Kulturtipp: Kraftwerk bei den Wiener Festwochen im Burgtheater

Kulturtipp: Kraftwerk bei den Wiener Festwochen im Burgtheater

Für gleich vier Konzerte kommt die deutsche Elektronik-Legende Kraftwerk ab heute bis Sonntag zu den Wiener Festwochen ins Burgtheater.

Vor 40 Jahren wurden die vier deutschen Musiker, von denen heute nur mehr Ralf Hütter mit neuen Kollegen zu seltenen Auftritten tourt, mit dem Konzept-Album "Autobahn" weltberühmt. "Radioaktivität", "Transeuropa-Express", "Die Mensch-Maschine" bis zu "Tour de France" waren weitere Meilensteine der elektronischen Musik.

Zwar sind die meisten Konzerte seit langem ausverkauft, aber im Internet gibt es Restkarten, und abends werden auch Stehplätze verkauft.
Wer auch das verpasst: Das "Wiener Heimorgel-Orchester" hat eine Hommage an "Kraftwerk" abgeliefert und die LP "Die Mensch-Maschine" (Monkey-Music) neu nachgespielt. Hörenswert.

profil-Kurzkritik: Eine imponierende Licht- und Videoschau, für die extra 3D-Brillen ausgegeben werden, ist den Besuch allein schon wert. Auch wenn die Ankündigung einer "Katalog"-Präsentation der einzelnen Platten von Kraftwerk in die Irre führt. Es werden nur drei, vier Nummern jedes Albums gespielt, dann folgt ein Medley aus Kraftwerk-Hits aller Zeiten. Etwas dumm nur, wenn man so in zwei aufeinanderfolgenden Konzerten großteils das gleiche Programm serviert bekommt. Bei Kartenpreisen von 75 Euro kommt da schon der Verdacht des Abzockens auf. Aber für eingefleischte Kraftwerk-Fans ist "more of the same" keine Abschreckung.

O. L.