Aufwachphase läuft

Michael Schumacher: Aufwachphase nach Koma weiter ungewiss

Aktuell. Michael Schumacher wird nach Schädel-Hirn-Trauma aus Koma geholt

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Der deutsche Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher wird aus dem künstlichen Koma geholt. Das bestätigte seine Managerin Sabine Kehm in einem Statement. "Michaels Narkosemittel werden reduziert, um ihn in einen Aufwachprozess zu überführen, der sehr lange dauern kann", schrieb Kehm.

PR-Coup für "Titanic"
Derweil zeigte sich Österreichs Ex-Formel-1-Rennfahrer Niki Lauda empört über das Cover des Satire-Magazins "Titanic", der ihn als Michael Schumacher zeigt: "Wer bitte druckt so einen Schwachsinn?".

Regeneration nach einem Schädel-Hirn-Trauma
Mehr als 20.000 Österreicher erleiden jedes Jahr Kopfverletzungen, viele davon auch gravierende Läsionen mit höchst ungewisser Prognose wie nun Michael Schumacher. Auffallend oft beweist das Gehirn jedoch eine verblüffende Fähigkeit zum Neustart.

„Keine Auskunft über Zwischenschritte”
„Es war ursprünglich die klare Absprache zwischen allen Beteiligten, diese Information zum Schutz der Familie erst zu kommunizieren, wenn sich dieser Prozess konsolidiert hat”, stellte Kehm in dem Statement klar und betonte: "Über Zwischenschritte werden wir keine Auskunft geben." Die bis dato letzten offiziellen Angaben zu Schumachers Zustand hatte es am 17. Jänner gegeben. Die Mediziner hatten diesen damals "weiterhin als stabil" bezeichnet.

Tiefes künstliches Koma „eher unüblich”
"Ärzte setzen einen Patienten nur dann drei oder vier Wochen in künstliches Koma, wenn die Situation des Gehirns sehr ernst ist", erklärte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Neurointensiv-und Notfallmedizin (DGNI), Andreas Ferbert. Ein tiefes künstliches Koma über vier Wochen aufrecht zu erhalten, sei daher eher unüblich.

Der Wintersportort Méribel in den französischen Alpen


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Diagnose Apallisches Syndrom?
Wie es tatsächlich um seine Gesundheit steht, kann niemand wirklich einschätzen, denn Schädel-Hirn-Verletzungen gehören zu den langwierigsten und am schwersten behandelbaren und prognostizierbaren Verletzungen.

Eine mögliche Diagnose wäre das apallische Syndrom (AS); ein in der Neurologie bekanntes Krankheitsbild, das durch eine schwere Schädigung des Gehirns hervorgerufen wird. Dabei kommt es zu einem Ausfall größerer Teile oder sogar des gesamten Großhirns, während gleichzeitig die Funktion des Rückenmarks, des Zwischenhirns und des Hirnstamms erhalten bleiben. Die Betroffenen - in Deutschland rechnet man mit mindestens 10.000 Fällen - sind in einer Art Wachkoma. Sie wirken wach, haben aber kein Bewusstsein und kaum eine Möglichkeit zu kommunizieren.

Der Deutsche Ex-Rennfahrer hatte sich am 29. Dezember beim Skifahren in Meribel schwere Kopfverletzungen zugezogen, wurde bisher zweimal operiert und liegt seitdem im Krankenhaus in Grenoble weiter im künstlichen Koma.

Schumacher wird in einem Krankenhaus in Grenoble, Frankreich, behandelt


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Nachfrage nach Ski-Helmen nimmt zu
Der schwere Skiunfall von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher habe zudem die Nachfrage nach Ski-Helmen von einem hohen Niveau aus noch einmal ansteigen lassen. Mittlerweile seien 80 Prozent der Skifahrer in Deutschland und Europa mit Helm unterwegs.

Steckbrief:

Michael Schumacher
Geb.: 3. Jänner 1969, Deutschland
Geburtsort: Hürth-Hermühlheim; aufgewachsen in Kerpen
Wohnort: Gland (Schweiz)
Familienstand: verheiratet mit Corinna seit 1. August 1995
Kinder: Gina Maria (16), Mick (14)
Bruder: Ralf Schumacher (38/ebenfalls früherer Formel-1-Pilot)

Größte Erfolge:
* Siebenfacher Formel-1-Weltmeister (1994, 1995 und 2000 bis 2004)
* 91 Grand-Prix-Siege (zuletzt 2006)

Erster GP: 25. August 1991 GP von Belgien
Letzter GP: 25. November 2012 GP von Brasilien
Erster GP-Sieg: 30. August 1992 GP von Belgien
Letzter GP-Sieg: 1. Oktober 2006 GP von China
GP-Starts: 307
GP-Siege: 91
GP-Podestplätze: 155
Pole Positions: 68
Teams: 1991 Jordan, Benetton
1992 bis 1995 Benetton
1996 bis 2006 Ferrari
2010 bis 2012 Mercedes

Wichtigste Rekorde: Meiste WM-Titel (7), meiste GP-Siege (91),
meiste Pole Positions (68), meiste Podestplätze (155)

(APA/Red)