"Im Rausch nach Rio": Presse und Netz zum Halbfinale Deutschland gegen Brasilien

"Im Rausch nach Rio": Presse und Netz zum Halbfinale Deutschland gegen Brasilien

"Sechs Minuten. Und 200 Millionen Träume waren zerplatzt": Die internationalen Zeitungen und die Netzcommunity leiden nach der historischen 7:1-Niederlage mit Brasilien, dem Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft 2014, und feiern das deutsche Nationalteam.

"90 Minuten, 7 Tore, 1 Sieg für die Ewigkeit! Unfassbar! Gigantisch! Fantastisch!", schreibt die "Bild"-Zeitung über den historischen Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Brasilien. Weiter: "Und alle Worte reichen noch nicht für diese Nacht. Die größte Niederlage in der Geschichte des brasilianischen Fußballs. Davon werden wir noch unseren Kindern erzählen. Ach was, unseren Enkeln, Ur-Enkeln. In hundert Jahren wird man sich noch an dieses Spiel erinnern. Ein Ewigkeits-Sieg. Fast nebenbei bemerkt: Wir stehen im WM-Finale."

"Frankfurter Rundschau": "Ein grandioser Sieg für die Geschichtsbücher."

"Süddeutsche Zeitung": "Im Rausch nach Rio. Erstmals seit 2002 steht die entfesselt aufspielende deutsche Mannschaft wieder in einem WM-Finale. (...). Sechs Minuten. Und 200 Millionen Träume waren zerplatzt, der Traum von ganz Brasilien, eines Landes, das so stolz auf seine Fußballer ist."

BRASILIEN:

"Estado de Sao Paulo": "Historische Demütigung. Im Land des Fußballs, hat Deutschland, das in sein achtes WM-Finale geht, eine Lehrstunde erteilt. Es hat mit einer beeindruckenden Organisation, mit taktischer Disziplin, Passwechseln ... und vor allem mit Entschlossenheit gespielt."

"Folha de Sao Paulo": "Historisches Debakel. Nicht wieder zu erkennen und völlig dominiert vor allem in der ersten Hälfte wurde die brasilianische Selecao von Deutschland massakriert und mit 7:1 abgeschossen."

Sportzeitung "Lance!": "Die größte Schande in der Geschichte. Es wird schwer sein, an jenes 2:1 gegen Uruguay (Niederlage Brasiliens 1950 bei der ersten Heim-WM) zu erinnern, angesichts dessen, was Deutschland in diesem Halbfinale gemacht hat. Eine unvergleichliche Folter für diejenigen, die die Selecao lieben. Die Abwesenheit von Thiago Silva und Neymar, die vernünftige Gründe gewesen wären, eine Niederlage zu rechtfertigen, reicht nicht, um das zu erklären, was man sah: Die schlimmste Niederlage der Fünffachweltmeister in ihrer glorreichen Geschichte."

"O Dia": "Schande im Land des Fußballs. Der größte WM-Gewinner hat sich gekrümmt. Er wurde zu Hause gedemütigt. Und das mit erlesener Grausamkeit. Der Schmerz von 1950 wiederholt sich 2014. Die Wunde ist offen und es wird dauern, bis sie verheilt ist. Deutschland hat Brasilien gedemütigt, das Spiel in 29 Minuten entschieden und brauchte dabei den Fußball nicht neu zu erfinden. In Wirklichkeit zeigte Deutschland etwas, was der Selecao fehlte: Talent."

GROSSBRITANNIEN:

"Daily Telegraph": "Auf die Knie gezwungen."

"Daily Star": "Sambaaargh."

"Daily Mail": "Die brillanten Deutschen verprügeln die Gastgeber."

FRANKREICH:

"L'Equipe": "Unglaublich. Diese Leistung ist einzigartig, weil sie in Brasilien erbracht wurde und weil sie gegen Brasilien erbracht wurde. Am Tag des Weltuntergangs, den die Brasilianer gestern ohne Frage bereits zu erleben glaubten, wird man sich noch an dieses Halbfinale erinnern. Übermannt von den seit Turnierbeginn bis zum Exzess ausgelebten Emotionen und dem Pathos sind die Brasilianer auseinandergenommen worden wie niemals zuvor in der Geschichte des Fußballs. (...) Die Auswahl von Joachim Löw hat während der ersten halben Stunde Traumfußball entwickelt."

"Le Figaro": "Mit 7:1 von Deutschland gedemütigt erlebt Brasilien ein nationales Drama. Für die brasilianische Mannschaft war es ein albtraumhafter Abend. Unvorstellbar."

"Le Parisien": "Der Traum eines ganzen Landes zerschellt an der deutschen Mauer. Das ist nationales Drama, das ernste Konsequenzen haben könnte."

"Liberation": "Unglaubliches Debakel für Brasilien. Deutschland läuft quasi auf dem Wasser."

SPANIEN:

"Marca": "Ewige Schmach!"

SCHWEIZ:

"Blick" (online): "1:7-Schmach im WM-Halbfinal. Brasilien erleidet Debakel gegen Super-Deutsche. Dieser WM-Halbfinal geht als Sternstunde des deutschen und schwärzester Abend des brasilianischen Fußballs in die Geschichte ein! Deutschland untermauert eindrücklich seine Favoritenrolle auf den Titel und schmeißt die Selecao gleich mit 7:1 aus dem Heimturnier. Ja, Sie haben richtig gelesen - 7:1! Der Gastgeber versinkt im Tränenmeer. Die Enttäuschung bei den Gastgebern kennt keine Grenzen."

"Neue Zürcher Zeitung": "Zweites Drama für Gastgeber Brasilien. Es war ein Abend für die Fußball-Geschichtsbücher. Der WM-Gastgeber Brasilien, ohne den verletzten Neymar und den gesperrten Abwehrchef Thiago Silva angetreten, wurde im ersten Halbfinal von Deutschland in unvorstellbarer Manier überfahren. (...) Erbarmungslos. So ein Spiel hat die WM nie zuvor gesehen - Deutschland schlägt Brasilien im Halbfinal 7:1. Der Halbfinal von Belo Horizonte zeigt nicht nur eine meisterhafte deutsche Mannschaft. Der Match offenbart auch, dass Trainer Scolari es nicht verstanden hat, seinem Team die Bürde der hohen Erwartung zu nehmen."

NIEDERLANDE:

"Algemeen Dagblad": "Phänomenales Deutschland erniedrigt hoffnungsloses Brasilien."

"NRC Handelsblad": "'Wo warst du, als der nationale Fußball zusammenbrach?' werden Brasilianer einander noch in Dutzenden von Jahren fragen. (...) Brasilien ist erniedrigt. Brasilien heult. 1:7. Deutschland ist im Finale. Es ist kein Witz."

"De Telegraaf": "Wenn die niederländische Mannschaft das Finale der Fußball-WM erreichen sollte, dann kann sie sich auf etwas gefasst machen. Deutschland machte am Dienstagabend im Halbfinale Hackfleisch aus Brasilien, indem es mit nicht weniger als 7:1 (!) gewann."

"De Volkskrant": "Historischer Abend in Belo Horizonte. Deutschland verpulvert Brasilien. (...) Tag 26 der WM war der Tag, an dem Brasilien ein neues nationales Fußballtrauma erlebte. Deutschland war nämlich gnadenlos gegenüber dem Gastland im Halbfinale der WM und verpulverte Brasilien mit 7:1 in Belo Horizonte."

USA:

CNN: "Erst war da Unglauben, dann Tränen. Brasiliens Traum von der Weltmeisterschaft ist vorbei. Der Gastgeber wurde von Deutschland mit 7:1 gedemütigt.

"NPR": "Deutschland walzt Brasilien mit 7:1 nieder."

"USA Today": "Oh! Mein! Gott!" (auf Deutsch) "Deutschland schlägt Brasilien 7:1 in einem Fußball-Blitzkrieg."

MEXIKO:

"Reforma": "Deutschland massakriert den Gastgeber."

"Universal": "Deutschland demütigt Brasilien und steht im Finale."

"Milenio": "Brasilianische Tragödie."

"La Jornada": "Die deutsche Maschine zerstört den Weltmeistertraum Brasiliens."

Auch die Netzwelt feierte "Die Mannschaft" von Trainer Jogi Löw und konnte das brasilianische Debakel kaum fassen. Die besten und witzigsten Stimmen aus dem Internet:

US-Trainer Jürgen Klinsmann via Twitter

Gary Lineker zeigt sich begeistert

Lukas Podolski twittert aus dem Flugzeug

Auch Pele gratuliert Deutschland - und hofft auf die WM in Russland

#Fundstücke aus dem Netz

+++ Fußball-WM 2014: 11 Gründe, warum Deutschland Weltmeister wird +++

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(APA/Red.)