EURO 2016: Warum sich die Top-Favoriten schon vor dem Finale begegnen

Spanien ließ sich gestern eine bessere Ausgangslage für die K.o.-Phase nehmen.

Spanien ließ sich gestern eine bessere Ausgangslage für die K.o.-Phase nehmen.

Nachdem gestern Spanien von Kroatien düpiert wurde und sich so noch den Gruppensieg nehmen ließ, steht eines bereits vor dem Achtelfinale fest: Im Endspiel am 10. Juli wird es kein Duell der Top-Favoriten geben.

Die großen Fußballnationen Europas - Spanien, Deutschland, Frankreich, England und Italien - spielen allesamt im gleichen K.o.-Runden-"Ast". Dies bedeutet, dass maximal nur eine dieser Mannschaften am 10. Juli im Endspiel stehen wird. Mit Spanien - Italien kommt es bereits im Achtelfinale zum Duell zweier "Riesen". Der Sieger dieser Partie würde im Viertelfinale dann auf Deutschland treffen.

Geht es nach der Papierform, wird es im Viertelfinale mit England - Frankreich zu einem weiteren Klassiker kommen. Der Sieger dieses Duells würde dann im Halbfinale wohl auf Spanien, Deutschland oder Italien treffen.

Außenseiter im Finale?

Gleichzeitig bedeutet diese Konstellation, dass wahrscheinlich eine Mannschaft im Finale stehen wird, mit der man nicht unbedingt gerechnet hat. Für den anderen Finalrunden-"Ast" haben sich mit der Schweiz , Polen , Kroatien und Wales bisher vier Teams fix qualifiziert. Nach derzeitigem Stand könnten sich noch die Mit-Favoriten Belgien und Portugal , sowie zwei Außenseiter hinzugesellen. Sollte Österreich Rang drei in Gruppe F einnehmen (dies wäre der Fall, wenn heute Österreich und Portugal gewinnen), könnte man den ganz großen Namen ebenfalls vorerst aus dem Weg gehen. Mit Kroatien würde freilich im Achtelfinale trotzdem ein sehr unangenehmer Gegner warten. Sollte man diese Hürde nehmen, würde eine Runde später Polen oder die Schweiz warten. Bevor man so weit nach vorne denkt, sollte man sich aber zunächst einmal heute auf die große Aufgabe Island konzentrieren.