Harry und Meghan ziehen sich zurück

Prinz Harry und Meghan Markle im Kensington Palace, kurz nach Bekanntgabe ihrer Verlobung.

Prinz Harry und Meghan Markle im Kensington Palace, kurz nach Bekanntgabe ihrer Verlobung.

Britischer Prinz Harry und Herzogin Meghan sollen nicht alle Royals über Plan informiert haben.

Der britische Prinz Harry und Herzogin Meghan müssen für ihre Entscheidung, sich weitgehend von ihren royalen Verpflichtungen zurückzuziehen, viel Kritik einstecken. Sie gaben am Mittwochabend ihren Entschluss auf ihrem offiziellen Instagram Account bekannt.


Den Royals wird der Rückzug von Harry und Meghan schaden. Nach dem Skandal um Prinz Andrew kommt die königliche Familie nicht zur Ruhe.

Harry (35) und Meghan (38) hatten nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aber zuvor nicht alle Royals über ihren Plan unterrichtet. Das soll zu Enttäuschung und Verärgerung in der Firma - wie sich die Königsfamilie selbst nennt - geführt haben. Selbst die 93-jährige Queen und ihr ältester Sohn Prinz Charles (71) seien nicht vorab über diesen Schritt informiert worden, berichtete die Zeitung "The Telegraph". profil-Royals-Expertin Alexandra Unger meint: "Meghan und Harry haben das sehr ungeschickt gemacht. Den Royals wird der Rückzug von Harry und Meghan schaden. Nach dem Skandal um Prinz Andrew kommt die königliche Familie nicht zur Ruhe."

Entscheidung "in einem frühen Stadium"

Auf Instagram hagelte es viele böse Kommentare, die meist gegen die frühere US-Schauspielerin Meghan gerichtet waren. Die Royal-Expertin und Buchautorin Penny Junor nannte das Vorhaben des Paares "außergewöhnlich und nicht durchdacht". Der Buckingham-Palast reagierte nur kurz und knapp und sprach von einer Entscheidung "in einem frühen Stadium". "Die Statements lesen sich etwas hilflos, es ist unklar, was das nun genau heißt und welche Termine die beiden noch wahrnehmen werden", so Unger.

Harry und Meghan wollen in Zukunft finanziell unabhängig sein. Die beiden planen außerdem, künftig sowohl in Großbritannien als auch in Nordamerika zu leben, heißt es in ihrer Mitteilung. "Nach vielen Monaten des Nachdenkens und der Diskussionen haben wir uns entschieden, in dieser Institution eine neue fortschrittliche Rolle für uns zu finden", schrieben Harry und Meghan. Sie würden daher als Senior-Mitglieder der Royals zurücktreten - gemeint ist damit der innere Zirkel der königlichen Familie mit vielen Verpflichtungen.

Prinz Harry und Meghan in Kanada am 7. Jänner

Harry und Meghan waren schon in den vergangenen Monaten immer stärker in die Kritik geraten. So war ihnen zum Beispiel vorgeworfen worden, dass sie zu sehr auf ihr Privatleben pochen. Erst kürzlich hatten sie sich eine sechswöchige Auszeit von ihren Verpflichtungen genommen und waren mit Baby Archie nach Kanada gereist.

In einem Interview während einer Afrika-Reise hatte Harry eingeräumt, dass er sich mit seinem Bruder William (37) auseinandergelebt habe. "Wir sind derzeit sicherlich auf unterschiedlichen Pfaden." Bereits im Frühjahr waren Harry und Meghan aus dem Kensington-Palast in London, auf dessen Grundstück sie mit William und Kate gelebt hatten, ausgezogen. Sie wohnen seither in der Nähe der Queen in Windsor.

Künftig wird Harry mit seiner Meghan auch viel Zeit in Nordamerika verbringen. Es gab bereits viele Gerüchte, dass das Paar Großbritannien verlassen könnte. Allerdings tippten viele Royal-Experten auf den falschen Kontinent: Afrika. Sowohl Harry als auch Meghan hegen eine große Liebe für die Länder südlich der Sahara. Unter dem Sternenhimmel dort sollen sie sich näher gekommen sein.

Am 19. Mai 2018 gaben sich Prinz Harry und Meghan Markle das Ja-Wort.

Meghan und Harry mit Sohn Master Archie

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