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Gesellschaft
11/25/2021

Jenseits von Corona: Fünf kleine Freuden des Alltags

Die Corona-Zahlen steigen, die Krankenhäuser sind überlastet, die Nerven liegen blank. Was uns trotzdem irgendwie weiterhilft.

Von Daniela Riess und Sebastian Hofer

1. Der britische Sänger, Schauspieler und Stilikoniker Harry Styles hat endlich seine erste eigene Kosmetik-Linie auf den Markt gebracht. Sie nennt sich Pleasing, ist streng limitiert, hochgradig klimabewusst und auch sonst sehr zeitgemäß. Die erste Mini-Kollektion läuft unter dem Schlagwort „Perfect Pearl“, umfasst mehrere Nagellacktöne, zwei Gesichtsbehandlungen und ein Serum und wurde mit einem Instagram-Sujet beworben, das Styles in kokett metrosexueller Pose (bauchmuskelfreies Top, lila Schlaghose, Motorrad) zeigt. „One Direction“ heißt in diesem Fall eindeutig: nach oben.

2. Nostalgie ist natürlich auch keine Lösung, aber manchmal lohnt der Blick zurück eben doch: „Harry Potter und der Stein der Weisen“ (der Film) wird 20 Jahre alt, und der Streamingdienst HBO Max feiert diese Tatsache mit einem hochwertigen Jubiläums-Spezialprogramm („Return to Hogwarts“), in dem die klassischen „Potter“-Hauptdarsteller Daniel Radcliffe, Emma Watson, Rupert Grint – so-wie auch die meisten noch lebenden Nebendarsteller – auftreten sollen. Der Zauber beginnt, wenn nicht wieder etwas dazwischen kommt, am 1. Jänner 2022.

3. Das „New York Magazine“ nahm die jüngste Neubenennung des Social-Media-Konzerns zum Anlass, sieben besonders metaistische Fakten über dessen Gründer und CEO auszugraben. Unsere liebsten Enthüllungen: Vor rund zehn Jahren aß Mark Zuckerberg ausschließlich Fleisch von Tieren, die er selbst erlegt hatte – was er, laut einem Augenzeugenbericht des Twitter-Gründers Jack Dorsey, mittels einer Art Laserpistole bewerkstelligt haben soll. Außerdem entspannt sich der Tech-Gigant beim Speerwerfen und stellt Fotos auf seine eigene Plattform, die ihn – allein – in einem Raum voller Luftballons zeigen. Ob es dazu eine Art Metaebene gibt, ist uns nicht bekannt.

4. Beim neuen Podcast-Award der „Kurier“-Jugendplattform „k.at“ wurden soeben zehn Podcasts aus heimischer Produktion ausgezeichnet. Dabei kürte die Jury (darunter der YouTuber Michi Buchinger, der Autor Thomas Brezina und die Influencerin Christl Clear) den Podcast „Abgeschminkt“ (über den jahrelangen Arbeitskampf einer Drogerieketten-Mitarbeiterin) zur „NewcomerIn des Jahres“. In der Kategorie „Aktivismus“ reüssierte Beatrice Frasls feministische Interviewreihe „Große Töchter“, als „Community Podcast“ des Jahres wurde Melisa Erkurts „Ö1 Sprechstunde“ ausgezeichnet.

5. Das „Time“-Magazin wiederum kürte kürzlich die besten Erfindungen des Jahres 2021. In der Kategorie „Produktivität“ wurde dabei der famose Stör-mich-nicht-Button des australischen Start-ups TimeChi honoriert. Es handelt sich um eine Art Gameshow-Buzzer für den Schreibtisch, der während einer voreinstellbaren Frist digitale Ablenkungen aller Art (E-Mails, Pushnachrichten, Messages) von einem abhält und per Ampelsystem auch potenziellen Darf-ich-kurz-Störern im Großraumbüro ein eindeutiges Stoppsignal anzeigt. Früher war irgendwie mehr Türenzumachen.

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