Konstantin Wecker auf einer Konzertbühne vor einer jubelnden Menge
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Konstantin Wecker und die Schülerinnen: „9 Uhr Hilton, Zi. 4050“

Sie war eine 17-jährige Schülerin, er 40 Jahre älter und ein gefeierter Liedermacher. Ein Gespräch mit der Verlegerin und Autorin Marie Franz, die 20 Jahre später ihre schmerzhaften Erfahrungen mit Konstantin Wecker beschreibt. Andere junge Mädchen erlebten ähnliches.

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Die Website des Liedermachers Konstantin Wecker, 79, ist verwaist, alle seine Konzerttermine sind aufgrund „einer fortschreitenden Krankheit“ abgesagt. Wecker soll wegen einer neurologischen Erkrankung nicht mehr singen und Klavier spielen können. Die bayerische Symbolfigur für linken Anstand, Schöpfer zahlreicher Songs wider Xenophobie, NS-Gestrigkeit, Rechtspopulismus und kapitalistische Verkommenheit ist dennoch wieder in den Schlagzeilen. Schon im Winter 2025 hat sein integres Image (abgesehen von einer langjährigen, von ihm offen bekannten Kokain- und Alkoholsucht) schwere Kratzspuren abbekommen: Die „Süddeutsche Zeitung“ gab die Erlebnisse einer heute 30-jährigen Frau wieder, die 15 Jahre alt war, als Wecker mit ihr eine Beziehung begann, die ein Jahr später auch sexuell wurde.Im Zuge dieser Veröffentlichung meldeten sich auch andere Frauen zu Wort, die im Schülerinnenalter Ähnliches mit dem Liedermacher erlebt hatten. Eine davon ist die heute 38-jährige Verlegerin und Autorin Marie Franz, die mit ihrem Buch „Auserwählt“ einen wichtigen Beitrag zu einer Debatte leistet, die die Frage nach der moralischen Verantwortung stellt.

Angelika Hager

Angelika Hager

leitet das Gesellschafts-Ressort