Jerry Lewis bei der Viennale im Wiener Filmmuseum

Viennale-Werkschau 2013: Der ingeniöse Körperkomiker und Regisseur Jerry Lewis wird geehrt.

Die Reise nach Wien, wo die Viennale nun sein irrwitziges Lebenswerk zeigt, hat Jerry Lewis, 87, leider abgesagt, aber die Spuren seiner Arbeit sind ab sofort im Filmmuseum zu bewundern: die Früchte seiner kreativen Partnerschaft mit straight man Dean Martin ebenso wie Lewis’ eigene Regiearbeiten und die späten, ernsteren Rollen, etwa seine Performance als grimmiges Kidnapping-Opfer in Martin Scorseses "The King of Comedy" (1983).

Die besten Lewis-Filme hat der Ex-Cartoonist Frank Tashlin inszeniert: Wer die Krankenpfleger-Groteske "The Disorderly Orderly“ oder die Kapitalismus-Demontage "Who’s Minding the Store?“ nicht gesehen hat, kann nicht wissen, wozu großes Kino fähig ist.

Die vom Filmmuseum-Team in mühevoller Kleinarbeit in Archiven und bei Privatsammlern gefundenen 35mm-Kopien machen es noch einmal möglich, den genialen Jerry Lewis derart geballt in analoger Form, also im eigentlichen Material seines Mediums zu sehen: Fünf Festwochen des frenetischen Kinos stehen bevor.

Die große Jerry-Lewis-Retrospektive im Österreichischen Filmmuseum läuft bis 24.11.