Hassprediger Xavier Naidoo: Ein Psychogramm in eigenen Worten

Hassprediger Xavier Naidoo: Ein Psychogramm in eigenen Worten

Es gab eine Zeit, da verstörte der deutsche Popsänger Xavier Naidoo sein Publikum bloß mit weichgerauchten Schmuse- und Erlösungsfantasien und verkaufte en passant ein paar Millionen Platten.

Das dürfte den bekennenden Christen inzwischen leider nicht mehr komplett ausfüllen. In jüngerer Zeit häufen sich jedenfalls die fragwürdigen Naidoo-Aussagen über Politik im Allgemeinen und den amerikanischen Imperialismus im Besonderen sowie die Naidoo-Auftritte bei antisemitischen, neurechten oder sonstwie verfassungsfeindlichen Demonstrationen. In diesem Licht muten freilich auch einige ältere Songtexte und Interviewpassagen etwas verstörend an. Ein Psychogramm in eigenen Worten:

"Tausend fette Jahre stehen uns bevor / Drum zeig, wozu wir fähig sind / Mach meine Tür zu einem himmlischen Tor / Durch das man goldene Gaben bringt." (aus dem Song "20.000 Meilen" von Naidoos Solo-Debüt "Nicht von dieser Welt",1998)

"Wir sind nicht frei, wir sind immer noch ein besetztes Land." (im ARD-"Morgenmagazin", Oktober 2011)

"Wo sind unsere Helfer, unsere starken Männer, wo sind unsere Führer, wo sind sie jetzt?" (aus dem Song "Wo sind sie jetzt?", 2012)

" Mir ist Gott und danach der Mensch als seine Schöpfung heilig. Und bevor ich irgendwelchen Tieren oder Ausländern Gutes tue, agiere ich lieber für Mannheim." (im Interview mit dem "Musikexpress", Juni 1999)

"Ich bin ein Rassist, aber ohne Ansehen der Hautfarbe." (ebenda)

"Wer das als Wahrheit hingenommen hat, was da erzählt wurde, der hat einen Schleier vor den Augen, ganz einfach." (bei einer "Reichsbürger"-Demonstration in Berlin am 3. Oktober 2014, über die Terroranschläge des 11. September 2001

S. Ho.