Champions League: Red Bull Salzburg schlägt Karabach Agdam mit 2:0 und steigt auf

Champions League: Red Bull Salzburg schlägt Karabach Agdam mit 2:0 und steigt auf

Red Bull Salzburg schlägt Karabach Agdam mit 2:0 und steigt damit mit einem Gesamergebnis von 3:2 in das Play-Off um den Einzug in die Champions League auf. Der Gegner wird morgen, Freitag, ausgelost. Rückschau: Fußball-Meister Red Bull Salzburg steht vor seiner bisher schwersten Aufgabe in dieser Saison. Gegen Karabach Agdam muss am Mittwoch (20.30 Uhr/Livestream ORF eins) unbedingt ein Sieg her, soll der siebente Anlauf der Red-Bull-Ära auf die Champions League nicht bereits an der ersten Hürde enden. Das Hinspiel bei Aserbaidschans Meister hatten die Salzburger vergangene Woche mit 1:2 verloren.

Das Vertrauen in die eigenen Stärken scheint aber nach wie vor groß. "Wir haben 90 Minuten Zeit, das Resultat zu korrigieren. Wenn wir alle Tugenden auf den Platz bringen, glaube ich, dass wir die bessere Mannschaft sind", meinte Salzburg-Trainer Adi Hütter, der sich auf ein Geduldspiel einstellt. "Wir müssen schauen, vorne in diese Betonabwehr reinzukommen. Wir haben auch die Spieler dazu", betonte Hütter.

In der Offensive vertraut der neue Coach der Meisterformation, im Zentrum auf das herbeigesehnte Comeback von Stefan Ilsanker. Der ÖFB-Teamspieler hatte wegen einer angebrochenen Zehe zuletzt zwei Wochen pausieren müssen, meldete sich für das Entscheidungsspiel gegen Karabach aber rechtzeitig fit. "Stefan hat speziell auch im letzten Jahr gezeigt, welch wichtiger Faktor er für diese Mannschaft ist", erklärte Hütter.

"Stefan wird diese Mentalität noch heben"
Die physische Präsenz des 1,89-Meter-Mannes hatten die Salzburger auch im Hinspiel vermisst. "Er ist ein bisschen ein anderer Spieler mit seiner Art und Weise, wie er Fußball spielt", sagte Hütter über den kampfkräftigen Mittelfeldspieler. Die Mannschaft habe auch nach dem frühen Rückstand und Ausschluss von Christian Schwegler in Baku "eine gute Mentalität" gezeigt. "Stefan wird diese Mentalität noch heben."

Der gesperrte Schwegler wird auf der rechten Abwehrseite durch den Dänen Peter Ankersen ersetzt. Bei den Gästen aus dem Aserbaidschan fehlt neben Stürmerstar Reynaldo auch Abwehrchef Admir Teli gesperrt. "Aufgrund des Ergebnisses kann man davon ausgehen, dass Karabach versuchen wird, das Ergebnis zu verteidigen", meinte Hütter. "Wir werden versuchen, das Spiel von Beginn an in die Hand zu nehmen."

Auch für ein mögliches Geduldspiel sieht der Ex-Internationale sein Team gerüstet. "Wir sind eine Mannschaft, die über 90 Minuten ein hohes Tempo gehen kann", versicherte Hütter. "Die Mannschaft wird auf dieses Spiel brennen, trotzdem müssen wir kühlen Kopf bewahren. Physisch und spielerisch sind wir vielleicht die stärkere Mannschaft. Aber reden ist die eine Sache. Wir müssen es auch auf den Platz bringen."

"Wir haben alles getan"
In der Liga sind die Bullen ihrer Favoritenrolle bisher gerecht geworden. Nach drei Siegen in drei Spielen lautet das eindrucksvolle Torverhältnis 13:1. Klares Ziel ist aber die Champions League. "Wir haben alles getan, auch in der Zusammenstellung des Kaders. Die ist darauf ausgerichtet, dass wir es schaffen in diesem Jahr", betonte Sportdirektor Ralf Rangnick. Eine Runde wäre nach Karabach bis zur Gruppenphase noch zu überstehen.

Zu Hause haben die Salzburger in den vergangenen zweieinhalb Jahren nur ein Europacup-Heimspiel verloren - im März im Europa-League-Achtelfinale gegen Basel (1:2). Für Karabach waren bis Dienstag 14.000 Karten verkauft, Rangnick hofft auf bis zu 20.000 Zuschauer. "Man hat schon im Hinspiel gesehen, dass es der erwartet schwere Gegner war", meinte der Sportchef. "Da haben wir nur eine Hälfte so gespielt, wie wir uns das vorgenommen haben. Diesmal brauchen wir 90 gute Minuten."

Damit soll eine ähnliche Schmach wie vor zwei Jahren verhindert werden, als sich die Salzburger gegen den luxemburgischen Vertreter Düdelingen (0:1 a, 4:3 h) blamiert hatten. Diesmal wäre ein Aus allerdings nicht gleichbedeutend mit dem Ende der Europacup-Saison, steigt der Verlierer doch ins Play-off der Europa League um - ein schwacher Trost. Hütter: "Die Spieler sind hungrig, sie wollen unbedingt in die Champions League."

Red Bull Salzburg - Karabach Agdam (Red Bull Arena, 20.30 Uhr/Livestream ORF eins ) Hinspiel 1:2, der Aufsteiger steht im Champions-League-Play-off, der Verlierer steigt ins Europa-League-Play-off um (Auslosungen jeweils am Freitag).

Salzburg: Gulacsi - Ankersen, Ramalho, Hinteregger, Ulmer - Kampl, Ilsanker, Leitgeb, Mane - Alan, Soriano

Ersatz: Walke - Schiemer, Rodnei, Lazaro, Keita, Bruno, Sabitzer, Quaschner

Es fehlen: Schwegler (gesperrt), Vorsah (Knieoperation), Sörensen (Sprunggelenksverletzung), Berisha (Kreuzbandriss)

Agdam: Sehic - Medvedev, Hüseynov, Sadigov, Agolli - Qarayev, Richard - George, Chumbinho, Danilo - Nadirov

Ersatz: Veliyev - Qurbanov, Guliyev, Yusifov, Ahmedov, Tagiyev, Muarem

Es fehlen: Teli, Reynaldo (beide gesperrt)

Red Bull Arena in Salzburg

(APA/Red.)