Kulturtipp: Impulse und Improvisationen

Kulturtipp: Impulse und Improvisationen

Das Festival "ImPulsTanz" steht jedes Jahr fünf Wochen im Zeichen des zeitgenössichen Tanzes. Bei Performances und Workshops treffen Newcomer und professionelle Tänzer aufeinander. Die zweite Woche des Festivals mutet vielversprechend an.

Das Festival „ImPulsTanz“ geht in die zweite Woche: Der Japaner Ko Murobushi führt die Tradition des Butoh-Tanzes fort und lässt drei Tänzer einen grotesken Totentanz mit Bezug auf die Katastrophe von Hiroshima ausführen. (28. und 30. Juli, Akademietheater).

Die US-Choreografin Meg Stuart bringt als österreichische Erstaufführung „Sketches/Notebook“ – eine schwungvolle Improvisation mit 12 Tänzern auf die Bühne (26. und 27. Juli, Museumsquartier). Die international gefeierte Österreicherin An Kaler zeigt mit „Contingencies“, dass sie einen eigenen Stil, der unvorhersehbare Bewegungsabläufe mit architektonischen Räumen und ausgefeilter Lichtregie verbindet, perfektioniert hat. (29. und 30. Juli, Kasino am Schwarzenbergplatz.)

Der bulgarische Schock-Performer Ivo Dimchev bringt mit „Fest“ Sexualität mit den Machtspielen des Kunstmarktes in Verbindung (1. August, Akademietheater). Ein Tänzer und eine Violonistin treten mit „Why not“ in einen multikulturellen Dialog. Der Venezolaner David Zambrano und die Tschechin Iva Bittova bitten zur Uraufführung (1. August, Volkstheater).
Ebenfalls als Uraufführung bringt der Wiener Georg Blaschke das „Weltgerichtstriptychon“ von Hieronymus Bosch mit drei Frauen zum Tanzen und Singen: „The Bosch Experoience“ (4.6. und 8. August, Akademie der Bildenden Künste). Ebenfalls sehenswert: Die Abgewandelten Kriegstänze von den Osterinseln: War, von Amanda Pina, Daniel Zimmermann und nada-Productions (Ö-CH-Chile) (Odeon, 4. Und 6. August).

Männer-Seelen-Striptease

Die Uraufführung von „John“, dem neuen Stück des britischen Choreographen Lloyd Newson beim „ImPulsTanz“-Festival, wird intime Einblicke in die männliche Psyche gewähren. Basierend auf Interviews, die Newson mit 50 Männer aus unterschiedlichen sozialen Schichten geführt hat, werden die Tänzer des „DV8 Physical Theatre“ eine sinnliche Performance über Macht und Sexualität, Arbeitswelt, Liebe und Einsamkeit liefern. Neben der Uraufführung werden auch Filme von Lloyd Newson mit seiner Truppe im Stadtkino im Künstlerhaus gezeigt werden. „John“ von Lloyd Newson/DV8 Physical Theatre ist am 5. ,7. , 8. und 9. August im Akademietheater zu sehen.