Lena Dunham in einem Abendkleid mit Engelsflügeln
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Lena Dunham: Depressionen, ein Körper „wie ein Autowrack” und Ruhm-Hangover

Hollywood umarmte Lena Dunham als Genie, als sie mit Mitte 20 den Zeitgeist in die HBO-Serie „Girls“ goss. Mit knapp 40 erzählt sie jetzt in ihren Memoiren „Famesick“, was für schreckliche Dinge Berühmtheit mit einem anrichten kann.

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Krankheiten und Ruhm haben viele Gemeinsamkeiten, unterscheiden sich aber in einem wesentlichen Punkt: Wenn du berühmt bist, hat niemand mehr Mitleid mit dir. Denn wenn du das „geschafft“ hast, denken alle: Warum beschwert sie sich? Sie hat das Privileg dieses Zustands. Es ist alles ihre eigene Schuld. Und die paar kleinen Unannehmlichkeiten sind lächerlich, verglichen mit dem, was es an Vorteilen verschafft. So beginnt Lena Dunhams Memoiren-Band „Famesick“. 

Im Mai wird Dunham 40 und hat bereits ein Leben hinter sich, das für mehrere erlebnisintensive Biografien ausreichen würde. Eine ganze Reihe von Krankheiten und eine von heute auf morgen explodierende Berühmtheit, die mit ihrem 23. Lebensjahr einsetzte, bestimmten die vergangenen 17 Jahre ihres Lebens. Mit ihrem ersten Film „Tiny Furniture“ (gedreht im Loft ihrer Künstlereltern mit einem Crowdfunding-Budget von 25.000 Dollar) avancierte Dunham 2010 zur heißesten Debütantin von Hollywood. Ihren ungehorsamen Körper schleppte sie „wie ein Autowrack hinter mir her“, während der Ruhm durch ihr Leben pflügte: In Form von „Vogue“-Covers, weltweiten Fanclubs ihrer HBO-Serie „Girls“ und Hollywood-Partys, auf denen sich die Frauen „leicht geschürzt zeigten, als ob sie in einer Schulaufführung über griechische Götter mitwirken wollten.”

Angelika Hager

Angelika Hager

leitet das Gesellschafts-Ressort