österreich kaum ausgebreitet?

Woche fünf in der Corona-Krise. Alwin Schönberger und Philip Dulle über aktuelle Entwicklungen der Pandemie, warum sich das Virus in Österreich bisher kaum ausgebreitet hat und wie die Mund-Nasen-Schutzmasken wirken.

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17.4.2020: 20 Quadratmeter Unglück: Kultur in Zeiten von Corona

Zum vorläufigen Kulturkrisen-Management der Bundesregierung. Ein Kommentar von Stefan Grissemann.

17.4.2020: Geisterstunde in der Coronakrise: Ein Bildertagebuch aus Wien

Corona verändert das Aussehen der Welt. Wolfgang Paterno hält den Wandel in Wien seit Beginn des Ausnahmezustands mit der Kamera fest. Ein Bildertagebuch.

17.4.2020: Wilder Verlauf: Corona in Afrika

Afrika meldet vorerst vergleichsweise wenige Coronavirus-Infektionen. Trotzdem hat die Pandemie bereits jetzt verheerende Folgen für den Kontinent.

16.4.2020: Medikamente gegen Corona: Was wirkt, was nicht?

16.4.2020: Musik gegen Corona

Das YouTube-Video „lo fi merkelwave beats to relax/get nothing done to“ zeigt die deutsche Regierungschefin Angela Merkel mit rosaroten Kopfhörern auf ihrer magical mystery tour durch die Krise – dazu hört man entspannte Lo-Fi-Beats, Ambient-Versatzstücke und aufmunternde „Wir schaffen das“-Zitate aus den letzten Jahren.

Angela Merkel

16.4.2020: Sicherheitspolitik in der Corona-Krise: Die sorglose Republik

Das Bundesheer warnte vor einer Flüchtlingswelle - vergeblich; vor einer Pandemie - vergeblich. Und es warnt vor Terror und Blackout - vergeblich?

16.4.2020: Anzeige gegen steirisches Pflegeheim wegen Infektionen

Gegen ein steirisches Pflegeheim ist in Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen Anzeige erstattet worden. Seit Beginn der Coronokrise sind dort mehrere Menschen in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Nun wird wegen grob fahrlässiger Tötung und vorsätzlicher Gefährdung durch übertragbare Krankheiten ermittelt, bestätigte die Staatsanwaltschaft einen Bericht der "Kronen Zeitung".

15.4.2020: Corona-Maßnahmen: Wir müssen reden

Eva Linsinger und Christian Rainer im profil-Politik-Podcast über das Demokratieverständnis von Bundeskanzler Sebastian Kurz und warum Österreich in Sachen Corona nicht unbedingt ein Vorbild ist.

14.4.2020: IWF erwartet eine globale Rezession

Wegen der Coronavirus-Pandemie wird die Wirtschaft heuer weltweit dramatisch schrumpfen: Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet mit der schwersten globalen Rezession seit fast hundert Jahren. Die globale Wirtschaftsleistung könnte 2020 um 3 Prozent zurückgehen, jene der Eurozone sogar um 7,5 Prozent, wie der IWF in seiner Prognose zur globalen Konjunkturentwicklung erklärte.

Michael Nikbakhsh: Das Killerargument

Die Bundesregierung verweigert sich jeder Debatte zur Verhältnismäßigkeit ihrer Krisenbekämpfung. Mit Erfolg. Wer will schon 100.000 Tote verantworten?

Atemlos: Protokoll einer Ärztin im Kampf gegen Corona

Wäre die Corona-Pandemie ein Orkan, befände sich Stephanie Neuhold im Auge. Nirgendwo sonst möchte die Leiterin der Intensivstation am Wiener Kaiser-Franz-Josef-Spital in diesen Wochen sein. Protokoll einer Ärztin, die um das Überleben von Covid-19-Patienten kämpft.

14.4.2020: China testet zwei neue Impfstoffe an Menschen

China lässt einem Medienbericht zufolge zwei experimentelle Impfstoffe zur Bekämpfung des neuen Coronavirus für Humantests zu. Die Impfstoffe würden von einer in Peking ansässigen Einheit der Sinovac Biotech und dem Institute of Biological Products, einer Tochtergesellschaft der staatlichen China National Pharmaceutical Group in Wuhan entwickelt, berichtet die Nachrichtenagentur Xinhua.

13.4.2020: Immer mehr Genesene statt Coronavirus-Infizierte in Österreich

In Österreich gibt es laut Gesundheitsministerium seit Ostersonntag mehr Genesene als "aktiv Erkrankte": Am Ostermontag in der Früh lag die Zahl der aktuellen Corona-Patienten bei 6369, die der bereits Genesenen jedoch schon bei 7343. Auch die Zahl der Corona-Patienten in den Spitälern ist mit 981 leicht sinkend und lag erstmals seit 30. März wieder unter 1000. Davon bedurften 239 Betroffene einer intensivmedizinischen Behandlung. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sprach von "sehr ermutigenden Entwicklungen".

13.4.2020: Für Anschober startet "entscheidende Phase"

Mit dem Beginn des stufenweisen Hochfahrens des Handels am Dienstag starte die zweite Etappe im Kampf gegen das Coronavirus, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Ostermontag. Er rief dazu auf, die erste Teilöffnung "maßvoll und verantwortungsvoll" zu begehen. Es handle sich um eine "entscheidende Phase", die erst zeigen werde, ob die schrittweise Öffnung fortgesetzt werden kann. Anschober appellierte dringend, alle Sicherungsmaßnahmen der ersten Teilöffnung konsequent zu befolgen.

13.4.2020: Großteil des Handels und Wiener Bundesgärten öffnen

Am morgigen Dienstag sperrt ein Großteil der Geschäfte nach einem einmonatigen "Shutdown" wieder auf. Für die Bundesregierung ist dies der Startschuss für ein langsames, stufenweises Hochfahren der Wirtschaft in der Coronavirus-Krise. Es gilt Masken- und Abstandspflicht, bei großem Andrang kann es zu Blockabfertigungen kommen. Ebenfalls öffnen werden die fünf Wiener Bundesgärten, wie etwa der Schlosspark Schönbrunn. Einkaufszentren, Gastronomie und Hotellerie müssen sich noch gedulden. Virologen hatten zuletzt vor einer frühzeitigen Öffnung der Geschäfte gewarnt.

13.4.2020: Quarantäne für Altenmarkt im Pongau um zwei Tage verlängert

Das Land Salzburg hat am Montag die Aufhebung der Quarantäne in acht Gemeinden im Pinzgau und Pongau verkündet, nur jene in Altenmarkt ist um zwei Tage bis Mittwoch verlängert worden. Hier will man die Ergebnisse der Tests im Seniorenheim abwarten, sagte LH Wilfried Haslauer (ÖVP). Es gebe fast doppelt so viele Genesene wie neu Infizierte, es sei allerdings über Ostern kaum getestet worden. Die Situation im gesamten Land sei erfreulich, so Haslauer.

12.4.2020: Zahl "aktiver" Erkrankter am Coronavirus erneut gesunken

Am Ostersonntag hat sich der Rückgang der "aktiven" Coronavirus-Erkrankten in Österreich weiter fortgesetzt. Am sechsten Tag in Folge sank dieser wichtige Faktor im 24-Stundenvergleich um 1,8 Prozent auf 6.608 Personen. Fast 14.000 Personen wurden (Stand: 9.30 Uhr) positiv auf das Virus getestet, mit rund 7.000 ist Hälfte davon inzwischen wieder genesen. 350 Personen starben bisher. Die Zahl der "aktiven" Erkrankungen ergibt sich nach dem Abzug der Genesenen und der Todesfälle der bisher exakt 13.945 positiv getesteten Personen.

12.4.2020: 75.000 Coronavirus-Tote in Europa und über 110.000 weltweit

Am Ostersonntag ist die Zahl der Corona-Toten laut aktueller Daten der Johns-Hopkins-Universität in Europa auf über 75.000 gestiegen. 80 Prozent dieser Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 wurden in Italien, Spanien, Frankreich und Großbritannien verzeichnet. Weltweit sind über 110.000 nach einer SARS-CoV-2-Infektion verstorben. Was Europa betrifft, so war Italien am stärksten betroffen mit rund 19.468 Toten, gefolgt von Spanien mit 16.972 Corona-Toten. Die USA verzeichneten bisher mehr als 20.000 Corona-Tote.

12.4.2020: Regierungschef Boris Johnson aus Klinik entlassen

Der britische Premierminister Boris Johnson ist am Sonntag aus dem Krankenhaus entlassen worden. Er werde auf Anraten der Ärzte aber nicht sofort wieder mit seiner Arbeit beginnen, teilte ein Regierungssprecher in London mit. Der 55-Jährige werde sich auf dem offiziellen Landsitz des Premiers, Chequers in der Nähe von London, erholen. "Ich kann ihnen nicht genug danken. Ich verdanke ihnen mein Leben", bedankte sich der Premier bereits Samstagabend bei den Mitarbeitern des St. Thomas' Hospitals.

11.4.2020: Österreich-Zahlen stabil - Mehr Tests in Altersheimen

Am Karsamstag sind die Corona-Zahlen in Österreich sowohl bei Hospitalisierten als auch bei Neuinfizierten wie schon in den Tagen zuvor stabil geblieben. 6.731 aktive Fälle bedeuten einen Rückgang von rund vier Prozent im 24-Stunden-Vergleich. Die Zahl der Covid-19-Spitalspatienten blieb mit 1036 nahezu konstant. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) kündigte zugleich einen Test-Schwerpunkt in Alters- und Pflegeheimen nach Ostern an. Den Zuwachs der Toten in etlichen Staaten Europas bezeichnete Anschober als alarmierend.

11.4.2020: Die USA sind nun das Land mit den meisten Corona-Todesfällen weltweit

Die USA sind nun vor Italien das Land mit den meisten Corona-Todesfällen weltweit. Wie die in Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität mitteilte, starben in den USA mindestens 18.860 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. In Italien starben nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP mindestens 18.849 Infizierte.

11.4.2020: Strenge Kontrollen in Italiens Städten und Urlaubsorten

Die italienischen Behörden haben am Samstag ihre groß angelegten Offensive fortgesetzt, um die Italiener über die Osterfeiertage im Haus zu halten. Auf der Zufahrt zur Autobahn bei Rom bildeten sich lange Autoschlangen mit Insassen, die die Stadt verlassen wollten. Jedes Fahrzeug wurde gründlich kontrolliert. Mit Drohnen, Hubschraubern, Straßensperren und ausgedehnten Kontrollen will man vermeiden, dass das Frühlingswetter mit hohen Temperaturen die Italiener zu Verstößen gegen die drakonische Ausgangssperre bewegt.

11.4.2020: Spanien verzeichnete erneut Rückgang bei Todesfällen

Im besonders schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien ist die Zahl der neuen Todesfälle am dritten Tag in Folge zurückgegangen. In den vergangenen 24 Stunden seien 510 Menschen mit oder an den Folgen ihrer Coronavirus-Infektion gestorben, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Samstag mit. Dies sei die niedrigste Zahl an neu registrierten Todesfällen durch den Erreger seit dem 23. März. Insgesamt starben in Spanien bereits 16.353 Menschen an Covid-19.

Polizeistaat: Die neue Lust am Strafen, Bespitzeln und Denunzieren

In Österreich ist neuerdings alles verboten, was nicht explizit erlaubt wurde. Um Seuchenbekämpfung geht es dabei nur am Rande. Rosemarie Schwaiger über die Lust am Strafen, Bespitzeln und Denunzieren.

Überblick am 10.4.2020:

• Über 13.306 Fälle in Österreich (Stand Freitag 09:00 Uhr) • 295 Todesfälle und über 5200 Genesene in Österreich • Stichprobentest: Bis zu 67.400 Infizierte in Österreich • Fast 1800 Tote an einem Tag in den USA • Trump sieht USA in Pandemie auf dem Höhepunkt

Corona-Dunkelziffer liegt vermutlich bei 28.500 Infizierten

Das Ergebnis des von der Regierung beauftragten Stichprobentests liegt vor: In Österreich gab es Anfang April zusätzlich zu den Erkrankten in Spitälern zwischen 10.200 und 67.400 mit dem Coroanvirus SARS-Cov-2 Infizierte. Der wahrscheinlichste Wert liegt bei 28.500 Infizierten, was 0,33 Prozent der Bevölkerung entspricht. Das ergab die repräsentative Stichprobenuntersuchung von 1.544 Österreichern, wie Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) am Freitag bekannt gab. Mit den Tests wollte man überprüfen, wie groß die Dunkelziffer bei den Corona-Infektionen ist.

Leichter Rückgang bei Spitalsbettenbelegung erwartet

Österreich bewegt sich in der Corona-Krise bei der erwarteten Auslastung der Spitalskapazitäten "auf der sicheren Seite". Das betonte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Karfreitag. Demnach gehen die Prognosemodelle für nächste Woche von einem leichten Rückgang bei den belegten Betten aus. Erfreulich sei auch, dass der effektive Reproduktionsfaktor mittlerweile bei unter 1 liege. Diese Zahl gibt an, wie viele Mitmenschen eine mit dem Coronavirus infizierte Person derzeit ansteckt.

Erneut weniger aktive Fälle in Österreich: 7021 erkrankt

Die Zahl der in Österreich aktiv an Covid-19 erkrankten Personen hat sich bis zum Karfreitag (Stand 10.30 Uhr) weiter verringert. Nach bisher 13.404 positiven Testergebnissen sind 6.064 Personen wieder genesen und 319 gestorben, teilten Innen- und Gesundheitsministerium mit. Die aktiven Fälle gingen damit im 24-Stunden-Vergleich um 7,4 Prozent auf 7.021 zurück. Die 319 Todesopfer bedeuteten einen Anstieg um 24 Verstorbene seit Donnerstag. Die Zahl der Covid-19-Patienten in Spitalsbehandlung sank unterdessen auf 1.032, das ist der niedrigste Stand seit 30. März.

Johnsons Vater: Boris wird lange für Genesung brauchen

Der Vater des an Covid-19 erkrankten britischen Premierministers Boris Johnson, Stanley Johnson, glaubt nicht an eine schnelle Rückkehr seines Sohns in die Amtsgeschäfte. Noch sei sein Sohn nicht über den Berg, sagte der 79-Jährige dem Radiosender BBC 4 am Freitag. Die Nachricht, dass der 55 Jahre alte Premier die Intensivstation verlassen konnte, hatte am Donnerstagabend zu großer Erleichterung in Großbritannien geführt. Johnson wird derzeit von Außenminister Dominic Raab vertreten.

Rückholflug der AUA aus Neuseeland in Wien angekommen

Auf dem Flughafen Wien in Schwechat ist am Freitagvormittag der vorerst letzte der vom Außenministerium organisierten Repatriierungsflüge angekommen. Die Boeing 777 der Austrian Airlines kam aus Neuseeland, wo zuvor noch nie eine AUA-Maschine gelandet war. An Bord waren 288 Passagiere. Die Passagiere stammten überwiegend aus Österreich, aber auch aus anderen europäischen Ländern, teilte das Außenministerium mit. Unter ihnen waren 30 minderjährige Austauschschüler und etliche ältere Personen sowie Familien mit Kleinkindern.

Der Krisen-Fahrplan bis Sommer

Covid-19 Fälle nach Bezirken

Überblick am 9.4.2020:

• Über 13.100 Fälle in Österreich (Stand Donnerstag, 10.30 Uhr); 295 Todesfälle und über 5200 Genesene • Mehr als 1,5 Mio. nachgewiesene Infektionen weltweit, die meisten davon in den USA, dann folgen Spanien und Italien • Leichter Anstieg bei Infektionen in China • Corona-Pandemie kostete österreichische Wirtschaft bisher 11 Mrd. Euro • Bundeskanzler Kurz appelliert vor Ostern, zu Hause zu bleiben und keine Familienfeste zu feiern • Regierung verleiht bis zu 12.000 Computer an Bundesschulen-Schüler, die sonst nicht am Online-Unterricht teilnehmen können

Neue profil-Ausgabe - als e-Paper kostenlos

Wenn alles gut geht, wird es nie wieder so sein, wie es war. Wenn Sie das aktuelle profil lesen, wird das öffentliche Leben in Österreich vor seiner Wiederauferstehung stehen. Wie diese genau ablaufen wird, bleibt Verhandlungssache. Die Argumente, die dabei ins Treffen geführt werden, haben wir in der aktuellen Ausgabe eingehend analysiert und zum Teil auch sehr kritisch bewertet.

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Ausnahmsweise stellen wir die aktuelle profil-Ausgabe hier kostenlos zur Verfügung.

Corona-Dating: Spitalsärzte suchen auf Tinder nach intimen Treffen

Spitalsärzte gehören in Corona-Zeiten zur besonders schützenswerten Personengruppe. Doch auf der Dating-Plattform Tinder sind derzeit einige von ihnen aktiv. Statt „social distancing“ legen es manche Mediziner auf Treffen mit fremden Frauen an.

57 Prozent der Corona-Infizierungen lassen sich nach Ischgl zurückverfolgen

Die Gesundheitsagentur (AGES) spürt den Infektionsketten des Coronavirus nach. Die bisher ausgewerteten Daten zeigen: Der Großteil der österreichischen Fälle steckte sich entweder direkt in den Tiroler Skigebieten an – oder bei heimgekehrten Urlaubern.

Rumänien stoppt Luftbrücke für Pflegerinnen

Zwei AUA-Maschinen waren für 15. April gebucht. Österreich ringt um Sondergenehmigung für dringend benötigte Altenbetreuer.

Das Coronavirus und die Natur: "Paradiesische Zustände für Tiere"

Wildtierbiologe Klaus Hackländer über die Auswirkungen des Coronavirus auf die Tierwelt, Lebendtiermärkte in Südostasien und warum Corona nicht das letzte Virus sein wird, das auf uns Menschen überspringt.

Umfrage: 56% feiern Ostern heuer im kleinsten Kreis

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung (56%) feiert Ostern heuer im kleinsten Kreis oder mit der Kernfamilie. 27% bleiben über die Feiertage überhaupt allein. Das ergab eine vom Meinungsforschungsinstitut Unique research für die aktuelle profil-Ausgabe durchgeführte Umfrage.

Podcast: Coronavirus erklärt #3: Ausgerechnet Mediziner verunsichern im Internet

Alwin Schönberger und Philip Dulle über aktuelle Entwicklungen der Pandemie und warum ausgerechnet eine Handvoll Mediziner die Menschen mit obskuren Aussagen verunsichert.

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Die Lage am 8.4.2020:

• 12.709 Personen in Österreich mit dem Corona-Virus infiziert (Stand Mittwoch, 9.00 Uhr) • 243 Personen an Covid-19 verstorben (Stand Dienstag 9.30 Uhr) • Fast 2000 Coronavirus-Tote in den USA an einem Tag • Britischer Premier Boris Johnson weiterhin auf Intensivstation, Fieber zurückgegangen • Ausreiseverbot für chinesische Metropole Wuhan beendet

Entwicklung in Österreich

Bestätigten Covid-19-Neuinfektionen

Fälle nach Bundesländern

Coronavirus-Todesopfer in Europa

8.4.2020: Keine Einigung der Euro-Finanzminister auf Corona-Hilfen

Trotz immenser Belastungen der Coronavirus-Pandemie können sich die Euro-Finanzminister nicht auf Hilfen für Italien und andere stark betroffene Länder verständigen. Die Verhandlungen dazu seien nach über 16 Stunden und einer Nachtsitzung Mittwochfrüh abgebrochen worden, teilte Eurogruppen-Chef Mario Centeno mit. Sie sollen nun am Donnerstag fortgesetzt werden. Im Vorfeld der Beratungen waren vor allem gemeinsame Anleihen umstritten - sogenannte Euro-Bonds.

8.4.2020: USA prüfen Stopp von Beiträgen an WHO

Die USA fassen ein mögliches Einfrieren ihrer Zahlungen an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Auge. Seine Regierung werde prüfen, ob die Zahlungen gestoppt werden sollen, kündigte Präsident Donald Trump am Dienstag in Washington während eines Briefings zur Coronavirus-Pandemie an. Der US-Präsident wirft der WHO schwere Fehler in ihrer Reaktion auf die Ausbreitung des Virus vor. "Zum Glück habe ich frühzeitig ihre Empfehlung zurückgewiesen, unsere Grenze zu China offen zu lassen", hatte Trump schon zuvor getwittert.

8.4.2020: Fast 2000 Coronavirus-Tote in den USA binnen eines Tages

In den USA ist innerhalb von 24 Stunden die weltweite Rekordzahl von fast 2000 Menschen an den Folgen der Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Laut Zahlen der Johns-Hopkins-Universität vom Dienstagabend erlagen seit dem Vortag genau 1.939 Menschen in den Vereinigten Staaten der von dem neuartigen Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Es handelt sich um die höchste Zahl von Todesopfern, die seit Beginn der Ausbreitung des Erregers innerhalb eines Tages in einem Land verzeichnet wurde. Die Gesamtzahl der Corona-Toten in den USA stieg damit auf 12.722.

8.4.2020: Anschober sieht Österreich bei Corona-Erkrankungen auf Kurs

12.635 Covid-19-Erkrankungen sind bis Dienstagnachmittag in Österreich bekannt gewesen. "Der Kurs stimmt auch heute", so Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) zur Zunahme von 2,56 Prozent zum Vortag. "Vor ein paar Wochen lagen die Zuwachsraten bei über 40 Prozent, in den vergangenen Tagen liegen sie konstant im unteren einstelligen Prozentbereich", betonte Anschober.

8.4.2020: Mündliche Matura könnte heuer wegen Covid-19 entfallen

Die mündliche Matura soll laut einem Bericht der "Salzburger Nachrichten" heuer entfallen. Stattdessen sollen in jenen Fächern, in denen die Maturanten antreten wollten, die Noten des Abschlussjahrs im Maturazeugnis stehen, heißt es in dem Bericht allerdings ohne Quellenangabe. Im Bildungsministerium verwies man auf eine Pressekonferenz am Mittwoch. Die schriftliche Matura soll dagegen nach dreiwöchiger Vorbereitungszeit für die Maturanten an den Schulen ab 25. Mai stattfinden.

8.4.2020: Verkehr in Wien um 52 Prozent zurückgegangen

Der Coronavirus sorgt auch in Wien für leere Straßen: Der Kfz-Verkehr ist in der Bundeshauptstadt um durchschnittlich 52 Prozent zurückgegangen. Das hat eine Spezialauswertung der Magistratsabteilung 46 ergeben, wie das Büro von Verkehrsstadträtin Birgit Hebein (Grüne) der APA berichtete. Doch nicht nur die Zahl der Autos und Lkw hat sich reduziert. Auch geradelt wird weniger.

Überblick am 7.4.2020:

12.592 Österreicher mit dem Coronavirus infiziert (Stand Dienstag 12.00 Uhr) 243 Personen an Covid-19 verstorben (Stand Dienstag 09.30 Uhr) • Rückgang bei aktiven Erkrankungen um 3,4 Prozent • Kleine Geschäfte sollen mit 14. April öffnen, größere mit Mai • Matura findet unter Vorkehrungen statt, Schulen bis Mitte Mai zu • Keine Veranstaltungen bis Juli, Ausgangsbeschränkung bis Ende April • Tiroler Vollquarantäne endet mit Dienstag • Kurz vermutet "Durchseuchung" bei einem Prozent der Bevölkerung • Mund/Nasen-Schutz auch in öffentlichen Verkehrsmitteln • Oster-Erlass wird zurückgezogen - "nicht erforderlich" • Bundesgärten werden nach Ostern geöffnet • Kurzarbeits-Mittel werden von 1 auf 3 Mrd. aufgestockt • Britischer Premier Boris Johnson auf Intensivstation

Heimunterricht: Stress, lass nach

Der Heimunterricht ist aus dem Ruder gelaufen. Die ersten Eltern geben auf. Wäre Corona nicht Lernstoff genug fürs Leben, fragt sich Clemens Neuhold.

7.4.2020: Britischer Premier Johnson weiter auf Intensivstation: Keine Beatmung

7.4.2020: Smog schuld an hoher Sterblichkeit in Norditalien?

Die Smogwerte in Norditalien könnten ein Grund für die hohe Covid-19-Sterberate sein, vor allem in den von der Epidemie schwer betroffenen Regionen Lombardei und Emilia Romagna. Dies geht aus einer von der Fachzeitschrift "Environmental Pollution" veröffentlichten Studie hervor, die von den Universitäten von Siena und Aarhus in Dänemark durchgeführt wurde.

Die durchschnittliche Sterberate in Italien ist um 4,5 Prozent niedriger als in der Lombardei und in der Emilia Romagna, die als Wirtschaftsmotor Italiens gelten. Die Atemwege vieler Covid-Kranken könnten wegen der Luftverschmutzung geschwächt worden sein, schrieben die Experten, die die Smog-Werte in Norditalien mithilfe der Angaben von NASA-Satelliten prüften. Ihrer Ansicht nach sei Luftverschmutzung ein Co-Faktor, der die Krankheit erschwere.

Corona-Krise: Mangelhafte Schutzausrüstung aus China via Wien nach Südtirol geliefert

Ende März wurden in Wien Millionen Atemschutzmasken aus China angeliefert.Die Ausrüstung war auch für Südtirol bestimmt. Doch die Masken hatten gravierende Mängel,wie zwei gleich zwei Gutachten zeigen.

6.4.2020: Kleinere Geschäfte öffnen wieder nach Ostern

Die Geschäfte dürfen trotz Corona-Krise nach Ostern wieder öffnen, vorerst allerdings nur jene mit bis zu 400 Quadratmetern sowie Bau- und Gartenmärkte. Ab Anfang Mai soll dann der ganze Handel wieder anlaufen. Die Ausgangsbeschränkungen werden bis Ende April aufrecht erhalten. Dazu kommt ab kommender Woche die Verpflichtung zum Tragen von Mund/Nasen-Schutz auch in öffentlichen Verkehrsmitteln. Veranstaltungen sind bis Ende Juni verboten. Restaurants, Hotels und Schulen werden bis Mitte Mai im wesentlichen geschlossen bleiben. Die Matura und Lehrabschluss-Prüfungen sollen dagegen stattfinden. Das gab die Regierung bekannt.

6.4.2020: Wieder mehr Covid-19-Genesene als Neuinfizierte

Den dritten Tag in Folge hat in Österreich die Anzahl der von Covid-19 wieder Genesenen jene der Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 übertroffen. Mit Stand Montag, 10.30 Uhr, waren laut Innenministerium binnen eines Tages 465 Patienten wieder gesundet. Dagegen wies das Gesundheitsministerium 241 Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden aus (Stand: Montag, 8.00 Uhr). Damit bestätigte sich eine Entwicklung, die am Freitag Anlass zu Zuversicht geboten hatte, als die aktiven Erkrankungen erstmals in der 24-Stunden-Schau zurückgegangen waren.

6.4.2020: Kurzarbeits-Mittel werden auf drei Mrd. Euro aufgestockt

Wegen des hohen Bedarfs an Unterstützung für Kurzarbeit in der Corona-Krise stockt die Regierung die dafür vorgesehenen Mittel von einer auf drei Milliarden Euro auf. Das werden Finanzminister Gernot Blümel und Arbeitsministerin Christine Aschbacher (beide ÖVP) per Verordnung veranlassen. Bis Freitag wurden bereits Corona-Kurzarbeitsanträge im Ausmaß von einer Milliarde Euro bewilligt. "Die Corona-Kurzarbeit hat bisher rund 400.000 Arbeitsplätze in Österreich gesichert", so Aschbacher.

Sobotka: "Teilverstaatlichungen können sinnvoll sein“

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) plädiert in einem profil-Interview dafür, die – derzeit freiwillige - „Stopp Corona App“ des Roten Kreuzes verpflichtend zu machen. Zudem könnten Teilverstaatlichungen von Unternehmen "sinnvoll sein".

Abreise aus Ischgl: Ungarn lässt rumänische Saisonarbeitskräfte nicht heimkehren

Die Rückreise tausender Angestellter aus dem Paznauntal läuft weiter an. Schwierigkeiten gibt es für rumänische Staatsbürger - über 60 von ihnen sitzen in Ischgl fest.

Umfrage: Für 57% der Bevölkerung sind die Corona-Maßnahmen besonders belastend

Wie profil in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, empfinden 57% der Bevölkerung die derzeitigen Einschränkungen des persönlichen Lebens für „sehr“ (17%) und „eher“ (40%) belastend. Weitere 31% der Befragten halten, laut der vom Meinungsforschungsinstitut Unique research für die aktuelle profil-Ausgabe durchgeführte Umfrage, die Maßnahmen für „wenig belastend“. Somit stellt die Corona-Krise für neun von zehn Österreicherinnen und Österreich eine gewisse Beeinträchtigung dar. Nur 10% der Befragten empfinden die Einschränkungen als „gar nicht“ belastend.

Im Zentrum der Corona-Krise

Überblick am 3.4.2020:

• Mehr als 11.348 Infizierte in Österreich, zudem gab es mit Stand vom Freitag (09.30 Uhr) 168 Corona-Tote • Bisher 98.343 Testungen in Österreich durchgeführt • 1074 Erkrankte hospitalisiert, davon 245 auf Intensivstation • Regierungspläne für "langsames Hochfahren" nächste Woche • Hotels bleiben bis einschließlich 24. April zu • Drittes Corona-Gesetzespaket auf dem Weg. Beschluss im Nationalrat am Freitag geplant. • Weltweit mehr als 1 Million Infizierte und 50.000 Tote, mehr als 210.000 Erkrankte sind wieder genesen • USA mit weltweiter Rekordzahl (1169) von Corona-Toten an einem Tag

Coronavirus erklärt #2: Warum das Virus auch für junge Menschen gefährlich ist

Woche drei des Ausnahmezustands in der Corona-Krise. Alwin Schönberger, Leiter des profil-Wissenschaftsressorts, und Philip Dulle über aktuelle Fragen zur Pandemie, warum auch jüngere Menschen auf der Intensivstation landen und wie gut die Mund-Nasen-Schutzmasken als Femdschutz dienen.

Die Choreografie des Abstands

Im öffentlichen Raum wird die Distanz neu vermessen. Edith Meinhart über die Freiheit, geradeaus zu gehen oder einen Bogen zu schlagen.

3.4.2020: Kogler deutet "langsames Hochfahren" der Wirtschaft an

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) hat am Freitag eine Lockerung der wirtschaftlichen Einschränkungen angedeutet. Man werde die Fahrpläne für das langsame Hochfahren ab nächster Woche vorstellen, sagte Kogler. Seit 16. März sind die meisten Geschäfte und Lokale wegen der Eindämmung der Coronavirus-Pandemie geschlossen.

11.348 am Coronavirus erkrankt, 168 tot

In Österreich sind mit Stand Freitag, 9.30 Uhr, 11.348 Menschen am Coronavirus SARS-CoV-2 erkrankt. 168 Menschen haben Covid-19 nicht überlebt, 2022 haben sich bereits wieder von der Erkrankung erholt. Das teilte das Innenministerium mit. 1074 Menschen sind wegen einer Covid-19-Erkrankung in Spitalsbehandlung, davon 245 auf Intensivstationen.

Das Coronavirus-Glossar

Wichtige Begriffe aus dem Corona-Krisen-Vokabular einfach erklärt.

2.4.2020: Regierungen lehnten offenbar EU-Hilfe ab

Sitzungsprotokollen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge soll die EU-Kommission den EU-Staaten bereits Ende Jänner, einen Monat bevor die Corona-Krise in Europa eskalierte, Hilfe bei der gemeinsamen Beschaffung von Schutzmasken, Testkits und Beatmungsgeräten angeboten haben. Regierungsvertreter der Gesundheitsministerien sollen dies allerdings bei Sitzungen in Brüssel explizit abgelehnt haben.

2.4.2020: 140.000 Personen luden "Stopp Corona"-App aufs Handy

Rund eine Woche nach dem Launch der "Stopp Corona"-App des Roten Kreuzes ist diese bis Donnerstagnachmittag bereits von über 140.000 Personen heruntergeladen worden. Die App dient als eine Art Kontakttagebuch via Smartphone.

2.4.2020: Regierung plant Medienhilfspaket

Die Regierung plant nun auch ein Hilfspaket für Medien in der Coronakrise, das vom Nationalrat am Freitag beschlossen werden soll. Medieninhaber von Tageszeitungen werden mit einem einmaligen Betrag von vier Euro pro Exemplar der anhand des Jahres 2019 ermittelten durchschnittlichen Druckauflage finanziell unterstützt, heißt es.

Über 10.700 Corona-Fälle, 1500 Tests in Schlüsselberufen

10.711 Infektionen mit SARS-CoV-2 in Österreich sind mit Stand Donnerstag 04.00 Uhr vom Gesundheitsministerium ausgewiesen worden. Die meisten Fälle gab es mit weit mehr als 2400 in Tirol. Die Regierung hat unterdessen besonders exponierte Berufsgruppen erstmals schwerpunktmäßig testen lassen. In der Testreihe wurden repräsentative Samples von insgesamt etwa 1500 Personen gewonnen, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Mehr als 5000 Corona-Todesopfer in den USA

Die Zahl der Todesopfer in den USA durch die Coronavirus-Pandemie hat die Marke von 5000 überschritten. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore vom Mittwochabend (Ortszeit) stieg die Zahl der landesweit verzeichneten Todesfälle auf 5116. Innerhalb von 24 Stunden wurde mit 884 Verstorbenen ein neuer Rekord erreicht. Die Zahl der Corona-Infektionsfälle in den USA nahm demnach auf rund 215.400 zu, womit die Vereinigten Staaten weltweit mit Abstand voran liegen.

NATO-Außenminister beraten über Kampf gegen Corona

Die NATO-Außenminister beraten am Donnerstag über eine bessere Zusammenarbeit des Militärbündnisses in der Coronavirus-Krise. Erstmals in der 70-jährigen NATO-Geschichte kommen die Minister in einer Videokonferenz zusammen. Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte am Mittwoch betont, die NATO sei auch in der Corona-Krise handlungsfähig und komme ihren Hauptaufgaben - Verteidigung und Abschreckung - nach. Innerhalb der Allianz besteht jedoch die Sorge, Gegner wie Russland könnten die Situation ausnutzen und verstärkt feindliche Aktivitäten ausüben.

Podcast: Verschwörungstheorien in Zeiten der Corona-Krise

Verschwörungstheorien grassieren derzeit ähnlich wie das Coronavirus. Franziska Dzugan spricht mit Geschichtswissenschafter Claus Oberhauser, der sich seit Jahren intensiv mit Verschwörungstheorien befasst. Wer setzt sie in die Welt, und warum? Was kann man ihnen entgegensetzen?

Überblick am 01.04.2020

10.482 Infizierte in Österreich (Stand Mittwoch, 15.00 Uhr), zudem gibt es 146 Corona-Tote • Coronavirus-Mundschutzpflicht in Supermärkten beginnt; spätestens ab 6. April • Polizei ab sofort mit Mundschutz unterwegs • Historischer Arbeitslosenrekord wegen Ausgangsbeschränkungen: 562.522 Menschen ohne Job • Härtefallfonds wird von 1 Mrd. auf 2 Mrd. Euro erhöht

Wie man Schutzmasken richtig handhabt

Auch beim Herunternehmen der Masken ist ein genaues Prozedere zu beachten. Mehr dazu hier.

Firma für Staatshilfen gegründet

Die „Covid-19 Finanzierungsagentur“ soll Unternehmen helfen, Liquiditätsschwierigkeiten zu überbrücken. Vertrauensleute von ÖVP und Grünen leiten Geschäfte.

Sebastian Kurz, Viktor Orbán und die Corona-Krise

Eva Linsinger und Christian Rainer im profil-Podcast über die fehlende Antwort von Kanzler Kurz auf Viktor Orbán, die höchsten Arbeitslosenzahlen in Österreich seit 1946, die steigende Verunsicherung in der Bevölkerung und die aktuellen Wirtschaftsmaßnahmen.

31.3.2020: Coronavirus bringt historischen Arbeitslosenrekord: 562.522 ohne Job

Die Coronavirus-Pandemie hat die Arbeitslosenzahlen in Österreich auf einen historischen Höchststand seit 1946 nach oben schnellen lassen. Ende März gab es im Vergleich zum Vorjahresmonat um 52,5 Prozent mehr Personen ohne Job. Arbeitslose und Schulungsteilnehmer zusammengerechnet waren 562.522 (+193.543) ohne Beschäftigung.

Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition stieg um 4,7 Prozentpunkte auf 12,2 Prozent. Seit 16. März sind zur Virus-Eindämmung hierzulande Ausgangsbeschränkungen in Kraft, viele Dienstleistungsbetriebe mussten schließen. "Der extreme Anstieg der Arbeitslosigkeit ist nicht nur eine enorme Herausforderung für die so vielen von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen und deren Familien, sondern stellt auch das AMS und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor einen noch nie dagewesene Belastungsprobe", kommentierte AMS-Vorstand Johannes Kopf die aktuellen Zahlen. Mit dem aktuellen Anstieg sind die Arbeitslosenzahlen erstmals seit Anfang 2017 wieder gestiegen.

31.3.2020: Über 10.000 infizierte Personen in Österreich

Die Zahl der Personen, die sich in Österreich nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert haben, ist am Dienstag (Stand 16.15 Uhr) erstmals auf über 10.000 gestiegen. Laut Gesundheitsministerium sind bisher insgesamt 10.019 Menschen positiv auf das Virus getestet worden.

Die meisten Infektionen wurden mit 2333 bisher in Tirol verzeichnet. Ebenfalls stark betroffen waren Niederösterreich mit 1629 und Oberösterreich mit 1599 Fällen. In Wien wurden bisher 1390 Personen positiv auf das Virus getestet.

Liessmann: "Jetzt können wir uns nicht entgehen"

Der Philosoph Konrad Paul Liessmann über Krisenhilfe durch Stoiker, die kreative Macht der Einsamkeit und das Ende der Zerstreuungskultur.

31.03.2020: "Rat auf Draht" verzeichnet 30 Prozent mehr Anrufe

Seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie stehen beim Kinder- und Jugendnotruf "Rat auf Draht" die Telefone nicht mehr still. Waren es vorher rund 200 Anrufe pro Tag, verzeichnet die Hotline nunmehr eine Steigerung um bis zu 30 Prozent - also 60 zusätzliche Anrufe jeden Tag. Die Chat-Beratung wurde ausgeweitet. Die Experten befürchten eine Zunahme der häuslichen Gewalt.

"Rat auf Draht" ist unter der Nummer 147 rund um die Uhr sieben Tage die Woche erreichbar, die Beratung erfolgt anonym und kostenlos. Viele verzweifelte Kinder und Jugendliche melden sich täglich. Die Chat-Beratung wurde am Montag ausgeweitet, sie steht nunmehr Montag bis Freitag jeweils von 18.00 bis 20.00 Uhr zur Verfügung. "Für Kinder ist es unter den gegebenen Umständen derzeit oft schwierig, zu telefonieren", sagte SOS-Kinderdorf-Sprecherin Christine Weilhartner. Der Notruf wird von SOS-Kinderdorf vorwiegend über Spenden finanziert.

Journalismus in Zeiten von Corona [Podcast]

Wir stehen vor unserer größten Aufgabe seit 1945: Über das Finden und Befinden in dieser Redaktion und in anderen. Christian Rainer liest seinen Leitartikel.

31.03.2020: Spanien verbietet alle Beerdigungszeremonien

Spanien hat wegen der Coronavirus-Pandemie alle Beisetzungszeremonien verboten. Die Teilnehmerzahl bei Bestattungen ist bis auf Weiteres auf maximal drei dem Verstorbenen nahe stehende Menschen beschränkt. Die Einschränkungen bei Beerdigungen gelten bis zum Ende des derzeitigen offiziellen landesweiten Notstandes, der vorerst bis zum 11. April befristet ist. Ähnliche Restriktionen für Beisetzungen gelten bereits in Italien.

30.03.2020: Ungarns Parlament durch beschlossenes Notstandsgesetz faktisch entmachtet

Das ungarische Parlament hat sich in der Coronakrise faktisch entmachtet. Das umstrittene Notstandsgesetz der Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban ist am heutigen Montag mit der Zwei-Drittel-Mehrheit der rechtsnationalen Regierungspartei Fidesz im Parlament beschlossen worden. Es ermöglicht Orban das Regieren per Dekret auf unbestimmte Zeit.

Hackler und Heimwerker: Die Oberschicht fährt Ski, die Unterschicht holt sich Corona

Freiheitsentzug und Überwachung: Dürfen die das?

Im Kampf gegen das Coronavirus brechen die Dämme. Früher für undenkbar gehaltene Maßnahmen sind nun Realität. Die Politik handelt aus edlen Motiven, schließlich geht es um die Gesundheit. Aber wir müssen auch über die Grenzen des Zumutbaren reden. Ein Einspruch von Rosemarie Schwaiger.

Schutzlos: Corona-Gefahr in Flüchtlingslagern

Auf fünf griechischen Inseln leben insgesamt 40.000 Geflüchtete in völlig überfüllten Lagern. Das Coronavirus droht auch sie heimzusuchen. Was dann?

Peter Bosek: "Für die Zuversicht sind im Moment wir zuständig"

Peter Bosek leitet das Österreich-Geschäft der Erste Group. Der erfahrene Banker steht vor surrealen Fragen: Wie geht eine Bank damit um, dass mehr als die Hälfte ihrer rund 50.000 Kommerzkunden von einem Tag auf den anderen kaum oder keinen Umsatz mehr machen? Wie hält man Pensionisten davon ab, am Monatsersten in die Filiale zu kommen? Wie schützt man Filialmitarbeiter vor einer Infektion? Und wie verhindert man, dass einem das Handy ans Ohr wächst? Michael Nikbakhsh hat mit Bosek gesprochen - am Telefon.

Paris: Bürokratie gegen Pandemie

Die Behörden verlangen Passierscheine, aber viele Pariser in ärmeren Vierteln ignorieren die Ausgangssperre, beobachtet CHRISTINA FEIST im 18. Arrondissement.

Oberbürgermeister von Budapest: "Ich kenne nicht einmal die offiziellen Zahlen meiner Stadt"

Gergely Karácsony ist seit Oktober Oberbürgermeister von Budapest. Der grüne Stadtpolitiker gilt als mächtigster Widersacher des rechtskonservative Premiers Viktor Orbán. Mit dessen Krisenmanagement geht er im Interview mit WOLFGANG RÖSSLER hart zu Gericht.

30.3.2020: Abstimmung über Notstandsgesetz in Ungarn schon am Montag

Die Abstimmung über das umstrittene Coronavirus-Notstandsgesetz in Ungarn findet bereits am heutigen Montag statt. Angesichts der Zwei-Drittel-Mehrheit der rechtsnationalen Regierungspartei Fidesz von Premier Viktor Orban scheint eine Verabschiedung sicher.

Laut Kanzleiminister Gergely Gulyas könnten die Maßnahmen des neuen Gesetzes schon ab 24.00 Uhr in Kraft treten, wenn dieses vom Staatspräsidenten Janos Ader außer der Reihe unterzeichnet würde. Die Abstimmung über das Gesetz war letzte Woche gescheitert, da die Opposition die nötige Vier-Fünftel-Mehrheit für eine dringliche Behandlung verhindert hatte.

Das Gesetz ermöglicht es dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban, für unbegrenzte Zeit und ohne parlamentarische Kontrolle auf dem Verordnungsweg zu regieren. Das Parlament und Wahlen wären ausgesetzt.

Kritiker sehen darin eine Aushöhlung der Demokratie in Ungarn, das ohnehin schon mit einem EU-Rechtsstaatsverfahren wegen Angriffen auf Rechtsstaat und Menschenrechte konfrontiert ist.

29.3.2020: 86 Corona-Tote in Österreich, 931 Erkrankte in Spitälern

Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Österreich ist am Sonntagvormittag auf 8552 gestiegen. 931 Personen (Stand: 10.00 Uhr) mussten wegen der Lungenkrankheit Covid-19 in Spitälern behandelt werden, davon 187 auf Intensivstationen. Das teilte das Innenministerium mit. 86 Menschen starben bisher an den Folgen einer Infektion. Mindestens 479 Personen waren inzwischen wieder genesen.

Wifo erwartet über 8 Mrd. Euro weniger Konsumausgaben

Die Ausgangsbeschränkungen und temporären Betriebsschließungen aufgrund der Corona-Krise lassen den privaten Konsum in Österreich kräftig sinken. Die Konsumausgaben der heimischen Haushalte könnten heuer um 5,5 Mrd. Euro sinken, bei den ausländischen Gästen um 2,9 Mrd. Euro, geht aus Berechnungen des Wifo-Ökonomen Jürgen Bierbaumer-Polly hervor. Als Szenario wurde ein sechswöchiger "Shutdown" bis Ende April, ein teilweises Öffnen der geschlossenen Geschäfte im Mai und halbwegs wieder "Normalbetrieb" ab Juni angenommen.

Ungebremster Anstieg der Todesfälle in Europa und USA

Die Coronavirus-Pandemie hat Europa und die USA weiter fest im Griff: Europaweit sind nach offiziellen Zahlen vom Samstag mehr als 30.000 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. In den USA stieg die Zahl der Toten auf mehr als 2100. Trotz der sich zuspitzenden Krise waren laut US-Präsident Donald Trump Überlegungen über eine Quarantäne der Bundesstaaten New York, New Jersey und Connecticut vorerst vom Tisch. In Spanien wird das öffentliche Leben indes weiter heruntergefahren.

Deutschland droht großer Jobabbau in Autoindustrie

In der deutschen Autoindustrie droht laut Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer der Verlust von mehr als 100.000 Arbeitsplätzen durch die Corona-Krise. Die Nachfrage dürfte heuer um 15 Prozent einbrechen. In den deutschen Werken gebe es über Nacht Überkapazitäten von 1,3 bis 1,7 Mio. Fahrzeugen. Kurzarbeitergeld überbrücke nur kurze Zeiten. Niemand könne ungenutzte Produktionskapazität jahrelang vorhalten. Der Aufholprozess werde mehr als zehn Jahre dauern, so Dudenhöffer.

Überblick, 27.03.2020

• Rund 7100 Infizierte in Österreich • 52 Menschen an Covid-19 gestorben (Freitag, 10:00 Uhr) • Bisher knapp 36.000 Tests durchgeführt • 163.200 mehr Arbeitslose seit Ausgangsbeschränkungen • Weltweit mehr als 500.000 Infektionen, fast 23.000 Tote • Stark dezimierter Nationalrat beschließt kommende Woche nächstes Corona-Paket

Umfrage: Großes Vertrauen ins Gesundheitssystem während Corona

Die Bevölkerung hat auch während der Coronakrise großes Vertrauen in das österreichische Gesundheitswesen: 76% glauben, dass Spitäler und andere Versorgungseinrichtungen gut oder sogar sehr gut auf den Höhepunkt der Erkrankungszahlen vorbereitet sind.

Corona-Frischluft-Guide: Wiener verboten?

Ist Niederösterreich Sperrgebiet für Ausflügler, die es ins Grüne zieht? Wie lange dürfen Spaziergänger auf einer Wiese oder Parkbank sitzen? Bleibt der Park Schönbrunn geschlossen? Der Corona-Frischluft-Guide fürs Wochenende.

Coronavirus im Vatikan: Jetzt hilft nur noch beten

Corona-Infektionen im Vatikan lassen um die Gesundheit von Papst Franziskus und Benedikt XVI. bangen, berichtet Thomas Migge aus Rom.

Alle in einem Boot Camp

Unsere gute, alte Bürowelt wird nach der Corona-Krise nicht wiederzuerkennen sein, vermutet Edith Meinhart.

Der tägliche profil-Überblick zur Corona-Krise:

+++Corona im Vatikan und die Angst um zwei Päpste+++Gespräch mit einem Immobilienmakler über Wohnungssuche in der Krise+++Verbotene und erlaubte Freizeitaktivitäten+++Das Ende unserer guten alten Bürowelt+++Die Corona-Chroniken: Durchhalten

27.3.2020: Evaluierung über das Wochenende

Entgegen ursprünglichen Erwartungen hat die Regierung am Freitag noch keine Bilanz vorgelegt, wie die bisher eingeleiteten Maßnahmen in der Coronakrise wirken. Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne) kündigte für das Wochenende eine Evaluierung an. Am Montag werde man mehr sagen können. Positiv wertete er, dass man bei den Krankheitsfällen punktgenau bei den Prognosen liege.

Was die Antikörper-Schnelltests angeht, erwartet Anschober einen Einsatz in zwei bis drei Wochen. Den Höhepunkt der Erkrankungszahlen in Österreich erwartet der Gesundheitsminister zwischen Mitte April und Mitte Mai. Das sei aber nur seine persönliche Einschätzung. Wenn der Peak später eintrete, werde er kleiner sein, und damit wäre auch das eine gute Nachricht, "weil dann waren diese Maßnahmen erfolgreich".

"Transparenz toppt einfach alles"

Heinz Patzelt, Generalsekretär von Amnesty International Österreich, hält auch in der Corona-Krise Demokratien für das "robusteste" System. Kritik übt er an "mieser" Politik in Ungarn und den USA.

27.03.2020: WKÖ verspricht rasche Auszahlung aus Härtefonds

Der Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Karlheinz Kopf, verspricht Auszahlungen aus dem Härtefonds der Regierung zur Unterstützung von Unternehmern in der Coronakrise innerhalb von wenigen Tagen. Kopf sprach im Ö1-Morgenjournal am Freitag davon, dass bei einem Antrag bis Sonntagabend eine Firma spätestens Mittwoch mit dem Geld rechnen könne.

Überblick, 26...3.2020

6398 Infizierte in Österreich (Donnerstag 15.00 Uhr) • 49 Menschen an Covid-19 gestorben (Donnerstag 15.00 Uhr) • Bisher knapp 36.000 Tests durchgeführt • Mehr als 250.000 Erkrankungen in Europa • Heute EU-Videogipfel über Maßnahmen • Wifo und IHS befürchten Rezession in Österreich • Stark dezimierter Nationalrat beschließt kommende Woche nächstes Corona-Paket

Wiener Linien in der Corona-Krise: "Das Unternehmen pfeift auf uns"

Angst vor Ansteckung bei Wiener Linien: Busfahrer fühlen sich nicht ausreichend geschützt.

Manfred Nowak: "Glaube nicht, dass man Fake News unter Strafe stellen sollte"

Der Menschenrechtsexperte Manfred Nowak spricht im profil-Podcast über Meinungsfreiheit und andere Grundrechte in Zeiten der Coronavirus-Krise.

26.03.2020: G20 beraten über Corona-Krise

Die Staats- und Regierungschefs der führenden Wirtschaftsmächte und Schwellenländer kommen heute zu einem Video-Sondergipfel zur Corona-Krise zusammen. Bei dem virtuellen Treffen der G20 unter Vorsitz des saudischen Königs Salman soll es um gemeinsame Schritte zur Eindämmung der Pandemie und zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen gehen.

26.03.2020: Hohe Temperaturen "bremsen" möglicherweise SARS-CoV-2

SARS-CoV-2 könnte in seiner Aktivität temperaturabhängig sein. Nach entsprechenden ersten Berichten über eine höhere Infektionsrate bei winterlichen Temperaturen hat der aus Österreich stammende Software-Unternehmer Alex Bäcker (QLess/Pasadena/USA) dazu statistische Abschätzungen durchgeführt. Fazit: Hohe Temperaturen "bremsen" SARS-CoV-2 offenbar wirklich.

Überblick am 25.03.2020

• 5560 Infizierte in Österreich (Stand: 15 Uhr) • Offiziell derzeit 31 Menschen an Covid-19 gestorben (Stand: 15 Uhr) • Seit Ausgangsbeschränkungen um 138.000 mehr Arbeitslose • 743 mehr Todesopfer in Italien, Bilanz steigt auf 6.820 • In Frankreich erstmals über 1.000 Opfer • USA bringen riesiges Konjunkturpaket auf den Weg

Christian Rainer und Eva Linsinger über die Demokratie in Zeiten der Corona-Krise:

25.03.2020: Prinz Charles positiv getestet

Der britische Thronfolger Prinz Charles hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Der älteste Sohn von Königin Elizabeth II. sei positiv auf den Erreger getestet worden, teilte seine Londoner Residenz Clarence House am Mittwoch mit.

Der 71-Jährige leidet demnach an nur leichten Symptomen der durch den Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19, ist aber ansonsten "wohlauf".

25.03.2020: Caritas Wien startete Ausgabe von Lebensmittelpaketen

Die Caritas hat am Mittwoch mit der Notausgabe von Lebensmitteln in Wien gestartet. Am Carla-Standort Mittersteig können seit dem Vormittag fertig zusammengestellte Pakete für einen Solidarbeitrag von drei Euro abgeholt werden. Weitere Ausgabestellen sind bereits fixiert bzw. in Planung.

25.03.2020: Unterhaltsvorschuss gibt es künftig vereinfacht

Der Unterhaltsvorschuss kann in der Coronakrise einfacher bezogen werden. Auf diese Möglichkeit haben am Mittwoch bei einer Pressekonferenz Justizministerin Alma Zadic (Grüne) und Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) aufmerksam gemacht. Damit will man auf Zahlungsschwierigkeiten von Eltern durch möglichen Jobverlust oder Auftragseinbrüche reagieren.

Wie Zadic erläuterte, wird an sich der Zuschuss nur dann gewährt, wenn drei Kriterien erfüllt sind. Es muss ein entsprechender gerichtlicher Beschluss oder Vergleich da sein, der Zahler in Verzug sein und das Kind einen Exekutionsantrag stellen. Letzteres fällt nun weg und wird nach Angaben der Justizministerin zu einer massiven Beschleunigung des Verfahrens führen. Vorerst gilt diese Regelung, die vom Nationalrat vergangene Woche ermöglicht wurde, bis Ende April.

25.03.2020: 211 Prozent Nachfrageplus bei WC-Papier in Deutschland

In Deutschland hat das Statistische Bundesamt in der Coronakrise eine stark erhöhte Nachfrage nach bestimmten Lebensmitteln und Hygieneartikeln verzeichnet. In der vergangenen Woche waren die Verkaufszahlen im Einzelhandel bei Seife mit einem Plus von 337 Prozent "mehr als viermal so hoch wie in den sechs Monaten zuvor", wie die Statistiker am Mittwoch mitteilten. Demnach wurden auch Toilettenpapier (plus 211 Prozent), Reis (plus 208 Prozent) und passierte Tomaten (plus 171 Prozent) deutlich stärker nachgefragt als sonst.

Causa Ischgl: Die abwegige Theorie von der Ansteckung im Flugzeug

Island informierte Österreich am 4. März über erste Corona-Fälle aus Ischgl – das Land Tirol erklärte daraufhin, diese hätten sich beim Rückflug nach Reykjavik angesteckt. Wie profil-Recherchen zeigen, konnte das so nicht stimmen.

Tiroler Corona-Fälle: Klage bei Menschenrechtsgerichtshof "sehr realistisch"

Der Verfassungsrechtler Theo Öhlinger meint, durch zu späte Lokalschließungen könnte das "Recht auf Leben" verletzt worden sein.

25.03.2020: 60 Prozent aller neuen Fälle in USA aus New York

Die Metropole New York entwickelt sich zunehmend zum Brandherd in der Coronavirus-Krise in den USA: US-Vizepräsident Mike Pence sagte, inzwischen kämen 60 Prozent aller neuen Fälle in den USA aus dem Großraum New York.

25.03.2020: Neue Lieferservices entstehen, auch für Osterhasen

In Zeiten der Corona-Krise, wo man am besten in den eigenen vier Wänden bleibt, sprießen neue Angebote für Online-Shopping und Lieferdienste aus dem Boden. In Oberösterreich wirbt die dortige Wirtschaftskammer für die Plattform www.lieferserviceregional.at mit nach Bezirk gegliederten regionalen Online-Anbietern.

In Wien schaltet delinski angesichts geschlossener Restaurants um von Tischreservierung auf Lieferservice: Über die neue Plattform "delinski Home" lassen sich Take-away und Hauszustellung von Restaurants deutlich günstiger buchen, wird versprochen. Delinski verzichte dabei auf die Vermittlungsprovision, die Zustellung erfolge durch die jeweiligen Restaurants direkt.

Auch der Schoko-Osterhase wird kontaktlos geliefert: Die Confiserie Heindl bietet in großen Teilen Wiens sechs mal wöchentlich Lieferungen u.a. von Osterhasen, -Eiern und -Nesterln an. Auch Pischinger-Produkte sind im Angebot. Bestellt werden kann über die Plattform mjam.at.

Interaktive Grafiken

Überblick am 24.03.2020

• Kanzler Kurz dämpft Hoffnungen auf baldigen Normalzustand • 4876 Infizierte in Österreich (Stand: Dienstag 15.00 Uhr) • Offiziell derzeit 28 Menschen an Covid-19 gestorben • Pflegebereich wird auf Minimum heruntergefahren • Seit Ausgangsbeschränkungen um 138.000 mehr Arbeitslose • Staatsanwalt leitet Ermittlungen zu Ischgler Fall ein • WHO sieht Hoffnungsschimmer für Italien • Mehr als 500 Todesfälle in Spanien in einem Tag • China hebt Abriegelung der Provinz Hubei weitgehend auf • Olympia: Tokio-Spiele verlegt - Noch kein Termin

Die 10 häufigsten Fragen zum Coronavirus

Was sind die Symptome des Coronavirus? Warum ist das Coronavirus so gefährlich? profil beantwortet die meistgegoogelten Fragen zu Covid-19.

Corona-Krise: Wie die VAMED Auftragnehmer am Bau unter Druck setzt

24.03.2020: "Wir werden nach Ostern in einer Phase sein, die der heutigen mehr ähnelt, als der Normalzustand"

Wie genau es bezüglich Ausgangsbeschränkungen, geschlossener Schulen, Geschäfte und Restaurants weitergehen werde, wollte der Bundeskanzler auch auf Nachfrage nicht konkretisieren. Er betonte, dass man bis Freitag auf weitere Daten warte. Ziel sei es aber, die Maßnahmen mit 14. April schrittweise wieder zurückzunehmen. "Die Betonung liegt auf Ziel und auf schrittweise", sagte Kurz. Und: "Es wird nicht das Leben von heute auf morgen wieder so sein, wie es war."

24.03.2020: Kurz will Testkapazitäten auf 15.000 pro Tag erhöhen

Die Bundesregierung wird die Testkapazität in der Coronakrise stark ausweiten. "Es wird gelingen, die Kapazitäten auf rund 15.000 pro Tag auszubauen, und auch durchzuführen, sofern wir die notwendigen Ressourcen erhalten", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Dienstag im Kanzleramt. Klarheit darüber, ob die bisher gesetzten Maßnahmen zur Virus-Eindämmung greifen, werde man erst am Freitag haben, sagte er.

Überblick, 23.03.2020:

• Zuwachsraten in Österreich nehmen nach einer Abflachung am Sonntag wieder zu • Derzeit 3924 Infizierte in Österreich (Stand: Montag 15.00 Uhr) • Offiziell derzeit 21 Menschen an Covid-19 gestorben • Erstmals in der Geschichte werden Teile der Miliz (3000 Mann) mobilgemacht • Rund 4000 Österreicher seit Beginn der Coronavirus-Krise mit Notflügen zurückgebracht • Olympia: Japanischer Ministerpräsident Shinzo Abe schließt Verschiebung der Olympischen Spiele 2020 nicht mehr aus

Komplexitätsforscher zeigen, wie man die Zahl der Coronavirus-Tests massiv erhöhen könnte

Mehrere Proben in einem Test: So könnten anstatt der bisher 3000 täglich 30.000 Menschen getestet werden. Aus den Ergebnissen könnten die Forscher zudem die Dunkelziffer der Corona-Infizierten berechnen.

Medikamente gegen Corona: Was wirkt, was nicht?

In Österreich wird derzeit der Virusblocker Remdesivir getestet. Er gilt als vielversprechend im Kampf gegen Covid-19, ebenso wie das Malariamedikament Chloroquin. Ein für HIV-Patienten entwickeltes Medikament hat bei Corona-Infizierten bisher schlecht abgeschnitten. Ein Überblick über die fieberhafte Suche nach Arzneien.

Big Brother und wir: Covid-19(84)

Grundrechtseingriffe mögen derzeit unausweichlich sein. Doch die behördliche Therapie birgt erhebliche Risiken. Stefan Melichar über Überwachung und Einschränkungen in Zeiten des Coronavirus.

profil-E-Paper gratis verfügbar

Unter diesen turbulenten Umständen haben wir die aktuelle Printausgabe produziert, sie wurde gedruckt und ohne Probleme flächendeckend ausgeliefert. Und wir stellen diese Ausgabe als E-Paper gratis zur Verfügung.

22.3.2020: Zahl der Corona-Infektionen in Österreich über 3000er-Marke

Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten hat in Österreich erstmals die 3000er-Marke überschritten. Sonntag früh (Stand 8.00 Uhr) vermeldete das Gesundheitsministerium offiziell 3026 Erkrankte. Im 24-Stunden-Vergleich mit Samstag (2664 Personen) ist dies eine Steigerung von 13,6 Prozent, nach 21 Prozent im Vergleichszeitraum tags zuvor. Die meisten Covid-19-Fälle gibt es weiter in Tirol mit 626 erfassten Erkrankten. Neun Todesfälle gab es bisher zu beklagen.

22.3.2020: Weltweit bereits mehr als 300.000 Corona-Fälle registriert

Trotz des weltweiten Kampfes gegen das Coronavirus haben sich nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr als 300.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Fast 13.000 Covid-19-Tote seien bisher gezählt worden, berichteten Wissenschafter der US-Universität Johns Hopkins. In den USA schnellte die Zahl der Infizierten binnen nur einer Woche um mehr als das Zehnfache auf mehr als 24.000 Fälle in die Höhe. In Europa war die Lage weiterhin in Italien und Spanien am dramatischsten.

22.3.2020: Conte schließt nicht lebenswichtige Produktion in Italien

Die italienische Regierung lässt im Zuge der Coronavirus-Pandemie alle nicht lebensnotwendigen Produktionsaktivitäten schließen. Davon seien unter anderem Supermärkte, Banken, Post und Apotheken ausgeschlossen, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte. Er sprach von der "größten Herausforderung nach dem Zweiten Weltkrieg". Das Land hatte am Samstag an nur einem Tag fast 800 Tote vermeldet. Bisher starben 4.825 Menschen.

22.3.2020: Weniger Corona-Neuansteckungen in Deutschland gemeldet

In Deutschland sind am Sonntag erneut weniger Neuansteckungen durch das Coronavirus gemeldet worden. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete 18.610 Infizierte, das waren um 1948 mehr als am Vortag. Damit sind die Neuansteckungen den vierten Tag in Folge rückläufig, am Samstag war die Zahl der Krankheitsfälle noch um 2705 gewachsen. Die Zahl der Toten wurde am Sonntag mit 55 angegeben.

21.3.2020: Zehntausende Japaner bewundern Olympisches Feuer

Trotz der Coronavirus-Pandemie haben in Japan Zehntausende Menschen das Olympische Feuer bewundert. Mehr als 50.000 Menschen strömten am Samstag zum Bahnhof Sendai in der Präfektur Miyagi, wo die Flamme in einem goldenen Kessel gezeigt wurde. Die Warteschlange war japanischen Medienberichten zufolge teilweise 500 Meter lang. Viele Besucher trugen Atemschutzmasken. Das in Griechenland entzündete Olympische Feuer war am Freitag in Japan eingetroffen.

profil und die fliegenden Klassenzimmer

Seit 16. März sind die Schulen in Österreich weitestgehend geschlossen und plötzlich online – sie müssen improvisieren und sich neuen Lehrmethoden stellen. Wie soll das funktionieren? Wie wird jetzt unterrichtet? Wie organisieren sich Lehrerinnen und Lehrer untereinander – und wie helfen sich Jugendliche und Kinder gegenseitig? profil sammelt ab sofort kreative Ideen, Videos, Apps und virtuelle Welten von Schülern, Lehrern und Eltern – und wird sie gesammelt für Sie zur Verfügung stellen. Schicken Sie Ihre Tipps und Fundstücke!

Der Überblick am Samstag, 21.3.2020

• Regierung verlängert Ausgangsbeschränkungen bis Ostermontag (13. April) • Zahl der offiziellen Infektionen kletterte auf 2814 (Stand Samstag 15.00 Uhr) • Offiziell insgesamt acht Todesfälle zu beklagen • 18.545 Testungen wurden durchgeführt • Regierung stellt 22 Mio. Euro für Forschung zur Verfügung • Zahl der Coronavirus-Todesopfer in Italien erneut gestiegen. 793 Tote allein am Samstag. Insgesamt 4825 Tote und 42.681 Infizierte

21.3.2020: Mehr als 2800 Infektionen: Anstieg weiter stabil und mehr Tests

Mit mehr als 2800 offiziell bestätigten Coronavirus-Infektionen am Samstag hält sich die Entwicklung in Österreich nach Einschätzung des Gesundheitsministeriums stabil. "Sie muss sich jedoch in der kommenden Woche weiter deutlich absenken", sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). Er verwies zudem auf den deutlichen Anstieg an Testungen. Anschober verwies bezüglich der Tests auf die Kriterien: klarer Symptome und Bezug zu einer Risikoregion oder enger Kontakt zu einem bestätigten Fall oder aber die Entscheidung eines Mediziners - beim Krankenhauspersonal soll verstärkt getestet werden.

21.3.2020: Bundesrat gibt Grünes Licht für zweites Corona-Paket

Der Bundesrat hat dem zweiten Gesetzespaket zur Bekämpfung der Coronakrise in Österreich am Samstag zugestimmt. Wie schon im Nationalrat am Freitag fiel der Beschluss für das Covid-19-Paket einstimmig aus. Für ein Inkrafttreten fehlten danach nur noch die Unterschriften von Bundespräsident und Bundeskanzler und die anschließende Kundmachung im Bundesgesetzblatt. Mit dem Corona-Paket werden 39 Gesetze novelliert und fünf neu eingeführt, dementsprechend breit sind die Anwendungsbereiche gestreut.

21.3.2020: China liefert Schutzausrüstung an Österreich

Österreich erwartet eine Lieferung von Schutzausrüstung aus China. Einen diesbezüglichen Bericht von "krone.at" bestätigten heimische Behörden am Samstag. Ob, wie kolportiert, bereits Sonntagfrüh zwei Maschinen der AUA mit 130 Tonnen Schutzausrüstung in Wien landen werden, war aber unklar. "Es kann auch Anfang kommender Woche erst soweit sein", hieß es auf Anfrage. Österreich hatte auf dem Höhepunkt der Coronavirus-Krise in China Schutzbekleidung geliefert. "krone.at" zufolge soll ein Gutteil der gelieferten Ausrüstung nach Tirol gehen.

21.3.2020: Weitere 793 Corona-Todesopfer in Italien

Die Zahl der Coronavirus-Todesopfer und der Infizierten in Italien ist erneut rasant angestiegen. 793 Todesopfer wurden am Samstag in ganz Italien gemeldet - so viele wie nie zuvor binnen eines Tages. Die Bilanz der Todesopfer kletterte damit auf 4825 Personen, teilte der Zivilschutz in Rom mit. Die Zahl der Infizierten stieg auf 42.681. In der besonders stark betroffenen norditalienischen Provinz Bergamo fordern nun 243 Bürgermeister eine komplette Ausgangssperre.

21.3.2020: EU-Kommission drängt Länder zu drastischen Maßnahmen gegen Coronavirus

Die EU-Kommission drängt die Mitgliedsländer zu drastischen Maßnahmen im Kampf gegen das neuartige Coronavirus. "Es ist lebenswichtig, dass die Maßnahmen, um soziale Distanz durchzusetzen, früh, entschieden und schnell umgesetzt werden", sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides der "Welt am Sonntag". Nur so lasse sich die Ausbreitung des Virus verlangsamen und der Druck auf die Gesundheitssysteme reduzieren. Zugleich rief die EU-Kommissarin die Mitgliedstaaten zu einer besseren Zusammenarbeit in der Krise auf.

21.3.2020: Ponys am Fenster sollen in London Isolierten helfen

Ponys sollen in London während der Corona-Pandemie Menschen in Isolation aufheitern. Die Tiere würden auf Anfrage an die Fenster der betroffenen Menschen gebracht, sagte Stallmeisterin Natalie O'Rourke von den Park Lane Stables im Südwesten London. Die ohnehin für Therapiezwecke eingesetzten Ponys seien Menschen gewöhnt. Sie hoffe, dass die berührungslosen Besuche "ein Lächeln verbreiten", es gebe schon viele Anfragen. "Wenn man allein ist, kann der Tag wirklich lang sein."

21.3.2020: 1400 Ex-Zivis helfen aus, Rotes Kreuz vermittelt Kräfte

Zivildienstministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) rechnet mit einer "massiver Verschärfung der Lage im Pflegebereich" in Folge der Corona-Krise. Um das Problem in den Griff zu bekommen, werden aktive Zivildiener länger dienen müssen und ehemalige einen Freiwilligen-Dienst machen. Für letzteres haben sich bisher fix 1.400 Männer gemeldet. Sie werden mit Hilfe des Roten Kreuzes den Einrichtungen, in denen sie gebraucht werden, zugeteilt.

20.3.2020: Überblick

• Regierung verlängert Ausgangsbeschränkungen bis Ostermontag (13. April) • Schon 1200 Anzeigen wegen Verstößen gegen Ausgangsbeschränkungen • Bisher sechs Todesfälle von Gesundheitsministerium bestätigt • Freitagnachmittag 2388 Infizierte in Österreich • Tausende Mitarbeiter für Ernte und Agrarproduktion gesucht • Geschäfte haben ab Montag nur mehr bis 19 Uhr geöffnet • 92 Prozent halten Beschränkungen für gerechtfertigt • Rehakliniken, Kurhäuser und Thermen schließen ab Freitag • Weltweite Verdoppelung der Covid-19-Fälle binnen zwölf Tagen • China meldete erneut keine Neuansteckungen • Mehr als 1000 Tote und fast 20.000 Fälle in Spanien • Venetien testet jetzt flächendeckend, um symptomlose Infizierte zu finden

20.03.2020: Regierung verlängert Maßnahmen bis Ostermontag

Vizekanzler Werner Kogler ruft zum Durchhalten auf: "Alle die mitmachen, helfen mit, Leben zu retten."

Zur Dauer der Verlängerung der weitreichenden Maßnahmen sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), der Ostermontag sei das Datum, bis zu dem man aus "heutiger Sicht" verlängert. "Und wir werden genau beobachten, was das bedeutet für den Zeitpunkt nach dem 13. April", so der Kanzler. "Die Maßnahmen werden bis 13. April verlängert und dann wird stufenweise - im Idealfall - das System wieder hochgefahren."

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sagte zu dieser Frage, man schaue sich tagtäglich an, wie weit man gekommen sei. Wenn man das Ziel schaffe, bei den Infektions-Zuwachsraten in den einstelligen Prozentbereich zu kommen oder gar keinen Zuwachs mehr zu haben, "dann wird es auch ein Maßnahmenmanagement geben müssen. Weil es wäre ganz schlecht, alles von einem Tag auf anderen zu stoppen (die Maßnahmen, Anm.). Man muss dann einen gleitenden Übergang machen, sobald sich die Dinge stabilisieren."

20.3.2020: Zahl der Infektionen in Österreich auf 2203 gestiegen

Bis Freitag (Stand 8.00 Uhr) ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Österreich auf 2203 gestiegen. Da sind um 360 mehr als Donnerstagfrüh. Die meisten Covid-19-Fälle gibt es weiterhin in Tirol mit 490, gefolgt von Oberösterreich mit 399, berichtete das Gesundheitsministerium.

Aus Niederösterreich wurden 317 positive Test gemeldet, in Wien lagen Daten über 277 bestätigte Ansteckungen vor, in der Steiermark waren es 299, in Salzburg 147, im Burgenland 32, in Vorarlberg 179 und in Kärnten 63. Bisher wurden 15.613 Testungen durchgeführt.

Sechs Todesfälle im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 galten als bestätigt, zwei in Wien, drei in der Steiermark und einer in Oberösterreich. Das ist ein Opfer mehr als Donnerstagfrüh. Die Zahl der genesenen Patientinnen und Patienten gab das Ministerium mit neun an, in Tirol zwei, in Wien fünf und in Niederösterreich zwei.

Weltweit wurden bisher insgesamt 244.523 bestätigte Fälle bekannt gegeben, 10.030 starben, so das Ministerium. 86.026 Menschen hätten sich global bereits wieder von Covid-19 erholt.

Frauennotruf:

Experten warnen vor einem Anstieg häuslicher Gewalt während der Corona-Krise. Frauenhelpline gegen Gewalt: 0800 222 555 Frauennotruf Wien: 01 71719 Männernotruf: 0800 246247

20.3.2020: Budgetausschuss segnete nächstes Paket ab

Der Budgetausschuss hat das neue Paket zur Bekämpfung der Corona-Krise abgesegnet, womit einem Beschluss am Freitag im Nationalrat und am Samstag im Bundesrat nichts mehr im Weg stehen dürfte. Das 39 Gesetzesänderungen und fünf neue Gesetze umfassende Regelwerk ist umfassend. Es hemmt in der Justiz Fristen, ermöglicht einen flexibleren Einsatz von medizinischem Personal und legt die Bedingungen für Kurzarbeit und den vor allem für Kleinunternehmer relevanten Krisenfonds fest.

20.3.2020: Schutzregeln für Handel: Nur mehr bis 19 Uhr offen

Die Sozialpartner haben sich am Donnerstag auf Schutzmaßnahmen für Handelsangestellte in Zeiten der Corona-Pandemie geeinigt: Geschäfte dürfen nur noch bis 19 Uhr offen haben. Risikogruppen und schwangere Mitarbeiter sollen keinen Kundenkontakt mehr haben. Die Mitarbeiter an den Kassen und im Geschäft werden mit Masken, Handschuhen und Plexiglas geschützt. Das teilten ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian und Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer Donnerstag im ORF mit.

20.3.2020: Interaktive Karte zeigt Coronafälle in Österreich

Die Homepage info.gesundheitsministerium.at bietet eine detaillierte Übersicht der bestätigten Corona-Fälle in Österreich. So können nicht nur die Erkrankungen pro Bundesland und Bezirk eingesehen werden, sondern die Altersverteilung, Geschlechterverhältnis und der nationale Trend. Das Gesundheitsministerium, das für die Website verantwortlich ist, schreibt dazu: "Als Quelle für alle Diagramme dienen ausschließlich die geprüften und validierten Daten gemäß Epidemiegesetz. Die Daten werden von den Bezirksverwaltungsbehörden zur Verfügung gestellt."

info.gesundheitsministerium.at

20.3.2020: Ministerium widerruft Pflicht zum Homeoffice

Zur Bekämpfung des Coronavirus wird es nun doch keine Pflicht zum Home Office geben. Die entsprechende Verordnung, die am Freitagabend im Rechtsinformationssystem des Bundes veröffentlicht wurde, wird widerrufen und überarbeitet, hieß es am späten Donnerstagabend aus dem Gesundheitsministerium zur APA. Sie wird noch vor In-Kraft-Treten (Mitternacht) durch eine neue ersetzt. Es wird "keine verpflichtende Telearbeit" geben, betonte eine Ressort-Sprecherin. Die übrigen Maßnahmen bleiben aber aufrecht. Dabei geht es um die Sperre von Kur- und Rehabilitationsanstalten schon am Freitag.

20.3.2020: Kaliforniens Gouverneur verhängte Ausgangssperre

Der US-Bundesstaat Kalifornien hat im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie eine allgemeine Ausgangssperre verhängt. Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom rechnet in den nächsten Wochen mit über 25 Millionen Coronavirus-Infektionen in dem US-Westküstenstaat. Unterdessen machen in New York schnell steigende Fallzahlen angesichts von deutlich mehr durchgeführten Tests in New York das Ausmaß der Corona-Krise deutlich. Alleine von Dienstag bis Donnerstag steigerte sich die Anzahl an nachgewiesenen Infektionen um mehr als das Vierfache und lag bei fast 4000.

20.3.2020: Trump sagt G-7-Gipfel in Camp David ab: Videokonferenz

Die US-Regierung hat das im Juni in den USA geplante Gipfeltreffen sieben führender Wirtschaftsnationen wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt. Anstatt eines Treffens in Camp David bei Washington soll es eine Videokonferenz geben, wie das Weiße Haus am Donnerstagabend (Ortszeit) erklärte. Präsident Donald Trump werde darüber hinaus auch im April und Mai mit seinen Kollegen der G-7-Staaten per Videokonferenz das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie besprechen, hieß es weiter.

20.3.2020: China meldete erneut keine Inlandsansteckung

China meldet den zweiten Tag in Folge keine Ansteckungen im Inland. Allerdings gebe es 39 neue Infektionsfälle unter einreisenden Menschen, teilten die Gesundheitsbehörden mit. So viele seien an einem Tag noch nie gezählt worden. Dabei handelt es sich oft um Chinesen, die aus dem Ausland zurückkehren. Um das Virus weiter einzudämmen, müssen alle Einreisenden in der Volksrepublik für 14 Tage in Quarantäne. Insgesamt sind in China nun 80.967 Infektionsfälle registriert. Die Zahl der Todesopfer stieg den Angaben zufolge um drei auf 3248.

19.3.2020: Der aktuelle Informationsstand

• Bisher sechs Todesfälle von Gesundheitsministerium bestätigt • Mehr als 2000 Covid-19-Fälle in Österreich bestätigt • Vorerst letzter regulärer AUA-Flug gelandet • Maßnahmenpaket gegen häusliche Gewalt vorgestellt • Rehakliniken, Kurhäuser und Thermen schließen am Wochenende • 14 Tage Quarantäne für Reise-Rückkehrer via Luftweg • Alle Tiroler und mehrere Salzburger Gemeinden unter Quarantäne • Gesundheitsminister Anschober startet Livestream-Sprechstunde

19.3.2020: Anti-Gewalt-Trainer Haydn: „Bevor es brenzlig wird”

Der Anti-Gewalt-Trainer Alexander Haydn über Männer, die Wasser trinken, bevor sie zuschlagen, über Wenn-Dann-Schleifen und über Gewaltbeziehungen unter den verschärften Bedingungen von häuslicher Quarantäne.

19.3.2020: Ärztekongress Zürs: „Das Coronavirus kommt nicht nur vom Arlberg“

AKH-Herzchirurg Günther Laufer betont, man habe die Situation ernst genommen und das Meeting in Zürs abgebrochen. Die Coronavirus-Ansteckung zweier AKH-Ärzte könne auch anderswo passiert sein.

19.3.2020: Die Corona-Karte

Auf einen Blick: Wie sich das Corona-Virus von China aus verbreitet hat.

Wie sah die Welt noch im Jänner aus – und wie heute? Wo sind derzeit die meisten Infizierten zu finden, wie geht es in Großbritannien weiter, wo kaum Maßnahmen gegen das Virus unternommen werden? Auf thecoronamap.com hat der Geoinformatiker Ramiz Sami die Corona-Pandemie auf einer interaktiven Karte sichtbar gemacht.

19.3.2020: Weitere Coronavirus-Todesfälle, Tirol isoliert sich selbst

Österreich ist weiter im Coronavirus-Ausnahmezustand: Nach offiziellen Zahlen des Gesundheitsministeriums galten sechs Todesfälle nach einer SARS-CoV-2-Infektion als bestätigt, 1.646 Menschen wurden positiv getestet. Tirol setzt indes eine weitere drastische Maßnahme gegen das Coronavirus und isoliert sich praktisch selbst. Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) informierte am Mittwochabend darüber, dass alle 279 Gemeinden unter Quarantäne gestellt werden. Es ist nur eine Fahrt in den nächsten Ort erlaubt, sofern es im eigenen Ort keinen Arzt, keine Apotheke, kein Lebensmittelgeschäft oder keine Bank gibt.

Von Schließung ausgenommene Bereiche:

19.3.2020: Bisher stärkster Anstieg der Todesopfer in Italien

Die Zahl der Coronavirus-Todesopfer und der Infizierten in Italien ist am Mittwoch wieder kräftig angestiegen. 2978 Todesopfer wurden gemeldet, das sind 475 mehr als am Vortag. Noch nie war die Zahl der Todesopfer an einem einzigen Tag so stark gestiegen. Die Zahl der Infizierten kletterte von 26.062 auf 28.719, was einem Plus von 2.648 Personen entspricht, teilte der italienische Zivilschutz mit. 2.257 Personen liegen auf der Intensivstation. 4.025 Menschen sind inzwischen genesen. Italien will die Möglichkeit eines komplettes Verbots für Aktivitäten im Freien prüfen.

19.3.2020: Laut Blümel zur Not auch mehr als 5 Prozent Defizit

Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) hat am Mittwoch in einer TV-Sendung angedeutet, er sei zur Bekämpfung der Coronavirus-Krise bereit, beim Budgetdefizit noch deutlich weiter zu gehen. Gefragt, ob das Defizit "zur Not" dieses Mal auch größer als nach der Finanzkrise werden könnte - 2009 lag es bei 5,3 Prozent des BIP - sagte Blümel: "Ich bin bereit, auch darüber hinaus zu gehen." Gleichzeitig verwies er auf das am Mittwoch von der Bundesregierung vorgestellte 38 Mrd. große Hilfspaket.

19.3.2020: Montag und Dienstag um 49.000 Arbeitslose mehr

Die Corona-Krise hat bereits starke Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit in Österreich. Seit dem Start der Ausgangsbeschränkungen gibt es Montag und Dienstag zusammengerechnet um 49.000 Arbeitslose mehr als noch Sonntagabend, sagte AMS-Chef Johannes Kopf am Mittwochabend zur APA. Betroffen von der "enormen Steigerung" in den zwei Tagen seien großteils Beschäftigte aus "dynamischen Branchen". Von den exakt 48.969 neuen Arbeitslosen kämen 20.000 Personen aus Beherbergung und Gastronomie, 4500 vom Bau und 3900 aus dem Bereich Arbeitskräfteüberlassung.

19.3.2020: Reha/Kurhäuser ab Donnerstag geschlossen und bald auch Parks

Zur Eindämmung des Coronavirus werden ab Donnerstag auch Rehakliniken und Kuranstalten geschlossen, ebenso Thermen. Und auch bei Parks und Spielplätzen geht Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) "eher in Richtung Schließung", sagte er Mittwoch in der "ZiB2". Nicht geplant sei hingegen ein Verbot, fremde Wohnungen zu betreten. Das sei eine "Fake-Verordnung", die da kursiere.

19.3.2020: Diakonie bittet dringend um Spenden für Hilfsfonds

Die Diakonie hat akut einen Corona-Hilfsfonds eingerichtet. "Wir kümmern uns jetzt besonders auch um Menschen, die in der aktuellen Krise dringend unsere Hilfe brauchen", sagte Maria Katharina Moser, die Direktorin der evangelischen Hilfsorganisation, dazu. So versorge man etwa Obdachlose mit warmen Mahlzeiten und Getränken. Moser bat daher dringend um Spenden für die Versorgung dieser Menschen. Moser hob zudem jene Freiwilligen hervor, die bereits in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe tätig sind.

19.3.2020: profil-Morgenpost: Abstandsmessung

Als joggender Journalist fühlt man sich dieser Tage ein bisschen wie ein Kriegsberichterstatter. „Nous sommes en guerre!“ („Wir sind im Krieg“), sagte Präsident Emannuel Macron bei Verhängung der rigiden Ausgangssperre in Frankreich. In Österreich sind Jogger mit einer Sondergenehmigung unterwegs. Die profil-Morgenpost von Clemens Neuhold.

Überblick, 18.3.2020

• Bundesregierung schnürt 38-Milliarden-Euro-Hilfspaket • Bisher fünf bestätigte Todesfälle • 1646 Covid-19-Fälle in Österreich bestätigt • Neun Personen genesen • Matura wird verschoben • Jetzt auch das Gasteinertal, Großarltal und Flachau unter Quarantäne • Rückholflüge werden durchgeführt • Europäischer Song Contest in Rotterdam abgesagt

18.3.2020: Christian Rainer und Eva Linsinger zur Lage des Landes

18.3.2020: 27-Jährige mit Vorerkrankungen in Linz gestorben

Im Linzer Kepler Universitätsklinikum (KUK) ist am Mittwoch eine 27-jährige Frau an einer Coronavirus-Infektion gestorben. Laut Spital sei sie seit etlichen Jahren schwer krank und damit absolut einer Risikogruppe zuzurechnen gewesen. Wie sie sich angesteckt hat, blieb unklar. Es handelt sich um den ersten Corona-Todesfall in Oberösterreich.

103-jährige Frau überlebte Infektion im Iran

Im besonders stark von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Iran hat eine 103-Jährige die Virusinfektion laut den Staatsmedien überstanden. Die Patientin sei in der Stadt Semnan rund 180 Kilometer östlich der Hauptstadt Teheran im Krankenhaus behandelt worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Irna in der Nacht auf Mittwoch.

18.3.2020: Gasteinertal, Großarltal und Flachau unter Quarantäne

18.3.2020: Das wird noch "sehr, sehr lange dauern"

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erwartet angesichts der Coronaviruskrise, dass es noch "sehr, sehr lange dauern" werde, bis in Österreich wieder Normalbetrieb herrscht. Zumindest vier Wochen werden Kinder nicht in die Schule gehen können, sagte Kurz im Telefoninterview mit "krone.tv". Was danach ist, könne er noch nicht abschätzen. Das Virus führe auch zu "unglaublichen wirtschaftlichen Auswirkungen", sagte Kurz. Deswegen müsse man "alles tun, um Unternehmer zu unterstützen und Arbeitsplätze zu sichern".

18.3.2020: So schlimm wie in Italien wird es nicht

Es gibt über Corona nicht nur Trübseliges zu erfahren, schreibt Rosemarie Schwaiger in der aktuellen profil-Morgenpost.

18.3.2020: Ingrid Brodnig über Fake News und digitale Hilfsbereitschaft

In den sozialen Medien werden die schönsten und dunkelsten Seiten von Menschen sichtbar. Das zeigt auch die digitale Debatte über das Coronavirus. Social-Media-Expertin Ingrid Brodnig über die Gefahr von Desinformation und Fake News – und wie Solidarität und digitale Hilfsbereitschaft das Internet verändern können.

17.3.2020: WHO: Ohne ärztlichen Rat kein Ibuprofen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät Menschen bei Verdacht auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus davon ab, ohne ärztlichen Rat das Medikament Ibuprofen einzunehmen. Es gebe zwar keine neuen Studien, aus denen hervorgehe, dass Ibuprofen mit höher Sterblichkeit verbunden sei, sagte WHO-Sprecher Christian Lindmeier am Dienstag in Genf. Aber die Experten prüften die Lage zur Zeit.

"Wir raten, im Verdachtsfall Paracetamol und nicht Ibuprofen einzunehmen", sagte Lindmeier. Dies beziehe sich ausschließlich auf die Einnahme ohne ärztlichen Rat, betonte er.

Der französische Gesundheitsminister hatte am Wochenende mit einem Tweet, in dem er vor Entzündungshemmern wie Ibuprofen warnte, Aufsehen erregt. Der nationale Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon hatte sich ähnlich geäußert und von der Einnahme sogenannter nichtsteroidaler Antirheumatika (NSAR) abgeraten. Zu dieser Wirkstoffgruppe zählen neben Ibuprofen auch Acetylsalicylsäure (ASS; Aspirin) und Diclofenac. Es gibt einen Beitrag im Fachjournal "Lancet", in dem eine mögliche unerwünschte Wirkung von Ibuprofen erwähnt wird. Die Fallzahl der Studie ist aber äußerst gering.

In Frankreich steht Ibuprofen seit 15. Jänner nicht mehr frei vorne in der Apotheke, sondern nur noch hinter dem Schalter. Die Apotheker verkaufen es weitgehend ohne Rezept. Damit soll jedoch eine entsprechende Beratung sichergestellt sein.

Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) schloss am Wochenende nicht aus, dass insbesondere ASS, aber auch Ibuprofen, bei der Lungenerkrankung Covid-19 nicht hilfreich sein könnten. "Ibuprofen hemmt die Blutgerinnung, das wäre ein möglicher Hinweis", erläutert der Virologe. Damit steige das Risiko für innere Blutungen. "Bei Paracetamol ist das nicht der Fall."

18.3.2020: Tirol-Heimkehrer sollen sich 14 Tage isolieren

Das ganze Bundesland Tirol wird jetzt offenbar als Corona-Risikogebiet erachtet. Somit müssen sich nicht nur Heimkehrer aus Risikoländern wie Italien, Iran etc. oder aus den unter Quarantäne gestellten Gebieten in Tirol, Vorarlberg und Kärnten für 14 Tage isolieren, sondern alle, die in den letzten zwei Wochen irgendwo in Tirol waren. Dies sagte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) auf "Puls 4". Kogler erwägt auch eine Verordnung über die Heimquarantäne für alle Tirol-Heimkehrer.

18.3.2020: AKH hat jetzt 90-Minuten-Tests

Tests auf SARS-CoV-2 können jetzt wesentlich schneller durchgeführt werden: Das Wiener Allgemeine Krankenhaus hat mittlerweile Tests, die nur mehr 90 Minuten dauern, berichtete Florian Thalhammer von der Abteilung für Infektionen MedUni Wien/AKH. Bisher dauerte es mehr als vier Stunden an reiner Laborzeit, bis nach einem Abstrich ein Ergebnis vorlag. Mit 90 Minuten Dauer können wesentlich mehr Verdachtsfälle überprüft werden. Zudem gebe es ausreichend Tests, sagte Thalhammer.

17.03.2020: Überblick

• Kurzarbeit erleichtert: AMS-Kostenübernahme ab 1. Monat • Bisher laut Gesundheitsministerium drei Todesfälle in Österreich • 1132 Covid-19-Fälle in Österreich bestätigt, acht Personen genesen • Zwei Ärzte am Wiener AKH positiv getestet • Gesamte Vorarlberger Arlbergregion unter Quarantäne • Verschiebung der Landtagswahlen in der Steiermark beschlossen • Regulärbetrieb am Flughafen Wien vor Schließung • EU schließt seine Außengrenzen • Fußball-EM auf 2021 verschoben

EPUs und die Corona-Krise: "Jetzt ist alles anders"

Silvia Holzmüller ist eines der vielen Ein-Personen-Unternehmen, die die Corona-Krise vor große Herausforderungen stellt. Für profil berichtet Sie vom Weitermachen trotz Stillstand.

Corona-Arbeitsrecht: Die wichtigsten Fragen

Wann darf ich wegen des Coronavirus zu Hause bleiben? Soll ich jetzt eine einvernehmliche Kündigung unterschreiben? Die wichtigsten arbeitsrechtlichen Fragen.

17.3.2020: Auch EU schottet sich ab: Einreisestopp an Außengrenze

Nach den USA schottet sich auch die Europäische Union in der Coronakrise ab. Wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montag mitteilte, soll es einen zunächst auf 30 Tage befristeten Einreisestopp an den EU-Außengrenzen geben. Dieser betreffe alle "nicht notwendigen Reisen", schrieb von der Leyen auf Twitter. "Je weniger Reisen, desto besser können wir das Virus eindämmen", argumentierte von der Leyen. Nach Angaben des französischen Staatschefs Emmanuel Macron schließt die EU ab Dienstagmittag die Außengrenzen.

17.3.2020: US-Vorwahlen in Ohio wegen Corona-Epidemie verschoben

Die für diesen Dienstag geplanten US-Präsidentschaftsvorwahlen im US-Staat Ohio sind wegen der Ausbreitung des Coronavirus kurzfristig abgesagt worden. Der Gouverneur von Ohio, Mike DeWine, teilte mit, die Mitarbeiter in den Wahllokalen sowie die Wähler würden einem "inakzeptablen Gesundheitsrisiko" ausgesetzt werden, sollten die Vorwahlen stattfinden. Einen neuen Termin nannte er nicht. Die ebenfalls für Dienstag angesetzten Vorwahlen in den Staaten Arizona, Florida und Illinois wurden hingegen nicht gestrichen.

17.3.2020: Die Koalition kann Krise [Podcast]

Die harschen Spielregeln in Corona-Zeiten gestalten sich als Live-Experiment mit offenem Ausgang. Bisher zeigt sich: Die Koalition kann Krise. Der Leitartikel gelesen von Eva Linsinger.

17.3.2020: Kann in den USA überhaupt gewählt werden?

US-Präsident Donald Trump hat lange versucht, die Bedrohung durch das Coronavirus für seine Landsleute kleinzureden. profil-Redakteur Robert Treichler über die Frage, was jetzt mit den Vorwahlen passiert – und ob die Präsidentschaftswahl am 3. November überhaupt stattfinden kann.

16.3.2020: Überblick

• Mehr als 1000 Covid-19-Fälle in Österreich bestätigt • Drei Todesfälle in Österreich, 8 Personen genesen • Seit Montag gelten in ganz Österreich "Ausgangsbeschränkungen" • AUA stellt Flugverkehr ab Donnerstag ein, Laudamotion ab Mittwoch - Rückholflüge werden durchgeführt • Alle wichtigen ÖBB-Verbindungen bleiben aufrecht • Restaurants, Bars und Cafes seit Montag 15.00 Uhr komplett zu • Geschäfte in Österreich geschlossen - Lebensmittelverkauf, Apotheken, Tankstellen, Trafiken bleiben offen • Bargeldversorgung und Zahlungsverkehr gesichert

16.3.2020: Wie werden Regierung und Opposition bewertet?

Meinungsforscher Peter Hajek über das Krisenmanagement der türkis-grünen Regierung, die aktuelle profil-Umfrage, die Auswirkungen auf die Kanzlerfrage und die Flüchtlingslinie von Sebastian Kurz.

profil-Podcast auf iTunes:

Hier können Sie sich den Podcast auf iTunes anhören.

profil-Podcast auf Spotify:

16.3.2020: Corona-Arbeitsrecht: Die wichtigsten Fragen

Wann darf ich wegen des Coronavirus zu Hause bleiben? Soll ich jetzt eine einvernehmliche Kündigung unterschreiben? Die wichtigsten arbeitsrechtlichen Fragen.

16.3.2020: Steirerin mit Vorerkrankungen weiteres Covid-19-Opfer

Eine mit dem Coronavirus infizierte Steirerin, Jahrgang 1944, ist in der Nacht auf Montag laut Landessanitätsdirektion Steiermark gestorben. Die Frau befand sich in stationärer Behandlung und hatte mehrere Vorerkrankungen.

16.3.2020: Regierung will Barzahlungen für Einpersonenunternehmen

Im Rahmen des vom Parlament am Wochenende eingerichteten 4 Mrd. Euro-Hilfsfonds soll es auch Bargeldhilfen für Einpersonenunternehmen geben. Das haben Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Montag im Ö1-Morgenjournal angekündigt. Indessen hat das Finanzministerium ein Formular für Firmen erstellt, die Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Krise beantragen müssen.

16.3.2020: Schnellere Tests im Kommen

Der Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern Roche hat in den USA eine Schnellzulassung für den ersten kommerziellen Test auf SARS-CoV-2 erhalten. Das sollte das Testen auf Infektionen massiv beschleunigen. Kommerzielle Maschinen schaffen bis zu 4.128 Untersuchungen pro 24 Stunden.

Auch in Europa und Österreich wird es die automatisierten Laboruntersuchungen auf SARS-CoV-2 bald geben. "Der Test ist neu und wird demnächst auch im europäischen Raum verfügbar sein. Wir haben ein entsprechendes Gerät an unserer Abteilung und werden den Test - sobald verfügbar - etablieren", erklärte Robert Straßl, Leiter des Laborbereichs Virologie des Wiener AKH (MedUni Wien).

15.3.2020: Parlament beschließt Corona-Krisengesetze

Die österreichische Regierung beschließt weitere drastische Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. So sollen etwa Restaurants ab Dienstag komplett geschlossen werden, ebenso Spiel-und Sportplätze. Zudem soll es weitere Flugverbote geben unter anderem nach Russland. Das sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) heute im Nationalrat im Zuge einer Sondersitzung zum Coronavirus.

Tirol verhängt de facto Ausgangssperre

In Tirol kommt es im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu einer weiteren drastischen Maßnahme: Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) kündigte in einer Erklärung an, eine "Verkehrsbeschränkung" zu verordnen, de facto also eine Ausgangssperre. Ausnahmen seien nur Notfälle oder wenn die Menschen Lebensmittel und Medikamente einkaufen beziehungsweise zur Arbeit müssten.

Die Maßnahme tritt mit Aushang der Verordnung noch am Sonntag in Kraft, erklärte Platter in der Erklärung, die im ORF sowie auf der Facebook-Seite des Landes übertragen wurde. Die "Verkehrsbeschränkung" aller Personen, die sich in Tirol aufhalten, gelte vorerst für eine Woche, so der Landeshauptmann. "Ohne einen triftigen Grund darf niemand seine Wohnung verlassen", betonte Platter.

Als Ausnahmen führte der Landeschef "beruflich notwendige Gründe, medizinische Versorgung, Versorgung der Grundbedürfnisse, Rückkehr zum eigenen Wohnort und wenn es berechtigte Gründe zum Verlassen des Landes gibt" an. Die Menschen dürften nur noch in Ausnahmefällen das eigene Haus verlassen. "Es ist aber erlaubt, einkaufen zu gehen, Besorgungen bei der Apotheke zu machen, Geld vom Geldautomaten abzuheben, zum Arzt zu gehen oder den Hund auszuführen", sagte er.

Zudem sei der Weg vom Arbeitsplatz und zurück nicht von der Sperre umfasst. Allerdings seien die Menschen angehalten, nach Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten.

Die Corona-Chroniken: Pianist Igor Levit spielt Hauskonzerte auf Twitter

Der Pianist Igor Levit, Klassikstar, 33 Jahre jung, der sich auf Twitter mit gesellschaftlichen Kommentaren nicht zurückhält, macht aus der Not eine Tugend. Seit Donnerstag spielt er jeden Tag live auf Twitter ein Hauskonzert. „Die Konzertsäle sind leer, gemeinsames Hören und Erleben von Musik ist nicht möglich“, schreibt er seinen knapp 58.000 Followern. Das sei traurig, jedoch notwendig. Und gut so. „Trotzdem möchte ich Musik weiter mit Euch teilen. Hören, erleben. So, wie es halt geht. Also probiere ich mal etwas aus: mein Hauskonzert.“

758 bestätigte Coronavirus-Fälle in Österreich

758 Personen sind in Österreich bisher positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das gab das Gesundheitsministerium am Samstag mit Stand 8.00 Uhr bekannt. Insgesamt wurden 8.167 Personen auf eine Infektion untersucht. Ein Patient ist bisher in Wien verstorben, sechs sind wieder genesen, zwei davon in Tirol, drei in Wien und einer in Niederösterreich. Die meisten Fälle gibt es mit 245 in Tirol.

Außerordentlicher Zivildienst

Die Regierung hat angekündigt, zur Bekämpfung der Corona-Krise ehemalige Zivildiener einzuberufen, die Erfahrungen als Sanitäter gesammelt haben. Die Rechtsgrundlage dafür bietet das Zivildienstgesetz, das die Möglichkeit eines "außerordentlichen Zivildiensts" (§21) für unter 50-Jährige vorsieht.

Ausmusterungen beim Heer sistiert

Nicht nur die Zivildiener werden ihren Dienst länger ausüben müssen als erwartet. Das gleiche gilt auch für Grundwehrdiener. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kündigte im Nationalrat an, dass er Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) ersucht habe, die Ausmusterungen zu stoppen.

Trumps Coronavirus-Test negativ ausgefallen

US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben seines Arztes negativ auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Trumps Arzt Sean Conley gab das negative Testergebnis am Samstag bekannt. "Heute Abend habe ich die Bestätigung erhalten, dass der Test negativ ist", erklärte Conley. Eine Woche nach einem Abendessen mit einer Delegation aus Brasilien in Trumps Golfclub Mar-a-Lago sei der Präsident weiterhin "symptomfrei". Trump hatte den Test erst nach langem Zögern machen lassen.

Die Corona-Chroniken: Baba, bis wann auch immer!

14.3.2020: St. Anton unter Corona-Quarantäne: "Werden nicht im Stich gelassen"

Die Anordnung, dass seine Gemeinde wegen des Coronavirus unter Quarantäne gestellt wird, traf Helmut Mall, Bürgermeister von St. Anton am Arlberg, "total überraschend". Mit profil sprach er über die Lage in der isolierten Gemeinde.

14.3.2020: "Corona-Krisenfonds" mit 4 Mrd. Euro, kein Nulldefizit

Die Regierung hat am Samstag einen vier Mrd. Euro schweren "Corona-Krisenfonds" angekündigt. Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sprach bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Sozialpartnern von einem ersten Schritt. Teil des Pakets ist auch ein neues Kurzarbeitsmodell. Der eigentlich für heuer geplante Budgetüberschuss ist damit Geschichte.

Die aktuellen Entwicklungen am 13.3.2020: Nicht versorgungsnotwendige Geschäfte schließen

Das Coronavirus hat die nächsten Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Folge. Der Handel pausiert ab Montag außer in versorgungsnotwendigen Bereichen wie Lebensmittelverkauf, Apotheken, Tankstellen und Trafiken.

Gastronomie ab Montag nur noch bis 15 Uhr

Restaurants, Bars und Kaffeehäuser dürfen gemäß Ankündigung der Regierung ab Montag nur noch bis 15 Uhr offen halten.

Paznauntal und St. Anton am Arlberg unter Quarantäne

Zwei besonders vom Coronavirus betroffene Gebiete in Tirol werden gemäß Beschluss der Bundesregierung für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt. Betroffen sind das Paznauntal mit Tourismus-Hotspots wie Ischgl und Galtür sowie St. Anton am Arlberg. Grenzkontrollen werden nun auch zur Schweiz eingeführt.

Neue Maßnahmen gelten vorerst eine Woche

Die über die Schulschließungen hinausgehenden Maßnahmen gelten vorerst eine Woche lang, werden aber laufend evaluiert und können verlängert werden, hieß es seitens der Bundesregierung. Die Quarantäne ist auf 14 Tage angelegt. Auch bei dieser ist eine Ausweitung auf andere Gebiete nicht ausgeschlossen. Derzeit sei man aber nicht in dieser Situation, so Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne).

Bestätigte Fälle in Österreich

Entwicklung in Österreich

Nehammer: "Wird natürlich keine Ausgangssperren geben"

Vor der Verkündung neuer Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung des Coronavirus ist Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) Gerüchten entgegengetreten, die Regierung könnte eine Ausgangssperre verhängen oder alle Geschäfte in Österreich schließen. "Es wird natürlich keine Ausgangssperren geben", versicherte Nehammer im Ö1-"Mittagsjournal" und warnte vor "Fake News". "Die Grundversorgung ist natürlich gesichert", betonte er außerdem. Um 14:00 Uhr will die Regierung weitere Maßnahmen ankündigen.

Alle Schüler dürfen schon ab Montag daheimbleiben

Ab Montag dürfen alle Schüler daheimbleiben. An den Oberstufenschulen wird ohnehin kein Unterricht mehr vor Ort stattfinden. An Volksschulen, AHS-Unterstufen und Neuen Mittelschulen (NMS) gibt es am Montag und Dienstag zwar noch regulären Unterricht. Es gelten aber alle Schüler, die nicht kommen, automatisch als entschuldigt. Das teilte das Bildungsministerium der APA mit. Ab Mittwoch gibt es dann auch wie geplant keinen regulären Unterricht mehr, nur eine Betreuungsmöglichkeit für Schüler unter 14 Jahren.

Außenministerium: Keine weltweite Reisewarnung

Das Außenministerium rät Österreichern wegen der Coronakrise eindringlich von Auslandsreisen ab, hat aber keine weltweite Reisewarnung ausgesprochen. Die am Donnerstag erfolgte Verschärfung der Reisehinweise habe keine rechtlichen Konsequenzen, betonte Außenamtssprecher Peter Guschelbauer am Freitag auf APA-Anfrage. Für die ganze Welt gelte nun ein "hohes Sicherheitsrisiko". Guschelbauer begründete die Verschärfung vor allem mit unsicheren Rückreisemöglichkeiten, weil etwa Fluglinien die Verbindungen einstellen.

Großer Andrang in Supermärkten, Zentrallager sind voll

Die Sorgen rund um das Coronavirus haben in den vergangenen Tagen viele Konsumenten zu Vorratskäufen motiviert. Am Freitag bildeten sich in den heimischen Supermärkten teilweise längere Schlangen bei den Kassen. Mehrere Lebensmittelketten betonten, dass die Versorgung gesichert ist und die Zentrallager gut mit Lebensmitteln und Hygieneartikel gefüllt sind. "Wir bitten die Kunden, ruhig und besonnen einkaufen zu gehen. Wir werden die Versorgung auch in Zukunft sicherstellen. Das ist unsere Aufgabe, wir können das", hieß es von Spar-Sprecherin Nicole Berkmann.

Weitere Einschränkungen im Kampf gegen Coronavirus

Im Kampf gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie setzt die Regierung weitere Maßnahmen. So soll es in Spitälern weitgehende Besuchsbeschränkungen geben, Kirchen und Religionsgesellschaften setzen ab Montag Gottesdienste und Feste mit Gläubigen weitgehend aus. Es soll keine Hochzeiten und Taufen geben. Betriebe können Mitarbeitern Sonderbetreuungszeiten für ihre Kinder gewähren.

Außenministerium: "Hohes Sicherheitsrisiko" weltweit

Österreich hat am Donnerstagabend alle Länder weltweit auf "Hohes Sicherheitsrisiko" gesetzt. Das ist die vierte von sechs Sicherheitsstufen. "Das ist ein außergewöhnlicher aber notwendiger Schritt", sagte Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP). "Wir raten daher dringend von allen nicht unbedingt notwendigen Reisen ab und rufen dazu auf, nach Österreich zurückzukehren, solange noch Rückreisemöglichkeiten bestehen", so der Außenminister. Auslandsösterreicher mit festem Wohnsitz in anderen Ländern sind explizit nicht angesprochen.

Tirol, Salzburg und Vorarlberg beenden Skisaison

Tirol, Salzburg und Vorarlberg beenden die Skisaison aufgrund des Coronavirus vorzeitig. Mit Ablauf Sonntag, 15. März, werden alle Skigebiete geschlossen, teilten die Behörden der drei Bundesländer am Donnerstagabend mit. Ebenso werden alle Beherbergungsbetriebe behördlich gesperrt. Der Montag wurde deshalb gewählt, damit die Gäste geordnet ihre Rückreise antreten können, hieß es.

Neuinfektionen in China und Südkorea weiter rückläufig

Mit nur noch acht neu nachgewiesenen Virusfällen haben Chinas Behörden erneut einen neuen Tiefstand der Infektionen seit Beginn der täglichen Berichte über die Pandemie vor sieben Wochen gemeldet. An der Lungenkrankheit starben zudem sieben weitere Menschen. Der tägliche Zuwachs der Todesfälle war ebenfalls der niedrigste seit Wochen. Auch in Südkorea sank die Zahl der neu erfassten Infektionen, dort wurden 110 weitere Fälle gemeldet. Es war der geringste Tagesanstieg seit mehr als zwei Wochen.

EU-Innenminister beraten über Migration und Coronavirus

Die EU-Innenminister beraten am Freitag in Brüssel über die Spannungen an der griechisch-türkischen Grenze. Zudem soll über die Zusammenarbeit gegen das neuartige Coronavirus diskutiert werden. Dabei soll es etwa darum gehen, wie Informationen besser miteinander geteilt werden können. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) wird aufgrund von "dringlichen Verpflichtungen" in Österreich bleiben und soll durch den Botschafter vertreten werden.

12.3.2020: 361 bestätigte Coronavirus-Infektionen in Österreich

Die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle ist österreichweit bis Donnerstagnachmittag (Stand 15.00 Uhr) auf 361 angestiegen, von 302 Fällen in der Früh. In der Nacht auf Donnerstag musste in Wien mit dem Tod eines 69-Jährigen der erste Todesfall im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 in Österreich verzeichnet werden. Weiterhin gelten bisher vier Patienten als genesen. Die meisten bestätigten Fälle gab es mit 109 Infizierten in Tirol, berichtete das Gesundheitsministerium.

Wahlen in Vorarlberg und Steiermark abgesagt

Angesichts der Coronavirussituation im Land werden die für Sonntag (15. März) vorgesehenen Vorarlberger Gemeinde- und Bürgermeisterwahlen nicht durchgeführt. Die Maßnahme sei eine notwendige Vorsichtsmaßnahme zum bestmöglichen Schutz der Bevölkerung und der Wahlkommissionen vor dem Coronavirus, so Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP). Auch die Steiermark verschiebt aufgrund der Entwicklungen rund um das Coronavirus die für 22. März angesetzten Gemeinderatswahlen.

Bis zu drei Wochen Sonderurlaub für Eltern möglich

Arbeitnehmer mit Betreuungspflichten für Kinder unter 14 Jahren können von ihren Arbeitgebern bis zu drei Wochen Sonderurlaub bekommen. Die Entscheidung darüber trifft der Arbeitgeber. Das sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei einem Pressestatement Donnerstagnachmittag. "Die Unternehmer entscheiden, ob sie die Mitarbeiter freistellen können." Im Falle einer Freistellung übernimmt der Staat ein Drittel der Lohnkosten in den nächsten Wochen bis Ostern.

Bundesheer setzt wegen Coronavirus Stellung aus

Das Bundesheer setzt angesichts des Coronavirus die Stellungen ab Montag bis 17. April aus. Die davon betroffenen Termine werden zu einem späteren, noch nicht näher definierten Zeitpunkt nachgeholt. Die betroffenen Stellungspflichtigen werden laut Verteidigungsressort am Postweg eine neuerliche Ladung erhalten. Das Verteidigungsministerium hat dazu unter +43(0)50201 eine Hotline eingerichtet.

12.3.2020: Erster Todesfall in Österreich

Das Coronavirus hat in Österreich das erste Todesopfer gefordert. Ein 69-jähriger Mann - Italienheimkehrer mit Vorerkrankungen - ist in der Nacht auf Donnerstag im Wiener Kaiser Franz-Josefspital verstorben, teilte der medizinische Krisenstab der Stadt Wien mit.

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, wird es in den Wiener Gemeindespitälern zu Einschränkungen kommen. Krankenbesuche werden bis auf weiteres untersagt. Um diese Maßnahme durchzusetzen, werden in allen Häusern Eingangskontrollen durchgeführt, gab Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) bekannt.

12.3.2020: Anzeichen und Symptome des Coronavirus

Welche Symptome hat COVID-19? Wie erkenne ich eine Infektion mit dem Coronavirus? Ein Überblick.

12.3.2020: US-Einreisestopp für Schengen-Staaten =

12.3.2020: Ansteckungsrisiko von Kontaktpersonen

Coronavirus: Erhöhtes Infektionsrisiko

12.3.2020: Aktuell 302 bestätige Fälle in Österreich, Schulunterricht wird ab Montag eingestellt

Die Zahl der Personen, die sich in Österreich nachweislich mit dem neuen Coronavirus angesteckt haben, ist bis Donnerstag 8.00 Uhr erneut gestiegen. Insgesamt gibt es in Österreich 302 bestätigte Fälle - am Mittwoch waren es 245 gewesen.

Die Fälle nach Bundesländern: Niederösterreich (51), Wien (58), Steiermark (27), Tirol (81), Oberösterreich (50), Salzburg (13), Burgenland (4), Vorarlberg (15) und Kärnten (3). Getestet wurden 5.869 Personen.

Podcast: Christian Rainer und Eva Linsinger über das Coronavirus und Österreich im Ausnahmezustand:

Genese Personen gibt es weiterhin vier - und zwar jeweils zwei in Tirol und Wien.

Schulunterricht ab Montag für mindestens vier Wochen eingestellt

Die Regierung stellt im Rahmen der Bekämpfung des Corona-Virus den Schulunterricht für mindestens vier Wochen komplett ein. Für Schüler ab der 9. Schulstufe bleiben die Schulen ab Montag zu. Für alle anderen wird dann ab Mittwoch zwar der Unterrichtsbetrieb eingestellt, Betreuung gibt es aber weiterhin, Daheimbleiben wird nur empfohlen. Gleiches gilt für Kindergartenkinder.

11.3.2020: Nationaler Sicherheitsrat tagt am Abend

Am Mittwochabend wird im Bundeskanzleramt der Nationale Sicherheitsrat zusammentreten, um über das Thema Coronavirus zu debattieren. Kurz will dabei u.a. alle Parlamentsparteien über den Stand der Dinge informieren. Der Beginn der Sitzung ist für 20.30 Uhr anberaumt.

11.3.2020: Bundesmuseen schließen zur Eindämmung des Coronavirus

In Folge der drastischen Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung des Coronavirus bleiben die österreichischen Bundesmuseen bis Ende März geschlossen. Abgesagt wurden unterdessen auch die Diagonale in Graz und das GTI-Treffen am Wörthersee. Bei den Wiener Festwochen hofft man hingegen noch auf eine Durchführung.

Österreich-weit - 206 Personen sind in Österreich bisher positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Vier an Covid-19-Erkrankte sind inzwischen wieder genesen, gab das Gesundheitsministerium Mittwochfrüh bekannt. . Insgesamt wurden bisher 5.362 Personen im Land auf eine mögliche Ansteckung getestet. Weltweit wurden 119.132 Corona-Erkrankte registriert.

In Tirol sind am Mittwoch neun weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Betroffenen weisen zum Teil einen Bezug zu Italien und dem Tiroler Wintersportort Ischgl auf, hieß es vom Land Tirol. Damit zählt Tirol bisher 42 Menschen, die am Coronavirus erkrankt sind bzw. waren. Zwei Personen sind seit vergangener Woche wieder gesund.

10.3.2020: Coronavirus: Krankenschwester prangert Engpässe in Spitälern an

Frau S. ist Krankenschwester in einem Krankenhaus in Ostösterreich. Auf Instagram hat sie sich nun mit schweren Vorwürfen an die Öffentlichkeit gewandt: Es fehle an Schutzausrüstung für Mitarbeiter - auch durch Diebstähle. Außerdem sollen Ärzte Tests auf das Coronavirus verweigern, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Lesen Sie das Interview hier.

10.3.2020: Veranstaltungen in Österreich massiv eingeschränkt

Das Coronavirus sorgt erstmals für deutliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Österreich. Die Regierung verkündete am Dienstag, dass Freiluft-Veranstaltungen mit mehr als 500 Besuchern und Hallen-Events mit über 100 Gästen bis 3. April untersagt werden. An den Unis gibt es spätestens ab Montag keine Lehrveranstaltungen mehr. Auch die Schulen werden vermutlich von Schließungen betroffen sein. Ferner gibt es einen Einreisestopp aus Italien, nur Österreicher sollen zurückgeholt werden.

10.3.2020: Entscheidet das Coronavirus die Vorwahlen?

Martin Staudinger und Robert Treichler über das Rennen zwischen Bernie Sanders und Joe Biden und die Rolle, die das Coronavirus dabei spielen könnte.

10.3.2020: Volle Reisewarnung für Italien wegen Coronavirus

Das österreichische Außenministerium hat am Dienstag wegen des neuartigen Coronavirus eine volle Reisewarnung für Italien ausgesprochen. Die Sicherheitsstufe wurde auf die höchste Stufe 6 hinaufgesetzt. Reisenden wird dringend nahegelegt, nach Österreich zurückzukehren. Hintergrund ist, dass die italienische Regierung ein Dekret veröffentlicht, das bereits in Kraft getreten ist. Es sieht die Ausweitung der "roten Zone" vor.

10.3.2020: Premier Conte erklärt ganz Italien zur Sperrzone

Italiens Premier Giuseppe Conte erklärt ganz Italien wegen der Coronavirus-Epidemie ab sofort zur Sperrzone. Conte kündigte am Montagabend an, die Reisefreiheit zu stoppen. Lediglich wenige Ausnahmen würden zugelassen. Das Schengen-Abkommen wird allerdings nicht ausgesetzt. Die EU-Regierungschefs halten indes in der Causa am Dienstag einen EU-Gipfel per Videokonferenz ab.

9.3.2020: 140 Personen in Österreich positiv auf Coronavirus getestet

In Österreich wurden laut Gesundheitsministerium bis Montagnachmittag 140 Personen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. 4.734 Tests wurden bisher durchgeführt. Die meisten erkrankten gab es in Niederösterreich mit 36, in Wien waren es 35 und in Tirol 25. In Tirol sind am Montag allein im Bezirk Landeck 16 weitere positive Coronavirus-Fälle dazugekommen.

Überblick zum Coronavirus

Mit Symptomen, die potenziell auf eine Infektion hindeuten, soll man für medizinische Auskünfte die Telefonnummer 1450 wählen, mit Fragen und Sorgen allgemein die Hotline unter 0800 555 621.

Mehr als 89.000 SARS-CoV-2-Infektionsfälle sind derzeit offiziell registriert, rund 80.000 davon in China. Italien ist in Europa am meisten betroffen, hier gibt es rund 1.700 Infektionen und 34 Todesfälle. In Österreich gibt es bisher 16 SARS-CoV-2-Fälle (9 in Wien, je 2 in Tirol, Niederösterreich und Salzburg sowie einen in der Steiermark), darunter einer mit schwerem Krankheitsverlauf, und keine Toten. In Salzburg befanden sich am Montag 18 Hotelmitarbeiter in häuslicher Quarantäne.

Der Ausbruch des neuen Coronavirus ist das jüngste Kapitel der uralten Geschichte des Zweikampfs von Mensch und Mikrobe. Das Muster ist meist gleich: Keime aus dem Tierreich springen plötzlich auf uns über. Die aktuelle Epidemie wird wohl glimpflich verlaufen - die Entstehung wirklich gefährlicher Viren ist aber jederzeit möglich.

Wie gefährlich ist das Coronavirus? Der Virologe Norbert Nowotny im Podcast-Gespräch mit Alwin Schönberger über Übertragung und Schutz vor dem Virus.

Chinas Regierung geht nicht nur mit beispielloser Härte gegen die Ausbreitung des Coronavirus vor - sondern auch gegen die Verbreitung von Informationen darüber.

Coronavirus-Hotline:

Die Coronavirus-Hotline der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) steht unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 555 621 sieben Tage in der Woche von 0-24 Uhr zur Verfügung. Wer Symptome aufweist oder befürchtet, erkrankt zu sein, soll zu Hause bleiben, das Gesundheitstelefon 1450 anrufen und die dort erhaltenen Anweisungen genau befolgen.)