Hoch wie nie!

„Endlich Kokain”: der neue Roman von Joachim Lottmann

Buchtipp. Joachim Lottmann: „Endlich Kokain”

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Ein verfetteter, frühpensionierter ORF-Spießer jenseits der Lebensmitte beschließt, endlich einmal im Leben Spaß zu haben und geht auf die teuerste Diät aller Zeiten. "Endlich Kokain“ nennt Joachim Lottmann oder "Doktor Pop“, wie er in der Szene genannt wird, sein literarisches Drogen-, Sex- & Gewalt-Abenteuer, in dem er so hemmungslos mit den Pappnasen, Bohemiens und Parvenues der Wiener Gesellschaft Schlitten fährt, dass sich der Vergleich zu Thomas Bernhards "Holzfällen“ nahezu aufdrängt. Bei seinem Drogenexperiment läuft Lottmann zur Turboform auf, besonders zu empfehlen ist die Passage über eine Wahlveranstaltung von "Spindi“. Es ist ein grausamer und gnadenloser Blick, den der langjährige Berliner auf seine neue Heimatstadt wirft, aber unglaublich unterhaltsam.

Joachim Lottmann: „Endlich Kokain”, KiWi, Euro 10,30