HSV vs. Greuther Fürth: 8 Gründe, warum Hamburg oben bleiben muss

HSV vs. Greuther Fürth: 8 Gründe, warum Hamburg oben bleiben muss

Der Hamburger SV kämpft im Rückspiel der Relegation gegen Greuther Fürth heute ab 17 Uhr (Live-Stream auf ARD) um den letzten Platz in der deutschen Bundesliga. Die Hanseaten spielten zwar eine grottenschlechte Saison, auch im Hinspiel erreichten die Hamburger nur ein mageres 0:0. Stephan Wabl hat dennoch acht Gründe ausgemacht, warum der HSV in der obersten Spielklasse bleiben muss.

1. Respekt vor dem Alter
Der HSV ist seit der Einführung der Bundesliga 1963 der einzige Gründungsverein, der in 50 Jahren noch nie abgestiegen ist. Man mag es für romantisch halten, aber in Zeiten, in denen der Jugendwahn ungebremst voranschreitet, braucht es den letzten verbliebenen Dino in der Bundesliga.

2. Ernst Happel
Der HSV holte unter Ernst Happel den Europapokal der Landesmeister (1983), zwei Mal die deutsche Meisterschaft (1982, 1983) und den DFB-Pokal (1987). Der "ewige Grantler" führte die Hanseaten in jenen Jahren in ungeahnte Höhen. Es passt einfach nicht zum "Wödmasta", dass sein einst großer HSV nun in der zweiten Liga gegen Klubs wie Sandhausen oder Aalen spielen soll.

3. Hamburg braucht einen Bundesliga-Klub
Die zweitgrößte Stadt Deutschlands braucht ganz einfach einen Verein in der obersten Liga. Es ist ja schön und gut, dass in der Bundesliga Städte wie Sinsheim-Hoffenheim, Leverkusen und Mainz mitkicken dürfen. Aber eine Bundesliga ohne Hamburg wäre wie die Wies'n ohne Bier.

4. St. Pauli
Der kleine Stadtrivale dürfte sich bei einem Abstieg des HSV zwar wieder auf feine Derbys freuen. Aber welchen Ansporn hätte der Underdog dann noch, die zweite Liga hinter sich zu lassen und den Aufstieg weiter anzustreben? Und nicht einmal St.-Pauli-Fan Bela B. wünscht sich einen Abstieg des HSV. Das sollte zu denken geben.

5. Greuther Fürth
Hamburgs Relegationsgegner hat es jahrelang erfolglos versucht, in die Bundesliga aufzusteigen. Vor zwei Jahren haben es die Franken dann endlich geschafft - und sind nach einer katastrophalen Saison wieder abgestiegen. Einmal sollte genügen, lasst es gut sein!

6. Uwe Seeler
Die HSV-Legende kickte fast 20 Jahre und beinahe sein ganzes Fußballerleben bei seiner großen Liebe. Nach all den Jahren freut sich und leidet Seeler nach wie vor jeden Samstag mit dem HSV - in den letzten Jahren nahm das Leiden jedoch überhand. Das wortgewandte Original aus dem Norden steht nun kurz vor seinem 80. Geburtstag. Da wäre der Klassenerhalt als frühes Geburtstagsgeschenk nur angemessen.

7. Oliver Kreuzer
Als Sportdirektor bei Red Bull Salzburg und Sturm Graz wurde der aktuelle HSV-Sportchef nicht wirklich gewürdigt - zu Unrecht. Nach seinem Abschied aus Graz stieg er vor zwei Jahren nach einer schwierigen Saison mit dem Karlsruher SC unglücklich nach der Relegation in die 3. Liga ab. Nun ist er mit dem HSV in einer ähnlichen Lage - und hat sich das rettende Ufer endlich verdient.

8. Bayern München und das Gleichgewicht der Nord-Süd-Achse
Nicht Osten gegen Westen, sondern Norden gegen Süden heißt das traditionelle Duell in Deutschland - und das nicht nur im Fußball. Sollte der HSV tatsächlich absteigen, bliebe im Norden nur mehr Werder Bremen als Gegengewicht übrig. Und die Bremer können es in ihrer aktuellen Lage nicht alleine gegen den übermächtigen Verein aus dem Süden aufnehmen. Der HSV wird dringend gebraucht!

Das Rückspiel findet am Sonntag um 19 Uhr in Fürth statt.