Fußball-WM 2014: Die besten Public-Viewing-Plätze Österreichs

Fußball-WM 2014: Die besten Public-Viewing-Plätze Österreichs

Zur Fußball-WM in Brasilien wird es wie bei Großveranstaltungen mittlerweile üblich auch in Österreich zahlreiche Public Viewings mit Großleinwänden geben. Ein Problem ist allerdings die Zeitverschiebung. Manche Spiele beginnen erst um 24.00 Uhr oder noch später und werden aufrund von Auflagen der Behörden nicht auf den großen Screens zu sehen sein. Ein Überblick über die größten Public-Viewing-Veranstaltungen:

Wien

Vermutlich das größte Public Viewing Österreichs ist das schon traditionelle Event in der Strandbar Herrmann am Donaukanal in der Wiener City. 2.000 Fußballfreunde können hier auf der 21 Quadratmeter großen LED-Wand die Macthes verfolgen. Laut Betreiber können jene Spiele, die zwischen 18.00 und 22.00 Uhr beginnen auf jeden Fall gezeigt werden.

Fix ist auch das Public Viewing im WUK . "Wir zeigen alle Spiele live", sagte WUK-Vertreter Daniel Eberharter. Die Halle hilft hier. Das FM4-WM-Quartier will auch den kritischen Blick auf das Großevent nicht verstellen. Das WUK kündigte Diskussionsveranstaltungen zu den Themen FIFA, Kommerz und Fankultur an. Der 14. Juni wird zum Beispiel anlässlich der jährlichen Regenbogenparade ganz im Zeichen von Fußball gegen Homophobie stehen. Zahlreiche weitere Rahmenveranstaltungen sind geplant.

Das Fußballmagazin Ballesterer lädt die ganze WM lang zu dem Motto "Schwimmen, Tanzen, Schauen" zur Fußball-Sause in die Pratersauna .

Ab 12. Juni 2014 laden Freyung 4-Inhaber Stefan Svoboda und id ipsum-Geschäftsführer Adnan Kutlu zu Wiens elegantestem Public Viewing mit kulinarischen Highlights in das Palais Kinsky in der Wiener Innenstadt. Neben Live-Übertragungen der Spiele auf einem XXL-LED-Screen werden kulinarische Highlights und ein Feuerwerk an attraktiven Specials geboten. Im gediegenen Ambiente des Palais Kinsky können rund 500 Fußball-Fans sämtliche Spiele live genießen. Gezeigt werden hier auch die Spät-Spiele nach Mitternacht.

Während der Fußball-WM in Brasilien grassiert auch auf dem Flughafen Wien-Schwechat das WM-Fieber. Für Passagiere werden vier Public Viewing-Zonen an Gates (F01, G04 und G21) und bei der Gepäckausgabe (Band 10) eingerichtet. 14 Restaurants im Ankunfts- wie im Abflugbereich bieten ebenfalls kostenlose Live-TV-Übertragungen an.

Niederösterreich

In Niederösterreich wird Baden bei Wien das Public-Viewing-Zentrum. Neue Location ist der Arkadenhof des BG/BRG Frauengasse, kündigten die Organisatoren der Eventagentur Vision05 in einer Aussendung an. Der Ort zeichne sich insbesondere durch ein mobiles elektrisches Dach aus, das wetterunabhängig macht. "Endlich kann auch bei Regen mitgefiebert werden", heißt es bei Vision 05. Das Public-Viewing in der Kurstadt wird bei freiem Eintritt zu besuchen sein. Auf die Fußball-Fans wartet auch ein Gastro-Bereich mit kulinarischen Schmankerln.

Kärnten

Wer in Kärnten während der Fußball-WM 2014 Public Viewing in großem Stil erleben will, muss in die Landeshauptstadt Klagenfurt auf den Neuen Platz zum Lindwurm oder an den Faaker See zur Erlebniswelt Arneitz kommen. Sowohl vor dem Rathaus in Klagenfurt als auch in Faak werden 53 der 64 WM-Partien übertragen. Auf die Spiele, die um Mitternacht beginnen, wird alllerdings verzichtet.

In Klagenfurt wird es - wie schon bei der EURO 2012 und bei der WM 2010 - ein musikalisches Rahmenprogramm geben. Zudem werden die Besucher - die Veranstalter rechnen an den 25 Spieltagen mit insgesamt 100.000 Gästen - gastronomisch versorgt. "Auf die späten Spiele haben wir aus Rücksicht auf die Anrainer verzichtet", sagte Sportstadtrat Jürgen Pfeiler (SPÖ) auf Anfrage der APA. In der Eventhalle Arneitz gibt es Sitzplätze für rund 1.600 Gäste. Musikalisches Rahmenprogramm gibt es zwar keines, für das leibliche Wohl der Fans wird aber auch gesorgt. Einen großen Vorteil hat der Standort am Faaker See gegenüber Klagenfurt: Auch bei Regen bleibt man in der Halle am See im Trockenen.

Oberösterreich

In Oberösterreich werden wie schon bei der vergangenen Fußball-WM rund 800 Wirte Fernseher oder Leinwände aufstellen. Davon geht der Geschäftsführer der Fachgruppe Gastronomie und Hotellerie in der Wirtschaftskammer, Peter-Paul Frömmel, aus. "Die Anfragen dazu sind bisher in überschaubarem Umfang", erklärte er. Größere Public-Viewing-Möglichkeiten waren bis auf zwei Ausnahmen vorerst nicht bekannt: Auf dem OK Platz in der Linzer Innenstadt kann man wieder kollektiv mitfiebern, auf dem Welser Minoritenplatz wird von 12. Juni bis 13. Juli fast täglich ein Match live aus Brasilien übertragen.

Salzburg

WM-Schauen in größerer Gesellschaft gibt es im Bundesland Salzburg im wesentlichen nur in Gasthäusern. Sowohl in der Landeshauptstadt als auch in den größten Gemeinden der einzelnen Bezirke sind bisher keine derartigen Veranstaltungen beantragt oder genehmigt worden, wie ein Rundruf ergab.

Einzig in Tamsweg im Lungau gibt es konkrete Pläne: Dort ist zurzeit der landläufig als "Kunst-Igel" bekannte Pavillon "White Noise" aufgestellt, und in diesem sollen auch die beiden Halbfinale und das Endspiel gezeigt werden, hieß es im zuständigen Gemeindeamt. In der Stadt Salzburg hat das Stadtratskollegium hingegen vereinbart, angesichts der teilweise sehr späten Spielzeiten heuer kein Public Viewing in der Altstadt zu genehmigen, weil dies für die Bewohner nicht zumutbar wäre und ohnedies sehr viele Veranstaltungen im Innenstadtbereich stattfänden.

Tirol

In Innsbruck hat sich der Stadtsenat auf Public Viewing mit Einschränkungen für die Zeit während der Fußball-WM in Brasilien geeinigt. "Wir haben intensiv geprüft, wie wir einen entsprechend attraktiven Rahmen für die Stadt schaffen können, bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Interessen der Anrainer", erklärte Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (FI) in einer Aussendung. Das Public Viewing am Marktplatz werde beispielsweise für all jene Gruppenspiele erlaubt, die spätestens um 21.00 Uhr starten, ab dem Achtelfinale dürfen auch Partien gezeigt werden, die erst um 22.00 Uhr beginnen. Eine halbe Stunde vor dem regulären Spielzeitende dürfen keine Getränke mehr ausgeschenkt werden. Zudem müsse der Veranstalter dafür Sorge tragen, dass der Platz 20 Minuten nach Spielende geräumt ist.

Vorarlberg

Das vorarlbergweit größte Public Viewing zur Fußball-WM wird in Dornbirn geboten. Ab dem Viertelfinale, also ab 4. Juli, werden die Spiele bei freiem Eintritt auf eine 21 Quadratmeter große LED-Wand am Dornbirner Marktplatz übertragen. Für die Spiele, die erst spät beginnen, habe man eine Sondergenehmigung, so Herbert Kaufmann, Geschäftsführer des Stadtmarketings. Üblicherweise werde sonst die Beschallung um 23.00 Uhr, die Bewirtung um 24.00 Uhr eingestellt. Für das Finale erwarte man 4.000 bis 5.000 Besucher, für die übrigen Spiele bis zu 2.000 Gäste.

In Bregenz kann man in der Beach Bar in den Seeanlagen die Fußballspiele öffentlich genießen. "Ein kleines, feines Public Viewing in einer Atmosphäre, die zu Brasilien passt", erklärte Stadtmarketing-Geschäftsführer Christoph Thoma. Man biete keine große Veranstaltung an, da Österreich an der WM nicht teilnehme und die Spielzeiten "nicht ideal" seien. Zudem sehe man keinen Sinn darin, mit Dornbirn zu konkurrieren. Einen anderen Weg geht man in Feldkirch. Dort wird ein Führer auflegt, der die Gastrobetriebe aufzählt, in denen die Spiele zu sehen sind, ebenso jene, die fußballfrei sein wollen. Wegen der hohen Anrainerdichte in der Innenstadt passe das besser zu Feldkirch, so Corina Dreher vom Stadtmarketing. In Bludenz ist im Fohrencenter ein Public Viewing geplant.

Steiermark

In der Steiermark veranstaltet die "Kleine Zeitung" wie schon bei den vergangenen Welt- und Europameisterschaften in der Grazer Innenstadt ein Public Viewing. Der Standort wird sich jedoch um ein paar wenige Meter verlagern, denn im sogenannten "Pfauengarten" wird derzeit eine neue Wohnanlage gebaut. Darum werden bis zu 2.300 Besucher am Karmeliterplatz die WM-Spiele live miterleben können.

Der Eintritt zu den auf der großen Leinwand übertragenen Spielen wird frei sein. Tickets für den "WM-Sportler-Club", bei denen Getränke und Essen inkludiert sind, werden 34 Euro (Vorrunde) bzw. 45 Euro (K.o.-Phase) kosten. Das Dauerticket für diesen abgetrennten Bereich soll um 799 Euro erhältlich sein. Es wird für alle Spieltage gültig sein. Gezeigt werden alle Spiele, die um 22.00 Uhr oder früher beginnen. Für die Partien mit Ankick um Mitternacht gab es keine Genehmigung seitens der Stadt Graz, um Anrainer nicht zu sehr zu stören. Die Spiele um 22.00 Uhr werden aber bei Bedarf auch inklusive Verlängerung und Elfmeterschießen ganz zu sehen sein.

Burgenland

Im Burgenland bekommen Fußballfans in der Landeshauptstadt Eisenstadt die Gelegenheit, WM-Matches gemeinsam mitzuverfolgen. Im E-Cube , einem Veranstaltungszentrum für Jugendliche, werden einige Spiele mittels Videobeamer auf einer großen Leinwand übertragen. Geplant sei, an die zehn Partien - das Eröffnungsspiel sowie einige Matches ab dem Achtelfinale - bei freiem Eintritt zu zeigen, so ein Rathaus-Sprecher.

Mit Dank an die Kollegen von News.at