Johannes Dürr: Der Weg zurück

Video: Johannes Dürr - Der Weg zurück

Johannes Dürr war einst die größte Hoffnung des österreichischen Langlaufsports. Doch ein positiver Dopingtest beendete seine Träume auf eine Medaille bei den Olympischen Spielen in Sotschi im Jahr 2014. Vier Jahre später will sich Dürr auf eigene Faust wieder zurückkämpfen und alle Skeptiker davon überzeugen, dass er eine zweite Chance verdient hat. profil.at begleitet seinen Versuch.

6. März: Der Weg zurück ins Doping

Dürr, dessen Aussagen in der ARD-Fernsehdokumentation den Dopingskandal ins Rollen gebracht haben, soll selbst seit Jahren und bis zuletzt Eigenblutdoping betrieben haben. Er soll diesbezüglich bereits ein Geständnis abgelegt haben, teilte die Staatsanwaltschaft Innsbruck am mit.

Dürr war am Dienstag wegen des Verdachts des Sportbetrugs in Innsbruck festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft verdächtigte den Langläufer, dass er nicht nur andere Sportler an den Erfurter Sportmediziner Mark S. vermittelt habe, sondern auch, dass Dürr selbst bis vor kurzem Eigenblutdoping betrieben habe und sich dabei von ebendiesem Arzt behandeln ließ. Weil Dürr zur Finanzierung seines geplanten Comebacks Crowdfunding betrieben habe, bestehe der Verdacht des Sportbetrugs.

5. März: Johannes Dürr festgenommen

Johannes Dürr wird in Innsbruck festgenommen. Die Staatsanwaltschaft spricht davon, dass sich ein "Verdacht gegen einen weiteren Langläufer" ergeben habe, der "zuvor selbst aufgrund seiner Angaben die Ermittlungen in Deutschland gegen den Sportmediziner aus Erfurt in Gang gebracht hat". Diese neuen Ermittlungsergebnisse haben es erforderlich gemacht, den Mann über Anordnung der Staatsanwaltschaft festzunehmen", heißt es in einer Aussendung der Anklagebehörde.


27. Februar: Razzia bei der WM in Seefeld

Bei einer Doping-Razzia bei der Ski-WM in Seefeld und Deutschland werden neun Personen festgenommen. Darunter auch die beiden ÖSV-Langläufer Dominik Baldauf und Max Hauke.

Im Rahmen von seit mehreren Monaten andauernden internationalen Ermittlungen wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Sportbetruges sowie der Anwendung von unerlaubten Wirkstoffen und Methoden zu Dopingzwecken sei eine in Deutschland ansässige kriminelle Organisation ausgeforscht worden, hieß es in einer Mitteilung des österreichischen Bundeskriminalamtes.

Im Zentrum des Netzwerkes soll laut den Behörden der 40-jährige Sportmediziner Mark S. aus Erfurt stehen. S. arbeitete früher als Mannschaftsarzt für das Radsport-Team Gerolsteiner. Die Aussagen von Johannes Dürr waren laut Staatsanwaltschaft München Auslöser für die Doping-Ermittlungen und die Razzien in Seefeld und Erfurt.

26. Februar: "Loslassen war ganz schwer"

Ende Februar ist klar: Johannes Dürr schafft es nicht zur Ski-WM nach seefeld. Wenige Tage vor der Eröffnung sagt er im profil-Podcast: „Ich habe dieses Leben als Spitzensportler gekannt, und sonst habe ich nichts gekannt. Plötzlich habe ich das nicht mehr machen dürfen. Das loszulassen, war ganz schwierig.“ Ganz loszulassen vermochte Dürr offenbar nicht, wie sich wenig später herausstellen sollte.

23.Jänner: Die Gier nach Gold

Johannes Dürr aus Österreich berichtet der ARD-Dokumentation "Die Gier nach Gold - der Weg in die Dopingfalle" über seinen Umgang mit Doping in der Vergangenheit. Gleichzeitig erscheint das Buch "Der Weg zurück" mit dem Schriftsteller Martin Prinz.

In "Die Gier nach Gold" gestand Dürr, nicht nur Eigenblutdoping betrieben zu haben, sondern er bekannte auch, dass der entscheidende Anstoß, zu verbotenen Mitteln zu greifen, von ÖSV-Betreuern gekommen sei. "Die Antwort ist ein klares Nein. Mir sind solche Fälle nicht bekannt. Einzeltäter wird es immer geben, die entziehen sich aber meiner Kenntnis", sagt der Anti-Doping Beauftragte des ÖSV in der Dokumentation.

Gegenüber profil sagt Prinz: "Unser Versuch, vom Sport abseits aller Schuldzuweisungen zu erzählen, sucht nicht die Konfrontation mit dem Verband. Wenn beide Seiten offen sind, könnte hier ganz Erstaunliches gelingen."

16. Jänner: Geht sich der Weg nach Seefeld noch aus?

Der Weg von Langläufer Johannes Dürr zur Nordischen Ski-WM in Seefeld im Februar geht langsam dem Ende zu. Schriftsteller Martin Prinz über das Auf und Ab der letzten Monate und die Frage: Geht es sich doch noch aus? Lesen Sie hier mehr über das auf und Ab der letzten Monate.

3. September: Das erste Rennen am Weg zurück

Langläufer Johannes Dürr absolvierte am Weg zu seinem Ziel, an der Nordischen Ski-WM in Seefeld 2019 teilzunehmen, sein erstes Rennen. Wie es gelaufen ist, lesen Sie hier!

6. Juli: Die erste Hürde ist genommen

Die erste Finanzierungshürde der Crowdfunding-Kampagne wurde genommen. Nach Verlängerung läuft die Kampagne nun noch bis Sonntag. In Der Zwischenzeit hat Johannes Dürr bei der Fuckup-Night in Wattens seine Geschichte erzählt.

29. Juni: Die Crowdfunding-Kampagne geht auf die Zielgerade

Die Crowdfunding-Kampagne für "Der Weg zurück" ist auf den letzten Metern. Zwei Drittel der Zielsumme ist bisher erreicht.

"Viele Facetten der Angst": Johannes Dürr über sein erstes Rennen nach der Doping-Sperre

8. Juni: "Du musst verrückt sein"

Johannes Dürr über seinen Traum, der lange Zeit keinen Platz in seinem Leben hatte.

4. Juni 2018: Johannes Dürr in "Sport am Sonntag"

Live-Konfrontation in "Sport am Sonntag": Johannes Dürr trifft auf ÖSV-Sportdirektor Markus Gandler. Gibt es eine Aussprache? Wie realistisch ist ein Comeback? Hier geht's zum Video!

2. Juni 2018: Weg mit Hindernissen

Video: warum und wie? Johannes Dürr und Martin Prinz geben Antworten.

28. Mai 2018: Stempel auf der Stirn

"Jeder verdient eine zweite Chance. Würde ich abermals als Gedopter überführt werden, wäre ich als Sportler und Mensch erledigt (Johannes Dürr).
profil-Redakteur Wolfgang Paterno hat Johannes Dürr und Martin Prinz getroffen. Hier geht's zur Geschichte!

8. Mai 2018: Die letzte Etappe beginnt

Johannes Dürr war die größte Hoffnung auf einen österreichischen Spitzenplatz im 50-Kilometer-Langlaufbewerb bei den Olympischen Spielen in Sotschi im Jahr 2014. Doch auf die Hoffnung folgte der Fall und der Spitzensportler wurde positiv auf das Blutdopinghormon EPO getestet. Dürr gestand sofort und wurde für zwei Jahre von allen Rennen gesperrt. Doch seine Leidenschaft für das Langlaufen ließ ihn nicht los. Nachdem Dürr alle Preisgelder zurückgezahlt und eine Stelle als Zollbeamter in Tirol gefunden hatte, tastete er sich wieder Schritt für Schritt und Training für Training an den Langlaufsport heran.

Der lange Lauf zurück

Der lange Lauf zurück

Vier Jahre nach Sotschi will es der heute 31-Jährige noch einmal wissen und seine letzte Chance nützen. Sein Ziel: Bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld im Februar 2019 einen Platz in der Staffel des ÖSV-Teams zu bekommen. Dafür hat Dürr gemeinsam mit dem Schriftsteller und Langläufer Martin Prinz das Projekt "Der Weg zurück" ins Leben gerufen, um alle Skeptiker davon zu überzeugen, dass er eine zweite Chance verdient hat und alles dafür geben will, um noch einmal bei einer WM auf Langlaufski stehen zu können.

Website: www.derwegzurück.at
Facebookseite von "Der Weg zurück"

Langläufer Dürr und Schriftsteller Prinz

Langläufer Dürr und Schriftsteller Prinz

Kann es ein berufstätiger Langläufer ohne Verbandsunterstützung zur Weltmeisterschaft 2019 schaffen? Im Mai 2018 beginnt die Königsetappe eines Weges, der 2014 begann und die zentrale Frage stellt: Gibt es einen Weg zurück für einen einst gefallenen Hochleistungssportler? profil online wird Johannes Dürr auf seinem Weg begleiten. Das Buch von Dürr und Prinz über diese Zeit - von Dürrs Anfängen im Langlaufsport über die Dopingsperre bis zum Comebackversuch wird vor der WM im Jänner 2019 im Suhrkampverlag erscheinen.

Waxeln fürs Comeback: Johannes Dürr in der Vorbereitung

Waxeln fürs Comeback: Johannes Dürr in der Vorbereitung