Gerhard Berger: Feuerunfall von Imola jährt sich zum 25. Mal

Gerhard Berger: Feuerunfall von Imola jährt sich zum 25. Mal

25 Jahre ist es her, dass Gerhard Berger den schwersten Unfall seiner Formel-1-Karriere erlitt. Der Österreicher war am 23. April 1989 in Imola mit fast 300 km/h in die Mauer der Tamburello-Kurve gekracht, sein Ferrari ging dabei in Flammen auf.

Nur durch das rasche Einschreiten der Sicherheitskräfte überstand der Tiroler diesen Hochgeschwindigkeits-Crash relativ glimpflich.

Obwohl er nach seinem Unfall in der vierten Runde des Grand Prix von San Marino fast eine halbe Minute im Flammen-Inferno saß, kam Berger damals mit einer gebrochenen Rippe, Verbrennungen und einer Gehirnerschütterung davon. Imola wurde aber nicht nur für Berger zur Schicksalsstrecke. Fünf Jahre später verunglückte sein mehrjähriger McLaren-Teamkollege und Freund Ayrton Senna am 1. Mai 1994 ebenfalls in der Tamburello tödlich, nachdem er mit seinem Williams-Renault geradeaus in die Streckenbegrenzung gerast und dabei schwer am Kopf verletzt worden war.

Das schwarze Wochenende der Formel 1 jährt sich demnächst zum 20. Mal. Es hatte am Freitag mit einem Horror-Crash des Jordan-Piloten Rubens Barrichello begonnen, bei dem der Brasilianer aber wie durch ein Wunder nur leicht verletzt wurde. Am Samstag verunglückte im Training der Österreicher Roland Ratzenberger im Simtek tödlich und am Sonntag folgte nach einem heftigen Startunfall zwischen J.J. Lehto und Pedro Lamy sowie einer folgenden Safety-Car-Phase in der siebenten Runde der fatale Unfall von Senna.

Es war ein Wochenende, das die Formel 1 verändert hat. Seither ist kein Fahrer in einem Grand-Prix-Rennen tödlich verunglückt. Berger bezeichnete den Tod Sennas damals als den Tag, an dem die Sonne vom Himmel fiel. Karl Wendlinger, der 1994 ebenfalls am Grand Prix von San Marino teilgenommen und im Sauber-Mercedes Platz vier belegt hatte, verunglückte gleich im Training für den nächsten WM-Lauf in Monaco ausgangs des Tunnels so schwer, dass er danach wochenlang im Koma lag.

(APA/Red.)